Andrea Schomburg und Barbara Scholz – Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Paul und Anna wünschen sich ein Haustier. Doch ihre Eltern sagen Nein. Doch was bisher keiner wusste ist, dass ein Chamäleon längst unter ihnen weilt. Auf dem Teppich, unter den Kissen und sogar auf der Kekspackung versteckt es sich sehr gekonnt. Eines Tages bleibt Ottilie kariert und befürchtet, dass es fortan die Familie verlassen muss. Doch „gesehen zu werden“ bringt auch einige Vorteile mit sich …

Und das kann ja nur geschehn,
weil sie sie jetzt immer sehn.
Friedlich, ohne sich zu sorgen,
schläft sie ein und träumt von morgen.

In gleitenden Reimen erzählt Andrea Schomburg die Geschichte rund um zwei Geschwisterkinder, die sich sehnlichst ein Haustier wünschen. Barbara Scholz kreiert comichafte Zeichnungen mit Glubschaugen und übertriebenen Szenarien, die zum längeren Verweilen auf den Seiten einladen. Es macht großen Spaß das Chamäleon zu suchen und die Versteckorte ausfindig zu machen. Dieses Bilderbuch ist geprägt von Bewegung und ist eine gute Übung für die Augen-Koordination.

Die tiefergehende Botschaft ist jedoch aus dem eigenen Schatten herauszutreten und sich sichtbar zu machen. Auf der einen Seite macht man sich verletzbar, auf der anderen Seite besteht die Möglichkeit viel mehr dazu zu gewinnen als man es vielleicht vorher für möglich hielt.

Neu in der Familie: Chamäleon Ottilie

Für alle, die sich sehnlichst ein Haustier wünschen.

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Chang-hoon Jung und Min-o Choi – Merkur, Mond und Milchstraße

Merkur, Mond und Milchstraße

Gibt es im Weltall einen anderen Ort, an dem wir leben können?

Dieser Frage wird in diesem Bilderbuch mit vielen sachlichen Informationen nachgegangen. Auf der Erde wird die Luft durch Abgase verpestet, sodass es immer wärmer wird. Das Eis schmilzt und lässt den Meeresspiegel bedrohlich steigen. Ein Forscherteam möchte herausfinden, ob ein Leben auf anderen Planeten möglich ist und besucht unterschiedliche Himmelskörper in einer Art Milchshake-Becher. Getreu dem Motto: In einem Milchshake-Becher durch die Milchstraße.

Schnell merken sie, dass das Leben für Menschen auf dem Merkur aufgrund der starken Temperaturschwankungen bei Tag und Nacht unmöglich ist. Auf der Venus herrscht ein ungeheurer Druck und ein Mensch würde glatt platt gedrückt werden. Auf dem Mond fehlt die lebensnotwendige Luft und auch nach Wasser sucht man hier vergeblich. Die Suche geht von Planet zu Planet weiter mit der wachrüttelnden Erkenntnis, dass sich kein Planet als Alternativlebensraum für Menschen eignet. Die Erde ist einzigartig und doch haben Wissenschaftler die Hoffnung nicht aufgegeben eines Tages einen ähnlichen Planeten zu finden.

Wollt ihr euch auf die Suche nach einem solchen Planeten machen?

Damit endet dieses Bilderbuch und animiert gleichzeitig junge Leser sich vertieft mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Erst im Nachwort betont der Autor, dass wir heute die wichtige Aufgabe haben unseren Planeten für die Nachwelt bewohnbar zu hinterlassen und somit zu schützen. Denn wenn die Umwelt so stark zerstört ist, dass kein Leben mehr möglich ist, bedeutet es das Ende der Menschheit.

Dieses Bilderbuch spricht ein bedeutendes Thema an. Die Veränderungen in der Umwelt sind für uns alle spürbar. Wir tragen die Verantwortung. Es zeugt deutlich, dass (noch) keine alternative Heimat für uns zur Verfügung steht.

Auf der Entdeckungsreise wird jeder Himmelskörper sehr kindgerecht in Bezug auf die Lebensmöglichkeit für Menschen beschrieben. Es sind spannende und erstaunliche Fakten dabei. Wusstet ihr, dass auf dem Saturn ungeheure Stürme wüten und Blitze ohne Unterlass niederprasseln? Auf dem Jupiter gibt es nirgendwo festen Boden. Der Planet besteht aus flüssigem Wasserstoff. Auf Triton herrscht ungeheure Kälte um – 235°C.

