Axel Scheffler und Frantz Wittkamp – Wenn Hasen gute Laune haben

Rezension

Was tun Hasen den Tag über, wenn sie gute Laune haben?

Manchmal beim Spazierengehen
an besonders schönen Tagen
kann man Hasenkinder sehen,
wenn sie Purzelbäume schlagen.

Sie unternehmen viel in der Natur und sind dabei richtig erfinderisch oder lassen einfach die Seele baumeln, genießen den Vogelgesang unter den Bäumen und träumen von der Kunst des Fliegens. Da das Osterfest vor der Tür steht, nehmen sie sich Zeit, die von den Hühnern gebrachten Eier zu bemalen. Beim Wandern wird ein kurzer Stopp eingelegt, um Blumen für die Vase daheim zu pflücken. Mit der ganzen Familie wird im Garten ein Fernsehapparat präsentiert, gebaut aus einem Karton und etwas Draht.

Das in Reimform gehaltene Bilderbuch ist für die Familien in der jetzigen Krise und der damit verbundenen Neustrukturierung des Tagesablaufs eine Fundgrube an Ideen bezüglich Unternehmungen und Tätigkeiten, die ohne viel Aufwand durchzuführen sind. Genial ist der Vorschlag einen Fernseher als Upcycling-Projekt zu bauen und gemeinsam Geschichten, Berichte oder Theaterstücke zu erfinden.

Das kleinformatige Bilderbuch mit den Vierzeilern ist kurzweilig, ohne eine zusammenhängende Handlung. Hier wird ein möglicher Ablauf eines Tages präsentiert. Getragen wird es von Heiterkeit, Lebensfreude und der Botschaft auch die kleinen Dinge im Leben zu genießen. In der Sonne zu liegen und das Hasenfell zu trocknen oder auf einer Wiese ein schönes Buch zu lesen, ist ein Lebensgenussmoment. Die Frühlingszeit wird hier auch durch die gewohnt wundervollen Illustrationen von Axel Scheffler den Lesern schmackhaft gemacht.

Blick ins Buch

Dieses Bilderbuch ist ein wunderbarer Aufhänger, um eigene Tagebucheinträge zu verfassen. Als Speicher für eigene Erlebnisse, Erfahrungen und Ideen, ist es außerdem ein wunderbares Instrument zum Verarbeiten subjektiver Gefühle. Es setzt Erinnerungsspuren und durch das freie Verfassen lockt es zusätzlich mit viel Schreibraum.

Fazit

Ein Tagesablauf, der nicht nur Hasen gute Laune macht!

(Amazon-Link)

Daniela Kunkel – Das kleine WIR

Rezension

Die Figur des „kleinen WIR“ wird sicherlich vielen seit der Erstveröffentlichung im Jahre 2016 bekannt sein. Nicht nur die Geschichte, sondern auch das grüne Wesen, das Daniela Kunkel gezaubert hat, brennt sich schnell ins Herz. Das kleine WIR entsteht nämlich dort, wo Menschen sich mögen und nett zueinander sind. So kommt es, dass es eigentlich ziemlich viele WIRs gibt, wobei jedes ein bisschen anders aussieht.

Eine Gemeinsamkeit haben sie jedoch alle: Sie sind äußerst wertvoll. Ben und Emma haben genau so ein gemeinsames WIR und dürfen sich eigentlich glücklich schätzen. Es lebt in einem kleinen Häuschen, in Form eines Herzens. Streitigkeiten mag es allerdings gar nicht und wird dabei immer kleiner, schwächer und droht dann schon fast zu verschwinden. Als Ben und Emma sich in die Haare kriegen, passiert ihnen genau das. Sie begeben sich jeweils alleine auf die Suche und müssen bald feststellen, dass das WIR sich nur gemeinsam finden lässt.

