Rinna Hermann und Sanne Dufft – Der Sandelefant

Der Sandelefant

Paul spielt gerne im Sandkasten. Doch auch heute ist er alleine. Da ist weit und breit keiner zu sehen. Und so vergräbt er seine Füße und Hände im Sand und malt und malt. Er formt mit seinem Zeigefinger einen Elefanten und wünscht sich, dass er lebendig werden könnte. Und tatsächlich erwacht der Sandelefant zum Leben. So öffnet sich die Tür in eine fantasievolle Reise in das Sandburgland.

Als sie zurückkehren, hat Paul verstanden, dass es manchmal gar nicht so schlimm ist, wenn man niemanden zum Spielen hat – man darf nur die Fantasie nicht verlieren!

Dieses beeindruckende Debüt ist ein Plädoyer an die kindliche Fantasie. Ein Ort, an dem alles möglich ist. Vor allem bei den warmen Temperaturen können Kinder oft es gar nicht erwarten nach draußen zu gehen. Das kreative Formen von Sandfiguren ist eine gute Beschäftigung, die auch allein große Freude bereitet. Kinder, die keine Geschwister haben oder sehr schüchtern sind, werden so angeregt selbst aktiv zu werden.

Erzieher können mit diesem Bilderbuch das Spielen im Sandkasten attraktiver machen und die Vorstellungskraft der jungen Kinder anregen. Der Wendepunkt, verursacht durch das Gewitter zeigt, dass mithilfe unserer Fantasie die Figuren, auch wenn in etwas abgewandelter Form, immer wieder neu zum Leben erwachen können. Dieses Reich gehört nur uns und kann großen Spaß machen!

Sindbad – Sandbad – Sausesand!
Hurra, auf geht’s in Sandburgland!

Der Sandelefant

Material

In der Grundschule dürfen die Schülerinnen und Schüler selbst in das Sandburgland reisen und eigene Abenteuer erleben.

AB Sandelefant

Eine bezaubernde Geschichte rund um die Macht unserer Fantasie!

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Daniel Napp – Das schlaue Buch vom Büchermachen

Das schlaue Buch vom Büchermachen

Petra Fuchs ist Kinderbuchautorin und hat die besten Einfälle auf ihrer Lieblingsbank im Park. Das Nachdenken ist schließlich die wichtigste Aufgabe des Autors, nicht das Schreiben. Anschließend trifft sie sich mit dem Kinderbuchillustrator Julius Dachs und bald ist auch schon ein Verlag für ihr Buch gefunden. Dazwischen besuchen sie Buchmessen, beraten sich mit Programmleitern und Lektoren, prüfen ihre Verträge, reichen Entwürfe ein, überprüfen die Überarbeitungen der Texte und der Bilder. Schließlich wird das Bilderbuch gedruckt und in die Buchhandlungen ausgeliefert. Und dann stehen Petra Fuchs und Julius Dachs in der größten Buchhandlung der Stadt und erblicken nicht nur ihr Bilderbuch, sondern auch ein dazu passendes Werbeplakat. Seit der Ideenfindung im Park ist nun ein ganzes Jahr vergangen. Und da die Bücher sich so gut verkaufen, wird eine zweite Auflage gedruckt und der Verlagsleiter wünscht sich sogar eine Fortsetzung der Geschichte!

Welchen Weg hat so ein Bilderbuch hinter sich, bis es in unseren Händen landet? Was ist ein Vorsatzpapier? Was bedeutet der Begriff “Proof”? Was ist eine Imprimatur? Wie kommen die Bücher in die Buchhandlungen? Auf all diese Fragen gibt dieses Sachbuch rund um das Büchermachen eine Antwort. Die Einzelschritte sind sehr detailliert aufgeführt und es fehlt keineswegs an Fachbegriffen, die stets kindgerecht erklärt werden.

Wir besuchen regelmäßig Lesungen in unserer Stadtbibliothek. Auch hier ist das die Anknüpfung an die Erfahrungswelt der Kinder. Petra Fuchs steht zu Beginn der Geschichte in einer Bücherei und stellt mithilfe eines Beamers ihr Bilderbuch vor. Viele Kinder fragen sie wie eigentlich so ein Bilderbuch entsteht. Und hier beginnt die Reise zu den einzelnen Stationen und es wird schnell deutlich wie viel Zeit so ein Bilderbuch in Anspruch nimmt und wie viele Menschen daran beteiligt sind.