Auch die Bilder faszinieren den Betrachter. Hier werden die prägenden Einzelheiten zugespitzt hervorgehoben, verbunden mit einer Simulation des unmöglichen Überlebens. Das ist ein Bilderbuch mit einer Botschaft. Eine Botschaft mit Folgen, die für viele nur schwer vorstellbar ist und doch angesprochen werden muss.

Merkur, Mond und Milchstraße

Ein Bilderbuch mit einer ernsten Botschaft.

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Beleduc – Right or wrong?

Beleduc Right or wrong

Das von der Peter Maffays Tabaluga-Stiftung unterstützte Produkt „Right or wrong“ bietet eine Sammlung an 32 stabilen Karten, die die Sozialkompetenz von jungen Kindern fördern sollen. Auf jeweils zwei Karten wird eine Situation abgebildet, die ein richtiges und ein falsches Verhalten zeigt. Die jeweilige Kategorie wird in der ensprechenden Farbe eingerahmt.

Die unterschiedlichen Situationen sind sehr lebensnah und zeigen Kinder beim Spielen, zu Hause oder im Kindergarten. Das deutliche Aufzeigen von Möglichkeiten hilft Kindern Verhaltensweisen und Werte für sich zu durchleuchten. Es geht um wichtige und hin und wieder leider auch von Erwachsenen vernachlässigte Sozialkompetenzen. So wird beispielhaft eine Szene gezeigt, in der zwei Erwachsene miteinander sprechen. Auf der Karte mit der grünen Rahmenfarbe wartet das Kind geduldig ab bis die Erwachsenen zu Ende gesprochen haben und wendet sich dann seiner Mutter mit seinem Anliegen zu. Auf der roten Karte zur selbigen Situation quasselt das Kind rein und zieht zusätzlich am Ärmel der Mutter, um die nötige Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Sozialkompetenz „Geduld“ wird hierbei aufgezeigt. Weitere Themen sind „Helfen“, „Höflichkeit“, „Respekt“, „Inklusion“, „Einhalten von Regeln“, „Kooperation“, „Teilen“, „Rücksicht“ und „Empathie“.

Beim Helfen geht es aber nicht nur um Situationen mit Gleichaltrigen. Ein Kind hilft z.B. seiner Mutter beim Aufhängen der Wäsche, statt daneben mit einem Ball zu spielen. Die Besprechung der Motive ist eine wunderbare Spielvorbereitung. Neben der weitverbreiteten Spielvariante „Memory“, können die roten Karten auf dem Boden verteilt werden, während ein Kind eine grüne Karte vom Stapel nimmt und die abgebildete Situation schildert. Die Aufgabe der anderen Kinder ist die entsprechende rote Karte zu finden. Hierbei wird  zusätzlich die mündliche Sprachkompetenz trainiert.

Ich bin von dem Spiel begeistert und finde, dass es in keinem Kindergarten fehlen darf. Auch für Grundschulklassen ist es geeignet und verdeutlicht ohne den erhobenen Zeigefinger, dass jeder die Wahl hat sich entweder so oder so zu verhalten. Hier werden ganz deutlich die Alternativen aufgezeigt und der richtige Weg vor Augen geführt. Grandios!

Beleduc Right or wrong

Sozialkompetenz fördern – sehr nah am Kind und äußerst effektiv!

beleduc Artikelnummer: 19002

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Ricarda Dransmann und Svenja Sölter – Die besten Methoden für den Englischunterricht

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Dieser Ratgeber für die Grundschule enthält 100 praxiserprobte und ohne große Vorbereitung einsetzbare Methoden aus den folgenden sieben Fertigkeitsbereichen:

  • Aufbau und Festigung des Wortschatzes
  • Listening and speaking
  • Reading and writing
  • Rituale
  • Classroom Language
  • Songs
  • Co-operative learning

Jeder Methodenvorschlag enthält Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und beinhaltet hin und wieder Tipps, die auf eine Variante als Abwandlungsmöglichkeit verweisen. Alle nötigen Kopiervorlagen oder Materialgrundlagen werden gleich hinter dem Vorschlag angehängt, sodass man nicht lange danach zu suchen braucht.

Der Englischunterricht in der Grundschule ist lebendig und abwechslungsreich. Es gibt viele Phasenübergänge, feste Rituale zum Stundeneinstieg und zur Abschluss einer Englischstunde. Es ist geprägt von Sprachspielen, vielen Liedern, die auch Körpereinsatz erfordern und dem großen Baustein „Einsprachigkeit“.

