Lucy Astner – Kalle Körnchen

Rezension

„Kalle Körnchen“ ist ein Traumwichtel, ein Helfer des Sandmanns. Zu seinen Aufgaben gehört es die Träume zu machen, die der Sandmann in der Nacht an die Kinder verteilt. Die Kreation der schimmernden Traumblasen gelingt ihm am besten in der Hängematte vor seiner Baumhöhle. Hier wird er hin und wieder gestört. Mal möchte der übermütige Frechdachs etwas von ihm, mal tauchen hunderte von Hirtenwichteln auf, weil das Schaft Nummer vier zu früh über den Zaun hüpft.

Gute-Nacht-Geschichten haben eine besondere Bedeutung im ritualisierten Einschlafmodus von Kindern. Sie dürfen nicht allzu aufwühlend oder aufregend sein, sondern sollten am besten eine wohltuende Ruhe versprühen. Vorlesen stärkt außerdem die Bindung zwischen Eltern und Kind. Die Eltern werden sich freuen hier eine recht große Schrift vorzufinden, die auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gut lesbar ist. Beim abendlichen Vorleseritual entsteht die Möglichkeit, sich nahe zu sein, gibt Sicherheit und hilft dabei, den Übergang vom Tag in die Nacht bewusst zu gestalten.

Diese Kurzgeschichten drehen sich inhaltlich um den Sandmann und seine Helfer. Durch die eingestreuten fantasievollen Aspekte wird die Tür zum Areal im kindlichen Hirn geöffnet, das für Kreativität und Schaffensfreude zuständig ist. Gleichzeitig wirkt es wie eine Einladung in die Traumwelt einzutauchen. Der Schlafsand ist ein schönes Symbol für den Übergang in das Schlummerland. Auch die Zeichnungen wirken harmonisch, friedlich und liebevoll.

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Fazit

Harmonisches Vorlesebuch für die gemeinsame Zeit als Übergang vom Tag in die Nacht

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Maja Kastelic – Luftigruß

Rezension

Dieses Bilderbuch ohne Worte ist ganz leise, auf samtenen Pfoten unterwegs. Die Erzählstruktur übernehmen gänzlich die Illustrationen, die gekonnt mit Licht und Schatten spielen. Ein Junge entdeckt eine schwarze Katze, der er unbeirrt folgt. Auf dem Weg liegen bunte und fröhliche Kinderzeichnungen, die er aufsammelt. Sie erzählen von glücklichen Tagen im Kreise der Familie, von Abenteuern und Urlauben. Auf dem Dachboden angekommen, findet der Junge schließlich die Besitzerin dieser Zeichnungen, während die Katze sich selbstzufrieden die Pfoten am hellen Fenster leckt.

Die letzte Doppelseite schließt die Geschichte mit einem Gedicht vom slowenischen Autor Aleš Šteger:

Du musst deinem Herzen folgen.
Du musst deiner Stimme folgen.

Diese Stimme hörst nur du.
Diese Stimme in dir. Hör ihr zu.

Es ist poetisch und rührend. Dieses Bilderbuch sagt mit so wenig so viel aus. Und wenn man sich auf den Weg macht das Bilderbuch erneut durchzublättern und die Notizen an den Wänden und der Häuserfassaden sich genauer anzuschauen, entfaltet sich die Botschaft umso mehr. Hier ist eine Lebensbotschaft versteckt. Egal ob Jung oder Alt, jeder hat seinen Weg und auf seine innere Stimme zu hören, das Vertrauen in die Intuition, das versucht dieses Bilderbuch anzuregen.

Meine persönliche Lieblingsinnschrift an einer verwahrlosten Hauswand lautet:

Gib dem Schicksal Gelegenheit

Wagt es, euch auf die Suche zu begeben und ihr werdet schließlich belohnt mit dem, was man nur mit dem Herzen finden kann, scheint das Bilderbuch aus allen Poren zu rufen.

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Fazit

Macht euch auf den Weg und vertraut dem Bauchgefühl!

