Stefanie Pohlmann – Schreibkonferenzen mit Erfolgsgarantie

Rezension

„Schreibkonferenzen mit Erfolgsgarantie“ nimmt die Vermittlung nötiger Basisfähigkeiten für die Textproduktion in den Blick. Während einige Grundschulkinder das Verfassen unterschiedlicher Textformen souverän meistern, fehlt es leistungsschwachen Kindern an Grundverständnis für die entsprechenden Merkmale. Texte planen, schreiben und überarbeiten sind recht komplexe Arbeitsschritte, die angebahnt und oft erprobt werden müssen. Das Überarbeiten nimmt eine Sonderrolle ein, da es besonderer und vor allem auch gezielter Hilfestellung bedarf. Auf diesen Bereich konzentriert sich dieses Material.

Die Schreibkonferenz als ein äußerst wichtiges Instrument soll dazu dienen, über einen Text strukturiert ins Gespräch zu kommen, um dem Verfasser hilfreiche Tipps zur Verbesserung zu geben. Da die Überarbeitungstipps von den Kindern kommen, sind sie oft für das Gegenüber besser zu verstehen und werden bereitwilliger angenommen. Der vorliegende Band bietet z.B. Tipp-Karten an, die laminiert ausgelegt werden können, damit die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen bestimmten Bereich gezielt prüfen (verschiedene Satzanfänge, Bindewörter, rechtschriftliche Überarbeitung etc.). Diese sollen sukzessiv eingeführt und entsprechend der Jahrgangsstufe erweitert werden.

Ein „Regelplakat“ bietet der Schreibkonferenz eine Orientierung, welche Schritte als Nächstes folgen und welche Gelingensfaktoren es außerdem noch einzuhalten gilt. Neu war für mich das Amt „Heißer Draht zum Lehrer“, der bei Fragen oder Unklarheiten sich an den Lehrer wenden darf. Passende Reflektionskarten können für die Einschätzung der Gruppenarbeit genutzt werden und sind eine Organisationshilfe für eine reibunglose Durchführung.

Von großem Wert sind außerdem die Aufgabenbeispiele zu den unterschiedlichen Textsorten (Personenbeschreibung, Gegenstandsbeschreibung, Tierrätsel, Vorgangsbeschreibung, Bildbeschreibung, Einladung, Postkarte, Persönlicher Brief, Offizieller Brief, E-Mail, Bericht, Nacherzählung, Erlebniserzählung, Bildergeschichte, Märchen). Zu jeder Textsorte findet sich eine Übersicht mit den entsprechenden Merkmalen bzw. Kriterien. Auf einem Überarbeitungsbogen können die Kinder ankreuzen, ob der Verfasser die Punkte eingehalten hat oder einige Punkte sich besser noch einmal anschauen sollte. Außerdem gibt es zu jeder Textsorte zwei Übungsformate als Aufgabenbeispiel, die zur Vertiefung genutzt werden können.

Für Klasse 2 kann die Materialzusammenstellung vielleicht zu anspruchsvoll sein. Obwohl die Textsorten „Persönliche Briefe“, „Einladung“ oder „Postkarte“ durchaus schon Anwendung finden könnten. Die Ämterkarten und die Reflektionskarten sind allerdings schon in der Jahrgangsstufe 2 und 3 gut zu gebrauchen, um den Ablauf einzuüben und das Vorgehen zu klären. Im 4. Schuljahr darf die Komplexität entsprechend dem eigentlichen Grundgedanken des Bandes steigen, sodass hier alle Überarbeitungsschritte durchlaufen werden können. Man merkt, dass die Autorin selbst Grundschullehrerin ist, denn ihre Hinweise sind sehr praxisnah und realistisch umzusetzen, wenn sie z.B. darauf hinweist, dass es unmöglich ist alle Schülertexte zu besprechen. Hier kann also der Lehrer einspringen oder man einigt sich darauf, dass im Laufe eines Schuljahres alle Kinder mindestens einmal in die Autorenrolle schlüpfen dürfen. Als Berater und Textkritiker lernt man schließlich auch viel.

