Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Die kleine Meise und ihre Freunde

Die kleine Meise und ihre Freunde

Leon und Paula werden von einem vehementen Hämmern aufgeweckt. Aus dem Fenster erblicken sie einen Specht. Ob der sein Frühstück sucht? Mama erklärt, dass er auch eine Frau suchen könnte und sie mit seinem Hämmern anlockt. Im Stadtpark entdecken die Geschwister Stare und fragen sich wie sie ihren Weg zurück aus ihrem Winterquartier finden. Sie lernen, dass Mauersegler echte Akrobaten sind und sogar im Fliegen schlafen. Diesen Fragen gehen die beiden außerdem nach:

  • Sind die Nachtigall nur nachts so wunderschön?
  • Warum fällt der Falke wie ein Stein vom Himmel?
  • Lacht die Lachmöwe wirklich?
  • Was fressen die Störche am liebsten? uvm.

Dieses Sachbuch hat mehrere kurze Geschichten über die heimischen Vögel vereint. Dabei dreht es sich keineswegs ausschließlich um die Kohlmeise. Der Fokus liegt eher auf dem Untertitel „und ihre Freunde“.  Auf jeder Doppelseite widmen sich die kleinen Protagonisten Leon und Paula sich einer anderen Vogelart und erkunden Besonderheiten, die diese Vögel betreffen. Diese werden durch kindgerechte Fragen eingeleitet, wobei die Eltern stets als Experten fungieren und die Lese mit vielen Sachinformationen versorgen.

Auf der mitgelieferten Audio-CD befindet sich die Geschichte in einer Gesamtlänge von 35 Minuten. Da es keine sachliche Aneinanderreihung von Informationen, sondern eher ein spannender Dialog ist, lässt sich dem Inhalt sehr gut folgen. Besonders schön finde ich die Einbindung von 25 Tracks mit allen möglichen Vogelstimmen, wie z.B. Haussperling, Amsel, Elster, Taube, Uhu, Rotkehlchen, Star, Buntspecht und viele mehr. Daraus kann man prima ein Ratespiel machen. Die letzte Doppelseite bietet darüber hinaus ein weiteres handlungsorientiertes Angebot. Hier werden 24 farbige Minibildkarten zu der Überschrift „Meine kleine Vogelwelt“ präsentiert. Diese Abbildungen der Vögel lassen sich zu einem Memory-Spiel umfunktionieren oder als vergrößertes Tafelmaterial nutzen.

Heimische Vögel

Material

Ein Arbeitsblatt für den Sachunterricht zum Beschriften der Körperteile und eine ergänzende Aufgabe zum Lesen und entsprechenden Ausmalen der Zeichnung.

Meise beschriften

Auf spannender Erkundungstour rund um heimische Vögel

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Jutta Bauer – Die Königin der Farben

Die Königin der Farben

Malwida wohnt im Königreich der Farben und ruft eines Tages ihren Untertan, die Farbe „Blau“,  herbei. Das Blau ist sanft, mild, leise und freundlich. Als Nächstes ruft sie das „Rot“. Es ist ungestüm, wild, gefährlich und verwandelt sich kurzerhand in ein Pferd. Als sie von dem Rot genug hat, holt sie das Gelb. Es ist warm, hell, kann aber auch zickig und gemein sein.

Und da Malwida auch zickig und gemein sein kann, kommt es zum Streit. Alle Farben vermischen sich und es wird alles grau. Das Königreich wird grau, der Himmel  wird grau, einfach alles um sie herum. Wird Malwida die drei Grundfarben zurückholen können?

Dieses Bilderbuch ist ganz zauberhaft, um Kindern die drei Grundfarben nahe zu bringen. Besonders wertvoll ist, dass Farben Eigenschaften in Form von Adjektiven zugeschrieben werden. So lernen die Kinder hier schon das Deuten anhand von Farben. Wir haben anschließend überprüft, ob das tatsächlich zutrifft und überlegt, ob die gelbe Sonne warm, hell und manchmal gemein sein kann. Ein Kind erzählte von einem bösen Sonnenbrand, sodass wir uns einig waren, dass es zutrifft. Anschließend haben wir uns die roten Flammen angeschaut und mussten auch hier zustimmen, dass das Feuer wild und gefährlich ist. Beim Blau fiel uns sofort der Himmel ein. Ja, auch hier ist es leise und sanft, vor allem in Verbindung mit den Wolken, unterstrich ein Kind.