Sehr amüsant finde ich persönlich den Gesichtsausdruck von Petra Fuchs beim Begutachten ihres Vertrags. Der Hinweis, dass der ein oder andere Punkt noch geklärt werden muss bevor die Unterschrift gesetzt wird, ist sehr nachvollziehbar und erfreulicherweise direkt und ehrlich. Der Stolz der Autorin und des Illustrators ist in der Buchhandlung durch die Körperhaltung sehr schön eingefangen. Die Andeutung, dass Bücher ein tolles Geschenk darstellen, kann ich nur unterschreiben und freue mich über die Einbindung zum Schluss. Denn schließlich verhelfen die hohen Verkaufszahlen auch zu Fortsetzungsbänden und vielen glücklichen Kindergesichtern.

Das chalue Buch vom Büchermachen Napp

weiterarbeit

Dieses Sachbilderbuch kann in sämtlichen Themenbereichen im Unterricht eingebunden werden. Wenn es z.B. darum geht sein Lieblingsbuch der Klasse vorzustellen und vorher Begrifflichkeiten wie “Verlag”, “Autor”, “Erscheinungsjahr” usw. geklärt werden müssen. Es ist aber auch toll, um mit Kindern eine Lesung nachzubesprechen und in die Entstehung eines Buches einzutauchen. Prima eignet es sich auch als ein Teilbereich des Zeitungsprojekts oder zur Besprechung der eingebundenen Berufe.

So werden Bücher gemacht!

 

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Rob Scotton – Kater Kamillo kommt in die Schule

Kater Kamillo kommt in die Schule

Heute ist Kater Kamillos erster Schultag und vor lauter Aufregung wird er ganz früh wach. Er sucht seine Socken, kämmt sich die Haare, packt die Brotdose in die Schultasche ein und macht sich schnell auf den Weg. Vor der Klassenzimmertür begrüßt ihn Frau Pünktchen, seine Lehrerin. Die Kinder in der Klasse heißen Kamillo allesamt fröhlich willkommen. Und dann beginnt bereits der Unterricht.

Am Ende des Tages resümiert Kater Kamillo ausgelassen:

Ich habe ganz viele neue Freunde, und ich habe sooo viel Neues gelernt:
Katzen fangen gar keine Mäuse und außerdem – bin ich ganz wundervoll!

Bald ist es wieder so weit! Ganz viele i-Dötzchen werden eingeschult. Die Aufregung steigt bei diesen Kindern schon jetzt, Monate vor dem ersten Schultag. Um ihnen etwas die Aufregung zu nehmen und sich die Ängste bewusst zu machen, eignen sich wunderbar Bilderbücher.

Am Morgen des ersten Schultages ist Kater Kamillo sehr nervös und nutzt jede Straßenlaterne, um sich daran festzuhalten und das Ankommen in der Schule hinauszuzögern. Die Vermeidungsstrategie ist jedoch nicht von Erfolg gekrönt, denn gekonnt bugsiert seine Mutter ihn liebevoll in das Schulgebäude. Dieses Gefühl der Nervosität wird mit viel Witz und Humor dargestellt und zeigt, dass Aufregung nicht schlimm ist und oft dazugehört.

Sehr erfreulich ist der Wissensdurst von Kater Kamillo in der Schule. Vor lauter “Warums?” kann er sich nicht halten und taucht wissbegierig in die Unterrichtsthematik ein. Gemeinsame Erlebnisse rund um den unerwarteten Besuch einer Maus schweißen die Klasse zusammen. Die Rolle von Frau Pünktchen gefällt mir ausgesprochen gut. Sie lernt mit ihren Schülern und revidiert am Ende des Tages ihre anfangs aufgestellte Theorie. Die Katzen jubeln. So macht Schule  Spaß: mit- und voneinander lernen!

Kater Kamillo kommt in die Schule

Jedes Kind ist wundervoll! Die Vorfreude auf die Schule darf steigen.