 

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Fazit

Sehr alltaugtauglich – mit guten Aufgabenbeispielen und ausführlichen Kriterienlisten

 

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Konstanze Aßmann – Texte schreiben mit kooperativen Methoden: Band 1

Rezension

Textproduktion ist ein aufwendiger Prozess und benötigt viele Umwälzungen und einen schrittweisen Aufbau von Techniken und dem stetigen Erwerb vom grundlegenden „Handwerkszeug“. Neben einer Fülle von inhaltlichen Aspekten, müssen immer sprachliche Mittel berücksichtigt werden.

Mit diesem Ordner vom Finken Verlag lassen sich drei Aufsatzgattungen aus der Kategorie „erzählende Aufsätze“ in den Klassenstufen 3 und 4 ausführlich abdecken. Die fundierten Unterrichtseinheiten zu Fortsetzungsgeschichten, Reizwortgeschichten und Fantasiegeschichten bauen sinnvoll aufeinander auf und haben das „kooperative Lernen“ stets im Fokus. Die heterogene Zusammensetzung in den Klassen bietet wertvolle Chancen, sodass Kindern nicht nur miteinander, sondern auch voneinander lernen können. Da ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schülern auch Gelegenheit dafür bekommen.

Die Kapitel folgen sechs Erarbeitungsstufen zum jeweiligen Lerngegenstand. Zunächst geht es darum in Partner- oder Gruppenarbeit Kriterien für die entsprechende Aufsatzform zu sammeln. Darufhin bekommen Kinder Mustertexte an die Hand, um sich darüber auszutauschen. Nach der Erstellung eigener Schreibprodukte, folgen Bewertungen seitens der Mitschüler, um das Gelernte zu reflektieren und die wesentlichen Kriterien erneut in Erinnerung zu rufen. Bei der darauf folgenden vertiefenden Übung leisten Lerntagebücher (siehe Foto unten) in Lerntempo-Duetts oder im Interview eine große Hilfe. Den Abschluss bildet ein Transfer in Form von Klassenarbeiten oder Gruppenpräsentationen. Ein Bewertungsbogen soll Transparenz bei der Benotung schaffen und dem Kind eine individuelle Rückmeldung geben.

Die hier vorgestellten Materialvorschläge haben einfach „Hand und Fuß“. Sie sind pädagogisch sinnvoll aufgebaut und bieten methodisch abwechslungsreiche Übungsmöglichkeiten. Es wird ausreichend Raum für Austausch und Reflexion geboten und die vielfältigen Umwälzungen mithilfe der sehr gelungen Mustertexte sind mehr als überzeugend. Dem Finken Verlag gelingt es außerdem immer das Arbeitsmaterial nicht überfrachtet darzustellen. Es ist alles übersichtlich und für visuelle Lerntypen sehr ansprechend gestaltet. Die Typografie ist gelungen und die Illustrationen von Stefanie Scharnberg runden es synoptisch vollends ab.

Editierbare Arbeitsblätter, wie z.B. Bewertungsbögen und weitere 11 Lösungsblätter lassen sich in einer zip-Datei herunterladen. Sämtliche motivierende Ämterkarten in Form von „Aufsatz-Experten“ oder „Rechtschreib-Experten“ warten darauf eingesetzt zu werden. Als Lehrkraft empfand ich die farblich gestalteten Bilddokumentationen als sehr hilfreich. Mit Fotografien gestützte Darstellungen der Umsetzung im Klassenraum bieten Ideen und Anregungen für die eigene Praxis. Da bleibt es einem nur auf die weiteren Bände zu vielen anderen Aufsatzformen zu warten!

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Fazit

Überzeugend auf ganzer Linie!