Dieser Ideenratgeber gibt eine wunderbare Übersicht über bewährte Methoden, die schnell und nachhaltig in der Praxis integriert werden können. Vieles setze ich bereits seit Jahren erfolgreich in der Unterrichtspraxis ein, wie z.B. TPR, Snapping, Echo, What’s missing?, Question time mit den finger puppets, Circle game usw. Viele Spiele sind lediglich unter einem anderen Namen bekannt. Die Autorinnen betonen, dass dies eine persönliche Sammlung der interessantesten und von ihnen als wertvoll erachteten Methoden aus unzähligen Zeitschriften und Büchern ist.

Lehrkräfte, die das Fach nicht studiert haben oder auch Referendare werden diese Fundgrube schätzen. Ich konnte ebenfalls spannende Vorschläge finden, die ich bisher nicht kannte und unbedingt im Unterricht erproben möchte. So hat beispielsweise das „Buzz reading“ schnell mein Interesse geweckt. Hierbei geht es darum zu Beginn einer Unterrichtsstunde den Kindern 5 Min. Zeit zu geben im Lese-Gemurmel einen Text auf Englisch halblaut vor sich hin zu lesen. Es hat den Vorteil, dass alle Kinder aktiv sind und zudem ihre Sprachhemmungen abbauen können, die sonst das Lesen vor der ganzen Klasse mit sich bringt. Der  alternative“homework check“ lädt ebenfalls zum Ausprobieren ein. Anhand einer Feedback-list überprüfen die Schüler gegenseitig ihre Hausaufgaben und sprechen ausschließlich Englisch. Die beigefügten „language support phrases“ sollen die Kinder bei den nötigen Satzstrukturen unterstützen.

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Bewährte und leicht umsetzbare Sammlung an schüleraktivierenden Methoden für den Englischunterricht.

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Julia Boehme – Tafiti und der Honigfrechdachs

Tafiti und der Honigfrechdachs

Im siebten Band über das pfiffige Erdmännchen Tafiti und seinen Freund Pinsel dreht sich alles um Honig. Das Honigglas ist wieder leer. Doch sie sind sich sicher, dass bei den Bienen neuer Frühstückshonig zu finden ist. Die Bienen verteidigen ihr Wertvollstes allerdings mit spitzen Stacheln. Der freche Dachs Melle soll helfen. Dafür will er aber den meisten Honig für sich einsacken. Zu allem Überfluss bleibt dieser auch noch in einem hohlen Baumstamm stecken.

Wer kann helfen? Kleine Freunde, ein Heerschaar von Termiten, erweisen sich als große Helfer und kommen Tafiti schließlich zu Hilfe. Zusammen ist man ziemlich stark!

Tafiti, der kleine Savannenbewohner, ist bereits zum richtigen Star avanciert. Es empfiehlt sich jedoch mit den Abenteuern zum ersten Band zu beginnen. So haben Kinder die Möglichkeit den Charakter richtig kennen zu lernen und ins Herz zu schließen.

Bei jungen Kindern rate ich dazu erst das Buch gemeinsam zu lesen. Hier sind viele tolle Bilder enthalten, die den Kindern helfen in diese afrikanische Welt einzutauchen und passende Bilder im Kopf zu kreieren. Die Hör-CD empfehle ich Kindern ab 6 Jahren. Der Sprecher gibt sich alle Mühe die Charaktere durch entsprechende Betonung zum Leben zu erwecken und gibt sich gar beim Lispeln in der Rolle des Löwen King Kofi größte Mühe, doch aufgrund der fehlenden musikalischen Inszenierung fällt es jungen Kindern schwer sich über einen längeren Zeitraum auf den Inhalt zu konzentrieren. Die Quintessenz ist bedeutsam. Es geht um Mut, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Freundschaft. Außerdem wurden lehrreiche Informationen rund um Bienen und Honig in die Geschichte eingebunden.

Tafiti und der Honigfrechdachs

Ein liebevoller Charakter umwoben mit lehrreichen Sachinformationen.

