Jochen Hering – Kinder brauchen Bilderbücher: Erzählförderung in Kita und Grundschule

Bilderbücher bergen viele Chancen hinsichtlich der Vermittlung von Weltwissen und  Sprachförderung von Kindern. Dieses Buch zeigt wie man möglichst viel aus den Büchern herausholen kann. Es stellt das Medium Bilderbuch erzählend-anschaulich und systematisch-fachlich vor.

Jochen Hering widmet sich zunächst der „Kunst des Erzählens“ und betont die große Gewichtigkeit dieser Fertigkeit. Das innere Lexikon wird genauso aktiviert wie die Spontanität, die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen, Höhepunkt voller Intensität einzubauen und Geschichten durch die Augen der anderen zu sehen. Hier werden durch die Komplexität viele unterschiedliche Fähigkeiten gefördert. Bei der theoretischen Darstellung der Erzählstruktur im Bilderbuch bedient sich der Autor zahlreicher, auch aktueller Beispiele.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Qualitätskriterien für ein „gutes Bilderbuch“, damit die Bilderbuchauswahl auf Zustimmung der Kleinen stößt. Die Beachtung der Vorlieben der Adressaten spielt natürlich auch eine große Rolle. Anschließend werden als Rahmen und Grundlage für die praktische Arbeit mit Kindern Prinzipien der Erzählförderung anhand einer Projektarbeit in der Kita dargestellt. Hier werden explizite Erzählkarten gezeigt, die dabei helfen sein Lieblingsbuch vorzustellen. Das Juwel ist wohl das letzte Praxiskapitel. Hier finden sich 9 konkrete, aufeinander aufbauende Arbeitsideen. Neben Bildimpulsen zu freiem Erzählen, steigt der Anspruch der Aufgaben bis hin zur theatralen Arbeit mit Kettengeschichten. Untermalt werden die Vorschläge stets mit passenden Bilderbuchvorschlägen, die Lust darauf machen, das Meiste  aus der Geschichte herauszuholen!

Erzählförderung im Anfangsunterricht – Instrument gegen Spracharmut bei Kindern

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Florence Guiraud – 40 Tiere zum Aufklappen & Entdecken

40 Tiere zum Aufklappen & Entdecken

Wie schwer ist ein Straußenei? Welchen Zweck erfüllt die schwarze Haut von Eisbären? Ernähren sich Fledermäuse tatsächlich vom Blut anderer Tiere? Diesen und vielen anderen Fragen geht dieses Sachbuch auf den Grund. Die filigranen Illustrationen, die stets auf einem bunten Hintergrund ohne viel Schnick-Schnack präsentiert werden, sind ein Highlight dieses Werkes. Nach dem Umklappen entdeckt man das Skelett des Tieres und einige Informationen zum Aufbau des Körpers, zur Anzahl der einzelnen Gliedmaßen und zum Nutzen der entsprechenden Körperteile.

Die Informationsseiten sind nicht mit einem Lexikon-Eintrag zu vergleichen. Sie sagen mir sogar mehr zu, denn sie konzentrieren sich auf sogenannte „Fun Facts“. Spannende und äußerst interessante Dinge über das Tier werden in wenigen Worten zusammen gefasst und lassen Kinder staunen. Trotzdem fehlen die grundlegenden Angaben zur Ordnung, Alter, Durchschnittsgröße und Verbreitung nicht. Auch Redewendungen, Sprüche und Kuriositäten finden hier Platz. Unter der Rubrik „Wer bist du?“ findet sich ein kurzer Sachtext  mit den wichtigsten Informationen rund um das Tier. Unter den insgesamt 40 Tieren sind Heimtiere, wie Katze, Hund, Schildkröte, Pferd, Kaninchen, Hahn aber auch wilde Tiere wie Ara, Katta, Blauwal, Elefant, Giraffe, Dromedar, Eisbär,  Koala, Känguru und viele andere.

40 Tiere zum Aufklappen und Entdecken

Ansprechend gestaltetes Sachbuch mit vielen spannenden Informationen rund um die Tierwelt mit dem Bonbon der Abbildung des Skeletts.