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Anja Boretzki – 6 A1-Poster für den Sachunterricht

Rezension

In diesem Poster-Set sind sechs kindgerechte A1-Poster zu den wichtigsten sachunterrichtlichen Themen der Grundschule enthalten:

  • Deutschland
  • Europa
  • Wasserkreislauf
  • Bäume
  • Sonnensystem
  • Ernährungspyramide

Der Clou ist, dass sie übersichtlich und nicht überfrachtet sind. Meist sind die Landkarten so voller Details, dass Grundschulkinder beim ersten Anschauen schlichtweg überfordert sind. Diese Plakate zu „Deutschland“ und „Europa“ sind vergleichsweise reduzierter und anschaulicher. Die Abgrenzungen der Länder sind farblich eindeutig markiert. Die Hauptstädte heben sich durch eine unterschiedliche Schriftfarbe und -größe ab. Hier und da werden bedeutende Sehenswürdigkeiten eingestreut, aber so dass es anschaulich bleibt. Auch die wichtigsten Flüsse sind gut erkennbar. Nach dieser Vorbereitung haben auch die „echten“ Landkarten aus dem Schularchiv eine gute Chance so eingeführt zu werden, dass Grundschulkinder sich darauf orientieren können.

Doch auch die anderen Schaubilder beeindrucken. Beim Sonnensystem ist der Merkspruch integriert, der den Kindern als Eselsbrücke dient, sich die Reihenfolge der Planeten zu merken. Besonders erfreut bin ich über den Wasserkreislauf und vor allem die Ernährungspyramide. Nach dem letzteren Schaubild suche ich schon seit Jahren und mir fehlte schlichtweg die Zeit und die zündende Idee selbst eine zu basteln.

Die Merkposter können auch ganz unabhängig von der Schule gut an wissbegierige Enkelkinder verschenkt werden. Durch die netten Illustrationen machen sie sich wunderbar an der Kinderzimmerwand und animieren immer wieder zum Schauen, Entdecken und Lernen. Das ist sogar oft sinnvoller und hilfreicher, denn die Synapsen des Gehirns werden so beständig aktiviert.

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Fazit

Anschaulich – ansprechend – vereinfacht!

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Silvia Segmüller-Schwaiger – Demokratiewerkstatt für die Grundschule

Rezension

Das Thema „Demokratisches Lernen“ taucht im Sachunterricht der Grundschule immer wieder auf, mit dem Ziel die fächerübergreifenden Erziehungsziele stetig zu erweitern. Die demokratischen Grundsätze spielen bei der Wahl des Klassenspechers eine wichtige Rolle. Doch auch im Schulalltag und im familiären Zusammenleben sind die demokratischen Prozesse in Bezug auf „Kinderrechte“ schon sehr früh von Bedeutung.

Diese Werkstatt leitet zum Erlernen der Demokratie und der aktiven Mitbestimmung in den Klassen 2.-4. an. Aufgrund der Fülle und der recht kompakten Darstellung, würde ich sie jedoch zum Einsatz ab der dritten Klasse empfehlen. Die Aufgabenkarten und manche Texte sind zudem recht umfangreich, sodass manches vorab von der Lehrkraft für die jeweilige Lerngruppe entsprechend differenziert und vielleicht sogar abgespeckt werden müssten.

Der Aufbau nach den Themen „Grund- und Kinderrechte“, „Zusammenleben in meiner Familie, Klasse und Schule“, „Zusammenleben in meiner Gemeinde“ und „Zusammenleben in Deutschland“ ist sinnvoll und vergrößert den Kreis des Mitbestimmungsrechts ausgehend vom Individuum. Die Aufgabenformate sind vielfältig, sodass neben dem Legekreis zu den Kinderrechten, die Schülerinnen und Schüler ein Guckloch zur eigenen Familie und den dort vorherrschenden Regeln gestalten können. Das Kapitel „Klassensprecherwahl“ und „Klassenrat“ ist sehr gelungen und fasst die wichtigsten Punkte übersichtlich und gut verständlich zusammen. Thematisch passende Lieder sorgen für Abwechslung, Auflockerung und gleichzeitig zur Festigung der demokratischen Prinzipien.

