Daniela Kulot – Woher kommt die Liebe?

Der schon fast philosophischen Frage nach dem Ursprung der Liebe gehen in diesem Bilderbuch von Daniela Kulot Eichhörnchen, Ente und Elch nach. Dafür befragen sie andere Tiere und bekommen entsprechend der unterschiedlichen Lebenswelt auch ganz eigene und individuelle Antworten.

So behaupten zwei Schwäne beim Formen eines Herzens mit ihren Hälsen, dass die Liebe aus dem Herzen kommt. Für den großen, alten Baum kommt die Liebe vom Himmel, in Form vom Regen. Die Regenwürmer dagegen sind sich einig, dass die Liebe aus der Erde kommt. „Die Liebe kommt von der Sonne“, antworten die Blumen überzeugend.

Und wie sie da zusammensitzen, wird es den drei Freunden ganz wunderbar wohlig warm ums Herz.

Rezension

Auch wenn die Liebe für jedes Lebewesen etwas Anderes darstellt, in einem sind sich alle einig: Sie ist essenziell! Die Interpretationen lehnen sich an die Lebensumstände der Befragten an und doch gelingt es Daniela Kulot in ihren farbenfrohen und lebendigen Illustrationen dieses ganz tief verwurzelte Glücksgefühl ins Gesicht der Tiere zu zaubern. Man kauft es ihnen ab, auch ohne eine Sekunde lang zu zögern. Die Liebe ist hautnah spürbar. Sei es alleine, zu zweit oder in einer Gemeinschaft. Sie ist da.

Dieses Bilderbuch schafft es eine Ruhe und Zufriedenheit auszustrahlen, die sehr bewegt. Und vor allem, weil es vielleicht noch wichtiger ist – Es schenkt Zuversicht. Jeder kann sie finden – in der einen oder anderen Form. Als „Regen“, „Sonne“, „aus dem Bauch“ oder „aus der Seele“, individuell und doch wesentlich. Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an das Leben!

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Fazit

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an das Leben!

 

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Joanne Liu – Kunst für Max

Rezension

Max besucht zum allerersten Mal ein Kunstmuseum. Neben Kunstwerken von Henri Matisse, Claude Monet, Pablo Picasso und Joan Miro, sind auch Skulpturen von Henry Moore ausgestellt. Das Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus. Die Illustrationen sind passend zur Thematik sehr bedeutungstragend.

So erlebt der Betrachter wie der kleine Junge seinen schwarfen Blick nach seiner ganz eigenen Interpretation der Kunst umlenkt. Während die Kunstbesucher das Kunstwerk „Guernica“ begutachten, richtet Max seinen Blick auf die Menschen und sieht die grimmigen, nachdenklichen Gesichtsausdrücke. Man kommt nicht umhin zu mutmaßen, dass genau sie die Akteure der dargestellten Szene sein könnten.

Der „Seerosenteich und die Brücke“ von Claude Monet bewegt Max dazu aus dem Fenster zu schauen und die eigentliche Quelle und Inspiration des Künstlers hautnah auf sich wirken zu lassen. Die Kunst umgibt uns überall. Man man muss nur den Blick dafür haben. Diese naive und reine Sichtweise des Kindes ist ein Schlüssel für jeden Kunstliebhaber und ein wahrer Herzöffner.

Die abschließende Doppelseite im Kunstmuseum ist die Krönung seines Weges. Max entfernt sich als passiver Betrachter der Kunst und nutzt den Schatten der Sonne, um mit seinem Körper ein eigenes Abbild der Kunstwerke nach Henri Matisse „Nu bleu“ zu gestalten. Er ist nun selbst Akteur. Max wird zum Künstler.

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Fazit

Ein Herzöffner für alle Kunstliebhaber – Klein oder Groß

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Christoph Michel – Erste Experimente für kleine Forscher

Rezension

Über 30 Experimente für Kinder ab ca. 4 Jahren zu den Themen „Luft, Wasser, Schall und Licht“ wurden in diesem Buch zusammengetragen. Auf jeder Doppelseite wird ein Versuch vorgestellt. Neben der Angabe zu den benötigten Dingen, wird die Vorgehensweise Schritt-für-Schritt erläutert und mit passenden Bildern unterstützt.

