BildÖffner 2: Bildnerisches Gestalten – Mittelstufe

 

Rezension

BildÖffner 1 habe ich bereits vor geraumer Zeit als meine Entdeckung des Jahres 2016 für den Kunstunterricht erklärt. BildÖffner 2 konzentriert sich auf die Mittelstufe und zeigt herausfordernde Unterrichtseinheiten, die weiterhin den Fokus auf spannend-spielerische Aufgabenformate haben.

Auch dieses Werk beeindruckt durch ein übersichtliches Layout und eine kompetente Ausarbeitung nach Unterrichtseinheiten. Kunststudierte werden schnell ihre Anerkennung dem Band zollen und auch Referendare mit dem Fach Kunst diese fachkundige Goldgrube nicht mehr missen wollen.

Im Inhaltsverzeichnis sind die Einheiten Themenkreisen (Mensch, Farbe und Form, Landschaft, Schrift, Werkbetrachtung Tier etc.) und Verfahren (Grafische, Druckgrafische, Räumlich-plastische, Collage etc.) zugeordnet. Die Einteilung jeder Unterrichtseinheit ist sehr durchdacht, aber auch äußerst übersichtlich und daher sehr praktikabel und erleichtert zudem das Zurechtfinden ungemein. Zu jeder der 45 Unterrichtseinheiten werden folgende Einteilungsschritte zugeordnet: Einleitung, Begründung, Lernziele (äußerst wertvoll für den Unterrichtsentwurf), Hintergrundinformationen (wertvoll für die Lehrkraft, vor allem wenn sie fachfremd unterrichtet), Aufgabenstellung, Einstieg, Prozess und Reflexion. Im Ausblick finden sich weitere Abwandlungen oder alternative Arbeiten, aus denen weitere Ideen geschöpft werden können.

Das Autorenteam hat hier erneut geballtes und fundiertes Wissen zusammengetragen. Man nimmt sich Zeit für Einstiege und bietet Ideen zu Gedichten, macht Vorschläge für Bilderbücher und ist sich der gelungenen Hinführung sehr bewusst. Wenn man hier die Kinder zu packen weiß, wird der Prozess auch erfolgreich, begleitet vom motivierten Tragen, verlaufen. In den Reflexionsphasen stehen Gespräche, Präsentationen, Würdigungen aber auch das kritische Begutachten im Fokus. Bei den Hintergrundinformationen habe ich genau das vorliegen, was ich bei vielen anderen Werken vermisse und zwar Hinweise zu Künstlern, Hinführungen, die motivieren sich mit der „Sache“ genauer auseinanderzusetzen oder anregende und zum Thema passende Kunstwerke bzw. Fotografien. Hier ist alles da. Das i-Tüpfelchen sind die farbigen Fotografien aus der Praxis, Kunstwerke der Kinder, auch Bilder aus dem Entstehungsprozess oder die anregende Gestaltung der Kreismitte.

Thematisch finden sich hier Vorschläge zu „Dörfern im Winter“, „Ein Herbstbilddiktat“, „Blatt als Druckstock“, „Schwarz wie Tusche“, „Schmetterlinge am Fenster“ uvm. Diese Bände gehören in eine gut ausgestattete Lehrerbibliothek und erweisen sich als eine gute Investition. Diese Werke müssen hinaus in die Lehrerhände, um Kinder in den Genuss eines kompetenten Kunstunterrichts kommen zu lassen.

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Fazit

Bereichernder Ideenpool für einen kompetenten Kunstunterricht

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Dominique Lurz und Barbara Scherrer – Bauen und Konstruieren

Rezension

Diese Werkstatt für den Sachunterricht ist dem Lernbereich „Technik“ zuzuordnen und orientiert sich im kompakten Umfang auf die wichtigsten Themengebiete rund um „Türme“, „Mauern“, „Brücken“, „Räderfahrzeuge“, „Kugelbahnen“, „Baupläne“ und „Werkzeuge“. Aufgrund der Bandbreite der behandelten Themen sind sie auf das Wesentliche reduziert, sodass nur die Kernpunkte mit den Schülerinnen und Schülern behandelt werden.