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Fazit

Ein bedeutendes Thema vielfältig aufbereitet.

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Christina Salem – FinkenTrainer Grammatik

Rezension

Der FinkenTrainer bietet 185 doppelseitig bedruckte Aufgabenkarten zu unterschiedlichen Grammatik-Themen, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Folgende sprachliche Phänomene werden angerissen:

  • Nomen (Plural)
  • Nomen (Genus)
  • Nomen (Kasus)
  • Personalpronomen und Possessivpronomen
  • Verben im Präsens
  • Verben im Perfekt und Präteritum
  • Adjektive
  • Präpositionen

Für die Bearbeitung der Aufgabenkarten werden Einstecktaschen benötigt. Im Lieferumfang befinden sich insgesamt 9 Taschen, wobei die Karten ausschließlich mit  der entsprechenden Farbe des Täschchens bearbeitet werden können. Damit geht einher, dass für eine Klasse mindestens zwei Sets an zusätzlichen Einstecktaschen bestellt werden müssen. Diese verdecken vorerst die richtige Antwort und erst nach dem Hochschieben, wird das richtige Ergebnis gelüftet. Nach der Erprobung im Deutschförderunterricht meldeten die Kinder zurück, dass sie es als sinnvoll erachten, dass man nicht gleich geneigt ist herüber zu linsen, sondern tatsächlich erst für sich überlegen muss. Da die Rückmeldung unmittelbar erfolgt und nicht erst nach dem Bearbeiten der ganzen Seite, bleibt es besser „im Kopf hängen“, so die Einschätzung der Kinder.

Während die Bereiche „Nomen“ und „Präpositionen“ sehr gut auch im DAZ-Unterricht bearbeitet werden können, unterliegt das Themengebiet „Verben“ wiederkehrenden, automatisierenden Übungen. Immer wieder erlebe ich, dass Verben im Präteritum schon fast wie „Vokabeln“ gelernt werden müssen, weil sie im häuslichen Rahmen augenscheinlich selten gebraucht werden.

Die Aufgabenkarten sind nach drei Schwierigkeitsstufen differenziert. So können Kinder sich selbst gut einschätzen und nach basalen Übungen sich auch an metasprachliche Aufgaben heran wagen, um sich als Grammatikprofi zu beweisen. In der Praxis erwies sich das Einordnen der benutzten Karten als recht schwierig. Die Beschriftung der Karten in „A“ (=Vorderseite) und „B“ (=Rückseite) war für viele Kinder verwirrend, sodass letztendlich die Karten einfach hinter die entsprechende Abtrennung gelegt wurden. Auch in einer Kleingruppe reichte ein Set an Einsteckkarten nicht aus, sodass Wartezeiten aufkamen oder „Tausch-Diskussionen“, die wertvolle Übungszeit raubten. Nach der Einführung werden die Karten von den Kindern vor allem in der Freiarbeit gern genutzt, da es ein etwas anderes Übungsformat darstellt und mit Handlung verbunden ist.

Positiv ist die Möglichkeit als Lehrkraft für die eigene Lerngruppe individualisierte Karten zu erstellen. Dafür bietet der Finken Verlag Vorlagen zum Download an. Auch ein Dokumentationsbogen findet sich auf der Website.

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Fazit

Abwechslungsreiches Übungsformat

 

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Edelgard Moers – Sachunterricht mit Erstklässlern

Rezension

Der Sachunterricht mit Erstklässlern ist aufgrund der kaum vorhandenen Schreiberfahrungen oft handlungsorientiert ausgelegt. Auch wenn es in den nächsten Schuljahren ein ganzheitlich beanspruchender, schüleraktiver Unterricht bleibt, so sieht man sich vor einigen Herausforderungen gestellt.