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Antony Penrose – Als Miró die Tiere neu erfand

Als Miró die Tiere neu erfand - Kunst Grundschule

Die Eltern des Autors waren mit dem Künstler Joan Miró befreundet. Oft verbrachte er einige Tage auf dem Hof seiner Freunde, wo ihn der kleine Tony kennen lernte. Der bekannte Künstler wird in diesem Sachbuch „Als Miró die Tiere neu erfand“ aus der Sicht des kleinen Jungen beschrieben. So ist ein ungewöhnliches Porträt entstanden, mit privaten Einblicken von intimen Momenten. Fotografien aus dem Familienalbum zeigen den bekannten Künstler in entspannten Momenten unter Freunden. Der Eintrag im Gästebuch ist unverkennbar Mirós Handschrift.

Dem Jungen fiel schon bald auf, dass Miró seine Umwelt ganz genau beobachtete, vor allem die Tiere auf dem Hof. Auch Zoobesuche unternahmen die befreundeten Familien, wo Miró sich ebenfalls inspirieren ließ. Hier und da finden sich miró-ähnliche Tiere, gemalt von Kindern, im Buch wider. Mal ist eine Bleistiftskizze, mal ein doppelseitiges Gemälde. Die Kinderkunst wird mit den Werken des großen Künstlers gleich gestellt. Gleichzeitig betont Tony, dass Miró stets die Augen offen hielt und mit der Neugierde und Unverfänglichkeit eines Kindes malte.

Joan Miró Surrealismus

Intime Einblicke in das Privatleben eines Künstlers.

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Katie Scott – Das Museum der Tiere: Posterbuch

Das Museum der Tiere Posterbuch

Dieses Glanzstück der Illustrationskunst habe ich bereits mehrere Male in der Buchhhandlung bewundert. Nach dem Riesenerfolg des Bestsellers „Das Museum der Tiere“ ist nun dieses Posterbuch mit 28 Farbtafeln erschienen. Jede Seite lässt sich nach Abtrennung sauber entnehmen. Dabei  kann man die Bilder einrahmen und in bestimmten Abständen austauschen, als Buch betrachten oder als Anschauungsmaterial nutzen. Auf jeder DIN-A3 Seite sind mehrere Insekten, Reptilien, Vögel, Fische oder Säugetiere abgedruckt. Die Rückseite ist in schwarz-weiß gehalten, wobei hier die genaue Bezeichnung des Tieres verschriftlicht wurde.

Besonders beeindruckend empfinde ich die Poster von Schildkröten, Eulen, Heimvögeln, Fledermäusen und Fröschen. Die Farben sind recht sanft und eher realitätstreu. Die Illustrationen strahlen eine enorme Ruhe aus. Es scheint alles in sich stimmig. Dadurch, dass mehrere Tiere einer Gattung auf einer Seite sichtbar sind, kann man wunderbar vergleichen und die Unterschiede prima feststellen. Die wesentlichen Merkmale werden auch Kinder schnell erkennen.

Das Museum der Tiere Posterbuch

Ein besonders ästhetisches Sachbuch, das sich wunderbar als Geschenkbuch eignet.

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Christel Dhom – Mit Kindern filzen

Mit Kindern filzen

Dieses Buch, das merkt man an den Fotografien, hatte Zeit zum Reifen. Es gibt liebevolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die mit vielen Fotos unterlegt sind. Die theoretische, sehr ausführliche Einführung dreht sich um die therapeutischen Wirkungsweisen des Filzens. Es geht um „Kontexteffekte“ bzw. den wohltuenden Einfluss auf Kinder, wie z.B. die Schulung der Auge-Hand-Koordination, die Willensschulung und die stimmungsaufhellende Wirkung.

Es gibt für Einsteiger aber auch Fortgeschrittene wertvolle Tipps in Bezug auf das Material, die Vorbereitung des Arbeitsplatzes und didaktisch-methodische Hinführungshinweise. Die Anleitungen sind in folgende Bereiche eingeteilt: Fläche/Platte, Hohlform, Kordel/Seil, Dünne Fläche/Schal. Zu jedem Projekt gibt die Autorin den dreischrittigen Schwierigkeitsgrad an und fügt stets beispielhafte Bilder vom Ergebnis bei.

Ein Herz als Geschenkanhänger, Nadelkissen, Bälle, bunte Haargummis, Marienkäfer oder eine Kette lassen sich auch gut von Grundschulkindern umsetzen. Für die Initiierung einer AG-Filzen ist es ein überaus hilfreicher Leitfaden. Einige Projekte brauchen jedoch Zeit und Muße und sind daher auch für den häuslichen Rahmen oder vielleicht als Aktion für den Kindergeburtstag mit nicht allzu vielen Kindern empfehlenswert.

