Bernd Wehren – Der Benimm-Führerschein

Der Benimm-Führerschein

Gute Umgangsformen in der Schule, zu Hause und in der Öffentlichkeit sowie gegenseitiger Respekt stehen im Mittelpunkt dieses Benimm-Führerscheins. Für ein angenehmes und konstruktives Miteinander sind bestimmte Grundregeln des guten Benehmens unerlässlich.

Das Benimm-Training von Bernd Wehren präsentiert 27 kurze Bildergeschichten aus dem Alltag der Kinder. Die Bilder zeigen sowohl richtiges als auch falsches Benehmen, was von der Schülerseite in der richtigen Farbe einzukreisen ist. Nach der Sensibilisierung für die Thematik, sollen die Bildergeschichten nachgespielt werden, um die Kinder emotional an die Alltagssituation zu binden. Anschließend gilt es diese Situation auf die eigene Klasse zu übertragen und zu überlegen, wie man sich selbst z.B. im Schwimmbad verhält und welche Regel evtl. missachtet werden. Der letzte Schritt ist immer die Bildergeschichte erneut zu spielen, um dann ausschließlich gutes Benehmen in der jeweiligen Situation zu zeigen.

Die Bildergeschichten bestehen aus drei Bildern und sind den Bereichen “Schule“, “zu Hause” und “Öffentlichkeit” zuzuordnen. Ein Kästchen ist stets weiß und gibt SuS die Gelegenheit selbst ein passendes Bild zu malen. Zusätzlich kann den Bildergeschichten eine Überschrift verliehen werden, um es anschließend als kurzen Text aufzuschreiben. Der Aufbau und die Aufgaben sind immer gleich, so dass die Kinder recht schnell selbstständig an dem Führerschein arbeiten können. Thematisch drehen sich die Geschichten um das richtige Verhalten auf dem Schulflur, im Schwimmbad, in der Umkleidekabine, auf Klassenfahrt oder in der Kirche. Im häuslichen Rahmen wird der Schwerpunkt auf Mithelfen im Haushalt, Essmanieren oder zu Gast bei Freunden gelegt. Das Benehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln, das ungefragte Fotografieren oder  lautes Musikhören finden ebenfalls Erwähnung.

Der Benimm-Führerschein

Ein beispielhafter Elternbrief als Kopiervorlage soll die Eltern informieren und vor allem in das Benimm-Projekt miteinbeziehen. Schließlich werden die Grundsteine guten Benehmens im Elternhaus gelegt. Im Lieferumfang findet sich ein Klassensatz (32) an farbigen Führerscheinen, die 20 freie Zeilen haben und individuell eingetragen werden können. Die Lehrkraft kann somit auf ihre Lerngruppe abgestimmt aus der Sammlung der Bildergeschichten passende Situationen auswählen. Eine Generalprobe und die tatsächliche Benimm-Führerschein-Prüfung in Form eines Multiple-Choice-Fragebogens ergänzen die Unterrichtsideen. Neben den Lösungen zu den Arbeitsblättern findet sich auch eine Urkunde, die nach dem erfolgreichen Bestehen den Kindern ausgehändigt werden darf.

Dieser Benimm-Führerschein ist besonders für Brennpunktschulen, die das Ziel haben Benehmensmägel zu reduzieren, zu empfehlen. Eingesetzt kann es in Form eines Projekts zum Thema “Unsere Schule benimmt sich”. Als Vorlage für die Gestaltung einer “Benimm-AG”, wäre es ebenfalls denkbar. Besonders positiv ist die Einbindung der Eltern zu erwähnen. Auf das Schuljahr verteilt können einzelne Bildergeschichten auch im Klassenrat thematisiert werden.

Der Benimm-Führerschein Wehren
Ein Benimm-Führerschein zur Reflexion guten und schlechten Benehmens.

Der Benimm-Führerschein: 2. bis 4. Klasse

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Daniel Miyares – Verzeihung!

