Rachel Ward – Numbers: Den Tod vor Augen

Der zweite Band der Trilogie Numbers von Rachel Ward greift die Geschichte von Adam, Jems und Spinnes Sohn, auf und zeigt die Schwierigkeiten eines Teenagers sich in einer neuen Umgebung zurecht zu finden. Er hat die Gabe seines Vaters geerbt, das Todesdatum seiner Mitmenschen zu sehen, sobald er ihnen in die Augen schaut. Dieses Können wurde jedoch mit der Zugabe vererbt, den Todesschmerz am eigenen Leib zu spüren. Diese Tatsache macht ihm zu schaffen und er kann sich nur schwer im Haus seiner Oma und der neuen Schule einleben. Dieses Anderssein quält ihn, bis zu dem Zeitpunkt, als er Sarah kennen lernt, denn sie scheint auch anders zu sein.

Das Buch spielt im Jahr 2028 und zeigt eine komplett veränderte Welt. Den Menschen werden Chips eingesetzt, die es der Regierung ermöglichen jeden Menschen anhand von Drohnen aufzusuchen und seinen Aufenthaltsort genau zu bestimmen. Ein Entkommen ist unmöglich. Die Welt ist zu einem Überwachungssystem geworden.

Adam wird von dem immer wiederkehrendem Todesdatum vom 01012028 geplagt, denn in jedem vierten Bürger Londons sieht er es. Für ihn ist klar, ein grausames Ereignis steht an. Wird er es verhindern können? Wird er die Menschen retten können? Und welche Rolle spielt Sarah dabei?

Die Rezension über den ersten Band ist hier nachzulesen.

Dieser Band schafft es sehr gut eine Verbindung zu den Protagonisten Sarah und Adam zu knüpfen. Die Erzählsicht wird von den beiden abwechselnd gestaltet, sodass man sich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzten kann. Die Erzählvorgänge sind rasant, ein Ereignis jagt das nächste und trotzdem bleibt genug Zeit, um mitzufiebern und die weiteren Geschehnisse vorauszusagen.

Die Idee, diese besondere Gabe mit der Darstellung einer möglichen Zukunft zu kombinieren, finde ich, wie bereits beim ersten Band, sehr gelungen. Das Spektrum wird hier nun um eine weitere Dimension der Gaben erweitert, was dem Band eine besondere Würze und Spannung verleiht und von Rachel Ward sehr gut umgesetzt wurde. Die Probleme der Jugendlichen und der Hauch an Sozialkritik sind gekonnt miteinander vernetzt.

Das Buch ist spannungsgeladen und trotzdem für meinen Geschmack zu vorhersagend. Lediglich das Ende hat mich positiv überrascht und die Erwartung auf das Finale der Trilogie steigen lassen.

Rasant, spannungsgeladen, unterhaltsam

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