Mit Kindern filzen

Liebevoll gestaltetes, fundiertes Buch von einer ehemaligen Waldorfkindergärtnerin.

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Anne Desmet und Jim Anderson – Drucken ohne Presse

Drucken ohne Presse

„Drucken ohne Presse“ konzentriert sich auf die Darstellung von Druckverfahren, die ohne viel Aufwand und ohne teures Zubehör umgesetzt werden können und somit wenig kosten. Dieses Buch stellt eine Vielzahl von Drucktechniken vor und gibt wertvolle Tipps für die Umsetzung, nicht nur für die Grundschule. Sie reichen vom einfachen Stempel- (z.B. aus Plastilin), Kartoffel- oder Schablonendruck über mehrfarbigen Linoldruck, Siebdruck oder Collagentechniken mit verschiedenen Materialien.

Hier werden Tipps zur Ausrüstung und zum Material gegeben, die zum großen Teil schon im Haushalt vorhanden sind. Wichtige Hintergrundinformationen zur Druckfarbe und vor allem zum richtigen Papier runden die Einführung ab. Die Druckgrafik als Kunstform war bereits auf Felswänden vor vielen tausend Jahren zu finden und so bieten die Autoren als erste Drucktechnik das Drucken mit den Körperteilen an. Die Angebote werden stets von zum Teil farbigen Fotografien begleitet. Oft sind es Werke von Schulkindern oder auch hilfreiche Zeichnungen zum Vorgang ds Druckverfahrens oder als Hinweis auf die Beachtung von Besonderheiten.

Dieses Buch diente mir als Vorbereitung auf eine Projektwoche zum Workshop „Druckwerkstatt“ anlässlich unseres Schuljubiläums. Hier finden sich wertvolle Informationen für Neulinge, die man sonst in anderen Büchern kaum findet. Besonders hilfreich fand ich die Hinweise zum Papier, die einen großen Unterschied in Bezug auf die Druckqualität ausmachen. Auch die Darstellung der Materialien zur Herstellung eines Druckstocks waren für mich als fachfremde Lehrkraft in Kunst Gold wert. So fand ich sprachlich verständlich formulierte Ratschläge zum Umgang mit Polystyrol. Behälter zum Mitnehmen aus den Imbissbuden eignen sich z.B. wunderbar als preiswerte Alternative, jedoch nicht das Verpackungsmaterial von Elektrogeräten. Die Trittschalldämmplatten aus dem Baumarkt sind zwar geringfügig schlechter in der Qualität, jedoch für experimentelles Drucken auch gut zu gebrauchen. Da das Schulbudget oft recht gering ist, sind solche Hinweise sehr hilfreich.

Praktisch empfand ich auch die Darstellungen von vielseitigen Drucktechniken anderer Künstler, vor allem die jeweiligen Hinweise zum Material und zur Technik sind lesenswert. Viele Bilder sind großformatig abgedruckt und eignen sich somit auch zum Zeigen in einer Kleingruppe.

Als Vorbereitung auf die Druckwerkstatt war dieses Buch für mich ein kleiner Schatz, aus dem ich viele nutzbare Informationen für die Praxis ziehen konnte.

Drucken ohne Presse

weiterarbeit

Hier sind einige Ergebnisse des Schulgebäudes aus der Druckwerkstatt, die wir als Jubiläumspostkarten am Festtag verschenkt haben.

Druckwerkstatt Schulgebäude

Druckwerkstatt Schule Jubiläum

 

 

 

 

 

Ein praxisnahes Buch mit sehr hilfreichen Hintergrundinformationen zu Techniken und zu beachtenden Tücken im Arbeitsprozess.

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Friederun Reichenstetter und Hans-Günther Döring – Die kleine Meise und ihre Freunde

Die kleine Meise und ihre Freunde

Leon und Paula werden von einem vehementen Hämmern aufgeweckt. Aus dem Fenster erblicken sie einen Specht. Ob der sein Frühstück sucht? Mama erklärt, dass er auch eine Frau suchen könnte und sie mit seinem Hämmern anlockt. Im Stadtpark entdecken die Geschwister Stare und fragen sich wie sie ihren Weg zurück aus ihrem Winterquartier finden. Sie lernen, dass Mauersegler echte Akrobaten sind und sogar im Fliegen schlafen. Diesen Fragen gehen die beiden außerdem nach:

  • Sind die Nachtigall nur nachts so wunderschön?
  • Warum fällt der Falke wie ein Stein vom Himmel?
  • Lacht die Lachmöwe wirklich?
  • Was fressen die Störche am liebsten? uvm.