Es geht hier um Gemeinschaft, Solidarität und Verbundenheit. Auch die Schönheit einer besonderen Verbindung wird ganz wunderbar und für Kinder schnell nachvollziehbar umwoben. Allerdings muss Freundschaft auch gepflegt werden, sodass man schnell zum Thema „Freunde finden und behalten“ kommt. Allzu schnell kann eine wertvolle Verbindung und damit das WIR-Gefühl zerbrechen. Den Blickwinkel vom ICH zum WIR zu lenken ist eine emotional-soziale Lernanforderung, bei der dieses Bilderbuch eine große Stütze ist. Hier erlebt man den Perspektivwechsel quasi hautnah mit. Aufeinander Rücksicht nehmen, sorgsam mit den Mitmenschen umgehen und das Gefühl von Zusammengehörigkeit pflegen, könnte nicht aktueller sein.

Das Bilderbuch begleitete uns in einer Projektwoche zum Thema „Soziales Lernen“ im Anfangsunterricht. Wir durften uns mit dem grünen Wesen 5 Tage lang intensiv beschäftigen und schauen seitdem, dass es weiterhin groß und stark bleibt. Sollte jemand an den Darstellungen zur Projektwoche oder dem Material interessiert sein, der darf dem Link folgen.

Fazit

Ein wertvolles Bilderbuch, mit einer noch wertvolleren Botschaft. Dazu ist das Wesen noch so bezaubernd!

 (Amazon-Link)

Ganzschriften und Klassenlektüren im Deutschunterricht der Grundschule

Mit der gesamten Klasse ein Buch zu lesen, hat seinen ganz eigenen Reiz. Geschichten wollen nämlich weiter gelebt werden. Es reicht oft nicht aus, den Inhalt zu internalisieren. Um einen noch größeren und anhaltenderen Lerneffekt zu erzielen, braucht es einen Austausch über das Gelesene. Es kann natürlich einfach nur ein subjektives Nachdenken über die Handlung sein, doch über unterschiedliche Wahrnehmungen zu diskutieren und in den Austausch zu gehen, macht es besonders greifbar und erlebbar.

Eine Anschlusskommunikation vertieft literarische Kompetenzen und kann sogar das „Wir“-Gefühl innerhalb einer Klassengemeinschaft stärken. Die Voraussetzung ist, dass die Kinder die Klassenlektüre als bedeutsam und lustvoll sehen. Das kann schnell zum Stolperstein für die Lehrkraft werden, deshalb ist eine auf die Lerngruppe abgestimmte Auswahl der Ganzschrift von erheblicher Bedeutung.

Der Umgang mit der Lektüre ist ebenfalls entscheidend, sodass neben den individuellen Lesezeiten, auch Treffpunkte fest eingeplant werden sollen, um den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit zu geben Fragen zu stellen, Lieblingsstellen vorzulesen oder sich einfach über bestimmte Handlungsstränge auszutauschen und ihre Sichtweisen zu eröffnen. Ein Lesetagebuch dient hierbei lediglich als ein Mittel den Blickwinkel der Kinder auf unterschiedliche Bereiche zu fokussieren, als ein Instrument zum Nachhalten der neuen Erkenntnisse: Ein Produkt vielleicht auch als Erinnerungsstütze.

Als Lehrkraft erlebe ich die Arbeit mit Klassentagebüchern insofern als bereichernd, weil ich beim selbstbestimmten Lesen die Möglichkeit habe, mich einzelnen Kindern zu widmen und ganz differenziert auch mal Abschnitte vorzulesen oder sie mir vorlesen zu lassen. Meine DaZ-Kinder können unbekannte Wörter erfragen, während die anderen ihrer Lesefreude in ihrem ganz eigenen Tempo nachgehen.

Das Buch „Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika“ von Oliver Scherz wurde im Rahmen einer Projektwoche gelesen. In den regelmäßigen Zusammenführungen der Klasse fielen folgende Äußerungen bzw. Diskussionsanstöße:

Der Schatten an der Wand machte mir zu Beginn etwas Angst. Das war schon unheimlich.

Ich fand es witzig, dass Abuu Marie nur mitgenommen hat, weil sie ihm sympathisch ist. Von da an habe ich  den Elefanten auch ins Herz geschlossen.

Was haben die denn eingepackt? Wissen sie nicht, was in einen Rucksack gehört, wenn man verreist?

Geht das überhaupt mit einem Elefanten auf einem Floß? Geht das nicht unter?

Abuu ist ja schlau, bläst sich auf wie ein Luftballon.

Dieser Moment als Abuus Elefantenfamilie kam…ich hatte Gänsehaut!

