Paul Friester und Philippe Goossens – Heule Eule: Nein, ich lasse niemand rein!

Heule Eule

Im zweiten Band des erfolgreichen Vorgängers geht es um die stets wachsende Autonomie und aber auch den einzigartigen Bund zwischen Mutter und Kind. Mama Eule möchte los und Heule Eules Lieblingsessen holen. Sie rät ihr eindringlich brav zu sein und niemanden hereinzulassen. Während  Heule Eule noch ganz vertieft in ihr Lieblingsmärchen „Der Wolf und die sieben Geißlein“ ist, klopft es schon an die Höhlentür.

Ganz pflichtbewusst hält sich Heule Eule an die Abmachung mit der Mama Eule und lässt keinen herein – auch nicht die eigene Mutter. Auch das Eichhörnchen und der Käfer können Heule Eule nicht überzeugen. Durch die ganze Aufregung fließen bei der kleinen Eule erneut Krokodilstränen. Erst der schlaue Rabe hat einen cleveren Rat…

Dieses kleine alltägliche Problem werden viele aus ihrer eigenen Kindheit kennen. Das erste Mal ganz alleine zu Hause zu bleiben ist mit einigen Ängsten und Unsicherheiten verbunden. Die Einbindung eines „Märchens im Märchen“ ist ein ausgeklügeltes stilistisches Mittel. Sofern den kleinen Zuhörern das Märchen bekannt ist, werden sie sich nicht wundern warum Heule Eule nicht die Tür öffnet.

Die Illustrationen von Philippe Goossens sind genauso herzerwärmend wie im ersten Band. Vereinzelte Charaktere tauchen erneut auf und bleiben ihren zugeschriebenen, charakteristischen Eigenarten treu. Der Hirschkäfer ist wie gewohnt mürrisch und motzig. Zum Glück kann Mama Eule ihr Kind dann doch persönlich trösten und die Madentüte überreichen. Es gibt also doch einen unsichtbaren Schlüssel zum Herzen.

Heule Eule
Aus jeder Begebenheit und Erfahrung lässt sich eine prägende Lehre ziehen!

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