Sehr sinnvoll ist der abschließende Gedanke, wo die entsprechenden Phänomene in der Umwelt entdeckt werden können. Die Übertragung der schwimmenden Zitrone auf die Schwimmflügel ist sehr einleuchtend, genauso wie die Benennung der Tatsache, dass in warmen Ländern die Häuser oft hell gestrichen werden, nachdem Experimente zu Weiß und Schwarz durchgeführt wurden.

Für Erwachsene wird unter der Fragestellung „Was passiert?“ die zu erwartende Beobachtung festgehalten. Es folgt bei „Warum ist das so?“ die Erklärung. Hierbei ist die Wortwahl recht einfach, sodass es Kindern auch leicht fällt den Inhalt nachzuvollziehen. Das benötigte Material ist vorwiegend schnell aufzutreiben bzw. befindet sich schon im Haushalt. Das erleichtert erheblich das Vorhaben überhaupt anzupacken.

Hier werden Kinder angeregt weiterzudenken und Naturphänomene, die ihnen vielleicht auch schon bekannt sind, zu hinterfragen. Das eigenständige Experimentieren ist auch für junge Kinder sehr wirkungsvoll. So beginnen die Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu verstehen und in Beziehung zueinander zu setzen. Neben dem Spaßfaktor ist die Förderung der sprachlichen Fähigkeit bei der Formulierung der Vermutung und Beobachtung sehr wertvoll.

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Anregung des naturwissenschaftlichen Denkens

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Cornelia Funke – Fabers Reise

Fabers Großvater lebt in Amerika. Da es so weit weg von Hamburg ist, schenkte er Faber einen fliegenden Teppich. Jeden Samstag macht sich Faber seither auf den Weg nach Kalifornien, gemeinsam mit seiner syrischen Freundin Shaima.

Eines Tages verschwindet sein Opa spurlos. Die beiden Kinder machen sich daran ihn zu suchen. Im Schatten eines Kojotenbusches erblicken sie schließlich Opas Trommel, ein Andenken von seinen vielen Reisen. Ob der bestimmte Rhythmus der Trommel Opa zurückholt?

Rezension

Die farbenfrohen Illustrationen von Susanne Göhlich locken den Betrachter mit einer großen Anziehungskraft an. Die Bilder sind ein Fundus an der Freude am Entdecken, Fantasieren, Reisen und vom Unmöglichen möglich machen.

Der Inhalt hinkt jedoch leicht hinterher. Die Spannungskurve verliert sich in Nebensächlichkeiten. Die Freundschaft mit dem syrischen Mädchen scheint aus gegebenen Anlässen integriert worden zu sein, ohne dass der Mehrwert der Verbindung wirklich deutlich wird.

Der Verwirrtheitszustand des Opas wird behutsam angegangen. Eher spielerisch und kindlich wird auf die Symptome hingewiesen. Sehr schön ist die Erkenntnis zum Schluss, dass es wohl besser ist, Opa bald wieder zu besuchen. Das ist sehr nah dran an der kindlichen Lebenswelt und wird viele ansprechen, deren Großeltern vergesslich oder gar dement sind.

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Tolle Bilder – Inhalt eher schleppend

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Brüder Grimm – Rotkäppchen und der Wolf

Rezension

Kommen Sie näher, kommen Sie ran!

Winterzeit ist Märchenzeit – Dieses Bilderbuch aus der Feder vom Buchillustrator „Anton Lomaev“ lädt zur Aufführung eines Wandertheaters ein. So öffnen sich die Vorhänge und das Lieblingsmärchen erscheint in einer opulenten Darstellungsweise, sodass man minutenlang auf jeder Doppelseite verweilen kann und dann noch immer nicht alle Details entdeckt hat. Es animiert zum wieder und wieder darin Blättern und wird bestimmt kein Staubfänger im Regal.