Mit diesem Band erhält man keinesfalls überfrachtete Kopiervorlagen, die nur so vor Handlungsanweisungen strotzen, sondern Schritt-für-Schritt sinnvoll aufgebaute Formate und Themenbereiche. Die Arbeitsblätter sind ansprechend und glücklicherweise reduziert gestaltet. Trotzdem ist genug Raum für „natürliche Differenzierung“ gegeben.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Themen, die sich zunächst am  neuen System „Schule“ orientieren. Es geht mit dem neuen Lernort und allen Beteiligten los. Neben der Erkundung des Schulgebäudes, dreht es sich um den Schulweg, die richtige Kleidung in dunklen Jahreszeiten, die Schulregeln und das freundliche und hilfsbereite Miteinander. Sofern die Basis gegeben ist, werden Themenbereiche aus dem kultur- und naturbezogenen Lernen betrachtet: der Apfel, Advent und Weihnachten, Tageszeiten, Wochentage, Monate, Jahreszeiten, die Tulpe, Körperpflege und Hygiene.

Wimmelbilder stehen für vielfältige Einsätze bereit, sei es als Erzählanlass oder zum Ausmalen als Festigungsmöglichkeit. Des Weiteren finden sich hier Mini-Büchlein, Stabpuppen, Brettspiele oder Leporellos wieder. Hilfreich ist die Empfehlung zum Einsatz von Piktogrammen als Arbeitsanweisung. Hier fehlt mir lediglich eine Illustration zum „Einheften“, eine für Kinder oft nicht zu unterschätzende Aufgabe, der reichlich Zeit eingeräumt werden muss. Insgesamt ist eine äußerst hilfreiche Zusammenstellung, die einen hohen Einsatz in der Unterrichtspraxis verspricht, da sie so breit aufgestellt ist.

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Nützliches und praxisorientiertes Material zu kindgerechten Themen

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Creative Teaching Press Inc. – 80 Bild-Impulse zu 11 Lebenszyklen

Rezension

Kinder werden ständig mit spannenden Lebens- und Entwicklungszyklen konfrontiert, sei es in der Tier- oder Pflanzenwelt. So erleben sie nicht nur in der Natur ständigen Wandel, sondern entwickeln auch sich selbst und nehmen hier Veränderungen wahr. Zur Verdeutlichung dieses Kreislaufs, der sich vor allen bei Tieren nur sehr schwer beobachten lässt, dienen diese farbigen 80 Bild-Impulse zu den folgenden 11 Lebenszyklen:

  • Marienkäfer
  • Schmetterling
  • Frosch
  • Huhn
  • Bohne
  • Sonnenblume
  • Pferd
  • Ahornbaum
  • Schlange
  • Fisch
  • Kolibri

Die meisten Themen orientieren sich an der kindlichen Lebens- und Interessenswelt und lassen sich sehr gut im Kindergarten oder in der Grundschule aufgreifen. Allen Themen vorangestellt ist eine Übersichtskarte, die die richtige Zuordnung mit Pfeilelementen verdeutlicht. Auf der Rückseite der jeweiligen Abbildungen findet sich eine kurze Beschreibung  der Entwicklungsphase. Zudem gibt es einen grauen Kasten, der die Schlüsselwörter enthält und besonders für DAZ-Kinder hilfreich ist, um den Inhalt in eigenen Worten zu wiederholen oder das Wichtigste auf einen Blick vor Augen zu haben.