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Kurt Cyrus und Andy Atkins – Napoleon Chamäleon

Napoleon ist aufgrund seiner sehr gut ausgeprägten Anpassungsfähigkeit an die Umgebung beinahe unsichtbar. Der Nachteil ist, dass die anderen Tiere ihn nicht beachten. Mal halten sie ihn für einen sprechenden Ast, mal für eine Pflanze. Also beschließt er die anderen auf sich aufmerksam zu machen und baut eine Trompetenblumen-Vogeltränke und eine Fußmatte aus Zweigen. Doch all das half nichts.

Er ist witzig, höflich, mutig und wird trotzdem nicht gesehen. Erst als ihm ein Missgeschick passiert und er sich nicht um Aufmerksamkeit bemüht, richten die Tiere ihr Augenmerk auf ihn. Und was lässt sich mit einem Chamäleon besser spielen als Verstecken?

Rezension

Das Bilderbuch „Napoleon Chamäleon“ hat im Fokus die Problematik „Freunde finden“ und „Akzeptanz“. Es zeigt auf eine wunderbar naive und kindliche Weise, wie Menschen sich in neuen sozialen Gefügen zeigen und etwas sein wollen, was sie nicht wirklich sind. Jegliches aktive und vielleicht auch gar krampfhafte Bemühen um das „Gesehenwerden“ misslang.

Erst als das Chamäleon seinem Naturell folgte und ganz unbeholfen seine innere Stärke und keine gekünstelte Fähigkeit zeigte, wurde er wahrgenommen. Die Botschaft ist eine ganz einfache und doch eine sehr bedeutende, die auch vielen Erwachsenen hin und wieder schwer fällt: Sei du selbst! Die richtigen Freunde werden dich als „Gesamt-Kunstwerk“ mögen und nicht als Summe aus guten Eigenschaften abzüglich der Schwächen.

Ein Kunstwerk ist auch die Gestaltung des Bilderbuchs. Es strotzt nur so vor Farbe, Lebensfreude, Unterschiedlichkeit und Individualität. Der Dschungel entfaltet sich in all seiner Pracht. Auch die Gefühle werden wunderbar abgebildet und zeigen sowohl in der Mimik als auch in der perspektivischen und farblichen Darstellung die ganze Bandbreite der thematisierten Emotionen.

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Fazit

Sei du selbst – das ist der beste Weg!

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Axel Scheffler und Ian Whybrow – Schöne Bescherung, kleiner Bär

Rezension

Die Tiere im Winterwald bereiten sich auf die Bescherung vor. Dabei geht es beim Weihnachtsmann hoch her. Schließlich hat er viel zu tun beim Beladen seiner Schlitten mit der Unmenge an Geschenken. Letztendlich werden aber dann doch alle Geschenke bei den Kindern unter dem Weihnachtsbaum abgeliefert und warten darauf geöffnet zu werden, während der Weihnachtsmann sich nach dieser langen Nacht zurück lehnen darf.

Dieses Pappbilderbuch für die Allerkleinsten bietet auf fünf Doppelseiten durch die integrierten Klappen eine große Handlungsanregung. Dabei sind die Illustrationen des Erschaffers von Grüffelo schon eine große Entdeckungsreise, die Zeit braucht. So darf das Buch auch mit vielen Erzählanlässen genüsslich geblättert werden. Die Einzelheiten sind zu liebevoll gestaltet, dass man hier durchhasten sollte.

Die Verse sind aus dem Englischen übersetzt. Hier und da stolpert man beim Vorlesen bei den Reimen. Unter der  literarischen Freiheit leidet allerdings die richtige Verwendung der deutschen Grammatik. Da muss man eventuell ein Auge zudrücken.

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Fazit

So steigt die Vorfreude auf die Bescherung auch bei den Allerkleinsten!

 

Kinderbuchblog, Kinderbuchblogger, Kinderbuchblogger-AdventskalenderTeilnahmebedingungen

  • Beantwortet die Frage: Wer bringt bei euch die Geschenke? Das Christkind oder der Weihnachtsmann?
  • Das Gewinnspiel beginnt am 8.12.18 und endet am 9.12.18 um 23.59 Uhr.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18  Jahre.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Der Gewinner wird am 10.12. in diesem Beitrag verkündet. Wenn sich der Gewinner nicht innerhalb von 48 Stunden meldet, wird für diesen erneut ausgelost.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch damit einverstanden, im Falle eines Gewinns eure Adresse an die Email im Impressum zu versenden. Diese wird ausschließlich für den Versand verwendet.

