Max Kruse und Doris Eisenburger – 1000 Stiefel

Klappentext:

„Ein Märchen? Ja, aber eines, das auf einer realen Begebenheit beruht. Ein Schelmenstück? Ja, aber eines, in dem ein hübsches Mädchen das Schlauköpfchen ist, das über den Mächtigen triumphiert. Dazu eine Liebesgeschichte und ein Beispiel dafür, wie Geduld und Klugheit mit ein bisschen Glück, das nun einmal zum Leben gehört, zum Ziele führen.“

Inhalt:

Das Töchterchen Ninatschka des Schusters Pjotr Sohlewitsch kennt ihren passenden Schuh und das ist  Boris Rubelew, Söhnchen eines reichen Grundbesitzers der Stadt Mausopol. Der arme Schuster bekommt eines schönen Tages 1000 Stiefel von einem fernen Verwandten vererbt. Um diese Stiefel jedoch ins Land bringen zu können, muss erst ein saftiger Zoll auf jegliche Ware auferlegt werden. Bei dem Gedanken muss der arme Schuster fürchterlich schluchzen, sodass sein hübsches Töchterchen ihm den Rat gibt: „Kommt Zeit, kommt Rat. Und am Abend ist man schlauer als am Morgen.“ Er soll doch nur die 1000 linken Stiefel ins Land holen. So geschah es. Da staunte der Zöllner nicht schlecht, was man mit so vielen linken Stiefeln anstellen soll, zum Tragen waren sie jedenfalls nicht geeignet… Die hübsche Ninatschka hatte aber nicht nur diesen Rat auf Lager, sondern flüsterte hier und da so einiges. Für ihren Liebsten, den Sohn des örtlichen Fürsten hatte sie auch einige Ratschläge parat und schaffte es mit Klugheit und viel Geschick letztlich nicht nur die 1000 Stiefel ins Land zu holen, sondern auch den für sich passenden Schuh, den Boris Rubelew, an sich zu binden.

Rezension:

Das mit Musik untermalte Märchen wurde von Franz-David Baumann vertont und von Henk Flemming gelesen. An einigen Stellen finden sich leichte Abweichungen von der Printversion, was jedoch dem Inhalt keinen  Abbbruch macht. Auf jeder Seite im Buch ist ebenfalls vermerkt auf welchem Track man die Stelle auf der CD findet, sodass Lesen und Hören auch gleichzeitig funktionieren kann. Die Stimme des Vorlesers ist angenehm, die Erzählung ist zwischendurch immer mit schöner Musik untermalt, auch mit einigen Liedern. Der traditionell russischen Zeichenkunst hat Doris Eisenburger einiges abgeschaut, sodass die Illustrationen sehr authentisch wirken. Ein Samowar, die typischen Kopftücher, die Birken, der Akkordeon, die Karten, die Troika – Russland ist so wunderbar eingefangen in diesen Bildern! Das Betrachten und Entdecken ist ein Genuss!

Die Geschichte birgt neben dem Witz noch eine tolle Lehre in sich: Geduld und Köpfchen werden sich im Leben bewähren und früher oder später zum Erfolg führen!

Fazit:

Ein Buch und Hörbuch in einem, eingebettet in ein gelungenes Märchen!

Vielen Dank an den Annette Betz Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bewertung:

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