Dieses Sachbuch hat mehrere kurze Geschichten über die heimischen Vögel vereint. Dabei dreht es sich keineswegs ausschließlich um die Kohlmeise. Der Fokus liegt eher auf dem Untertitel „und ihre Freunde“.  Auf jeder Doppelseite widmen sich die kleinen Protagonisten Leon und Paula sich einer anderen Vogelart und erkunden Besonderheiten, die diese Vögel betreffen. Diese werden durch kindgerechte Fragen eingeleitet, wobei die Eltern stets als Experten fungieren und die Lese mit vielen Sachinformationen versorgen.

Auf der mitgelieferten Audio-CD befindet sich die Geschichte in einer Gesamtlänge von 35 Minuten. Da es keine sachliche Aneinanderreihung von Informationen, sondern eher ein spannender Dialog ist, lässt sich dem Inhalt sehr gut folgen. Besonders schön finde ich die Einbindung von 25 Tracks mit allen möglichen Vogelstimmen, wie z.B. Haussperling, Amsel, Elster, Taube, Uhu, Rotkehlchen, Star, Buntspecht und viele mehr. Daraus kann man prima ein Ratespiel machen. Die letzte Doppelseite bietet darüber hinaus ein weiteres handlungsorientiertes Angebot. Hier werden 24 farbige Minibildkarten zu der Überschrift „Meine kleine Vogelwelt“ präsentiert. Diese Abbildungen der Vögel lassen sich zu einem Memory-Spiel umfunktionieren oder als vergrößertes Tafelmaterial nutzen.

Heimische Vögel

Material

Ein Arbeitsblatt für den Sachunterricht zum Beschriften der Körperteile und eine ergänzende Aufgabe zum Lesen und entsprechenden Ausmalen der Zeichnung.

Meise beschriften

Auf spannender Erkundungstour rund um heimische Vögel

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Bärbel Oftring und Isabel Müller – Schau mal, eine Spinne!

Schau mal, eine Spinne

Schau mal, so ein schönes Spinnennetz! (…)
Pfui! Igitt!, denkst du jetzt vielleicht, denn viele Menschen fürchten sich vor Spinnen.

Der Leser wird durch die direkte Ansprache gleich in die Sachgeschichte geholt und befindet sich so mitten im Geschehen. Die Zeichnungen sind alle sehr geradlinig, naturgetreu und wenig verspielt. Die Abbildung des Realistischen ist hier das Ziel.

Wir erleben eine Kreuzspinne beim ausgeklügelten Bau ihres Radnetzes und erfahren warum es aus glatten Lauffäden und klebrigen Fangfäden besteht. Schon bald hat sich das erste Opfer im Netz verfangen. Hierbei ist etwas Geduld nötig, denn erst wenn die Beute erschöpft ist, kann die Spinne zuschlagen. Anschließend betrachten wir dank der vergrößerten Darstellung, fast wie bei einer Lupe, uns die einzelnen Körperteile ganz genau an. Wir zählen die Beine, schauen uns die Augen an, die trotz der großen Anzahl nur wenig sehen können und lernen, dass Spinnen mit ihren Beinen auch hören, riechen und Erschütterungen spüren können. Das Wachsen und die damit einhergehende Häutung, sowie die Paarung und das Schlüpfen der Spinnenbabys runden thematisch dieses tolle Sachbilderbuch ab.

Diese informative Darstellung wäre schon genug gewesen, um meine Begeisterung zu wecken. Aber nein, da ist noch viel mehr! Auf jeder Doppelseite verbirgt sich eine Klappe, die auf das Sachwissen noch genauer eingeht. Da ist eine große Schatzgrube und bringt sicherlich alle Pädagogen-Augen zum Glänzen. Hier werden unterschiedliche Netzarten, Spinnwarzen, Schritt-für-Schritt-Bau eines Radnetzes, der Körperbau von Männchen und Weibchen, die Kokonablage und noch einiges mehr sehr detailliert dargestellt und beschrieben.

Die Autorinnen regen zum Schluss zum kindlichen Aktionismus an und schlagen vor ein „Forschertagebuch“ anzulegen, um eigene Beobachtungen festzuhalten. Beispielhaft werden acht Einträge gezeigt, die alle mit einem Datum, einer Zeichnung und einem kleinen Text versehen sind. Ein Steckbrief einer „Garten-Kreuzspinne“ schließt dieses tolle Werk.

