Corinna Kegel – Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten

Rezension

Ursprünglich war das Buch dafür gedacht mehr Einblick in die Gefühlswelt von Hochbegabung zu erlangen, um hochbegabte Kinder in meinem Arbeitsumfeld besser verstehen und angemessener auf sie eingehen zu können.

Dieses Sachbuch entpuppte sich jedoch als vielmehr. Auch wenn es nicht auf Kinder spezialisiert ist, so greift es grundlegende Gedankenwelten auf und beim Lesen eröffnen sich einem komplett neue Welten. Corinna Kegel schildert in vielen Fallbeispielen gewitzt und motivierend den Reichtum und aber auch die Fallen von Hochsensibilität und Hochbegabung.

Die Zeilen verleiten zum Innehalten, Reflektieren, Traurigsein und aber auch zum Aufbruch, zur Veränderung. Die Autorin, die selbst als Coach arbeitet, zeigt  die überaus besonderen Wahrnehmungsstrukturen, Verhaltens- und Denkweisen von hochsensiblen und/oder hochbegabten Menschen auf. Detaillierte Erläuterungen geben einen guten Überblick über deren „Andersartigkeit“ und ihre speziellen „Denkstrukturen“. Die Empfindungen und all die emotionalen Facetten sind breit aufgefächert und nachvollziehbar erklärt. Es lehrt die Begabungen besser anzunehmen und sie zum eigenen Vorteil und zum Vorteil anderer bewusster einzusetzen.

Blick ins Buch

Ich fühle mich wie ein Schmetterling. Zart, berührungsempfindlich, mit allen Sinnen nach außen gerichtet. Ich brauche die Freiheit, zu kommen und zu gehen, wie es meinem Bedürfnis entspricht. Wenn ich in meiner Zeit Vertrauen gewinnen kann, wenn ich mich langsam nähern kann, überprüfen, ob sich alles sicher und richtig anfühlt, wenn ich meinem Tempo folgen kann und auf meine Bedürfnisse hören, dann kann ich mich irgendwann auch vertrauensvoll niederlassen und meine schönen, zarten Flügel ausbreiten. Wenn der andere versucht, nach mir zu greifen, bin ich sofort weg.

Fazit

Die Komplexität der Gefühlswelt einfach erklärt.

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Nicola Davies und Laura Carlin – Himmelskönig

Der namenlose Junge in dieser Geschichte ist fremd in England. Niemand spricht Italienisch, die Sonne scheint viel weniger und das Vanilleeis schmeckt ganz anders. Er hat Sehnsucht nach seiner Heimat. Lediglich die Tauben aus Mr. Evans Taubenschlag erinnern ihn an sein Zuhause. Das Gurren ist ihm vertraut. Der Protagonist beginnt regelmäßig im Taubenschlag auszuhelfen und gewinnt Hoffnung und Vertrauen durch seine Taube “Himmelskönig”, die als beste Brieftaube das große Wettfliegen von mehr als 1.500 km für sich behaupten soll.

Rezension

In diesem Bilderbuch schwingt Unsicherheit, Einsamkeit, Schmerz aber auch Hoffnung und Zuversicht mit. Es geht um das Gefühl seine Heimat zu verlassen und die Fähigkeit sich in einer anderen Kultur und einem neuen Land zurecht zu finden. So wie der Junge „seinen“ Weg sucht, sucht auch die Taube als Verbildlichung seines seelischen Zustandes, im Wettfliegen den Weg zum eigentlichen Zuhause. Es geht um das Suchen und das Finden.

Auch wenn die Taube mehrere Tage brauchte und sich durch Wind und Regen kämpfen musste, ist sie letztendlich angekommen. Der Ausgang der Geschichte ist mehrdeutig. Auch wenn der Junge für sich beschlossen hat, dass er  nun „endlich wusste, wo er zu Hause war“, ist dem Leser unklar, ob er seine ursprüngliche Heimat  oder seine neue Heimat meint. Vielleicht ist es aber auch einfach das Fleckchen im Herzen, das ihm nun Ruhe gibt, weil er sich gar nicht entscheiden muss.