Ein zusätzliches Los könnt ihr euch bei Instagram und/oder Facebook mit einem Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag sichern. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Morgen geht es bei der wundervollen Lütte Lotte mit der nächsten Verlosung weiter. Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich allen LeserInnen, ob Groß oder Klein!

 

Der Gewinner ist: Stetja97
Herzlichen Glückwunsch!

Bitte melde dich bei mir bezüglich der Versandadresse.

Céline Claire und Qin Leng – Unsere kleine Höhle

Die Waldbewohner bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Sie sammeln emsig Holz und  sehen nach den Vorräten. Als ein Sturm aufzieht und der Wind zu heulen beginnt, tauchen in der Ferne zwei dunkle Gestalten auf. Zwei Eisbären suchen notdürftig eine Unterkunft. Sie bieten Tee zum Teilen an und erhoffen sich am Feuer etwas die Hände zu wärmen.

Misstrauisch schicken die Wildschweine die sonderbaren Neuankömmlinge weiter, denn ihr Feuer ist fast aus. Die Fuchsfamilie mag ihr Essen mit den Unbekannten auch nicht teilen und auch die anderen Tiere drehen ihnen den Rücken zu. Allerdings findet sich mit dem ersten Schnee die Fuchsfamilie als Hilfesuchender wieder und folgt einem hellen Licht. Wird die Eisbärenfamilie ihnen Unterschlupf gewähren?

Rezension

Céline Claire spricht eine immer wiederkehrende Thematik an, die schon fast biblisch angehaucht ist und doch, wie es scheint, immer aktuell bleibt. In diesem Bilderbuch geht es um Nächstenliebe, Großzügigkeit und Güte. In kurzen Sätzen und einer einfachen Sprache wird hier gezeigt, dass auch kleine Gesten eine große Wirkung haben können. Auch wenn die Fuchsfamilie nicht viel Essen hatte, so gab der kleine Fuchs den Eisbären eine kleine Öllampe mit auf den Weg. Wie es der Zufall so will, war genau dieses Licht der Wegweiser ihrer eigenen Rettung, gleich der Redewendung „Was man sät, das wird man ernten.“

Die Illustratorin Qin Leng setzt zarte Pinselstriche und arbeitet mit ineinander fließenden Wasserfarben. Die Farbtöne sind zurückhaltend und stilsicher reduziert. Das Spiel mit Licht und Schatten ist eine kluge und einfühlsame Weise die Botschaft der Geschichte zu unterstreichen. Es lässt sich ein Bezug zu Flüchtlingen ziehen und Menschen, die neu in eine bereits bestehende Gemeinschaft dazustoßen. Auch im Kindergarten oder Grundschule wird es „Neuankömmlinge“ geben. Hier können auch schon junge Kinder lernen, dass auch kleine Gesten, Blicke und Schritte eine große Wirkung haben können.

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Fazit

Einfühlsam geschrieben – mit einer großen Botschaft zum Thema „Miteinander“

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Rachel Bright und Jim Field – Die Streithörnchen

Rezension

Der Sommer nahm Abschied im mächtigen Wald,
das Moos gedieh saftig, die Luft wurde kalt.
Der Himmel war rot und der Herbst zog ins Land,
so manch müdes Wesen im Bettchen verschwand.

Pia Jüngert hat das Bilderbuch aus dem Englischen in dahinfließende Reime gebracht. Zu keinem Zeitpunkt wirkt es holprig oder stockend. Die Seele bilden allerdings die zauberhaften Illustrationen von Jim Field. Was sind das bloß für charakteristische Wesen, die einem bereits auf der Titelseite entgegen blicken? Und was soll ich sagen: Wer kennt sie nicht? Die Streithörnchen?