Hier finden sich vordergründig offene und handlungsorientierte Aufgabenformate, bei denen viel ausprobiert und erforscht werden kann. Allgemeine Informationen zu bekannten Türmen und Brücken können als Infoblätter laminiert und ausgelegt werden. Viele Aufgaben ermöglichen Partner- oder Gruppenarbeit. Bei den Problemstellungen sind besonders die Reflexionsfragen gelungen. Hier werden Kinder dazu bewegt über die einzelnen Schritte nachzudenken und zu versprachlichen wie ihnen z.B. beim Bauen ergangen ist, ob alles sofort geklappt hat etc. Das sind tolle Gedankenanstöße! Die Planung kommt ebenfalls nicht zu kurz, sodass nach der gemeinsamen Absprache erst skizziert und gezeichnet werden muss. Die Idee“Spaghetti-Brücken“ zu bauen fand großen Anklang und brachte erstaunliche Ergebnisse hervor. Das Ausprobieren lohnt sich!

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Fazit

Komprimierte Angebote zum Lernbereich „Technik“.

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Anita van Saan – GEOlino Experimente mit Licht & Luft und Kraft & Elektrizität

Rezension

In jeder dieser Experimenten-Box verbergen sich 25 Versuche zu den naturwissenschaftlichen Themen „Licht und Luft“ bzw. „Kraft und Elektrizität“. Hier werden recht einfach umsetzbare Experimente wie z.B. „Flaschengeist“, „Ballonrakete“ oder „Elastisches Ei“ präsentiert. Auch die „Murmelachterbahn“ oder die „Magnetische Nadel“ findet hier Erwähnung. Die Versuche sind breitgefächert und stupsen die Kinder in jegliche Richtungen an, um das Phänomen verstehen zu können.

Neben dem Material ist die zeitliche Angabe zur Durchführung des Experiments angegeben. Es folgen daraufhin Schritt-für-Schritt-Beschreibungen, wobei eine Illustration den Aufbau verdeutlicht. Hilfreich ist die Fragestellung „Was wird passieren?“, wo die zu erwartenden Ergebnisse zusammengefasst sind. Die Erklärung unter dem Abschnitt „Warum denn das?“ zeigt Hintergrundinformationen zum beobachtenden Vorgang auf. Als Fundgrube sind die Boxen ganz gut geeignet.

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Fazit

Naturphänomene unter der Lupe

                                                                        

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Doreen Blumhagen – So übe ich meine Lernwörter

Das regelmäßige Training von Rechtschreibwörtern gehört zum festen Bestandteil des Rechtschreibunterrichts. In dieser Kartei finden sich 58 Übungsangebote, um die Lernwörter möglichst vielfältig und doch effektiv zu üben. Die meisten Angebote lassen sich ohne zusätzliches Material bewerkstelligen. Ratsam wäre allerdings Würfel, Kreisel, Dose für ein Dosendiktat oder Muggelsteine beizulegen.

Zur besseren Orientierung sind die Karten farblich gekennzeichnet: grüne Karten (Abschreibübungen), blaue Karten (Wortschatzübungen), gelbe Karten (Grammatikübungen), rote Karten (Speicherungsübungen). Die Sternsymbole zeigen die Schwierigkeitsstufe an, sodass Kinder sich entsprechend ihren Fähigkeiten selbst einschätzen können. Auch die Sozialform kann je nach Übungsangebot variieren, dies ist durch die Anzahl der Köpfe zu erkennen.

Die einzelnen DIN-A5 Karten sind nicht überladen. Die Aufgabenstellungen sind klar und verständlich formuliert. Eine kleine Zeichnung macht es optisch ansprechend. Sehr wertvoll ist vor allem die beispielhafte Darstellung der Aufgabe, dies ist in erster Linie für meine DAZ-Kinder von großer Hilfe.

Die Schülerinnen und Schüler aus meiner Klasse lieben Karteien. Hierbei ist oft Differenzierung gegeben, sie lernen sich selbst einzuschätzen und genießen die Bewegung zwischen den Schreibvorgängen. Dabei lege ich nie alle Übungskarten aus, sondern suche je nach Leistungsstand passende Karten heraus. Manchmal integriere ich es in den Wochenplan, manchmal auch in die Freiarbeit. In den Deutsch-Förderstunden kommt es manchmal vor, dass daraus ein Stationenlernen gestaltet wird. Dann wandern die Kinder von Tisch zu Tisch und erledigen die dort ausgebreiteten Angebote. Die Auswahl der Übungen ist sehr gelungen, auch die Unterteilung überzeugt. Besonders der Wortschatz- (Reizwort-Geschichte, Wörter erklären etc.) und Speicherungsteil (Rückenschreiben, Lippenlesen etc.) hat mich auf neue Ideen gebracht und macht den Schülerinnen und Schülern großen Spaß.

Abwechslungsreiche Angebote in einem übersichtlichen und ansprechenden Format.