Verzeihung

Auf einer angeblichen Sandbank sitzend, genießt ein kleiner gelber Vogel seine Ruhe. Als dann weitere Tiere sich auf die Sandbank gesellen und stets “Verzeihung!” rufen, wird es doch ganz schön eng. Bevor ein Fuchs die Tiere warnen kann, explodiert der gelbe Vogel förmlich vor Wut und verjagt die Tiere mit einem lauten “Haut endlich ab!”. Und als es wieder ganz still wird, entpuppt sich die Insel als eine gefährliche Niederlassung…
Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus.

Der miesmutig dreinschauende kleine Vogel erntet, was er gesät hat. Seine Unfreundlichkeit kommt schließlich im Sinne eines Bumerangeffekts zu ihm zurück. Daniel Miyares kombiniert eine große Prise schwarzen Humors mit leuchtenden, farbenprächtigen Illustrationen. Der Text ist sehr reduziert und auf die Kernaussagen pointiert geschrieben.

Das Bilderbuch ist für Kinder ab 6 oder 7 Jahren zu empfehlen. Jüngere Kinder werden die Botschaft des Bilderbuchs wahrscheinlich noch nicht begreifen. Es sollte definitiv über einen alternativen Umgang mit den Tieren seitens des kleinen Vogels gesprochen werden. Die kleinen Zuhörer könnten sicherlich reflektieren, wie die Tiere sich gefühlt haben mögen.

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“Verzeihung!” – darf auch sehr gerne ironisch verstanden werden.

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Dieses Bilderbuch ist ein schöner Eintieg in die Thematik "Wir benehmen uns". Daran anschließend kann "Der Benimm-Führerschein" von Bernd Wehren zum Einsatz kommen.

Soheyla Sadr – Anne und Pfirsich – oder: Wo unsere Seele zu Hause ist

Anne und Pfirsich

Anne besucht ihre Oma, die sie liebevoll Pfirsich nennt, weil ihre Haut so eine weiche, duftende und uralte Pfirsichhaut hat. Regelmäßig erzählt Oma Pfirsich Geschichten. Heute erklärt sie Anne ihren ganz eigenen “Lichtergarten”. Dies ist ein Ort an dem die Seele wohnt. Unseren inneren Garten gestalten wir selbst und entscheiden auch ob wir ins Licht oder ins Dunkel gehen wollen.
Ja, ich entscheide, ob ich mich über den warmen Sonnenschein freue oder mich lieber ärgern will, dass ich den Garten gießen muss.
Der Lichtergarten ist immer da – in dir. Dieser muss allerdings auch gepflegt und gehegt werden, um weiterhin Ruhe, Trost und Verständnis spenden zu können. Er bietet Schutz bei Unsicherheit, Angst oder Kummer. Dein Garten ist dein Wegweiser.

“Anne und Pfirsich” ist ein philosophisches Bilderbuch und handelt von der Kunst die innere Balance und Zufriedenheit zu finden. Soheyla Sadr hat es geschafft das Ungreifbare ein bisschen sichtbarer zu machen, indem es ein Bildnis des “Lichtergartens” erhalten hat. Oma Pfirsich fungiert als eine weise und erfahrene Person, die ihrer Enkelin bereits früh verdeutlicht, dass jeder Mensch seines Glückes Schmied ist.

Bei Kummer und Schmerz genügt es dem inneren Garten einen Besuch abzustatten. Oft ist die eigene Einstellung, die unsere Sicht auf das Leben und evtl. Schicksalsschläge bestimmt. Die Autorin hebt das positive Denken hervor und zeigt, dass es sich leichter durchs Leben schreiten lässt, wenn man stets die Sonnenseite sieht.

Die leichten, pastellfarbenen Illustrationen unterstützen das Geheimnisvolle des Lichtergartens und wirken wie ein Schleier, der einen Hauch an Magie andeutet, aber nie zu viel verrät. Schließlich lebt dieses Bilderbuch von Fantasie und der eigenen Vorstellungskraft. Die Zeichnungen umgibt eine Leichtigkeit, stets begleitet von einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen der Protagonisten. Als Leser kann man nicht anders, als sich von dieser ausgetrahlten Ruhe und Gelassenheit anstecken zu lassen.

