“Welttag des Buches” – Verlosung

Welttag des Buches 2014 Verlosung

 

Auch dieses Jahr folge ich dem Ruf der tollen Aktion “Blogger schnenken Lesefreude” und möchte zum heutigen Welttag des Buches zwei Bilderbücher verlosen. Zu gewinnen gibt es das Bilderbuch “Es war einmal ein Mann” von James Krüss und “Bimbulli” von Mira Lobe. Beide Bücher wurden bereits auf diesem Blog besprochen.

Wer teilnehmen möchte, kommentiert einfach unter diesem Beitrag und schreibt welches der beiden Bilderbücher ihr gerne gewinnen möchtet. Hinterlasst bitte für den Fall der Gewinnerziehung eine Kontaktmöglichkeit.

Teilnahmeschluss ist der 27. April (12:00)!

Bitte beachten: Mit der Teilnahme wird bestätigt, dass der Teilnhemer volljährig oder das Einverständnis der Erziehungsbrechtigten vorliegt. Eine Teilnahme ist nur mit Versandadresse in Deutschland möglich.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück!

Milena Baisch – Anton taucht ab als Klassenlektüre

Anton taucht ab

Vor einigen Jahren wurde der Kinderroman von Milena Baisch auf diesem Blog rezensiert. Fast vier Jahre später lese ich nun “Anton taucht ab” als Klassenlektüre in einem dritten Schuljahr. So war meine Neugierde natürlich groß, wie die Kinder auf diese Ganzschrift reagieren.

Jedes Kind arbeitete nebenher in einem Lesetagebuch und setzte sich intensiv mit dem Inhalt auseinander. In regelmäßigen Diskussionen  tauschten wir uns über besondere Stellen, die Bedeutung von “seltsamen” oder unbekannten Ausdrücken aus oder stellten bestimmte Szenen in einem Rollenspiel dar. Die Pflichtaufgaben sind größtenteils den Lehrerhandreichungen aus dem Beltz Verlag entnommen. Die Kinder konnten außerdem Sternchen-Aufgaben aus einem Ideen-Pool bearbeiten. Einige Seiten aus dem Lesetagebuch habe ich angehängt, vielleicht kann sie ja jemand gebrauchen.

Insgesamt ist das Buch bei den Jungen besser angekommen als bei den Mädchen. Es kam oft die Frage warum in einem Buch so viele “boshafte Ausdrücke” oder auch gemeines Verhalten abgedruckt wurde. Darf man das überhaupt? Hier haben wir gemeinsam ausführlich diskutiert was die Autorin wohl damit bezwecken wollte.

Lesetagebuch Anton taucht ab

Einige Meinungen zum Buch:

“Ich fand es toll, wie Anton sich um seinen Fisch gekümmert hat. Nicht so schön war, dass Anton gelogen hat.”

“Es war lustig, dass Anton zum See immer Pissbrühe gesagt hat.”

“Ich ekele mich nun auch ein bisschen vor dem See und den ganzen Schlingpflanzen.”

“Die erste Begegnung mit Pudel war nicht höflich. Das macht man nicht.”

“Meine Lieblingsstelle war, als Anton “Karramba!” geschrien hat und in den See gesprungen ist. Da hatte ich Gänsehaut.”

“Mir hat nicht so gut gefallen, dass Anton so schlimm geredet hat.”

“Ich fand das gut, dass Anton mit mir geredet hat. Er sagte: “Hör auf zu lachen, sonst ist die Geschichte sofort zu Ende. Basta!” Da habe ich richtig angefangen zu lachen. Das war cool.”

“Mir hat es nicht gefallen, dass wir nie erfahren haben wie Pudel wirklich heißt.”

“Anton sollte nicht so frech zu seinen Großeltern sein.”

“Anton hätte zum Pudel einfach freundlich sein können.  Dann wären sie vielleicht sogar Freunde geworden.”

“Ich finde, dass die Geschichte sehr gut ist, weil ich mich darin gut verlieren kann.”

Material

Einige Seiten aus dem Lesetagebuch “Anton taucht ab” stelle ich hier ausschließlich für unterrichtliche Zwecke zur Verfügung.

