Al MacCuish und Rebecca Gibbon – Die Biene, die sprechen konnte

Die Biene, die sprechen konnte

Belle wohnt in Paris und ist ein richtiges Stadtkind. Dennoch freut sie sich jeden Sommer ihre Großeltern auf dem Land besuchen zu dürfen. Jedes Jahr bekommt sie von ihrem Opa ein Geschenk – mal ist es ein Steckenpferd, mal ein Baumhaus oder auch schon einmal eine wunderschöne Staffelei. Dieses Jahr erwartet Belle ein umlackiertes Fahrrad ihrer Mutter auf sie.

Da darf gleich auf die Pedale getreten und die Natur erkundet werden. Auf ihrer Radtour verirrt sie Belle im Wald und macht eine erfreuliche Bekanntschaft mit einer sprechenden Biene, die sie in die Geheimnisse der Wirkung von Heilpflanzen einweiht und die Aufgabe der Bienen erklärt.

Es beginnt ein spannender Sommer mit allerlei Wunder rund um die Natur …

Dieses charmant französische Bilderbuch ist eine wahre Liebeserklärung an die Bienen. Der Autor zog selbst im Alter von 25 Jahren hinaus in die Natur und fing dort als „Bienenhirt“ ein neues Leben im Einklang mit der Natur an. Diese Leidenschaft und Liebe ist auf jeder Seite spürbar.

Diese Geschichte öffnet das Herz. Belle liebt die Großstadt, dennoch genießt sie es im Sommer zu ihren Großeltern entfliehen zu können. Diese Idylle, die auf den Illustrationen von Rebecca Gibbon so sehnsüchtig eingefangen ist, lässt die Vorfreude auf die Sommerferien erwachen. Auf dem Land scheint die Zeit stehen zu bleiben. Es ist keine Spur von Hektik in den Bildern wahrzunehmen. Hier kann man beinahe die  frische Landluft wahrnehmen und das Drumherum einfach auf sich wirken lassen, mit all den Düften und Geräuschen der Natur. Diese Szenerie belebt die Sinne. Als Landkind, das auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, lässt es mich ganz wehmütig werden.

Nach einem kleinen Unfall auf dem Rad, hilft die sprechende Biene Belle ihre Wunde zu versorgen und reibt das Knie mit einer Arnika-Blüte ein. Sie erklärt ihr, dass es ohne Bienen keine Erdbeeren und keine Orangen gäbe, woraufhin Belle der Biene stolz zustimmen muss: „La nature est bien faite“.

Alles hat seinen Platz und Zweck – das ist die Schönheit der Natur

In der Danksagung hebt der Autor in einer langen Liste all die Köstlichkeiten hervor, die wir ohne Bienen nicht genießen könnten. Dieses Bilderbuch erklärt das Phänomen der Bestäubung ganz kindgerecht und verständlich. Nach der Behandlung des Themas „Apfel“ im Sachunterricht nahm ich dieses Bilderbuch hinzu, um den Kindern die besondere Bedeutung der Bienen aufzuzeigen. Alle Kinder sahen die Bienen danach ganz anders. Wir bedankten uns für all die Köstlichkeiten und entschieden, dass Bienen zwar manchmal, eigentlich ganz selten stechen, aber grundsätzlich tolle Insekten sind, die eigentlich auch putzig aussehen und Großes leisten.

Die Biene, die sprechen konnte

Eine sehr charmante und französisch angehauchte Liebeserklärung an die Bienen!

bei amazon.de

Advertisements