James Krüss und Anke Kuhl – Es war einmal ein Mann

Es war einmal ein Mann

Es war einmal ein Mann, der hatte einen Zahn.
Der Zahn, der tat ihm weh.
Da sprang er in den See.
Den namenlosen und zugleich ruhelosen Mann begleitet stets eine dunkle Wolke, die seinen Gemütszustand anzeigt. Er läuft herum, immer auf der Suche nach etwas, was er nicht zu finden scheint. Und bei allem hat er etwas auszusetzen. Der Wald ist zu dicht. Die Hölle ist zu heiß. Die Stadt ist voll Gedränge. Das Tal ist ihm zu flach.
Zum Glück findet er am Ende seinen Ruhepol, sodass statt der dunklen Wolke nun doch ein Herz über seinem Kopf schwebt. Manchmal ist das Glück doch nicht so weit wie man es zuerst vermutet.
Er änderte sich sehr und nörgelt‘ niemals mehr.

Das neuaufgelegte Bilderbuch aus dem Jahre 1967 kann noch immer mit den wunderschönen, leicht einprägsamen und rhythmischen Reimen begeistern. Die konservative und vielleicht ein bisschen nostalgische Botschaft das Glück in der eigenen Familie zu finden ist auch heute noch sehr aktuell.

Die Illustrationen von Anke Kuhl unterstützen das freche, spitzbübische Gemüt des Zeitgenossen und verdeutlichen mit einem kleinen Augenzwinkern seine Ruhelosigkeit und Unzufriedenheit. Aus jedem Abenteuer gesellt sich ein Lebewesen dem mürrischen Mann und so wird er bald von einer ganzen Polonaise begleitet, die zum Schluss auch sein nun endlich gefundenes Glück bestaunen darf.

Das Leben ist eine Reise. Dazu gehören Tiefen und Höhen. Seinen Platz in der Welt zu finden ist demnach gar nicht so einfach. Hier dürfen wir einen Mann auf seiner Reise der Selbstfindung begleiten und seine Wandlung von einem Desperado zum wahren Optimisten, der zur Ruhe gekommen ist und die innere Zufriedenheit gefunden hat, miterleben.

Es war einmal ein Mann

Die Reise des Lebens, festgehalten in wunderschönen Bildern und in gereimter Sprache. Ein tolles Geschenk auch für Erwachsene!

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