Hier wird die Tradition der klassischen Buchkunst deutlich. Die Assoziation zur Märchenwelt von Disney drängt sich zu keiner Sekunde auf. Die Bilder sind aufwendig, detailreich, verschnörkelt und erinnern an französische Gemälde einer längst vergangenen Zeit.

Das Märchen vom Märchen im Märchen – Hier wird eine dreilagige Ebene von Märchen aufgebaut. Zum einen präsentiert das Wandertheater eine Inszenierung eines Märchens und zum anderen hält die Großmutter ein weiteres Märchenbuch in der Hand, sodass die Spirale gekonnt in Szene gesetzt ist und indirekt in die Welt weiterer Märchen einlädt.

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Fazit

Eine klassische Märchenadaption voller opulenter Details!

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Dawid Ryski – Durch die Jahreszeiten

Rezension

Frühling, Sommer, Herbst und Winter – der Lauf der Jahreszeiten fängt immer wieder von vorne an. Jede Jahreszeit bietet seine ganz eigenen Wunder. Zu Beginn des Jahres blühen Eisblumen am Fenster. Schneeflöckchen zeigen sich unter der Schneedecke und bald werden auch die Tage länger. Im Sommer sehnen sich die Kinder nach Spielstunden im Freien und lassen bei herbstlichem Sturm freudig ihre Drachen steigen. Im November schlittert die ganze Familie über gefrorene Pfützen und atmet weißen Nebel aus.

Wir erzählen uns Geschichten, wahre und erfundene, und überlegen, was uns das neue Jahr bringen wird.

Die großflächigen und ziemlich nüchternen Illustrationen wirken durch die gedeckten Farben und zurückhaltenden Details schon fast nostalgisch. Dawid Ryski ist ein junger polnischer Illustrator – sein Stil scheint einen Hauch der Buchkunst der DDR zu bergen. Die kurzen Texte auf jeder Doppelseite sind sprachlich leicht zu verstehen und heben die wichtigsten Ereignisse und Aktivitäten, die den jeweiligen Monaten zuzuordnen sind, hervor.

So erfahren Kinder nicht nur die vier Jahreszeiten, sondern können auch die entsprechenden Feste den jeweiligen Jahreszeiten zuordnen. Im Fokus stehen typische Erscheinungen und zeitliche Abläufe in der Natur, die sich im Kreislauf der Natur und somit auch im menschlichen Leben zeigen. Die ständige Wiederkehr von Jahreszeiten und der Prozess des Wachsens und Vergehens bietet Ansätze zur Betrachtung der Zeit als etwas Unwiederbringliches und aber auch nicht Beeinflussbares.

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Fazit

Der Jahreskreis und seine wiederkehrenden Wunder.

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Günther Jakobs – Flieg, Lela flieg!: Für immer beste Freunde

Pino bereitet sich auf den Winter vor und sammelt eifrig Vorräte als er eine Schwalbe zwischen den Ästen einer Buche entdeckt. Das Eichhörnchen klettert zur Schwalbe hoch und bietet ihr an ihre Verletzung in seinem Haus im Inneren eines Baumstamms auszukurieren. Die kalte Jahreszeit über verbringen sie gemeinsam und trinken heißen Tee, spielen Spiele und lachen über Pinos Witze. Doch am liebsten hört das Eichhörnchen Lelas Geschichten von ihren vielen Reisen.

Im Frühling lernt Lela wieder fliegen, denn ihr Flügel ist schon fast geheilt. Beim Sommerfest haben alle Tiere im Wald so viel Spaß, dass sich Pino wünscht, dass Lela für immer bei ihm bleibt. Doch im Herbst packt Lela beim Anblick eines Vogelzugs die Sehnsucht nach der Ferne. Pino ahnt schon, was Lela sagen will, als sie ihre Familie am Himmel sieht …

Die grandiosen Illustrationen von Günther Jakobs bahnen sich zuerst einen Weg ins Herz. Man könnte sich die Bilder ewig anschauen. Die Vogel- und Froschperspektive aber auch das Farbenspiel haben eine ganz besondere Wirkung auf den Betrachter.