Auf der letzten Doppelseite befindet sich eine Kopiervorlage, die mit der Überschrift „Für eigene Versuche!“ versehen ist. Hier können Kinder selbst kreativ werden und ihr Königreich der Farben gestalten.

Die Cartoon-Zeichnungen finden Erstklässler recht ulkig, da die Königin Malwida die Emotionen, die die Farben mit sich bringen, sehr gut wiederspiegelt. Hier ist viel Action und eine große Portion Expressionen im Spiel. Die Farbexplosion in Malwidas Haaren fanden alle ganz zauberhaft und setzten diese Szene gekonnt in den eigenen Zeichnungen um.

Die Königin der Farben

 

weiterarbeit

Dieses Bilderbuch ist ein toller Aufhänger, um die drei Grundfarben im Kunstunterricht herauszustellen. Der nächste Schritt wäre das Mischen zu thematisieren, mit dem Rückblick auf das Kuddelmuddel mit dem „Grau“. Zu Differenzierugszwecken kann von der Kopiervorlage die Königin entfernt werden, damit sich Kinder an eigene Malversuche trauen.

Die Königin der Farben

Pädagogisch sehr wertvoll!

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Dirk Stötzer – Superlehrer, Superschule, supergeil: Der beste Beruf der Welt

Superlehrer, Superschule, supergeil

Der Autor ist jemand, der seinen Beruf liebt. Nach 30 Jahren als Lehrer und Schulleiter spricht er aus seiner subjektiven Sicht über den Lehrerberuf. Er macht Werbung für den Beruf und stellt zurecht klar, dass dies nur für diejenigen ein Traumjob ist, die ganz in ihm aufgehen.

Dieses Buch ist eine kleine Sammelkiste an Anekdoten aus dem Schulsystem. Manche Lehrer werden in Schubladen gesteckt und ziemlich stereotypisiert dargestellt, positiv und auch negativ. Vieles liest sich amüsant, manche Aussagen finde ich dagegen arrogant und unfair. Es finden sich aber auch sinnvolle Hinweise für angehende Lehrer. Interessant sind die Zitate der Schüler zu unterschiedlichen Themen, wie z.B. was für sie persönlich einen Superlehrer ausmacht.

Trotzdem sticht positiv seine Ansicht  hervor, dass dieser Job einem als Mensch viel abverlangt. Es ist schwer nach Schulschluss abzuschalten und sich ausschließlich der Freizeit zu widmen. Bekanntlich ist man als Lehrer ja nie fertig. Und  nur wenige Eltern wissen, dass viele Vollzeitlehrer vor 15 Uhr die Schule nicht verlassen. Es stehen Lehrerkonferenzen, Dienstbesprechungen, Schulkonferenzen, Teambesprechungen, Steuergruppentreffen uvm. an. Am Schreibtisch sitze ich täglich nie weniger als 3 Stunden und bereite den Unterricht nach und vor, schaue Schülerarbeiten nach, notiere Beobachtungen, leiste Elternarbeit, protokolliere stets Sitzungen oder auch Elterngespräche, aktualisiere Föderpläne, schließe mich mit Sozialpädagogen, Logopäden kurz, erstelle Werkstätten, Stationspässe oder bastle und laminiere. Die Zeiten rund um Zeugnisse oder Elternsprechtage möchte ich erst gar nicht erwähnen. Daher reagiere ich auch ziemlich empfindlich auf schnippische Kommentare in Bezug auf die vielen Ferientage. Welcher Beruf sonst muss so viele Überstunden, Woche für Woche, ertragen? Ich kenne nicht viele. Nicht umsonst ist das Thema „Lehrergesundheit“ in vielen Kollegien immer noch sehr aktuell.  In unserem Schulsystem sind zugegeben viele Lücken, die unbedingt angegangen werden müssen. Hierbei brauchen Schulen Unterstützung. Oft ist es durchaus frustrierend mitschwimmen zu müssen und zu wissen, dass es doch anders und viel besser geht!

Man muss auf das Positive achten, und es gibt genug Positives.

Das stimmt. Der Lehrerberuf gibt einem viel Positives,  vor allem wenn man die strahlenden Kinderaugen sieht. Die Kinder jeden Tag in ihrem Entwicklungsprozess zu erleben,  zum Hinterfragen und selbstgesteuerten Lernen anzuregen, ist ein großes Geschenk. Spätestens bei der Verabschiedung einer vierten Klasse weiß man wofür man das macht und wird von wahrlichen Dankbarkeitsgefühlen übermannt.