Die Illustrationen schildern wunderbar die innerliche Zerrissenheit des Jungen. Es finden sich viele Weißstellen und schemenhafte Darstellungen auf den Seiten. Die Gebäude und Personen sind oft verschwommen oder umrissartig angedeutet. Dunkel- und Helligkeit wechseln sich ab. Es herrscht Distanz und Nähe, Liebe und Angst, Abgrenzung und Akzeptanz.

Blick ins Buch

Fazit

Ein tiefsinniges Bilderbuch für alle Menschen dieser Welt – nicht nur Migranten.

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Thierry Dedieu – Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann – Kinderbuchadvent Türchen No. 4

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Heute habe ich die Ehre das vierte Blog-Adventskalendertürchen zu öffnen. Vom 01. bis zum 24. Dezember findet sich jeden Tag auf einem anderen Kinderbuch-Blog ein Beitrag mit einer Kinderbuchempfehlung und einer anschließenden Verlosung. Ich vertrete den „aracari Verlag“ mit dem Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ von Thierry Dedieu.

Der kleine Schneemann stapft durch den frischen Schnee auf dem Weg zur Heimat des Weihnachtsmannes. Im Gepäck hat er ein kleines Geschenk dabei. Der Weg nach Lappland ist jedoch weit und so kommt es, dass er Tiere um Hilfe bitten muss. Der Rabe, der Hirsch, der Fuchs, der Hase, der Wolf und auch der Bär helfen ihm zwar, wollen aber alle stets eine Gegenleistung.

Der Schneemann gibt sein letztes Hemd ab und schafft es schließlich zum Haus des Weihnachtsmannes. Sein eigentliches Geschenk für den Weihnachtsmann hat er jedoch im Laufe der langen Reise an die Tiere abgeben müssen.

Kleiner Schneemann, du musst wissen, dass ich für ein Geschenk nichts zurückerwarte.

Der Weihnachtsmann reicht ihm ein kleines, rotes Päckchen und da fällt dem Schneemann ein, wie er sich für diese freundliche Geste bedanken kann … mit einer Gegenleistung aus dem Herzen!

Rezension

Diese einsame Reise des Schneemannes lässt sich schon fast auf den Verlauf eines Lebens übertragen. Wenn man sich ein Ziel setzt, kann man es trotz all der Widrigkeiten, die einem den Weg kreuzen, auch erreichen. Hier ist keine klare und klassische Einteilung in „Gut und Böse“ zu finden. Die Grenze verschwimmt. Die Tiere helfen zwar, verlangen jedoch ihren Teil als Gegenleistung ab.

Eine melancholische Note umgibt das Bilderbuch. Die Illustrationen sind in eher gedeckten, schon fast düsteren Farben gehalten. Es überwiegen die braunen Farbtöne. Besonders effektvoll ist die porträtierte Darstellung der Tiere, die mit ihrer neu erworbenen Habseligkeit dargestellt werden. Sie blicken zufrieden und selbstsicher den Leser an und man bekommt manchmal den Eindruck eine Fotografie anzuschauen.

Umso leichter wird es einem ums Herz als der Weihnachtsmann dem Schneemann ein Geschenk überreicht, ohne etwas dafür haben zu wollen. Das letzte Bild lässt einen schon fast vor Erleichterung erstarren und man wünscht sich, dass diese Freude andere mit guten Taten und Nächstenliebe zu begegnen auf möglichst viele Mitmenschen überschwappt. Pädagogisch wertvoll ist, dass der Inhalt des Geschenkes nie aufgedeckt wird, da es weniger um das Materielle, sondern viel mehr um die Geste geht.

Blick ins Buch

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit das Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ zu gewinnen. Das Buch wird vom „aracari Verlag“ zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 04.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 04.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei kinderbuch-detektive – schaut unbedingt vorbei! Am 17. Dezember bin ich wieder an der Reihe.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und strahlende Kinderaugen beim gemeinsamen Lesen in der Winterzeit!

Herzlichen Glückwunsch Bettina Schiks!

Brüder Grimm – Rotkäppchen und der Wolf

Rezension

Kommen Sie näher, kommen Sie ran!

Winterzeit ist Märchenzeit – Dieses Bilderbuch aus der Feder vom Buchillustrator „Anton Lomaev“ lädt zur Aufführung eines Wandertheaters ein. So öffnen sich die Vorhänge und das Lieblingsmärchen erscheint in einer opulenten Darstellungsweise, sodass man minutenlang auf jeder Doppelseite verweilen kann und dann noch immer nicht alle Details entdeckt hat. Es animiert zum wieder und wieder darin Blättern und wird bestimmt kein Staubfänger im Regal.