Die Geschichte mit den vielen thematischen Abzweigungen lässt sich wunderbar im naturwissenschaftlichen Unterricht einbinden. Es geht um Jahreszeiten und die Verwandlung der Natur, die die Tiere dazu zwingt sich entsprechend vorzubereiten. Das Eichhörnchen sammelt fleißig Vorräte und sucht Haselnüsse, Bucheckern und Tannenzapfen. Die Landschaft ist in ein saftiges Orange und Gelb getaucht. Die Schwalbe bietet Ansätze sich den „Vogelzug“ genauer anzuschauen. Woher wissen die Vögel wohin und wann sie aufbrechen müssen? Gibt es einen inneren Kompass? Wie finden sie den Weg wieder zurück?

Damit geht auch das Thema „Abschied und Trennung“ einher. Die Schwalbe muss ihren Freund verlassen und Pino ist gezwungen Abschied zu nehmen und die Freundin ziehen zu lassen. Der Trennungsschmerz ist beiden anzusehen. Hier lassen sich Parallelen ziehen, die Kinder ebenfalls früh erfahren, wenn z.B. der beste Freund wegzieht oder man selbst derjenige ist, der den Freundschaftskreis verlassen muss. Die Darstellung des Abschieds ist bildlich sehr rührend eingefangen.

weiterarbeit

Nach dem Vorlesen könnte eine Aktivität rund um das „aktive Zuhören“ anschließen. Bei einigen Quiz-Fragen können die Kinder beweisen, was sie behalten haben.

Gefühlvolle Geschichte mit fantastischen Illustrationen.

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Smriti Prasadam-Halls und Lorna Scobie – Kribbel Krabbel auf der Wiese

Kribbel Krabbel auf der Wiese

Auf den sechs Doppelseiten mit vielen Klappen dürfen Kinder ab 3 Jahren auf die Suche nach  Schmetterlingen, Käfern, Bienen, Schnecken, Raupen oder Grashüpfern gehen. Hinter den stabilen Klappen aus Pappe verbirgt sich immer ein Pärchen, das entdeckt werden möchte. Dabei wird die visuelle Wahrnehmung geschult, denn Kinder müssen genau hinschauen, um die jeweiligen Unterschiede wahrnehmen zu können.

Begleitet wird das Buch rund um die frühlingshafte Blumenwiese von passenden, kurzen Reimen. Es finden sich auch weitere Fragen, die dazu anregen noch mehr Entdeckungen zu machen. Ferner trainieren die Kinder hierbei ihre Zählfertigkeit. Dazu müssen die Bilder auf den Doppelseiten genau betrachtet werden. Da viele Ablenkungen auf den wimmelartigen Abbildungen lauern, bedarf es auch an gutem Konzentrationsvermögen.

Kribbel Krabbel auf der Wiese

Frühlingshafte Blumenwiese und ihre Bewohner.

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Tilde Michels – Es klopft bei Wanja in der Nacht: Kamishibai-Bildkartenset

Es klopft bei Wanja in der Nacht - Kamishibai

Im Laufe einer bitterkalten Nacht klopfen nach und nach mehrere Tiere an Wanjas Tür. Sie alle bitten um Unterschlupf in diesem schrecklichen Schneegestöber. Wanja gewährt ihnen Asyl. Doch wenn ein Fuchs auf einen Hasen trifft und alsbald der Bär sich dazugesellt, wird es kritisch. Auf engstem Raum begegnen sich die natürlichen Feinde. Werden die Tiere ihr Versprechen halten und friedlich miteinander die Nacht in Wanjas Hütte verbringen?

In dieser Geschichte geht es um Hilfsbereitschaft, Not, Nächstenliebe und aber auch das Bemühen des Gegenübers eine Gegenleistung zu erbringen, indem sie sich zur Friedfertigkeit verpflichten. Mit ein bisschen Schmunzeln muss ich feststellen, dass die Storyline heute sehr aktuell ist.