Anne und Pfirsich
 Dieses Bilderbuch lässt die eigene Lebenseinstellung überdenken. Ein tolles Geschenkbuch für Erwachsene, die eine Aufmunterung benötigen, quasi eine Gießkanne für den inneren Garten.

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Patrick Wirbeleit – Was zur Hölle?!

Was zur Hölle

 

Jonas hat ein Auge auf Annika geworfen. Leider beachtet sie ihn nicht und jeder Versuch ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen scheitert. Ihm kommt die Idee sie mit einer Vespa zu beeindrucken. Dafür fehlt ihm jedoch Geld. Seine Eltern sind arbeitslos und Taschengeld bekommt er somit auch nicht. Ein Nebenjob soll das nötige Kleingeld liefern. Er bewirbt sich als Aschefeger in der Hölle und muss über seine höllischen Kollegen ganz schön staunen. Dieser Nebenjob ist eine Höllenarbeit. Ein Teufelskerl beißt sogar freiwillig ins Gras, nur um auf Erden wiedergeboren zu werden. Dieses sprechende Häufchen Asche verspricht Jonas zu helfen seine Angebetete zu erobern. Dafür muss Jonas ihn jedoch auf die Erde schmuggeln. Wird ihm das gelingen und welche Konsequenzen hat es für Jonas?
Dieser schräge Comic-Roman wird von den außergewöhnlich gelungenen Illustrationen von Patrick Wirbeleit getragen. Viele Botschaften und der eigentliche Witz wird durch die Bilder transportiert. Die Schwarz-Weiß-Zeichnungen fangen sehr schnell die Aufmerksamkeit ein und sagen oft mehr als die ergänzenden Texte.
Inhaltlich wird in diesem Roman für Jungen ab 10 Jahre hauptsächlich die Erste Liebe und aber auch Geldnot und Arbeitslosigkeit der Eltern thematisiert. Die ernsten Themen werden jedoch unterschwellig angeschnitten und ohne Bewertung präsentiert. Die Figur des Chefs wird sehr karikaturhaft dargestellt und die miesen Arbeitsumstände werden sicherlich auch einigen Erwachsenen bekannt vorkommen. Hier wird maßlos übertrieben, mit Stereotypen gespielt und die Handlung ist einfach nur abgedreht.
Die Textmenge ist übersichtlich und daher besonders für Jungen, die zu Lesemuffeln gehören, geeignet. Comic-Romane sind gute Einstiege für Kinder, die nur schwer für das Lesen zu begeistern sind. An den teuflischen Humor muss man sich erst gewöhnen – entweder es packt einen oder eben nicht.
Was zur Hölle
Tolle Illustrationen in Kombination mit einer verrückten Story und einem teuflischen Humor.

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Jan Kuhl und Margarethe Fimmen – Lieber lesen 3/4: Geschichten-Kartei

Lieber Lesen 3/4 Finken Verlag

Lehrer stehen stets vor der großen Herausforderung einen spielerischen und motivierenden Zugang zu Sprache, Lesen und Schreiben zu schaffen. Sehr hilfreich sind anregende, dem Alter der Kinder entsprechende, breit gefächerte Angebote, die sowohl Mädchen als auch Jungen ansprechen. Diese Geschichten-Kartei aus dem Finken Verlag berücksichtigt vor allem den Aspekt des “selbstvergessenen” Lesens, um bei den Kindern die Fähigkeit zum genießenden Lesen zu stärken.

In dieser Kartei wurden in sich abgeschlossene Geschichten zusammengetragen, die von den Kindern je nach individuellen Interessen frei ausgewählt werden können. Leistungsschwächere Kinder können sich hier kurze und leichte Texte aussuchen, während die Leistungsstärkeren zu langen und schweren Texten greifen können. Hier wäre für die Praxis ein kleines Symbol wünschenswert, damit die Kinder gleich erkennen können, ob es nun ein leichter oder schwerer Lesetext ist.