Der Einsatz ist fächerübergreifend denkbar und wird wohl die meiste Verwendung im Sachunterricht finden. Auch wenn die Sonnenblume prima im Kunstinterricht bei der Themeneinheit zu Vincent van Goghs „Zwölf Sonnenblumen“ eingebunden werden kann. Denkbar ist es die Karten als Erzähl- oder Schreibimpulse zu nutzen, sie von den Kindern sortieren zu lassen oder als Hilfe für Forscheraufträge freizugeben. Die Fotografien sind klar, detailgetreu, lassen sich eindeutig sortieren und zeigen die wichtigsten Phasen. Der Sachtext ist nicht überfrachtet, gibt die wichtigsten Informationen wieder und bindet sinnvolle Fachbegriffe ein.

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Lohnenswerte Investition für visuelle Lerntypen!

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Bernd Wehren – Post von Pi

 

Rezension

Erst kürzlich sorgten wieder Studien zu Rechtschreibmethoden für Aufsehen. So war eines der zentralen Ergebnisse, dass Schüler, die nach der Fibelmethode lernen, deutlich weniger Rechtschreibfehler machen. Seit Jahren arbeite ich persönlich nach der Silbenmethode und habe bisher kein Lehrwerk kennen gelernt, das auf jedem Kompetenzbereich vollkommen ist. Immer muss man als Lehrkraft zufüttern, sei es im „Lesen“, „Rechtschreiben“ oder „freien Schreiben“.

Post von Pi“ aus dem Dieck Verlag bietet Geschichten rund um ein Marsmännchen in drei Differenzierungsstufen an. Das Material kann Grundlage für den Buchstabenerwerb oder nach Abschluss eines Buchstabenlehrgangs eingesetzt werden. Beiliegend findet sich eine Anlauttabelle für die Schülerhand, die beim Schreiben helfen soll. Auf jeder Seite ist außerdem ein Vorlesetext abgedruckt, der den roten Faden bildet.

Der Einsatz dieses Materials ist wohl am ehesten in der Wochenplanarbeit bzw. Rechtschreibwerkstatt denkbar. Schulen, die sehr offen arbeiten werden sich über die dreistufige Differenzierung freuen. Auch für Lehrkräfte  ist es eine große Hilfe, um dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder gerecht zu werden. Unglücklich ist jedoch, dass die Lineatur nicht der 1. und auch nicht der 2. Klasse passend gestaltet wurde. Es finden sich einfache Linien wieder, die im 4. Schuljahr angebracht sind. Auch die Gestaltung der Zeichnungen dürfte etwas ansprechender ausfallen. Oft sind hier einfache Strichmännchen anzutreffen. Der Einsatz einzelner Arbeitsblätter ohne die Einbindung der fortlaufenden Geschichte ist nur schwer vorstellbar.

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In der Wochenplanarbeit denkbar – attraktivere Umsetzung wünschenswert

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BildÖffner 2: Bildnerisches Gestalten – Mittelstufe

 

Rezension

BildÖffner 1 habe ich bereits vor geraumer Zeit als meine Entdeckung des Jahres 2016 für den Kunstunterricht erklärt. BildÖffner 2 konzentriert sich auf die Mittelstufe und zeigt herausfordernde Unterrichtseinheiten, die weiterhin den Fokus auf spannend-spielerische Aufgabenformate haben.

Auch dieses Werk beeindruckt durch ein übersichtliches Layout und eine kompetente Ausarbeitung nach Unterrichtseinheiten. Kunststudierte werden schnell ihre Anerkennung dem Band zollen und auch Referendare mit dem Fach Kunst diese fachkundige Goldgrube nicht mehr missen wollen.

Im Inhaltsverzeichnis sind die Einheiten Themenkreisen (Mensch, Farbe und Form, Landschaft, Schrift, Werkbetrachtung Tier etc.) und Verfahren (Grafische, Druckgrafische, Räumlich-plastische, Collage etc.) zugeordnet. Die Einteilung jeder Unterrichtseinheit ist sehr durchdacht, aber auch äußerst übersichtlich und daher sehr praktikabel und erleichtert zudem das Zurechtfinden ungemein. Zu jeder der 45 Unterrichtseinheiten werden folgende Einteilungsschritte zugeordnet: Einleitung, Begründung, Lernziele (äußerst wertvoll für den Unterrichtsentwurf), Hintergrundinformationen (wertvoll für die Lehrkraft, vor allem wenn sie fachfremd unterrichtet), Aufgabenstellung, Einstieg, Prozess und Reflexion. Im Ausblick finden sich weitere Abwandlungen oder alternative Arbeiten, aus denen weitere Ideen geschöpft werden können.