Der Lehrer kann seine Hobbys in Form von Schul-AGs verwirklichen und eine Menge engagierte Ehrenamtliche ohne große Umstände für seine Projekte begeistern. In seiner Arbeit spürt er Erfolge sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig. Es gibt kaum etwas Schöneres, als die Begeisterung, die man für sein eigenes Fach verspürt, erfolgreich auf die Schüler zu übertragen! Und es gibt kaum etwas Schöneres, als zu sehen, wie sich Schüler zu Persönlichkeiten heranbilden. Dass man daran beteiligt ist, dass man als Lehrer sogar Einfluss auf diese Entwicklung hat, ist etwas Großartiges, wenngleich es auch mit einer hohen Verantwortung verbunden ist (S. 320).

 

Sehr subjektive Sicht auf den Lehrerberuf, deswegen nicht weniger unterhaltsam.

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Bärbel Oftring und Isabel Müller – Schau mal, eine Spinne!

Schau mal, eine Spinne

Schau mal, so ein schönes Spinnennetz! (…)
Pfui! Igitt!, denkst du jetzt vielleicht, denn viele Menschen fürchten sich vor Spinnen.

Der Leser wird durch die direkte Ansprache gleich in die Sachgeschichte geholt und befindet sich so mitten im Geschehen. Die Zeichnungen sind alle sehr geradlinig, naturgetreu und wenig verspielt. Die Abbildung des Realistischen ist hier das Ziel.

Wir erleben eine Kreuzspinne beim ausgeklügelten Bau ihres Radnetzes und erfahren warum es aus glatten Lauffäden und klebrigen Fangfäden besteht. Schon bald hat sich das erste Opfer im Netz verfangen. Hierbei ist etwas Geduld nötig, denn erst wenn die Beute erschöpft ist, kann die Spinne zuschlagen. Anschließend betrachten wir dank der vergrößerten Darstellung, fast wie bei einer Lupe, uns die einzelnen Körperteile ganz genau an. Wir zählen die Beine, schauen uns die Augen an, die trotz der großen Anzahl nur wenig sehen können und lernen, dass Spinnen mit ihren Beinen auch hören, riechen und Erschütterungen spüren können. Das Wachsen und die damit einhergehende Häutung, sowie die Paarung und das Schlüpfen der Spinnenbabys runden thematisch dieses tolle Sachbilderbuch ab.

Diese informative Darstellung wäre schon genug gewesen, um meine Begeisterung zu wecken. Aber nein, da ist noch viel mehr! Auf jeder Doppelseite verbirgt sich eine Klappe, die auf das Sachwissen noch genauer eingeht. Da ist eine große Schatzgrube und bringt sicherlich alle Pädagogen-Augen zum Glänzen. Hier werden unterschiedliche Netzarten, Spinnwarzen, Schritt-für-Schritt-Bau eines Radnetzes, der Körperbau von Männchen und Weibchen, die Kokonablage und noch einiges mehr sehr detailliert dargestellt und beschrieben.

Die Autorinnen regen zum Schluss zum kindlichen Aktionismus an und schlagen vor ein „Forschertagebuch“ anzulegen, um eigene Beobachtungen festzuhalten. Beispielhaft werden acht Einträge gezeigt, die alle mit einem Datum, einer Zeichnung und einem kleinen Text versehen sind. Ein Steckbrief einer „Garten-Kreuzspinne“ schließt dieses tolle Werk.

Ich ende meine Rezension mit einem schon fast poetischen Zitat, wodurch das Buch sich in mein Herz geschossen hat. Kann man das Paarungsverhalten noch schöner und kindgerechter erklären?

Es tanzt und zupft rhythmisch am Netz des Weibchens – eine lautlose Spinnenmelodie.

Bilderbuch Schau mal eine Spinne!

Sehr lohnenswertes Sachbilderbuch mit vielen aufregenden Informationen in den Klappen.