Ich ende meine Rezension mit einem schon fast poetischen Zitat, wodurch das Buch sich in mein Herz geschossen hat. Kann man das Paarungsverhalten noch schöner und kindgerechter erklären?

Es tanzt und zupft rhythmisch am Netz des Weibchens – eine lautlose Spinnenmelodie.

Bilderbuch Schau mal eine Spinne!

Sehr lohnenswertes Sachbilderbuch mit vielen aufregenden Informationen in den Klappen.

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François und Jean Robert – Gesichter

Gesichter Francois Robert

Im Sommer feiert unsere Schule ein Schuljubiläum. Im Rahmen dieser Feierlichkeit planen wir eine Projektwoche zum Thema „Schule früher und heute“.  Im Laufe der Woche werden unterschiedliche Workshops angeboten, aus denen die Kinder wählen dürfen. Dieses Bilderbuch wäre ein toller Aufhänger, um die Schule etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und für den Tag des Schuljubiläums den Besuchern einige Rätsel bzw. Suchaufträge zu stellen.

Die Autoren von „Gesichter“ liefern eine tolle Bandbreite an leblosen Objekten, denen scheinbar Leben eingehaucht wurde. Durch den richtigen Winkel wird eine Rohrzange zu einem Vogelgesicht, ein Lederrucksack zu einem verschmitzt lächelnden Held und die geöffnete, leicht gezackte Schere zu einem gefährlichen Hai. Es bedarf ein bisschen Fantasie und vor allem den richtigen Ausschnitt, um verborgene Gesichter zu entdecken. Solche visuellen Spielereien machen Kindern Spaß, da sie noch viel unbefangener ihre Umgebung wahrnehmen.

Nach der gemeinsamen Entdeckungstour der Fotografien von Robert dürfen die Kinder selbstverständlich sich auf die Suche nach ihren Motiven begeben. Hierbei kann der Suchauftrag natürlich geöffnet werden, sodass nicht ausschließlich Gesichter gesucht werden dürfen, sondern interessante oder auch ungewöhnliche Ausschnitte der Schule fotografiert werden können. Warum nicht die Schule durch andere Augen sehen und Winkel und Ecken entdecken lassen, die man sonst vielleicht gar nicht zu sehen vermag?

Gesichter Robert Fotografie

Faszinierende Ausschnitte, die dem Betrachter die Augen öffnen  und die Welt aus vielen Winkeln sehen lassen.

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Gerd Ohnesorge und Bernd Scheiba – Tierspuren und Fährten erkennen & bestimmen

Tierspuren und Fährten

Dieses Bestimmungsbuch ist für Erwachsene konzipiert und ermöglicht das Erkennen und Bestimmen von Tierspuren, Fährten und anderen Zeichen ihrer Anwesenheit, wie z.B. Nester, Eipakete, Gewölle, Reviermarkierungen, Fraßspuren oder Netze.

Die Tiere selbst sind oft als wunderbare Künstler der Tarnung oder aufgrund ihrer Größe nicht gleich sichtbar. Dieses Buch weckt das Interesse genauer hinzuschauen und vor allem die Umgebung besser unter die Lupe zu nehmen.

Die detailgetreuen Illustrationen konzentrieren sich auf das Wesentliche und zeigen auf künstlerischen Farbzeichnungen die beeindruckenden und hoch spannenden Zeichen der Natur. Auf jeder Doppelseite ist auch gleich das dazu passende Tier abgebildet. Hier lenkt auch kein ellenlanger Text mit Zusatzinformationen ab. Für Wissenshungrige gibt es jedoch einen Seitenverweis, wo ausführlichere Informationen zum jeweiligen Tier zu finden sind. Am Ende des Buches sind den Steckbriefen knapp 100 Seiten gewidmet.

Jeder Naturliebhaber wird dieses Nachschlagewerk schätzen. Hieraus lassen sich auch wunderbar für den Sachunterricht bestimmte Abbildungen und/oder Steckbriefe für eine Gruppenarbeit mit einem Recherchevorhaben verwenden, wenn es z.B. um Tierspuren, Spinnen, Vögel,  Tiere in Gewässern oder Insekten geht.

Tierspuren und Fährten

Dieses Buch macht Lust auf das Abenteuer „Spurenlesen“!

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