Lesetagebuch_Anton taucht abzum Download bitte auf das Bild klicken

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Jorge Bucay – Wie der König seinen Feind verlor

Wie der König seinen Feind verlor

Ein launischer und eitler König sehnt sich nach Verehrung und Bewunderung seitens seines Volkes. Doch als sich unter der Bevölkerung herumspricht, dass es einen Mann gibt, der die Fähigkeit besitzt die Zukunft vorherzusagen, wird der König ganz tattrig.
Er lädt ihn in seinen Palast ein und beabsichtigt den armen Mann durch eine geschickte Fangfrage endgültig loszuwerden. Doch der arme Mann stellt sich als äußerst klug heraus. Und so beginnt hier, durch eine anfängliche List, eine über Jahre stets wachsende und tiefe Freundschaft.
In einen goldenen Rahmen gepackt, präsentiert der argentinische Illustrator Gusti die Titelseite dieses Bilderbuchs voller lebensnaher Weisheiten. Der Rahmen wird diesem Schatz an Bilderbuch mehr als gerecht. Dem korpulenten König mit einer vor Neid violetten Nase und einem grün angelaufenen Gesicht, ist die Unzufriedenheit und die Böswilligkeit schon fast anzusehen. Die düsteren Illustrationen verstärken diesen Eindruck und lassen den Leser die bevorstehende List vorausahnen.
Die aquarellierten Illustrationen sind üppig ausstraffiert, zum Teil mit Collage-Elementen versehen und künstlerisch auf höchstem Niveau ausgefeilt. Nicht minder gut ist auch die Botschaft der Geschichte zu bewerten. Der gelangweilte König ist einsam und unsicher. Der weise Mann begleitet ihn über mehrere Jahre und so wird aus der einstigen Duldung um Überlebenswillen, eine tiefgründige Freundschaft, die auf Wertschätzung beruht. Wie es im wahren Leben oft der Fall ist, wird man erst im Nachhinein klüger. Leider bedarf auch eine Entschuldigung eine lange Zeit, umso schöner ist es, wenn sie dann doch nocht kommt:
Ich hasste, dich, weil alle dich liebten.
Dafür schäme ich micht unendlich.
Ein bewegendes Ende führt dazu diese Weisheit mittels eines Briefs an alle Nachkömmlinge dieser Erde weiterzugeben.
Wie der König seinen Feind verlor

Material

Der Brief lässt sich wunderbar im Unterricht aufgreifen. Hier können die Schülerinnen und Schüler selbst zusammenfassen, welche Lehre der König an seinen Sohn weitergeben möchte. Es wäre auch denkbar anhand dieses Beispiels die Nacherzählung zu trainieren.

Brief_Wie der König seinen Feind verlor

Ein herausragendes Bilderbuch mit einer gewichtigen Lehre des argentinischen Autors Jorge Bucay, kongenial illustriert vom preisgekrönten  Illustrator Gusti.

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Erwin Grosche und Dagmar Henze – Alle in einem Bett

Alle in einem Bett
Polli hat viele Kuscheltiere. Nach und nach bitten die Kuscheltiere Polli unter ihre Bettdecke kriechen zu dürfen. Erst macht es sich der Bär im Bett gemütlich, dann kommt die Gans hinzu. Der Frosch möchte auch nicht alleine bleiben und hüpft hinein. Wird der Elefant da noch Platz finden?
Diese kurze Gutenachtgeschichte eignet sich für Kinder ab 2 Jahren. Die stabilen Pappseiten liegen gut in Kinderhänden und lassen sich einfach umblättern. Die farbenfrohen Illustrationen sind wunderbar anzuschauen. Sie überladen nicht mit Details und strahlen viel Wärme und Ruhe aus.
In Form eines kurzen Singsangs weist Polli stets darauf hin, dass im Bett ja nun nicht mehr viel Platz ist. Der Reim wird sehr schnell von den Kleinen mitgesprochen werden können, da er sich mit jedem Neuankömmling wiederholt. Der Höhepunkt ist natürlich das unerwartete Ende. Fälschlicherweise werden die Leser auf ein Ereignis vorbereitet, was so nicht eintrifft. Hier ist das Staunen groß und das gemeinsame Lachen vorprogrammiert.
Und schwuppdiwupp passiert’s im Nu -
sind alle Augen wieder zu.
Alle in einem Bett
Eine kurze Gutenachtgeschichte mit einem sich stets wiederholenden Reim, der im Ohr bleibt. Ein Buch wonach die Kinder sicherlich öfter fragen werden!

