Bettina Belitz – Splitterherz

Buchrückentext:

„Etwas hat sich verändert. Ich kann es wittern. Die Luft ist weicher geworden, der Wald grüner, der Nachthimmel schwärzer. Der Mond weint, eine neue Seele ist da. Sie ist zart und wild zugleich. Sie hat Widerhacken. Sie schmeckt köstlich.“

Klappentext:

„Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.“

Inhalt:

Ellie, eine siebzehnjährige spätpubertierende Einserschülerin zieht notgedrungen von der Großstadt Köln nach Kaulenfeld, einem 400 Seelen Dorf. Auch wenn das Einleben in dem doch so stillen Dorf, welches ganz anders als Köln ist, zu Anfang etwas schwer fällt, fängt Ellie das Leben auf dem Land langsam zu gefallen an. Das liegt jedoch nicht unbedingt an ihren Klassenkameraden, denn so richtig Kontakt kann sie zu keinem knüpfen, auch wenn die anderen sich Mühe geben. Doch Colin, ein zwanzigjähriger Förster, den die anderen Dorfbewohner als sonderbar empfinden, weckt Ellie’s Interesse und Neugier.  Nicht zuletzt weil er ihr das Leben gerettet hat, als sie in einen furchtbaren Sturm geraten ist. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, vielleicht auch weil er sie zu durchschauen scheint und weil er noch unnahbarer wirkt, als sie selbst. Doch bald muss Ellie feststellen, dass nicht nur Colin ein Geheimnis birgt, sondern auch ihr Vater Leo, ein anerkannter Psychiater. Doch auch Ellie verändert sich, sie überfällt immer häufiger der Drang nach Schlaf, in den unmöglichsten Situation fühlt sich dem „Traumsog“ verfallen. Ellies bisheriges Leben gerät ins Wanken, wem kann sie noch glauben? Und kann die Wahrheit tatsächlich Wirklichkeit sein?

Meinung:

Zuallererst ist mir das wunderschöne Buchcover aufgefallen, ein Meisterwerk, wie ich finde. Die Farben und jedes einzelne Blättchen und Herzchen sind unglaublich passend gewählt, sodass ich Stunden auf dieses Bild starren könnte.
Die Sprache ist so bildlich und atmosphärisch, dass man die Szenen im Wald und die Natur des einsamen Dorfes genau vor Augen hat. Die Figuren sind wunderbar dargestellt und zum Teil kantig, aber das macht sie für mich um so liebenswerter. Die Wendungen im Buch waren für mich teilweise gar nicht vorauszuahnen, was ebenfalls ein Punkt ist, was ein gutes Buch ausmacht. Die Handlungsfäden sind gekonnt verknüpft, sodass man als Leser die vorherige Erwähnung bestimmter Geschichten und Gefühle im Verlauf des Buches nun zu einem sinnvollen Bild zusammenfügen kann. Das Ende des Buches zwingt den Leser unwiderstehlich sich um die Fortsetzung der Trilogie zu bemühen. Der zweite Teil erscheint unter dem Titel Scherbenmond Anfang nächsten Jahres. Man darf also gespannt sein, ich bin es auf jeden Fall!

Fazit:

Sind die ersten Seiten von Splitterherz gelesen, hüllt einen die Geschichte wie ein seidener Kokon ein, Widerstand ist zwecklos.

Bewertung:


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