Lenni ist ein sorgloses Eichhörnchen und legt im Gegensatz zum fleißigen Finn kaum Vorräte für den Winter an. Als beide einen Zapfen erblicken, beginnt die Hetzjagd nach der letzten Nuss im Jahr. Sie ringen im Wasserfall, entfliehen einem Vogel und treiben schließlich hilflos im Fluss. Hier schaffen sie es gerade noch ans Ufer und ziehen sich gegenseitig mit schwindender Kraft heraus. Genau in diesem Augenblick kommt die Erkenntnis, dass teilen wunderbar sein kann und es nichts Schöneres gibt als gemeinsam zu lachen.

Dieses Bilderbuch ist perfekt zum Einläuten der Herbstzeit. Es richtet den Blick auf die Veränderungen in der Natur und schafft einen gelungenen Übergang zum „Loslassen im sozialen Miteinander“. Manchmal ist das Teilen recht schwer und erfordert eine ausgeprägte Teilungsbereitschaft, die im Freundeskreis Kindern vorerst noch leichter fällt. In eine turbulente Geschichte verpackt, zeigt Rachel Bright, dass gemeinsam oft mehr ist als einsam.

 

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Fazit

Fantastische Reime und Illustrationen – ein Vorlesegenuss!

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Monte Shin – Spiegelzauber

Rezension

Aufgepasst: Es folgt ein Pappbilderbuch-Highlight! Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es viel zu wenige Kinderbücher gibt, die sich mit mathematischen Prinzipien beschäftigen. Wenn dazu noch die kognitiven Fähigkeiten angeregt werden und Kinder zum Handeln und Ausprobieren bewegt werden, ist es schnell um mich geschehen. So wie bei diesem Buch!

Monte Shin hat auf eine sehr anregende und animierende Weise die Spiegelung in den Fokus gestellt. Hierbei werden unvollendete Figuren präsentiert, die durch einfaches Drehen ihre Position verändern können. Im Buch integriert ist eine Spiegel-Klappe, die auf die Spiegelachse gelegt werden kann. Da es fest mit dem Buch verbunden ist, kann es nicht verloren gehen. So können bereits die Kleinen beobachten welcher Gegenstand oder welches Tier sich im Spiegel entpuppt. Hier läuft ein äußerst komplexer Vorgang in Bezug auf die Aktivierung der Sinne ab.

Der Schwierigkeitsgrad kann gesteigert werden, indem vorher überlegt werden soll welche Position sich eignet. D.h. hierbei wird das räumliche Vorstellungsvermögen geschult und nicht unbedingt auf die Zufallshandlung vertraut. Um daraus ein Spiel zu machen, wäre es denkbar eine bestimmte Anzahl an Versuchsmöglichkeiten festzulegen. Die Auflösung befindet sich gleich auf der nächsten Seite, sodass auch eine Selbstkontrolle gewährleistet ist. Dieses Buch ist eine tolle Anschaffung für die Kita oder auch die Lehrerbücherei.

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Spiegelung als mathematisches Konzept sehr anregend verpackt!

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Daniela Kulot – Woher kommt die Liebe?

Der schon fast philosophischen Frage nach dem Ursprung der Liebe gehen in diesem Bilderbuch von Daniela Kulot Eichhörnchen, Ente und Elch nach. Dafür befragen sie andere Tiere und bekommen entsprechend der unterschiedlichen Lebenswelt auch ganz eigene und individuelle Antworten.

So behaupten zwei Schwäne beim Formen eines Herzens mit ihren Hälsen, dass die Liebe aus dem Herzen kommt. Für den großen, alten Baum kommt die Liebe vom Himmel, in Form vom Regen. Die Regenwürmer dagegen sind sich einig, dass die Liebe aus der Erde kommt. „Die Liebe kommt von der Sonne“, antworten die Blumen überzeugend.

Und wie sie da zusammensitzen, wird es den drei Freunden ganz wunderbar wohlig warm ums Herz.

Rezension

Auch wenn die Liebe für jedes Lebewesen etwas Anderes darstellt, in einem sind sich alle einig: Sie ist essenziell! Die Interpretationen lehnen sich an die Lebensumstände der Befragten an und doch gelingt es Daniela Kulot in ihren farbenfrohen und lebendigen Illustrationen dieses ganz tief verwurzelte Glücksgefühl ins Gesicht der Tiere zu zaubern. Man kauft es ihnen ab, auch ohne eine Sekunde lang zu zögern. Die Liebe ist hautnah spürbar. Sei es alleine, zu zweit oder in einer Gemeinschaft. Sie ist da.