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Jochen Hering – Kinder brauchen Bilderbücher: Erzählförderung in Kita und Grundschule

Bilderbücher bergen viele Chancen hinsichtlich der Vermittlung von Weltwissen und  Sprachförderung von Kindern. Dieses Buch zeigt wie man möglichst viel aus den Büchern herausholen kann. Es stellt das Medium Bilderbuch erzählend-anschaulich und systematisch-fachlich vor.

Jochen Hering widmet sich zunächst der „Kunst des Erzählens“ und betont die große Gewichtigkeit dieser Fertigkeit. Das innere Lexikon wird genauso aktiviert wie die Spontanität, die Fähigkeit Zusammenhänge herzustellen, Höhepunkt voller Intensität einzubauen und Geschichten durch die Augen der anderen zu sehen. Hier werden durch die Komplexität viele unterschiedliche Fähigkeiten gefördert. Bei der theoretischen Darstellung der Erzählstruktur im Bilderbuch bedient sich der Autor zahlreicher, auch aktueller Beispiele.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Qualitätskriterien für ein „gutes Bilderbuch“, damit die Bilderbuchauswahl auf Zustimmung der Kleinen stößt. Die Beachtung der Vorlieben der Adressaten spielt natürlich auch eine große Rolle. Anschließend werden als Rahmen und Grundlage für die praktische Arbeit mit Kindern Prinzipien der Erzählförderung anhand einer Projektarbeit in der Kita dargestellt. Hier werden explizite Erzählkarten gezeigt, die dabei helfen sein Lieblingsbuch vorzustellen. Das Juwel ist wohl das letzte Praxiskapitel. Hier finden sich 9 konkrete, aufeinander aufbauende Arbeitsideen. Neben Bildimpulsen zu freiem Erzählen, steigt der Anspruch der Aufgaben bis hin zur theatralen Arbeit mit Kettengeschichten. Untermalt werden die Vorschläge stets mit passenden Bilderbuchvorschlägen, die Lust darauf machen, das Meiste  aus der Geschichte herauszuholen!

Erzählförderung im Anfangsunterricht – Instrument gegen Spracharmut bei Kindern

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Claudia Scholl – Inselwelt und Ritterburg

Claudia Scholl präsentiert in diesem Buch ansprechende Beispiele für Spielwelten aus Pappe auf einem Quadratmeter. Die Vorschläge sind gut umsetzbar und alles was man dafür braucht ist Pappe und Alltagsgegenstände, die nicht viel Geld kosten. Manche Spielwelten lassen sich ein- und wieder ausklappen, mit Farbe ausmalen, beschriften oder zurecht schneiden. Die Kunstobjekte wurden sehr kreativ und inspirierend von Anita Back fotografisch eingefangen.

Das Schöne daran ist, dass es keine „perfekten“ Beispiele sind, sondern von Kindern angefertigte Exemplare mit Macken und Fehlern. Sie scheinen vor Kreativität und Einfallsreichtum zu strotzen. Die Ergebnisse sind oft auf einer Doppelseite großformatig dargestellt. Darauffolgend erscheint die Angabe zum benötigten Werkzeug, zur Vorgehensweise, wobei hier auch noch einzelne Zeichnungen die jeweiligen Schritte unterstützen.

Die Lust am Selbermachen wird schon beim Betrachten geweckt. Die Bandbreite der Objekte ist groß. Hier finden sich Tischkicker, Städte, Kaktus-Garderoben, Zukunftshäuser, Trauminseln, Kiosk-Stände, Zoo-Boxen, Berglandschaften, Geschäfte und vieles mehr. Viele Vorschläge können in der Schule oder Aula als Ausstellungsstücke zur Verschönerung des Schulgebäudes umgesetzt werden. Auch auf Kindergeburtstagen wird die eine oder andere Aktivität sicherlich viele Kinder begeistern.

Anregende und praktikable Vorschläge im modernen Gewand fotografisch eingefangen.

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Carina Köppl und Stephanie Scheinhaufer – Die kreative Lückenfüller-Kartei für den Kunstunterricht

Ich bin fertig. Was soll ich jetzt tun?

Diesen Satz kennen viele Lehrkräfte. Bevor die Schülerinnen und Schüler weitere Beschäftigungsmöglichkeiten nach Beendigung ihrer Arbeit angeboten bekommen, ist es wichtig sie bezüglich der konzentrierten und sorgfältigen Bearbeitung zu befragen. Falls es nichts zu verbessern oder überarbeiten gibt, müssen die Schülerinnen und Schüler weiter sinnvoll und künstlerisch beschäftigt werden. Diese Kartei kann hierbei Abhilfe schaffen.