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Beate Winkler – Zentangle: beseelt und entspannt zeichnen

Zentangle

Dieses Praxisbuch ist eine Anleitung zum Erlernen der meditativen Zeichentechnik. Auf der Suche nach der inneren Mitte sollen die “Tangles” Ruhe in den Alltag bringen. Hier finden sich zahlreiche praktische Tipps und Entspannungsübungen. Enthalten sind über 600 teils farbige Illustrationen im Kleinformat, die zur Ideenfindung genutzt werden können. Man beachte, dass hier keine Bilder zum Ausmalen gesammelt wurden. Bei Schritt-für-Schritt Anleitungen kann zumindest die Basis leicht übertragen werden, auch wenn sich das Buch eher an Erwachsene richtet.

Im Kunstunterricht biete ich gerne für “schnelle” Kinder unterschiedliche Angebote aus unserer Kunst-Freiarbeitsbox an. Im 3. und 4. Schuljahr sind die Tangles sehr beliebt. Die Kinder haben die Gelegenheit beim Kombinieren unterschiedlicher Muster etwas “herunterzukommen”. Die Wiederholungen beruhigen und entschleunigen, seien es Kügelchen, Striche, Kreisel oder Linien. Besonders beliebt sind im 4. Schuljahr die 3D-Effekte, wie zum Beispiel “Zwieblbee”. Der Nebeneffekt im Klassenraum in Bezug auf die Geräuschkulisse ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Zentangle

Viele Ideen zur meditativen Zeichentechnik

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François und Jean Robert – Gesichter

Gesichter Francois Robert

Im Sommer feiert unsere Schule ein Schuljubiläum. Im Rahmen dieser Feierlichkeit planen wir eine Projektwoche zum Thema “Schule früher und heute”.  Im Laufe der Woche werden unterschiedliche Workshops angeboten, aus denen die Kinder wählen dürfen. Dieses Bilderbuch wäre ein toller Aufhänger, um die Schule etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und für den Tag des Schuljubiläums den Besuchern einige Rätsel bzw. Suchaufträge zu stellen.

Die Autoren von “Gesichter” liefern eine tolle Bandbreite an leblosen Objekten, denen scheinbar Leben eingehaucht wurde. Durch den richtigen Winkel wird eine Rohrzange zu einem Vogelgesicht, ein Lederrucksack zu einem verschmitzt lächelnden Held und die geöffnete, leicht gezackte Schere zu einem gefährlichen Hai. Es bedarf ein bisschen Fantasie und vor allem den richtigen Ausschnitt, um verborgene Gesichter zu entdecken. Solche visuellen Spielereien machen Kindern Spaß, da sie noch viel unbefangener ihre Umgebung wahrnehmen.

Nach der gemeinsamen Entdeckungstour der Fotografien von Robert dürfen die Kinder selbstverständlich sich auf die Suche nach ihren Motiven begeben. Hierbei kann der Suchauftrag natürlich geöffnet werden, sodass nicht ausschließlich Gesichter gesucht werden dürfen, sondern interessante oder auch ungewöhnliche Ausschnitte der Schule fotografiert werden können. Warum nicht die Schule durch andere Augen sehen und Winkel und Ecken entdecken lassen, die man sonst vielleicht gar nicht zu sehen vermag?

Gesichter Robert Fotografie

Faszinierende Ausschnitte, die dem Betrachter die Augen öffnen  und die Welt aus vielen Winkeln sehen lassen.

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Andrea Wegener – Textile Klassen-Projekte

Textile Klassenprojekte

In der Kunstpädagogik scheinen textile Projekte  in der heutigen Zeit rückläufig zu sein. Das sehe ich an den Angeboten der Kunsthallen, Kreativaktionen in den Kinderkunstmuseen und den eingereichten Vorschlägen für Projekte an den Schulen seitens der Künstler. Hierfür bedarf es ein hohes Maß an Vorstellungskraft, viel Ausdauer, eine gute Feinmotorik und viel Kreativität.