Hier wird die Tradition der klassischen Buchkunst deutlich. Die Assoziation zur Märchenwelt von Disney drängt sich zu keiner Sekunde auf. Die Bilder sind aufwendig, detailreich, verschnörkelt und erinnern an französische Gemälde einer längst vergangenen Zeit.

Das Märchen vom Märchen im Märchen – Hier wird eine dreilagige Ebene von Märchen aufgebaut. Zum einen präsentiert das Wandertheater eine Inszenierung eines Märchens und zum anderen hält die Großmutter ein weiteres Märchenbuch in der Hand, sodass die Spirale gekonnt in Szene gesetzt ist und indirekt in die Welt weiterer Märchen einlädt.

Blick ins Buch

Fazit

Eine klassische Märchenadaption voller opulenter Details!

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Andrea Schomburg und Stefanie Reich – Otto & der kleine Herr Knorff: Auf Monsterjagd

Mutig sein, wenn man keine Angst hat, das kann jeder. Aber mutig sein, wenn man Angst hat – da kann eben nur jemand mit Pups-Piraten-Panther-Mut.

Der kleine Herr Knorff ist ein äußerst freundlicher, ehrlicher, ordentlicher, regelbewusster und pünktlicher Geselle. Er stammt aus Knorffien, wo seine Artgenossen eher für Ungepflegtheit und Kloppereien bekannt sind. So hat er sich entschieden lieber bei den Menschen zu leben. Wer einmal bei den Menschen lebt, ist allerdings für immer ein Verstoßener und darf unter keinen Umständen zurückkehren.

In der Künstlerfamilie von Otto fühlt sich Herr Knorff pudelwohl und begleitet den Jungen gerne zu seinen Fußballspielen. Eines Tages bekommt Herr Knorff allerdings furchtbare grün-leuchtende Punkte am ganzen Körper: die Klaubauterkrätze! Das einzige Gegengift, das ihn retten kann, ist die abscheuliche Knorffsuppe aus Schneckenschleim, Popeln, Knorffspucke und Pupsbeeren. Dafür muss er jedoch zurück nach Knorffien!

Rezension

Dieses Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren ist das zweite Band der vielversprechenden Reihe von Andrea Schomburg. Der Leser taucht gleich ins Geschehen ein und wird in die Abenteuerreise der beiden Protagonisten mitgenommen. Der Kontrast der beiden Figuren ist erzieherisch wertvoll. Während Herr Knorff für das gute Benehmen steht, versorgen seine Artgenossen den Leser mit witzigen Wortspielereien und garantieren einige Lacher zwischendurch. Otto hingegen ist ein gewöhnlicher Junge, der Ängste hat, aber auch den Mut sich diesen zu stellen und merkt, dass man viel schaffen kann, wenn man sich nur traut.

Die 13 Kapitel werden mit vielen farbenfrohen Illustrationen unterlegt und unterstützen das Hineindenken in diese besondere Fantasiewelt der Knorffe. Die integrierten Reime sind eine gelungene Abwechslung und trainieren das Sprachgefühl für Gedichte oder gereimte Verse. Die Schrift ist für fortgeschrittene Leseanfänger gut lesbar und wird nicht nur inhaltlich auch Zweit- und Drittklässler noch begeistern.

Blick ins Buch

Fazit

Eine gelungene Reihe für Jungen zwischen 6 und 9 Jahren, die fantasievolle Welten lieben.

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Kinderbuch-Adventskalender

Die Adventszeit steht vor der Tür und so haben sich dieses Jahr 13 Kinderbuchbloggerinnen zusammen getan, um 24 Kinderherzen zu erfreuen. Jeden Tag stellt ein Kinderbuchblogger ein Buch vor und verlost es anschließend. Papillionis liest ist auch dabei:

1. Dezember bei Kinderbuch-Detektive
2. Dezember bei Kids&Cats
3. Dezember bei Lütte Lotte
4. Dezember bei PAPILLIONIS LIEST
5. Dezember bei Kinderbuch-Detektive
6. Dezember bei Die Bücherwelt von Corni Holmes
7. Dezember bei Favolina & Junior
8. Dezember bei Juli liest
9. Dezember bei Lütte Lotte
10. Dezember bei Buchverzückt
11. Dezember bei Familienbücherei
12. Dezember bei Geschichtenwolke Kinderbuchblog
13. Dezember bei Mint & Malve
14. Dezember bei Kunterbuntes Bücherregal
15. Dezember bei Familienbücherei
16. Dezember bei Letteraturen
17. Dezember bei PAPILLIONIS LIEST
18. Dezember bei Kids&Cats
19. Dezember bei Kinderbuch-Detektive
20. Dezember bei Mint & Malve
21. Dezember bei Juli liest
22. Dezember bei Familienbücherei
23. Dezember bei Buchverzückt
24. Dezember bei Kinderbuch-Detektive

Welches Buch sich hinter den einzelnen Türchen versteckt, bleibt bis jeweils um 0:00 Uhr streng geheim. Gerne darf auf die Aktion auf jeglichen social-media-Kanälen hingewiesen werden. Wir freuen uns, wenn ihr die Kunde vom #kinderbuchadvent mit uns in die Welt hinaustragt.

Auf eine besinnliche Adventszeit mit glänzenden Kinderaugen und viel Zeit zum gemütlichen Vorlesen!

Miriam Cordes – Mein Vorlese-Adventskalender: 24 Vorlesekarten für die Allerkleinsten

Rezension

In diesem Adventskalender warten Kärtchen und keine Türchen auf die Allerkleinsten. In 24 in sich abgeschlossenen Geschichten wird die Vorweihnachtszeit versüßt. Die handlichen Vorlesekarten sind stabil und laden jeden Tag zum gemeinsamen Lesen, Anfassen und Lauschen ein.

Jede Karte ziert ein Stern mit der entsprechenden Zahl als wunderbares Ritual täglich einen Stern mehr bis zum 24. Dezember zu sammeln. Auf der Vorderseite befindet sich ein farbenfrohes Bild passend zur Geschichte. Diese lässt sich gut betrachten und schon können die ersten Vermutungen zum möglichen Inhalt angestellt werden. Die Geschichten lassen sich in ca. 1-2 Minuten vorlesen und handeln von Schlittenfahrten, dem Nikolaus, Gastfreundschaft und Nächstenliebe, Geschenken, der Tradition des Adventskranzes, Plätzchenbacken, Basteln zur Weihnachtszeit uvm. Das Schöne ist, dass sie alle recht unaufgeregt sind. Sie spiegeln das alltägliche Leben wider und verbreiten eine muckelig-heimische Atmosphäre.

Blick ins Buch

Fazit

Adventskalendergeschichten für Kinderhände!

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Axel Scheffler und Julia Donaldson – Stockmann + DVD

Stockmann lebt mit seiner Familie, wie soll es anders sein, in einem Baum. Als er eines Morgens seine Runde im Park macht, wird er von einem Hund für ein Stöckchen gehalten. Kurze Zeit später wird er von Kindern für ein Stock-Wettrennen im Fluss genutzt und treibt so immer weiter von seinem Haus weg. Es finden sich immer mehr Menschen und Tiere, die Stockmann für ihre Belange nutzen möchten – mal als Mast, Ritterschwert, Stift oder Flitzebogen. Stockmann treibt den ganzen Sommer und Herbst durch die Gegend. Im Winter wünscht sich Stockmann nichts sehnlicher als zu seiner Familie zurückzukehren.

Stockmann ist einsam und völlig verloren.
Er friert von den Füßen bis hoch zu den Ohren.
Stockmann ist müde. Seine Lider sind schwer.
Er streckt sich, er gähnt. Schon hört er nichts mehr.

Als er aufwacht, befindet er sich als Brennholz direkt in einem Kamin. Wer könnte ihm dort wohl zu Hilfe kommen?

Rezension

Das Pappbilderbuch kommt in Begleitung einer DVD, auf der die Geschichte einfach grandios verfilmt wurde. Hier hat das Buch wirklich Platz sich zu entfalten. So kommen hier Gefühle und Stimmungen zum Ausdruck, die im Buch etwas zu kurz kommen. Die Sehnsucht der Familie nach dem verschollenen Vater kann schon dem einen oder anderen Tränen in die Augen treiben. Zu den Illustrationen von Axel Scheffler muss ich nicht viel sagen: Er ist einfach ein Meister!