Es gibt insgesamt 30 Aufgabenkarten mit einem farbigen Rahmen. Dieser gibt den benötigten Zeitaufwand an. Es wird unterschieden zwischen grün (5-10 Min.), gelb (10-20 Min.) und rot (45 Min.). Auf der Vorderseite ist der Arbeitsauftrag erklärt, während auf der Rückseite sich ein beispielhafter Lösungsvorschlag befindet. Damit eignet sich die Kartei für die Klassen 1-4. Während die Erstklässler sich vom Beispielbild auf der Rückseite inspirieren lassen können, sollten die älteren Schülerinnen und Schüler die Arbeitsaufträge erlesen. Das fertige Bild hat anleitenden Charakter, sodass man sich die vorherigen Schritte auch denken kann.

Praktisch hierbei ist, dass keine außergewöhnlichen Materialien zur Verfügung gestellt werden müssen. Oft reicht Papier, Schere, Wasserfarbe, Bleistift und Jaxon-Kreide. Die Bandbreite der Angebote ist groß. Das Experimentieren wird groß geschrieben und lässt die Kreativität wachsen.

Beispielhafte Angebote sind: Klecksmonster, Farben-Wirrwarr, Daumen hoch für Tierbilder, Abklatschbilder, Bleistift-Künstler, 3-D-Landschaft, Graffiti-Künstler uvm.

Inspirierende und leicht umsetzbare Angebote, die zum Experimentieren einladen.

 

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Doreen Blumhagen – Mein „Das bin ich!“-Lapbook

Lapbooks  kommen aus der amerikanischen Homeschool-Bewegung und gewinnen nun auch in Deutschland immer mehr an Popularität. Es sind individuelle Portfolios, die von den Kindern selbstständig bearbeitet, gestaltet und präsentiert werden. Die aufklappbare DIN A3 – Mappe, die bequem auf dem Schoß (engl. „lap“) Platz hat, verbirgt im Inneren eine Vielzahl an Minibüchern, die aufgeklappt, gedreht und gefaltet werden können und auf kreative Weise Informationen zu einem Thema vermitteln.

In diesem Heft finden sich 26 Vorlagen zum Thema „Das bin ich!“. Auf jeder Kopierseite befindet sich eine Anleitung. Blankovorlagen sind nicht vorhanden, somit ist dieses Buch ausschließlich für  dieses eine Thema einsetzbar. Das ist etwas schade, denn mit leeren Feldern hätte man prima differenzieren können. Die Variation in Bezug auf Formate ist sehr breitgefächert. Hier finden sich Familienstammbäume, Herzen, die mit Musterklammern aufgefächert oder kleine Minibücher, in denen besondere Ereignisse festgehalten werden können. Etwas störend empfinde ich, dass sehr viel Verschnitt entsteht, da die Erklärungen vergleichsweise viel Platz auf dem Papier einnehmen. Sehr hilfreich ist der „Selbstreflexionsbogen“ zum eigenen Produkt. Positiv hervorzuheben ist der ausführliche Bewertungsbogen zum Lapbook. Hier wurden „items“ zu den Bereichen „Arbeitsverhalten“, „Gestaltung“, „Inhalt“, „Präsentation“ und „Selbstreflexion“ integriert. Als Orientierung für die Lehrkraft wurde auch eine beispielhafte Bepunktung eingefügt. Um die Transparenz der Bewertungskriterien zu gewährleisten, ist es ratsam den Bogen den Kindern vorab mitzugeben.

Nach dem nun mehrmaligen Einsatz der Lapbooks, bin ich weiterhin gespaltener Meinung in Bezug auf „Lernzuwachs“ im Vergleich zum „Zeitaufwand“. Ich sehe aber auch Vorteile und übe mich darin Geduld aufzubringen. Jede Lerngruppe genoss bisher die Arbeit am individuellen Lapbook. Die Kinder erweiterten ihre Fertigkeiten bezüglich des sorgfältigen, ausdauernden und selbstständigen Arbeitens, schulten ihre Kompetenzen in den Bereichen „Feinmotorik“, „Sammeln von Informationen“ und „mündliche Präsentationsfähigkeit“. Diese Lapbooks können im 4. Schuljahr zur Vorstellung bei den Patenkindern genutzt werden oder auch für das Kennenlernen im 5. Schuljahr nach dem Übergang.

Abwechslungsreiche Formate, praktikabel in der Umsetzung.

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Aline Kurt – Lebensraum Wiese und Hecke: Klasse 1./2.