Ich persönlich liebe es diese Geschichte zur Weihnachtszeit vorzulesen. Hier geht es nicht um Konsum, sondern um das Miteinander. Das Schneegestöber und Wanjas warme Hütte als Gegenpol vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Das Vertrauen in dieser Notsituation ist fast greifbar. Ich inszeniere diese Geschichte am liebsten mit einem Erzähltheater. Es hat den Vorteil, dass auch eine größere Gruppe die Bilder aufgrund des großen Formats gut sehen kann und außerdem sieht es aus wie ein kleines Theater, was das Zuhören noch interessanter macht. Mit der passenden Beleuchtung und einem roten Tuch als Überwurf, steigt gleich die Spannung.

Da die Verse für Kinder so leicht mitzusprechen sind, habe ich das Stück auch schon einmal auf unserer Weihnachtsfeier aufgeführt. Im Internet gibt es mehrere sehr gelungene Aufführungen von anderen Grundschulen: hier oder hier.

Es klopft bei Wanja in der Nacht

Tolle Reime mit einer noch bedeutenden Botschaft: Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit.

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Patrick Wirbeleit und Max Fiedler – Antonia war schon mal da

Antonia war schon mal da

Wenn gute Freunde reisen gehen, gibt’s unterwegs ganz viel zu sehen.

Der kleine Biber und seine Freunde Specht, Molch und der Igel im Rollstuhl möchten die Welt sehen. Mit dem Nötigsten im Gepäck, klopfen sie bei Antonia am Gartentor. Doch Antonia möchte nicht mit, schließlich hat sie die Welt schon längst gesehen:

Ihr glaubt mir nicht?
Ihr wollt Beweise?
Die findet ihr auf eurer Reise!

Und so ziehen die Freunde alleine los. Zwar ist Antonia nicht physisch dabei, doch sie hat trotzdem tatsächlich Spuren auf ihren vorigen Reisen hinterlassen. Diese gilt es auf den Wimmelbildern zu entdecken. Hoch oben auf einem Berg strahlt sie ihre Freunde auf einer wehenden Flagge an. In einer dunklen Höhle wurde sie als Höhlenzeichnung verewigt und auch im Wald muss man die Baumstämme nicht lange nach ihrem Abbild absuchen. Nach der Heimkehr sitzen die Freunde gemütlich am Lagerfeuer „und stellen fest, ganz ungelogen. Was immer unser Ziel auch war. Antonia war schon mal da!“

Ein neues Bilderbuch hat sich in mein Herz gebrannt! Ich selbst liebe das Reisen und kenne viele Globetrotter und Weltenbummler, die  die wundervollsten Flecken der Erde besichtigt haben. Umso wertvoller ist dieses Bilderbuch für die kommende Generation. Es hat Weltoffenheit zum Ziel und auch den Mut neue Wege zu gehen und durch verschiedenste Erlebnisse und Erfahrungen zu wachsen. Es lädt ein auf der Welt seine Spuren zu hinterlassen. Hierbei kann den Igel auch sein Rollstuhl nicht behindern. Er rollt, getrieben von der Abenteuerlust, durch die Eichen- und Birkenwälder und lässt sich, wenn nötig auch helfen, z.B. von seinen Freunden auf den hohen Berg tragen. Davon abgesehen ist das Entdecken von Antonias Hinterlassenschaften ein Heidenspaß und schult ganz nebenbei die visuelle Wahrnehmung. Auch die Erwachsenen werden die Spuren so schnell nicht finden und müssen sich durchaus etwas anstrengen.

Mein Lehrerherz lacht ebenfalls bei der gut überlegten und spielerisch veranlagten Einbindung der Reime. Während zu Beginn den Kindern Zeit gelassen wurde mit Reimen warm zu werden, schließen sich dann sämtlich Satzanfänge an, bei denen das Ende fehlt. Eine zusätzliche Hilfe bieten Vorahnungen auf den Bildern, die  das Schlusswort andeuten.

In Höhlen ist es ganz schön kalt. Viele Bäume sind ein …

Es lässt auch wunderbar an Vielreisende verschenken, die gerade erst aufbrechen oder schon heimgekehrt sind.

Antonia war schon mal da

Die grandiosen Illustrationen sind neben dem äußerst gelungenen Inhalt das i-Tüfelchen!

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