Nancy Walker-Guye und Alessandra Micheletti – Stille Nacht

Der kleine Bub, Niculin wohnt in einem kleinen Dorf  in den verschneiten Bergen. An Heiligabend sitzt er mit seinen Eltern in der Kirche und entdeckt ein Funkeln, was ihn nach draussen lockt. Er schleicht sich hinaus, um dem Glitzern auf den Grund zu gehen und entdeckt stattdessen zwei Erwachsene, die ganz verloren aussehen. Niculin erfährt, dass deren Zug im Schnee stecken geblieben ist und sie nun nach einer Pension suchen. Blöd nur, dass es in dem Dorf gar keine gibt. Als Niculin dann auch noch erfährt, dass die junge Frau schwanger ist, muss eine Lösung her. Doch wie kann Niculin helfen?

Was dieses Buch auszeichnet sind vordergründig die Illustrationen. Davon lebt dieses Buch. Mich persönlich spricht das weihnachtliche und verschneite Titelbild sehr an. Da wünscht man sich doch glatt den Schnee herbei!  Alles sieht so friedlich,  besinnlich und harmonisch aus. So sehr mir die Zeichnungen der Landschaft gefallen, die Figuren sind in meinen Augen weniger gut gelungen. Sie erinnern mich seltsamerweise an die DDR.

Die Geschichte ist für mich schon fast christlich angelegt. Die Thematik der Hilfsbereitschaft steht ganz oben:

Spoiler Anfang (bitte zum Lesen markieren): Niculin bietet der notdürftigen Familie einen Zufluchtsort in seinem eigenen Zimmer an und bevor die Eltern zu Hause erscheinen, gebärt die Frau ihr Kind. Natürlich stehen die Waschschüssel und alle nötigen Utensilien schon bereit. Aus Dankbar keit wird das Neugeborene dann auch .... genannt! Na, Vermutungen? Richtig! Spoiler Ende!

Die Darstellung der Ereignisse hat leider nicht so ganz meinen Geschmack getroffen. Aber für christliche Einrichtungen könnte dieses Buch sehr interessant sein!


Für mich persönlich ist die Geschichte zu beschönigt und etwas realitätsfern. Dafür sind die Zeichnungen der winterlichen Landschaft ein wahrer Genuss!



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