In diesem Band sind zwei Unterrichtseinheiten vereint: Ab durch die Hecke – und auf die Wiese! Neben Stundenverläufen mit Impulsfragen und formulierten Lernzielen, sind hier fertige Arbeitsblätter und Bildvorlagen zu finden. Der größte Pluspunkt ist wohl die beigelegte CD-ROM, die alle Arbeitsmaterialien als PDF- und bearbeitete Word-Dateien enthält. So kann ich als Lehrkraft die Schwierigkeitsstufen in Bezug auf Aufgabenformulierung oder Lesetext an meine Lerngruppe anpassen oder die Bilder zu den Wiesenpflanzen entsprechend in selbst gestaltetes Material integrieren.

Besonders gelungen ist hier das Layout. Es ist ansprechend gestaltet, nicht überladen und hat eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Elemente. Die Stundenverläufe sind vor allem für Referendare oder Fachfremde hilfreich. Die Impulse bezüglich „Einstieg“ und „Abschluss“ bieten einen guten Rahmen für eine runde Unterrichtseinheit. Hier finden sich auch Vorlesegeschichten zum Thema „Verhalten auf der Wiese“, Vorlesetexte zu „Hummeln“, „Marienkäfern“, „Ameisen“ und „Feldmäusen“ oder eine Rückengeschichte „Komm mit in die Hecke“, um die Einstiege abwechslungsreicher und motivierender zu gestalten.

Die meisten Bausteine sind eher ab der 2. Klasse zu gebrauchen, auch wenn für Nicht-Leser und leseschwache SchülerInnen Alternativen erwähnt werden, wie z.B. das Vorlesen der Aufgabenstellung. Die Einbindung der kooperativen Lernformen wie z.B. die Placemat-Vorlage ist positiv zu erwähnen. Auch die differenzierten Lesetexte zu den unterschiedlichen Wiesenbewohnern für die jeweiligen Gruppen sind ebenfalls sehr gelungen. In abgeänderter Form führe ich es als Lesekonferenz durch.

Sehr gelungene Unterrichtseinheiten mit der Möglichkeit das Unterrichtsmaterial anzupassen.

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Gabriele Schickel – Themenheft Wiese 1./2. Klasse

Die Wiese als bedrohter Lebensraum ist für uns an einer Grundschule mitten in der Stadt thematisch allgegenwärtig. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen ist unser Anliegen den Kindern die „Mitgeschöpfe“ ihres Daseins am Beispiel des Lebensraums Wiese verstärkt ins Bewusstsein zu rücken. Eine Wiesenblume ist schließlich nicht einfach nur eine Blume, sondern sie ist Teil eines komplexen Gebildes. Sie führt zur Biene und zum Schmetterling, zur Sonne und zum Regen, zu den Jahreszeiten, zu Tieren, die sie verspeisen. Die Samen verteilen sich und führen zur Verbreitung oder werden durch andere Umwelteingriffe davon abgehalten. Und da wir keine Möglichkeit haben die Wiese fußläufig zu erreichen, haben wir Wiesenblumen zu uns in den Klassenraum geholt und sie gemeinsam in Töpfe gepflanzt.

Dieses Themenheft behandelt verschiedene Wiesenarten und ihre Veränderung im Laufe des Jahres. Verschiedene Wiesenblumen wie z.B. Margerite, Klee, Löwenzahn oder die Glockenblumen werden genauer betrachtet. Die Verwandlung des Löwenzahns findet besondere Erwähnung. Aber auch Tiere auf der Wiese sind ein weiterer Schwerpunkt und ihr Vorkommen in den jeweiligen Stockwerken der Wiese. Auch mit dem Umwelt- und  Naturschutz wird sich auseinandergesetzt.

Die Kopiervorlagen eignen sich vordergründig für eine 2. Klasse, da viele Aufgabenformate erlesen werden müssen. Grundsätzlich könnte das Layout eine ruhigere und übersichtlichere Note vertragen. Einzelne Aufgaben können aber auch schon von Erstklässlern bewältigt werden, wenn es z.B. darum geht Puzzleteile auszuschneiden und richtig zusammenzusetzen oder Wiesenblumen originalgetreu auszumalen. Hier finden sich genügend Aufgaben für eine Werkstatt, auch für jahrgangsübergreifende Lerngruppen. Die beiden Lernzielkontrollen „Was hast du behalten?“ für die Klassenstufen 1. und 2. können als Selbsteinschätzung bezüglich des Lernzuwachses dienen.

Vielfältige Angebote für eine Werkstatt oder ein Projekt zum Lebensraum „Wiese“.

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