Haben die das alles nur geträumt? Stimmte das gar nicht?

Nach diesen Zusammenkünften entwickelten die Kinder regelmäßig eigene Ideen für ihre Wahlaufgaben, die sie in ihr Lesetagebuch integrierten. Einer beschäftigte sich mit der Kartenkunde, malte die Route der drei Reisenden ein und markierte jeweils die entsprechenden Stationen aus der Geschichte. Ein Mädchen erinnerte sich an eine Sachunterrichtstunde, in der wir Boote bauten und erprobte ein anderes Modell. Uns wurde ein selbst inszeniertes Schattenspiel vorgeführt. Zwei weitere überlegten sich ein anderes Ende des Buches und ließen das Geschwisterpaar mit Abuu noch weitere Abenteuer erleben. Die Botschaft des Buches ist im Klassenraum angekommen: Höre niemals auf zu träumen und von deiner Kreativität Gebrauch zu machen!

Oliver Scherz und Barbara Scholz – Wir sind nachher wieder da, wir müssen kurz nach Afrika

Rezension

Eine Abenteuergeschichte, die Kinder von der ersten Sekunde an fesselt und gleich mitreißt. Untermalt mit fabelhaft lebendigen Illustrationen, scheint es ein Garant für großes Lesevergnügen zu sein. Das Geschwisterpaar Joscha und Marie werden mitten in der Nacht von einem Sturm wach. Am Fenster steht ein Riese, ein Elefant, der aus dem Zoo ausgebrochen ist, um sich auf den Weg in seine Heimat, nach Afrika zu machen. Dabei weiß er gar nicht, wo Afrika liegt, sodass die beiden Kinder beschließen ihn zu begleiten.

Unterwegs treffen sie sämtliche Tiere, freundliche und hilfsbereite, aber auch listige und durchtriebene wilde Tiere. Auf jeder Etappe durch die halbe Welt verändert sich die Landschaft und die Sehnsucht des Elefanten nach seiner wirklichen Familie steigt ins Unermessliche.

Dieses Buch eignet sich nicht nur als Vorlesebuch für Kinder ab 6 Jahren, sondern insbesondere für Jungen und Mädchen in der 3. oder 4. Klasse zum Selberlesen. Durch das Geschwisterpaar ist die geschlechtsspezifische Identifikation für alle Kinder gegeben. Hinzu kommt, dass es temporeich ist und viele inhaltliche Querschnitte aufweist, die vertieft aufgegriffen werden wollen. Zum einen werden hier bedeutende Werte wie „Familie“, „Hilfsbereitschaft und Solidarität“, „Heimat und Zugehörigkeit“, „Vertrauen und Verlässlichkeit“ thematisiert, zum anderen wird das Urteilsvermögen geschärft, wenn es darum geht sich die Tierhaltung in Zoos anzuschauen oder sich mit der Jagd nach Elfenbein und deren Auswirkungen zu beschäftigen. Außerdem lädt es ein, etwas über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, die unterschiedlichen Schönheiten der Welt zu entdecken und das Träumen und Fantasieren niemals aufzugeben!

Blick ins Buch

Dieses Buch haben wir als Ganzschrift in einer dritten Klasse während einer Projektwoche gelesen. Die Schülerinnen und Schüler hatten große Freude mit Marie und Joscha. Falls jemand Interesse an dem Unterrichtsmaterial zur Klassenlektüre hat, folgt dem Link zum Lesetagebuch zu „Wir sind nachher wieder da, wür müssen kurz nach Afrika“.

Unterrichtsmaterial Ganzschrift Klassenlektüre
(Material-ID: 132231)

Fazit

Höre niemals auf zu träumen und Geschichten zu erfinden!

 

(Amazon-Link)

Béa Beste und Stephanie Jansen – Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen

Rezension

Aktueller könnte die Thematik nicht sein. Nach den landesweiten Schulschließungen stehen Eltern vor der Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder vollständig zu übernehmen und für die Erledigung der Schulaufgaben zu sorgen. Die Begrifflichkeiten „Homeschooling“ und „Home Office“ sind in aller Munde. Der gewohnte Tagesablauf bedarf daher einiger Umstrukturierung.