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Horst Klein – Haltet den Dieb!: Das verrückte ABC der geklauten Buchstaben

Haltet den Dieb ABC-Rätsel

Ein Buchstabendieb treibt sein Unwesen und raubt Wörtern Buchstabe für Buchstabe in der Reihenfolge des Alphabets, um gleich darauf eine Wortspielerei zu zaubern. Es sorgt nicht nur für Chaos, sondern auch für jede Menge Spaß und Lacher.

Ohne das B von Ball schaun Fußballer blöd ins …

In der Einbauküche ohne C gäb’s immer Milch für den Kaffee.

Jede Doppelseite trumpft mit einem witzigen Rätselreim auf. Auf der rechten Seite illustriert Horst Klein die zum Reim passende Gegebenheit und trifft mit seinen Witzen exakt den Humor der 6-Jährigen.So wird aus einer Bauchtänzerin eine Buchtänzerin oder aus einer Weihnacht eine Wehnacht.

Dieses Bilderbuch diente uns am Ende der 1. Klasse als Grundlage für eine sehr erfrischende und zugegeben äußerst lustige Wiederholungsstunde zu allen erlernten Buchstaben. Das Bild hielt ich zuerst verdeckt und ließ ein Kind den Text vorlesen. Wir schrieben gemeinsam das fett gedruckte Wort an die Tafel und strichen die entsprechenden Buchstaben weg. Die Auflösung in Form der Illustration brachte kein Halten mehr und alle kugelten sich vor Lachen.

Natürlich animierte es uns selbst ein ABC-Buch mit geklauten Buchstaben zu erstellen. Je nach Niveaustufe dichteten Kinder selbst Reime oder erfanden Wörter, bei denen Buchstaben weggestrichen werden können. Als Hilfe für lernschwächere Kinder stellte ich passende Wörter als kleine Kärtchen parat. Manche nutzten auch die im Buch bereitgestellten Wörter und strichen einfach andere Buchstaben weg, so wurde schnell aus Bauchtänzerin eine Bachtänzerin statt einer Buchtänzerin. Das Illustrieren hat den Kindern nicht weniger Spaß bereitet.

Dieses Buch eignet sich auch wunderbar zu Beginn des 2. Schuljahres, um das ABC zu wiederholen. Denkbar ist es auch als Geschenkbuch für die Einschulung, für eine liebe Kollegin oder einfach für alle Sprachliebhaber dieser Welt!

Das verrückte ABC der geklauten Buchstaben: Haltet den Dieb!

Was wäre die Welt ohne Buchstaben? Also haltet den Dieb bloß nicht!

 

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Markus Reyhani und Constanze von Kitzing – 10 kleine Miesepeter

10 kleine Miesepeter

Eine dunkle Regenwolke zieht über zehn kleine Miesepeter auf und beschert eine ordentliche Portion „schlechte Laune“. So ärgern sich zu Beginn 10 grummelige Tiere, bis sich einer doch freut und so werden es nach und nach  immer weniger. Fröhliche Lieder, rhythmische Musik, der feine Duft von Blumen und lustige Reime rauben den Tieren ihre üble Laune. Am Ende haben zehn kleine Miesepeter lieber ihren Spaß und feiern glücklich miteinander.

Die Gefühlswelt der Tiere wird in diesem Pappbilderbuch ganz schön auf den Kopf gestellt. In lustigen Reimen verabschieden sich die Tiere  von ihrer Miesepetrigkeit und wenden sich lieber der guten Laune zu. Die Illustrationen sind ganz zauberhaft und nicht allzu überladen. Es macht große Freude das glückliche Tier auf der Seite zu suchen und gleichzeitig wird die Wahrnehmung und die Empathiefähigkeit geschult. Woran erkennt man die schlecht gelaunten Tiere? Wie sehen die Augenbrauen aus, der Mund und die Körperhaltung aus? Nach dem Lesen bietet sich ein kleines Pantomime-Spiel rund um das Thema „Gefühle“ an.

Sehr amüsant ist die Zusammenstellung der Szenen, in denen die Tiere sich mürrisch verhalten: im Bett schmollen, lärmen, zanken, alleine vor sich hin muffeln. Einige Kinder werden sich sicherlich wiederfinden können. Etwas enttäuscht war ich über die Varianten zur Wiedererlangung der guten Laune. Diese war sehr beschränkt, was eventuell den Reimen geschuldet ist. Hier wäre es wichtig mit den Kindern zu thematisieren wie man die schlechte Laune wieder los wird.

10 kleine Miesepeter

Ein Gute-Laune-Buch für alle kleine Miesepeter!

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