Folgende Themen wurden bei der Zusammenstellung berücksichtigt:

Lieber Lesen 3/4

Bei dieser Auswahl ist für jeden etwas Passendes dabei. Die Neigungen und Interessen von Mädchen und Jungen wurden sehr gut berücksichtigt. Oft sah es bei mir im Klassenraum so aus, dass Kinder vor der Kartei standen und sich nicht entscheiden konnten. Es kam auch vor, dass ein Kind sich einfach 5 Doppelkarten geschnappt hat, um am Platz reinlesen zu können. Zur eigenständigen Dokumentation des Gelesenen stehen den SuS Lesetagebücher zur Verfügung, in denen sie ihre Ergebnisse festhalten können. Wir haben uns für ein einfaches DIN-A5 Heft als Lesetagebuch entschieden. Vorher muss natürlich der Umgang gemeinsam besprochen werden, wie z.B. die Notation des Geschichtentitels und der bearbeiteten Aufgaben.

Lesetagebuch lieber lesen

 Auf der Vorderseite der stabilen Doppelkarten ist immer ein Bild zu finden, das neugierig auf den Inhalt machen soll. Im Innenteil setzt sich die Geschichte fort und wird schließlich mit einem Glossar abgerundet. In dieser blauen Box werden schwierige Begriffe (z.B. “auf jemanden einprasseln“) oder Redewendungen (“einen Strich durch die Rechnung machen“) erläutert. Dies ist besonders für meine DAZ-Kinder sehr hilfreich, sodass sie mit jeder Geschichte ihren Wortschatz erweitern können.  Auf der Rückseite der Doppelkarten sind zwischen 3 und 7 Aufgaben zu finden.

Die Zusammenstellung der Aufgabenformate ist sehr abwechslungsreich. Es wird mit leichteren Aufgaben begonnen, wenn es z.B. darum geht den Abschnitten passende Überschriften zuzuordnen oder sich ein anderes Ende der Geschichte auszudenken. Sehr schön ist, dass der Anforderunsgbereich III ebenfalls Beachtung findet. Hier bearbeiten die SuS für sie neue Problemstellungen, die eigenständige Beurteilungen und eigene Lösungsansätze erfordern (“Versetze dich in Billes Lage auf der Bühne. Erzähle von deinen Gedanken und Gefühlen.”).

Wir haben eine Geschichte aus der Geschichten-Kartei zuerst alle gemeinsam gelesen, besprochen und die Aufgaben bearbeitet. Anschließend war eine freigewählte Geschichte als verpflichtende Aufgabe im Wochenplan eingetragen und nun ist die Kartei ein begehrtes Freiarbeitsangebot. Wir haben uns jedoch darauf geeinigt, dass 3 Aufgaben verpflichtend sind und jede weitere Aufgabe als Sternchen im Lesetagebuch notiert werden soll.

Auf der mitgelieferten CD sind die Lösungen zu den Aufgaben, Beobachtungsbögen, ein Titelblatt für das Lesetagebuch und eine Übersicht mit Tipps zur Gestaltung des Lesetagebuchs zu finden.

Lieber Lesen 3/4 Finken

Diese farblich ansprechend gestaltete Geschichten-Kartei ermöglicht einen Zugang zum Lesen bei allen Kindern. Die Geschichten sind spannend, unterhaltsam, fantasie- und geheimnisvoll, die anschließenden Aufgaben abwechslungsreich und motivierend. Die Lernenden haben hier die Möglichkeit ihren Weg individuell zu bestreiten. Der hohe Motivationscharakter des Materials überzeugte meine Mädchen und Jungen gleichermaßen.

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Claude K. Dubois – Akim rennt

Akim rennt

Akim spielt am Fluss mit seinen Freunden, als die Luft vom dumpfen Lärm und Schüssen erbebt. Er versucht Zuflucht in seinem Haus zu finden, muss jedoch feststellen, dass es zerbombt wurde und nur noch Rauch und Asche ist. Akim rennt.  Er will zu seiner Familie. In einem Unterschlupf verbringt er einige Tage, bevor Soldaten das Haus stürmen und einige Kinder mitnehmen. Akim kann flüchten. Er rennt. In einer Hilfsorganisation gibt es einen Schlafplatz und Essen. Im Lager ist Akim in Sicherheit. Die Sehnsucht nach seiner Mutter ist weiterhin groß und die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Wochen verfolgen ihn unentwegt…