Dieser Ratgeber zeigt auf, auf wie vielen Bereichen Lernen stattfindet. Diese zusätzliche gemeinsame Zeit kann somit für Dinge genutzt werden, die sonst vielleicht eher unterschwellig angegangen wurden. Die Autorin behauptet, dass die beste Möglichkeit die Talente der Kinder zu entfalten, die Methode des Co-Learning ist. Eltern und Kinder erschließen sich gemeinsam auf eine spielerische Art und Weise die sich schnell ändernde Welt. Vom „einsamen Büffeln“ rät sie Abstand zu nehmen.

Die beste Vorbereitung für dein Kind heute auf eine Welt von morgen ist nicht das schulische Lernangebot von gestern!

Im ausführlichen Theorieteil werden die unterschiedlichen Lerntypen erläutert und drei „Spiel-Arten“ aufgezeigt, aus denen ein entspanntes Lernen resultiert. Im dritten Teil werden anhand eines praktischen Ideenpools erprobte Projekte vorgestellt, die aufzeigen welche Entwicklungsziele ganz nebenbei verfolgt werden.

Erfreulicherweise liest sich der Ratgeber genauso entspannt, wie das Konzept es vermuten lässt. Die Autorin betont, dass es manchmal auch ausreicht, wenn eine Aktivität Spaß macht, ohne einen auf den ersten Blick ersichtlichen Sinn haben zu müssen. Besonders gut gefällt mir die Einteilung der Ideen nach den Entwicklungszielen, weil es aufzeigt wie breit aufgestellt die Förderung funktionieren muss. Zu diesen gehören:

  • Wort-schlau (Förderung der Sprache), Musik-schlau, Zahlen-schlau (abstraktes Denken), Bild-schlau (Raumvorstellung), Körper-schlau (Bewegung), Hand-schlau (Problemlösung mit den Händen), Ich-schlau (Umgang mit Gefühlen), Wir-schlau (andere Menschen verstehen), Umwelt-schlau (Naturphänomene beobachten), Welt-schlau (Leben hinterfragen)

Kleine Wortkünstler werden hier angeregt „Wörter zu züchten“, indem die Kompetenz zur Bildung zusammengesetzter Nomen trainiert wird: Baumstamm, Baumhaus, Baumschule etc. „Blumenbomben setzen“ bedeutet hier also Samen einpflanzen und sich in der Blumenkunde üben. Im Spielvorschlag „Food-Art“ darf Obst und Gemüse geschnippelt werden, um daraus spannende Bilder zu legen. Inspirationen hierzu finden sich auf dem Blog der Autorin: https://tollabea.de/food-art/. Dieses Buch strotzt vor Kreativität und genau das brauchen unsere Kinder!

Blick ins Buch

 

Fazit

Dieser Ratgeber bekommt von mir beide Daumen nach oben. Vor allem die Einbund der Sozialkompetenzen ist mir persönlich ein großes Anliegen!

(Amazon-Link)

Baek Hee Na und Kim Hyang Soo – Wolkenbrot

Rezension

Die besondere Bildsprache ist das Herzstück dieses poetischen Bilderbuchs von der Koreanerin Baek Hee Na. In einer Assemblage angeordnet, lädt sie die Leser in ihre fantastische Welt voller Kreativität und Leichtigkeit ein. Die Collage aus plastischen Objekten und der dadurch entstandenen Dreidimensionalität, verleiht den Eindruck direkt mittendrin zu sein, als zwei Geschwisterkatzen aufwachen und feststellen müssen, dass es draußen regnet.

Am Regenhimmel entdecken sie schließlich eine kleine Wolke, die sich in den Ästen eines Baumes verfangen hat. Vorsichtig sammeln die Katzenkinder sie auf und tragen sie nach Hause. Ihre Mama backt daraus Wolkenbrötchen, die eine erstaunliche Wirkung zeigen. Plötzlich schweben alle wie eine Wolke und können tatsächlich fliegen. Da der Vater in der morgendlichen Hektik nicht frühstücken konnte, bringen die Katzenkinder ihm ein Wolkenbrötchen vorbei. Von den Auswirkungen kann auch er profitieren und so träumen die Geschwister von weiteren Reiseabenteuern, während sie auf der Dachgiebel weitere Wolkenbrötchen genüsslich verspeisen.

