Grégoire Reizac und Marion Arbona – Papillon

Papillon

Inmitten einer Wüste sitzt ein Schmetterling auf einem großen Stein. In der Nähe liegt ein Körnchen, das durch den Flügelschlag des Schmetterlings aufgewirbelt und von dem Windhauch weitergetragen wird. Der Windhauch entwickelt sich zum Windstoß und schließlich jagen tausend dunkle Wolken über den Himmel. Nach dem Regen beginnt sich die Wüste zu verändern und das Körnchen ist zum Leben erwacht.

Nur ein sanfter Flügelschlag – und die Welt hat sich verändert.

„Papillon“ umspielt kindgerecht die komplexe Thematik der berühmten Chaostheorie. Auch unter der Bezeichnung „Schmetterlingseffekt“ bekannt, behaupten Wissenschaftler wie Edward N. Lorenz, dass kleine Abweichungen enorme Auswirkungen haben können.

Das Bilderbuch schafft eine Symbiose aus Wissenschaft und Poesie. Das Bildnis des Neubeginns durch das Umherwirbeln eines Körnchens, verursacht durch einen einzigen Flügelschlag eines Schmetterlings, kitzelt das Bewusstsein in Bezug auf Aktion und Wirkung heraus.

In wunderschönen stillen Illustrationen der Französin Marion Arbona werden die einzelnen Schritte in der Reihe der folgenden Konsequenzen deutlich. Die vielen Schraffierungen schaffen Tiefe und Nachhaltigkeit und führen letztlich zur wahren Explosion des Lebens, festgehalten auf dem letzten Bild.

Die Thematik eignet sich nicht nur zur Einführung der Kinder in die Welt der philosophischen Fragen, sondern auch zum Aufgreifen der Fragestellung „Was braucht eine Pflanze zum Wachsen?“ im Sachunterricht.

Papillon - Reizac

Eine sehr gelungene Symbiose aus Poesie und Wissenschaft.

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