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Chris Wormell – Wo ist der Ball, kleiner Bär?

Wo ist der Ball, kleiner Bär?

Dem kleinen Bär fliegt ein roter Ball zu. Nach einigen Kicks beim Fußballspiel, landet der Ball hoch oben auf der Baumkrone. Bald kommen auch schon die eigentlichen Besitzer des roten Balls, die Kaninchen. Der kleine Bär schlägt vor den Ball gleich wieder herunter zu holen, schließlich war es sein Verschulden und außerdem ist er ein ausgezeichneter Bäume-Kletterer. Doch eigentlich hat er Höhenangst und wer hätte schon gedacht, was sich so alles im Geäst herumtreibt?!
Die Illustrationen des britischen Kinderbuchautors Chris Wormell sind schon fast klassisch – ruhige Motive, mit wenig Schnörkel. Die Abenteuergeschichte ist gediegen und fokussiert auf die Thematik “Mut”. Der kleine Bär überwindet seine Angst und traut sich nach ganz oben. Dabei kommen immer wieder Hindernisse auf ihn zu, die er ganz vorbildlich meistert. Die überraschende Wendung zum Schluss passt zu dieser kurzweiligen Geschichte sehr gut. Kleine Kletterer werden dieses Buch schnell ins Herz schließen, das so ganz ohne übermäßig viel Trubel und Ereignisjagd auskommt.
Aufgrund der großen Schrift ist dieses Bilderbuch auch gut für Erstleser geeignet.
Wo ist der Ball, kleiner Bär?
Ein Bilderbuch über die Überwindung von Hindernissen und den Mut sich etwas zuzutrauen.

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Leseförderung und Webseitenempfehlung

Lesen sollte aus dem häuslichen Rahmen nicht wegzudenken sein. Das Vorlesen im Kindergartenalter nimmt einen immensen Stellenwert in der Entwicklung der sprachlichen Kompetenz ein. Beim Zuhören übernehmen Kinder die Intonation der Eltern, erweitern ihren Wortschatz und die Wahrscheinlichkeit, dass sie selbst im Grundschulalter Bücher verschlingen, steigt mit jedem vorgelesenen Buch.

Dabei sollte es jedoch nicht beim reinen Vorlesen bleiben. Die Geschichten sollten zum Erzählen genutzt werden, zum Weiterspinnen, zum Malen oder zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik. Lesende Kinder nutzen ihre Vorstellungskraft und werden später auch gute Geschichtenschreiber sein. Das Interesse an Büchern muss jedoch geweckt und gefördert werden. Dafür bedarf es an geeigneter Literatur.

Mehr zur Leseförderung im häuslichen Rahmen auf Goethe Institut.

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Viele meiner Bücher bestelle ich beim Arvelle.de Buchversand. Diese Webseite wurde mir damals von einer Lehramtsanwärterin empfohlen. Es ist ein Buchversand, der sich auf den Handel mit Mängelexemplaren spezialisiert hat. Es sind manchmal kleine Knicke oder Wasserbeschädigungen auf den Büchern zu verzeichnen, dafür sind die Bücher 50-90 % günstiger. Das Angebot umfasst eine große Auswahl von rund 40.000 preisreduzierten Titeln.

Hier habe ich auch eine Vielzahl meiner “Big Books”, die ich so oft für den Englischunterricht benötige, erworben. Leider sind die Titel aufgrund der knappen Menge auch sehr schnell ausverkauft, sodass man regelmäßig vorbeischauen muss.