Das Träumen und die Kreativität stehen im Fokus dieses Bilderbuchs, in Verbindung mit dem Genüsslichen. Neben der künstlerischen Komponente, wird hier auch die Textform „Rezepte“ angesprochen. Die Katzenmutter gibt eine Schritt-für-Schritt-Backanleitung für die Wolkenbrötchen. Allerdings werden hier nur die Zutaten und die Zubereitung erwähnt, während die Mengenangabe komplett fehlt.

Die Kulissen der Künstlerin sind wahrlich beeindruckend. Auch das entsprechende Licht verfehlt seine Wirkung nicht, um die Stimmung vollends abzurunden. Die ausgearbeiteten Feinheiten und die damit verbundene Ästhetik rund um jedes Utensil, springt dem Betrachter von der ersten Seite an, ins Auge. Die Katzen selbst sind aus Pappe, beklebt mit Stoffresten und entsprechend in das aufwendige Arrangement platziert. Die Technik der Assemblage schreit danach mit Kindern ausprobiert zu werden.

Blick ins Buch

Auf Lehrermarktplatz findet sich ein Materialpaket zum Bilderbuch, welches sich auf eine im Kunstunterricht angelegte Assemblage konzentriert. Zu Differenzierungszwecken sind dem Unterrichtsmaterial Vorlagen und Beispiele beigefügt. Zum Inhalt gehört außerdem eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die Hand der Kinder und eine Übersicht mit Lernzielen und zu erwartenden Kompetenzen.

(Material-ID: 129440)

Fazit

Der Traum vom Fliegen wird wahr, zumindest nach dem Verspeisen der Wolkenbrötchen. Ein Bilderbuch, das zum Handeln anregt und einen hohen Aufforderungscharakter hat.

 


(Amazon-Link)

Kunstprojekt zum Bilderbuch „Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träume“

Das zauberhafte Bilderbuch Hundertwasser: Ein Haus für kunterbunte Träume von Géraldine Elschner und Lucie Vandevelde inspirierte mich zur Umsetzung eines Kunstprojekts zum Thema „Bäume und Natur“.

Als Einstieg zum Unterrichtsprojekt rund um den Künstler Friedensreich Hundertwasser und seinen Werken eignet sich das Vorlesen des Bilderbuchs Hundertwasser: Ein Haus für dunkelbunte Träumevon Géraldine Elschner und Lucie Vandevelde. Alternativ findet sich im Paket auf der Plattform Lehrermarktplatz ein Künstlerbrief, in dem der Künstler sich und seine Arbeit den Schülerinnen und Schülern vorstellt. Der Fokus dieses Materials liegt auf dem Themenbereich Umwelt und Natur“. Die Schülerinnen und Schüler entwerfen und skizzieren zunächst einen Baum nach der Idee von Hundertwasser und bauen entsprechend geschwungene Linien und bunte Farben ein.

Zu Differenzierungszwecken findet sich im Unterrichtsvorschlag eine in der Komplexität schrittweise ausgearbeitete Vorlage, die als Hilfsmittel eingesetzt werden kann. Vor allem Inklusionskinder benötigen erfahrungsgemäß des Öfteren eine kleine Hilfestellung und eine differenziertere Vorbereitung seitens der Lehrkraft. Die Bäume der Illustratorin Lucie Vandevelde dienen als weitere Anregung bei der Ausgestaltung und beim Verzieren. Denkbar wäre es ebenfalls Tiere einzubinden, um dem Hauptmotiv Hundertwassers gerecht zu werden und das Leben im Einklang mit der Natur zu verdeutlichen. Als sogenannte Baummietersind wir für unsere Lebewesen verantwortlich, vor allem wenn durch den Bau von Städten der Natur Lebensraum entzogen wird (vgl. Géraldine Elschner 2020: 26). Hierbei kann variiert werden, ob die Tiere im Baum unauffällig versteckt oder farblich passend eingebunden werden. Auch diese Technik macht Lucie Vandevelde als Illustratorin des Bilderbuchs gekonnt vor.

(Material-ID: #127553)