Monika Goetsch – Wasserblau

Buchrückentext:

„Es beginnt mit einem rätselhaften Anruf. Ellen, seit der Geburt ihrer Tochter chronisch überfordert und nun in Erwartung ihres zweiten Kindes, wird gebeten, von Hamburg nach Petersbach zu kommen, wo sie als kleines Mädchen für einige Zeit mit den Eltern gelebt hat. Dort soll ihr eine Mappe mit Unterlagen ausgehändigt werden.
Ellen macht sich sofort auf den Weg. In Petersbach sieht sie sich mit verstörenden Dingen konfrontiert: Der mysteriöse Anruf galt gar nicht ihr, sondern ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter Elisabeth, und sie erfährt von der Existenz eines kleinen Bruders, an den sie sich nicht erinnern kann. Warum haben die Eltern den Bruder verschwiegen? Was ist mit ihm? Welches Geheimnis hat die Mutter mit ins Grab genommen? Ellen begibt sich beklommen auf die Spurensuche, um ihren Fragen auf den Grund zu gehen und taucht ein in die Vergangenheit ihrer Mutter.“

Inhalt:

Ellen, eine junge Frau, schwanger, lebt bis zu einem Anruf ihr gewöhnliches Leben mit ihrem Ehemann und der gemeinsamen Tochter Lotte. Eine ältere Frau bittet sie so schnell wie möglich nach Petersbach zu kommen, der genaue Grund wird ihr bis dato nicht verraten. Die schwangere Ellen macht sich auf den Weg in ihr früheres Leben, welches nicht nur von guten Zeiten geprägt war. In Petersbach angekommen, stellt sich heraus, dass Ellen mit ihrer Mutter,  die vor gar nicht so langer Zeit verstorben ist, verwechselt wurde und ihr daher die geheimnishüttende Mappe nicht überreicht werden kann. Nun schwelgt Ellen in Erinnerung an ihre Kindheit, doch einige Geschehnisse schien sie einfach nur verdrängt und daher vergessen zu haben..

Meinung:

Insgesamt fiel es mir sehr schwer mich in das Buch hineinzufinden, was mir auch noch durch die Zeitsprünge in Ellens Vergangenheit und dann wieder in die Gegenwart erschwert wurde. Ich hätte mir hier gerne einige Hinweise gewünscht, was auch für die wörtliche Rede gilt. Zeitweilen wusste ich gar nicht, ob es sich um die Gedanken der Charaktere handelt oder wirklich um gesprochene Worte. Auch die Handlung schien sich endlos hinzuziehen, jedoch muss ich zugeben, dass das Ende doch einiges wettgemacht hat. Die Autorin hat darauf sehr schön hingearbeitet, sodass die Auflösung für mich wirklich überraschend war. Es schwingt etwas Melancholie und Sehnsucht in diesem Buch mit. Worte und Handlungen, die längst ausgesprochen werden mussten, sich jedoch im Verlauf der Zeit verloren haben.

Fazit:

Ein melancholisches, etwas langatmiges Buch, das jedoch zum Schluss eine überraschende Wendung nimmt.

Bewertung:

Advertisements