Mit dem Erscheinen des Weihnachtsmanns und der übergreifenden Botschaft zur Bedeutung des Zusammenhalts der Familie, katapultiert sich das Buch zur gelungenen Lektüre in der Weihnachtszeit. Während die Reime größtenteils gelungen übersetzt wurden, wird es doch Stellen geben, an denen man zu stolpern beginnt. Die englische Original-Version auf der DVD wirkt  dem entgegen und entfaltet die Schönheit dieser Geschichte in voller Bandbreite. Auch Grundschulkinder im vierten Schuljahr werden der englischen Version mit all ihren visuellen Verständnishilfen gut folgen können.

Blick ins Buch

Fazit

Warmherzige Geschichte – Familie ist alles!

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Stefan Lemke und Birgit Neumann – Riesen-Weltatlas

Rezension

Der Riesen-Weltatlas macht seinem Namen alle Ehre – stolze 40 x 60 cm bringt es auf. Die 5 Doppelseiten sind sehr stabil und halten auch das kindliche Herumklettern aus. Zunächst wird die Welt mit all ihren Kontinenten und Ozeanen als Ganzes betrachtet. Die Windrose und der Äquator sind passend integriert. Der beigefügte Text gibt lehrreiche und leicht verständliche Informationen zu den Polen und der Bewegung der Erdkugel im Verlauf des Jahres.

Nach und nach werden die einzelnen Kontinente genauer vorgestellt. Hierbei sind die Ländergrenzen durch rot-gepunktete Linien hervorgehoben. Auch die Hauptstadt ist zu jedem Land durch einen roten Punkt gekennzeichnet. Weitere Städte sind nicht abgebildet. Die wichtigsten Flüsse, wie z.B. der Rhein oder die Donau sind integriert. Stefan Lemke hat in den farbenfrohen Illustrationen typische Erzeugnisse des Landes oder bekannte Spezialitäten ergänzt. Auf der Weltkarte sind den Kontinenten ausschließlich Tiere zugeordnet. In der Antarktis schwimmen See-Elefanten und Pinguine, in der Arktis befinden sich Eisbären und Deutschland wird mit Störchen assoziiert. Besonders für Grundschulkinder ist dies eine anschauliche und informative Vermittlung der Landkartenkunde.

Blick ins Buch

Fazit

Viel zu entdecken – anschaulich – informativ!

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Dawid Ryski – Durch die Jahreszeiten

Rezension

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – der Lauf der Jahreszeiten fängt immer wieder von vorne an. Jede Jahreszeit bietet seine ganz eigenen Wunder. Zu Beginn des Jahres blühen Eisblumen am Fenster. Schneeflöckchen zeigen sich unter der Schneedecke und bald werden auch die Tage länger. Im Sommer sehnen sich die Kinder nach Spielstunden im Freien und lassen bei herbstlichem Sturm freudig ihre Drachen steigen. Im November schlittert die ganze Familie über gefrorene Pfützen und atmet weißen Nebel aus.

Wir erzählen uns Geschichten, wahre und erfundene, und überlegen, was uns das neue Jahr bringen wird.

Die großflächigen und ziemlich nüchternen Illustrationen wirken durch die gedeckten Farben und zurückhaltenden Details schon fast nostalgisch. Dawid Ryski ist ein junger polnischer Illustrator – sein Stil scheint einen Hauch der Buchkunst der DDR zu bergen. Die kurzen Texte auf jeder Doppelseite sind sprachlich leicht zu verstehen und heben die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten, die den jeweiligen Monaten zuzuordnen sind, hervor.

So erfahren Kinder nicht nur die vier Jahreszeiten, sondern können auch die entsprechenden Feste den jeweiligen Jahreszeiten zuordnen. Im Fokus stehen typische Erscheinungen und zeitliche Abläufe in der Natur, die sich im Kreislauf der Natur und somit auch im menschlichen Leben zeigen. Die ständige Wiederkehr von Jahreszeiten und der Prozess des Wachsens und Vergehens bietet Ansätze zur Betrachtung der Zeit als etwas Unwiederbringliches und aber auch nicht Beeinflussbares.

Blick ins Buch

 

Fazit

Der Jahreskreis und seine wiederkehrenden Wunder.

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