Das Bilderbuch “Akim rennt” thematisiert die Auswirkungen eines Krieges auf Kinder und die damit verbundenen Traumata. Das Buch handelt von Flucht, Angst, Verlust und Leiden eines kleinen Jungen, der nicht begreifen kann was um ihn herum geschieht. Auf 96 Seiten werden Bleistiftskizzen präsentiert, die das Grauen, das mit dem Krieg einhergeht, so verbildlichen, dass einem ein kalter Schauer den Rücken herunterläuft.

Die Textebene wird relativ sachlich, nüchtern und kurz gehalten, während die Illustrationen die eigentlichen Akteure dieser Geschichte sind. Sie vermögen mehr zu erzählen als bloße Worte. Es ist die Angst in den Augen, die Verzweiflung in den Bewegungen, der Schrecken und die Zerstörung in der Umgebung, die Grausamkeit im Überlebenskampf und die pure Sehnsucht nach den Liebenden, die diese Geschichte trägt. Die überwiegenden Bildanteile sind grau, versehen mit harten Linienstrichen, die Chaos und Zerstörung ausdrücken. Die Menschen sind Schatten ihrer selbst.

Dieses Bilderbuch trifft explosionsartig ins Herz und schnürt einem die Kehle zu. Es steckt so viel Realität, Schmerz und Unverblümtheit in diesem Buch, dass es emotional bewegt. Es schildert ein verstörendes Abbild des Krieges und das Happy-End am Schluss scheint lediglich ein kleiner Wermutstropfen, wenn man bedenkt, dass es vielen wehrlosen Kindern dort draußen ähnlich ergeht.

Amnesty International und PRO ASYL unterstützen Dubois’  Bilderbuch und kämpfen für das Recht auf Schutz und Asyl.

Akim rennt
“Akim rennt” weckt Anteilnahme und schafft einen emotionalen Zugang zu den Schicksalen tausender Flüchtlinge.

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Emily Gravett – Mathildas Katze

Mathildas Katze

Mathilda liebt ihre orange-gestreifte Katze. Am liebsten spielt sie mit ihr Spiele wie Verkleiden, Kaffeekränzchen veranstalten oder einfach nur malen. Während Mathilda dabei vor Energie und Begeisterung sprüht, schläft die Katze zwischendurch oder putzt sich lieber. Mathilda beginnt sich zu fragen, ob ihre Katze diese Spiele vielleicht gar nicht mag? Doch was mag sie überhaupt?
Die Identifikation mit dem eigenen Haustier ist bei Kindern groß. Bei Mathilda ist sie so groß, dass sie sogar ein farblich auf das Fell ihrer Katze abgestimmtes Kostüm trägt. Sie sieht die Katze als ihren Freund und unternimmt Sachen, die sie selber am liebsten mag. Dies ist eine für Kinder in diesem Alter sehr typische, egozentrische Sichtweise auf die Welt. Dabei hat sie ganz vergessen die Interessen und Bedürfnisse ihres Haustieres zu beachten.
Mit auf den Hüften aufgestemmten Armen muss sie erbost feststellen, dass ihre Katze an ihren Aktivitäten gar nicht teilnimmt. Symbolisch hängt sie das Kostüm ab und erst da findet sie heraus, was ihre Katze wirklich mag! Dieses Bilderbuch ist wirklich herzerwärmend und trumpft mit großflächigen Illustrationen und wenig Text auf. Ein Augenmerk ist besonders auf die Katze zu legen, die mal erschrocken, geduldig oder einfach gelangweilt und dabei trotzdem immer liebenswürdig dreinschaut. Die Geschichte führt den Leser ganz behutsam zum Überdenken des eigenen Verhaltens.
Mathildas Katze

Material

Was  mag ich? Was mag mein Haustier? Was mögen wir beide?

Mein Haustier und ich

 

Feinfühlige Darstellung inkl. eines kleinen Stupsers zum richtigen Umgang mit Haustieren.

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