Momentan ist das Angebot für Erstleser, wie z.B. die Reihe Leserabe vom Ravensburger Verlag sehr groß. Diese Bücher sind besonders für Vor- und Grundschulkinder zu empfehlen. Unsere Grundschule hat von dieser Reihe für jede Klassenbücherei eine kleine Menge bereits angeschafft. Besonders schön sind die kniffligen Leserätsel am Schluss eines jeden Leseraben-Titels. Sie bieten Kindern die Möglichkeit das eigene Textverständnis zu kontrollieren.

Aber auch für das Lesealter ab 9 Jahren ist die Auswahl riesengroß. Hier lohnt es, sich einfach mal umzuschauen. Viel Spaß beim Entdecken!

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Andrea Weller-Essers – A, B, C Entdecke die Buchstaben! und 1, 2, 3 Entdecke die Zahlen!

A, B, C Entdecke die Buchstaben!

Viele Eltern fragen mich wie sie ihr Kind auf die Schule vorbereiten können. Besonders wichtig ist die gut ausgebildete Feinmotorik, die richtige Haltung eines Stiftes, der Umgang mit einer Schere und aber auch eine gezielte Schulung der Konzentration und Wahrnehmung. Meistens bringen Kinder im Vorschulalter ein großes Interesse an Buchstaben und Zahlen mit. Der Buchstaben- und Zahlenspaß kann auf unterschiedliche Weise vorangetrieben werden, u.a. mit einem Selbstlernheft.

Der Duden Kinderbuch Verlag bietet zwei Hefte für Kindergarten- und Vorschulkinder an, in denen die kindliche Neugier auf spielerische Weise aufgegriffen wird.
Im Buchstaben-Heft regen Schwungübungen dazu an sich näher mit Buchstaben und der Schrift zu beschäftigen. Die Seiten sind bunt gestaltet, jedoch nicht überladen. Hier wird die visuelle Wahrnehmung trainiert, indem bestimmte Buchstaben in einem Buchstabensalat gefunden werden müssen. Kinder zeichnen die Zacken eines Drachen nach und lernen so den Buchstaben M kennen. Auch der Anlaut wird thematisiert und so muss nach dem Prinzip “odd one out” das Bild mit dem falschen Anlaut gestrichen werden. Leider sind manche Bilder nicht eindeutig, sodass die “Nudel” eher wie eine Schleife aussieht und wäre der Pudel nicht daneben, wäre für mich als Erwachsener die Aufgabe auch nicht lösbar gewesen. Den Aufgabenstellungen fehlen Symbole, um den Kindern das Verständnis zu erleichtern. Hier muss ein Erwachsener stets die Aufgabe erst vorlesen. Die Aufgabenformate sind jedoch abwechslungsreich und beinhalten Rätselspaß und wecken die Entdeckerfreude. Es werden allerdings nicht alle Buchstaben des Alphabets abgearbeitet, nur wenige rücken in den Fokus.
A, B, C, Entdecke die Buchstaben
Das Zahlen-Heft thematisiert nicht nur die Zahlen von 1 bis 10, sondern geht auch auf das Mengenverständnis ein. Es wird geschaut wo “mehr” und wo “weniger” Luftballons zu finden sind oder welcher Turm der “höchste” in der ganzen Reihe ist. Hin und wieder müssen Zahlen nachgespurt werden. Auch die Aufforderung in einem Wimmelbild vier gleiche Gegenstände zu finden, um diese anschließend anzumalen, findet öfter Gebrauch. Sehr schön, finde ich persönlich die Einbindung der Würfelaugen als Zahlangabe. Die übereinanderlappenden Tiere stellen für manche Kinder sicherlich eine Herausforderung dar, bei der sie sich sehr gut konzentrieren müssen, um die Lösung zu finden. Das Punktezählen von Marienkäfern ist sogar identisch mit einer Aufgabe aus unserem Schuleingangstest. Das Heft ist keinesfalls eintönig. Es beeindruckt durch eine klare Strukturierung und regt zum Entdecken ein.
1, 2, 3 Entdecke die Zahlen!
Eine kindgerechtes Herantasten an die Buchstaben- und Zahlenwelt. Hier werden einige Aufgabenformate aufgegriffen, die ebenfalls in der Schuleingangsphase genau so auftauchen.

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