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Sonja Schneider und Katja Skrandies – Aufsatzprofi Band 3

Texte planen, schreiben und bewerten

Der Textproduktion kommt vor allem im 3. und 4. Schuljahr eine große Bedeutung zu. Hierbei sollen den Kindern zu jeder eingeführten Textform die Kriterien vorab transparent und verständlich gemacht werden. Hierfür wurden in diesem Band Checklisten für die Hand der Kinder, die in Übungsphasen und auch in Klassenarbeiten verwendet werden dürfen, zusammengestellt. Bewertungsbögen orientieren sich an den Checklisten und fassen die wesentlichen Kriterien für die jeweiligen Textformen zusammen. Die Rückmeldung erfolgt mithilfe von vierstufigen Smileys, wobei auch Platz für individuelle Tipps zur Verfügung steht. Die Autorinnen schlagen eine Bewertung vor und nach der Überarbeitung vor. Die Bewertung ist stets in drei Bereiche eingeteilt: Inhalt, Sprache und Form/ Rechtschreibung.

Im dritten Band konzentrieren sich die Autorinnen auf die folgenden Textformen: Fortsetzungsgeschichte, Vorgangsbeschreibung, Reizwortgeschichte und Bildergeschichte mit offenem Ende. Vorangestellt ist ein Leitfaden zum Schreiben eigener Geschichten: Einleitung, Höhepunkt, Schluss – visualisiert anhand einer Burgzeichnung (ähnlich einer Maus). Zwei Bögen mit Satzanfängen für Geschichten und sachliche Texte sind ebenfalls beigefügt sowie allgemeine Schreibtipps, die zu einem kleinen Fächer gebunden werden können.

Zu jeder Textform gibt es eine Übersicht zum Ablauf der Reihe,  Lernwörterübungen und ungefähr zwei Beispiele zum selbstständigen Erproben. Ein Vorschlag für eine mögliche Klassenarbeit ist ebenfalls integriert. Beispielhaft seien folgende Übungen erwähnt: Vorgangsbeschreibung zum Zähneputzen, Wechseln der Tintenpatrone, Reizwortgeschichte zum Thema „Ritter und Burgen“.

In der Deutsch-Fachkonferenz stellen wir momentan Übersichten (Checklisten und Bewertungsbögen) für unterschiedlichste Textformen zusammen. Als Grundlage und zum Ergänzen einiger Kriterien dienen uns die drei Bände der Aufsatzprofis. Sehr gelungen finde ich die Darstellung zum Aufbau einer Geschichte, verbildlicht anhand der Ritterburg mit der Spitze für den Höhepunkt. Die beispielhaften W-Fragen dienen zusätzlich als Orientierung. Als Differenzierung wurden ebenfalls einige Beispiele aufgezeigt, wie z.B. angefangene Textbausteine oder Stichwortzettel. So können auch lernschwächere Schülerinnen und Schüler Erfolgserlebnisse verzeichnen und bleiben nicht vor einem leeren Blatt sitzen.

Aufsatzprodi Band 3: Texte planen, schreiben und bewerten

Hilfreiche Übersicht für die Erstellung eigener Checklisten und Rückmeldebögen.

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Rinna Hermann und Sanne Dufft – Der Sandelefant

Der Sandelefant

Paul spielt gerne im Sandkasten. Doch auch heute ist er alleine. Da ist weit und breit keiner zu sehen. Und so vergräbt er seine Füße und Hände im Sand und malt und malt. Er formt mit seinem Zeigefinger einen Elefanten und wünscht sich, dass er lebendig werden könnte. Und tatsächlich erwacht der Sandelefant zum Leben. So öffnet sich die Tür in eine fantasievolle Reise in das Sandburgland.

Als sie zurückkehren, hat Paul verstanden, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man niemanden zum Spielen hat – man darf nur die Fantasie nicht verlieren!

Dieses beeindruckende Debüt ist ein Plädoyer an die kindliche Fantasie. Ein Ort, an dem alles möglich ist. Vor allem bei den warmen Temperaturen können Kinder oft es gar nicht erwarten nach draußen zu gehen. Das kreative Formen von Sandfiguren ist eine gute Beschäftigung, die auch allein große Freude bereitet. Kinder, die keine Geschwister haben oder sehr schüchtern sind, werden so angeregt selbst aktiv zu werden.

Erzieher können mit diesem Bilderbuch das Spielen im Sandkasten attraktiver machen und die Vorstellungskraft der jungen Kinder anregen. Der Wendepunkt, verursacht durch das Gewitter zeigt, dass mithilfe unserer Fantasie die Figuren, auch wenn in etwas abgewandelter Form, immer wieder neu zum Leben erwachen können. Dieses Reich gehört nur uns und kann großen Spaß machen!