Das Autorenteam hat hier erneut geballtes und fundiertes Wissen zusammengetragen. Man nimmt sich Zeit für Einstiege und bietet Ideen zu Gedichten, macht Vorschläge für Bilderbücher und ist sich der gelungenen Hinführung sehr bewusst. Wenn man hier die Kinder zu packen weiß, wird der Prozess auch erfolgreich, begleitet vom motivierten Tragen, verlaufen. In den Reflexionsphasen stehen Gespräche, Präsentationen, Würdigungen aber auch das kritische Begutachten im Fokus. Bei den Hintergrundinformationen habe ich genau das vorliegen, was ich bei vielen anderen Werken vermisse und zwar Hinweise zu Künstlern, Hinführungen, die motivieren sich mit der „Sache“ genauer auseinanderzusetzen oder anregende und zum Thema passende Kunstwerke bzw. Fotografien. Hier ist alles da. Das i-Tüpfelchen sind die farbigen Fotografien aus der Praxis, Kunstwerke der Kinder, auch Bilder aus dem Entstehungsprozess oder die anregende Gestaltung der Kreismitte.

Thematisch finden sich hier Vorschläge zu „Dörfern im Winter“, „Ein Herbstbilddiktat“, „Blatt als Druckstock“, „Schwarz wie Tusche“, „Schmetterlinge am Fenster“ uvm. Diese Bände gehören in eine gut ausgestattete Lehrerbibliothek und erweisen sich als eine gute Investition. Diese Werke müssen hinaus in die Lehrerhände, um Kinder in den Genuss eines kompetenten Kunstunterrichts kommen zu lassen.

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Bereichernder Ideenpool für einen kompetenten Kunstunterricht

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Dominique Lurz und Barbara Scherrer – Bauen und Konstruieren

Rezension

Diese Werkstatt für den Sachunterricht ist dem Lernbereich „Technik“ zuzuordnen und orientiert sich im kompakten Umfang auf die wichtigsten Themengebiete rund um „Türme“, „Mauern“, „Brücken“, „Räderfahrzeuge“, „Kugelbahnen“, „Baupläne“ und „Werkzeuge“. Aufgrund der Bandbreite der behandelten Themen sind sie auf das Wesentliche reduziert, sodass nur die Kernpunkte mit den Schülerinnen und Schülern behandelt werden.

Hier finden sich vordergründig offene und handlungsorientierte Aufgabenformate, bei denen viel ausprobiert und erforscht werden kann. Allgemeine Informationen zu bekannten Türmen und Brücken können als Infoblätter laminiert und ausgelegt werden. Viele Aufgaben ermöglichen Partner- oder Gruppenarbeit. Bei den Problemstellungen sind besonders die Reflexionsfragen gelungen. Hier werden Kinder dazu bewegt über die einzelnen Schritte nachzudenken und zu versprachlichen wie ihnen z.B. beim Bauen ergangen ist, ob alles sofort geklappt hat etc. Das sind tolle Gedankenanstöße! Die Planung kommt ebenfalls nicht zu kurz, sodass nach der gemeinsamen Absprache erst skizziert und gezeichnet werden muss. Die Idee“Spaghetti-Brücken“ zu bauen fand großen Anklang und brachte erstaunliche Ergebnisse hervor. Das Ausprobieren lohnt sich!

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Komprimierte Angebote zum Lernbereich „Technik“.

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