Die Freude der Kinder über die Erschaffung eines textilen Produktes ist jedoch weiterhin enorm. Auch die Jungen üben sich fleißig und ausdauernd am Einfädeln und dem Vorstich. Im 3. Schuljahr ist das Nähfieber ausgebrochen. Begonnen haben wir mit einer kleinen Textilkunde zum Thema “unterschiedliche Stoffe”. Hierfür nutzte ich die Informationen aus diesem Band (s. Textilkunde), die ich mit passenden Bildern untermalt und die entsprechenden Stoffe zum Fühlen und Anfassen ausgelegt habe. Die Überraschung war groß, dass für Seide die Seidenraupen zuständig sind, wohingegen Bauwolle aus einer Pflanze gewonnen wird.

Nach diesem Einstieg folgte der Nadel- und Fadenführerschein, bei dem das Einfädeln, der Knoten, das Annähen eines Knopfes und der Vorstich geübt wurde. Nun konnte ich aus dem Ideenschatz dieses Bandes schöpfen und den Kindern einfache oder anspruchsvolle Objekte anbieten.

Unter den fantasievollen Objekten befinden sich: Autos, Monster, Mäuse, Vögel, Bücher-Ecken-Monster, Fähnchen, Fische, Rollmäppchen, Spinnen im Netz, Stoffuhr, bunte Schlüsseltaschen etc. Hier ist für Mädchen und Jungen gleichermaßen etwas dabei! Zu jedem Vorschlag finden sich farbige Fotos und Schablonen (sofern sie benötigt werden). Neben den Lernzielen ist eine mit Zeichnungen bebilderte, sehr ausführliche Anleitung beigefügt. Sehr witzig ist die Idee Tipps zum Einsatz im Unterricht aufzuführen. Oft werden die Produkte ausgestellt und verschwinden danach recht schnell. Die Autorin gibt Hinweise wie z.B. das soziale Gefüge durch Spiele mit den Objekten gestärkt werden kann.  Vor allem diese sinnvollen Nutzungsideen haben mich hier beeindruckt, sodass ich sicherlich in Zukunft mehr auf die Verwendung achten werde.

Die Bücher-Ecken-Monster werden nun an die Patenkinder aus den 1. Schuljahren verschenkt. Sie verlieren nämlich ständig ihre Klebezettel für die Lesebücher😉

Textile Klassen-Projekte Grundschule

Praktische Anregungen für den Unterricht mit vielen  sinnvollen Nutzungsvorschlägen.

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Ute Krause – Minus Drei macht Party

Minus Drei macht Party Hörbuch Grundschule

Das Kokosnuss-Fieber ist nun langsam abgeklungen. Wir widmeten uns anschließend dem Vorlesebuch “Minus Drei wünscht sich ein Haustier“, angeregt durch die vielen Erzählungen der Kinder über ihre eigenen Haustiere. Die Begeisterung war groß, dass Minus Drei letztlich den Urmensch-Mädchen Lucy als Haustier bekommen hat. Wo gibt es so etwas, dass Tiere Menschen als “Haustiere” halten?

Und so mussten neue Abenteuer rund um die niedlichen Dinosaurier her. Wir entschieden uns dieses Mal für ein Hörspiel. Für jüngere Kinder ist es wichtig, dass die Lesung lebendig und im besten Fall mit Musik untermalt ist, um sich länger auf die Geschichte konzentrieren zu können. Bei einer monotonen Erzählung driften sie schnell ab und können dem Inhalt nicht lange folgen. Andreas Fröhlich beherrscht die zugegeben für einen Erwachsenen nervigen Laute von Lucy sehr gut. Die kleinen Zuhörer konnten sich in der Frühstückspause wunderbar konzentrieren und gackerten stets über Lucys Gesangsversuche.

Nach der Geburtstagsfeier von dem kleinen Dinosaurier Minus Drei ist sein Haustier Lucy spurlos verschwunden. Er sucht die ganze Höhle nach ihr ab, aber sie ist nirgends zu finden. Plötzlich hört er unter seiner Bettdecke das traurige Summen eines Geburtstagslieds. Das Summen wird in den nächsten Tagen immer trauriger und trauriger. Schließlich versteht Minus Drei, dass Lucy sich ebenfalls eine Geburtstagsparty wünscht. Und so bereitet Minus alles vor, aber dann läuft wieder einmal alles anders als geplant …

Minus Drei macht Party

Sehr schön inszeniert, sodass auch kleine Zuhörer der Geschichte gut folgen können.

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