Sindbad – Sandbad – Sausesand!
Hurra, auf geht’s in Sandburgland!

Der Sandelefant

Material

In der Grundschule dürfen die Schülerinnen und Schüler selbst in das Sandburgland reisen und eigene Abenteuer erleben.

AB Sandelefant

Eine bezaubernde Geschichte rund um die Macht unserer Fantasie!

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Daniel Napp – Das schlaue Buch vom Büchermachen

Das schlaue Buch vom Büchermachen

Petra Fuchs ist Kinderbuchautorin und hat die besten Einfälle auf ihrer Lieblingsbank im Park. Das Nachdenken ist schließlich die wichtigste Aufgabe des Autors, nicht das Schreiben. Anschließend trifft sie sich mit dem Kinderbuchillustrator Julius Dachs und bald ist auch schon ein Verlag für ihr Buch gefunden. Dazwischen besuchen sie Buchmessen, beraten sich mit Programmleitern und Lektoren, prüfen ihre Verträge, reichen Entwürfe ein, überprüfen die Überarbeitungen der Texte und der Bilder. Schließlich wird das Bilderbuch gedruckt und in die Buchhandlungen ausgeliefert. Und dann stehen Petra Fuchs und Julius Dachs in der größten Buchhandlung der Stadt und erblicken nicht nur ihr Bilderbuch, sondern auch ein dazu passendes Werbeplakat. Seit der Ideenfindung im Park ist nun ein ganzes Jahr vergangen. Und da die Bücher sich so gut verkaufen, wird eine zweite Auflage gedruckt und der Verlagsleiter wünscht sich sogar eine Fortsetzung der Geschichte!

Welchen Weg hat so ein Bilderbuch hinter sich, bis es in unseren Händen landet? Was ist ein Vorsatzpapier? Was bedeutet der Begriff „Proof“? Was ist eine Imprimatur? Wie kommen die Bücher in die Buchhandlungen? Auf all diese Fragen gibt dieses Sachbuch rund um das Büchermachen eine Antwort. Die Einzelschritte sind sehr detailliert aufgeführt und es fehlt keineswegs an Fachbegriffen, die stets kindgerecht erklärt werden.

Wir besuchen regelmäßig Lesungen in unserer Stadtbibliothek. Auch hier ist das die Anknüpfung an die Erfahrungswelt der Kinder. Petra Fuchs steht zu Beginn der Geschichte in einer Bücherei und stellt mithilfe eines Beamers ihr Bilderbuch vor. Viele Kinder fragen sie wie eigentlich so ein Bilderbuch entsteht. Und hier beginnt die Reise zu den einzelnen Stationen und es wird schnell deutlich wie viel Zeit so ein Bilderbuch in Anspruch nimmt und wie viele Menschen daran beteiligt sind.

Sehr amüsant finde ich persönlich den Gesichtsausdruck von Petra Fuchs beim Begutachten ihres Vertrags. Der Hinweis, dass der ein oder andere Punkt noch geklärt werden muss bevor die Unterschrift gesetzt wird, ist sehr nachvollziehbar und erfreulicherweise direkt und ehrlich. Der Stolz der Autorin und des Illustrators ist in der Buchhandlung durch die Körperhaltung sehr schön eingefangen. Die Andeutung, dass Bücher ein tolles Geschenk darstellen, kann ich nur unterschreiben und freue mich über die Einbindung zum Schluss. Denn schließlich verhelfen die hohen Verkaufszahlen auch zu Fortsetzungsbänden und vielen glücklichen Kindergesichtern.

Das chalue Buch vom Büchermachen Napp

weiterarbeit

Dieses Sachbilderbuch kann in sämtlichen Themenbereichen im Unterricht eingebunden werden. Wenn es z.B. darum geht sein Lieblingsbuch der Klasse vorzustellen und vorher Begrifflichkeiten wie „Verlag“, „Autor“, „Erscheinungsjahr“ usw. geklärt werden müssen. Es ist aber auch toll, um mit Kindern eine Lesung nachzubesprechen und in die Entstehung eines Buches einzutauchen. Prima eignet es sich auch als ein Teilbereich des Zeitungsprojekts oder zur Besprechung der eingebundenen Berufe.

So werden Bücher gemacht!

 

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