Dieses Bilderbuch schafft es eine Ruhe und Zufriedenheit auszustrahlen, die sehr bewegt. Und vor allem, weil es vielleicht noch wichtiger ist – Es schenkt Zuversicht. Jeder kann sie finden – in der einen oder anderen Form. Als „Regen“, „Sonne“, „aus dem Bauch“ oder „aus der Seele“, individuell und doch wesentlich. Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an das Leben!

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Fazit

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an das Leben!

 

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Joanne Liu – Kunst für Max

Rezension

Max besucht zum allerersten Mal ein Kunstmuseum. Neben Kunstwerken von Henri Matisse, Claude Monet, Pablo Picasso und Joan Miro, sind auch Skulpturen von Henry Moore ausgestellt. Das Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus. Die Illustrationen sind passend zur Thematik sehr bedeutungstragend.

So erlebt der Betrachter wie der kleine Junge seinen schwarfen Blick nach seiner ganz eigenen Interpretation der Kunst umlenkt. Während die Kunstbesucher das Kunstwerk „Guernica“ begutachten, richtet Max seinen Blick auf die Menschen und sieht die grimmigen, nachdenklichen Gesichtsausdrücke. Man kommt nicht umhin zu mutmaßen, dass genau sie die Akteure der dargestellten Szene sein könnten.

Der „Seerosenteich und die Brücke“ von Claude Monet bewegt Max dazu aus dem Fenster zu schauen und die eigentliche Quelle und Inspiration des Künstlers hautnah auf sich wirken zu lassen. Die Kunst umgibt uns überall. Man man muss nur den Blick dafür haben. Diese naive und reine Sichtweise des Kindes ist ein Schlüssel für jeden Kunstliebhaber und ein wahrer Herzöffner.

Die abschließende Doppelseite im Kunstmuseum ist die Krönung seines Weges. Max entfernt sich als passiver Betrachter der Kunst und nutzt den Schatten der Sonne, um mit seinem Körper ein eigenes Abbild der Kunstwerke nach Henri Matisse „Nu bleu“ zu gestalten. Er ist nun selbst Akteur. Max wird zum Künstler.

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Fazit

Ein Herzöffner für alle Kunstliebhaber – Klein oder Groß

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Christoph Michel – Erste Experimente für kleine Forscher

Rezension

Über 30 Experimente für Kinder ab ca. 4 Jahren zu den Themen „Luft, Wasser, Schall und Licht“ wurden in diesem Buch zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird ein Versuch vorgestellt. Neben der Angabe zu den benötigten Dingen, wird die Vorgehensweise Schritt-für-Schritt erläutert und mit passenden Bildern unterstützt.

Sehr sinnvoll ist der abschließende Gedanke, wo die entsprechenden Phänomene in der Umwelt entdeckt werden können. Die Übertragung der schwimmenden Zitrone auf die Schwimmflügel ist sehr einleuchtend, genauso wie die Benennung der Tatsache, dass in warmen Ländern die Häuser oft hell gestrichen werden, nachdem Experimente zu Weiß und Schwarz durchgeführt wurden.

Für Erwachsene wird unter der Fragestellung „Was passiert?“ die zu erwartende Beobachtung festgehalten. Es folgt bei „Warum ist das so?“ die Erklärung. Hierbei ist die Wortwahl recht einfach, sodass es Kindern auch leicht fällt den Inhalt nachzuvollziehen. Das benötigte Material ist vorwiegend schnell aufzutreiben bzw. befindet sich schon im Haushalt. Das erleichtert erheblich das Vorhaben überhaupt anzupacken.

Hier werden Kinder angeregt weiterzudenken und Naturphänomene, die ihnen vielleicht auch schon bekannt sind, zu hinterfragen. Das eigenständige Experimentieren ist auch für junge Kinder sehr wirkungsvoll. So beginnen die Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen und in Beziehung zueinander zu setzen. Neben dem Spaßfaktor ist die Förderung der sprachlichen Fähigkeit bei der Formulierung der Vermutung und Beobachtung sehr wertvoll.

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Fazit

Anregung des naturwissenschaftlichen Denkens

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