Julie Bind und Michael Derullieux – Der nette böse Wolf

Der nette böse Wolf

 An einem Wintermorgen wird der große böse Wolf aus dem Schlaf gerissen. Seine Kleinen sind am Verhungern. So macht sich der böse Wolf auf den Weg etwas Essbares für die kleinen Wölfe zu suchen. Schon bald sichtet er mehrere wehrlose Tiere, wie z.B. ein Kaninchen, eine Ziege oder ein Rentier.

Doch alle bitten den Wolf um Erbarmen und beteuern, dass sie sich lediglich in die Kälte hinaus getraut haben, um etwas Gutes zu tun. Der böse Wolf verspürt Mitleid und lässt eines nach dem anderen wieder frei. Gleichzeitig ärgert er sich über sein großes Herz und wehrt heftig die Dankesreden ab. Schließlich ist er der große böse Wolf.

Als ihm ein warmer und köstlicher Geruch die Nase kitzelt, macht er sich großen Schrittes Richtung Dorf. Welches Opfer wird den Hunger seiner kleinen Wolfskinder stillen?

Das Weihnachtsessen gehört für viele Kinder zu den alljährlichen Festtagsvorbereitungen. In diesem stimmungsvollen und humorvollen Bilderbuch wird das Thema „Mitgefühl“ und „Nächstenliebe“ sehr zugespitzt angegangen. Der böse Wolf entpuppt sich durch unterschiedliche Begebenheiten als ein herzensgutes Tier, was so gar nicht seinem Image entsprechen will.

Dem Familienzusammenhalt wird ein großes Gewicht beigemessen. Alle Beteiligten betonen ihren ausgeprägten Familiensinn und die damit verbundene Verantwortung. Für die Kinder ist es äußerst amüsant zu sehen, wie sich der Wolf über die Komplimente der anderen Tiere ärgert. Die rhetorische Frage zum Schluss regt zum Diskutieren und Erzählen an. Das Abschlussbild versetzt alle Beteiligten unweigerlich in eine richtig wohlige Weihnachtsstimmung. So kann das alljährliche Festtagsessen im Familienkreis kommen!

Der nette böse Wolf
Amüsant und herzerwärmend!

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