Hanna Grubhofer – Was brauchst du?: Mit der Giraffensprache und Gewaltfreier Kommunikation Konflikte kindgerecht lösen

Rezension

Gino Giraffe fungiert als Mediator, bevor ein Streit eskalieren kann. Mit der Giraffensprache schafft es Gino im Sinne der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg, die Bedürfnisse der Beteiligten zu umreißen. Alternative Lösungsvorschläge werden auf den Mit-Mach-Seiten gesammelt, wobei immer mehrere Lösungen in Frage kommen. Das Ziel dieses DIN-A5-Büchleins ist es, Kinder darin zu bestärken, ihre Gefühle und Bedürfnisse auszusprechen, ohne wie ein Wolf zu „knurren“, indem sie anfangen zu treten oder zu schlagen.

Hier werden insgesamt 7 voneinander unabhängige Streitsituationen dargestellt. Auf der rechten Seite finden sich stets farbige Aquarellillustrationen, die völlig ohne Text auskommen. Sie lassen sich daher auch sehr gut vergrößern und zu Erzählzwecken nutzen. Bei manchen Geschichten empfiehlt es sich die Handlung frei zu erzählen, statt vorzulesen, weil man Kinder so viel mehr mitnehmen kann.

Ein Beispiel einer Streitsituationen, die im Buch aufgegriffen ist, ist die Problematik von Igel Igor, der aus vielen Herbstblättern einen Haufen für seine Höhle gebaut hat. Ziege Zita kommt angerannt und rammt ihre Hörner so sehr in den Haufen, dass die Höhle zusammen fällt. Igor Igel ist entsetzt und regt sich auf, während die Ziege sich verwirrt umschaut. Gino Giraffe kommt dazu und regt zum Nachdenken an: „Was könnt ihr jetzt machen, damit Igor einen sicheren Ort für den Winterschlaf hat und Zita sich austoben kann?“. Diese Situation ist recht alltagstauglich, wenn jemand z.B. die Sandburg eines anderen kaputt macht. Die vorgeschlagene Lösung ist dagegen etwas unbefriedigend, wenn es heißt: „Zita Ziege tobt über die Wiese und Igor Igel kümmert sich alleine um seine Höhle.“ Irgendeine Art der Wiedergutmachung wäre durchaus sinnvoll gewesen. Erfreulich ist dafür, dass auf den Mit-Mach-Seiten immer Raum für eigene Ideen bleibt.

Diese Form des wiederholten Perspektivwechsels hilft den Kindern, deutlicher und bewusster die Ursachen der Konflikte zu verstehen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

Blick ins Buch

 

 

Die Einübung der Giraffensprache bedarf vielfältiger Übungsmöglichkeiten. Daher empfiehlt es sich spiralcurricular das Konzept immer wieder einzubauen, um den Kindern mehr Handwerkszeug mitgeben zu können. Eine Ergänzung stellt das Material Respektvoll miteinander sprechen – Konflikten vorbeugen aus dem Verlag an der Ruhr dar, in dem 10 Trainingsmodule für den schulischen Gebrauch zusammengestellt wurden.

2019-10-05-10-23-42-318(1)

Fazit

Situationsbedingte Anwendung der Giraffensprache im Sinne der gewaltfreien Kommunikation.

(Amazon-Link)

Anne Scheller – Abc-Rätsel-Geschichten zur Buchstabeneinführung

Rezension

Dieser Band bietet 38 lehrwerksunabhängige Geschichten und Wimmelbilder nicht nur zu den Buchstaben A bis Z, sondern auch zusätzlich zu Umlauten, Lautverbindungen, wie z.B. „ei“, „sch“ oder „pf“. Die meisten Bände konzentrieren sich auf die Buchstaben des Alphabets, sodass es hier erfreulich ist auch die anderen Lautverbindungen integriert zu sehen.

Die Wimmelbilder sind wohl der spannendere und motivierendere Teil dieses Rätselbands, die zur Visualisierung und Festigung dienen. Ganz nebenbei wird auch der Wortschatz erweitert, sodass nicht nur DAZ-Kinder davon profitieren. Glücklicherweise finden sich hinten im Buch Lösungen, mit den einzukreisenden Gegenständen, die zum jeweiligen Buchstaben passen.

Die Lesegeschichten sind unabhängig voneinander einsetzbar und erfüllen im 1. Schuljahr wohl eher den Zweck des Vorlesens. Vom Verfasser ist das Selbstlesen vorgesehen, doch der Umfang ist für Erstklässler auch zum Ende des Schuljahres noch viel zu groß. Die Silbenstruktur ist zwar hilfreich, doch in der Praxis ist das Erlesen der Sinneinheiten schlichtweg für die meisten Kinder zu schwierig (siehe „Blick ins Buch“). Auf den 24 Auftragskarten sind Aufgaben zu finden, die Kinder dazu einleiten im Lesetext entsprechende Buchstaben einzukreisen oder die ausschließlich mit zusätzlichem Material zu bewältigen sind, wie z.B. Schreiben im Sand oder Buchstaben aus Knetmasse formen und haben mit den Kopiervorlagen an sich nicht viel zu tun.

Blick ins Buch

Fazit

Als Wimmelbildsammlung eine Bereicherung, da auch Lautverbindungen einbezogen wurden.

(Amazon-Link)

Stefanie Pohlmann – Schreibkonferenzen mit Erfolgsgarantie

Rezension

„Schreibkonferenzen mit Erfolgsgarantie“ nimmt die Vermittlung nötiger Basisfähigkeiten für die Textproduktion in den Blick. Während einige Grundschulkinder das Verfassen unterschiedlicher Textformen souverän meistern, fehlt es leistungsschwachen Kindern an Grundverständnis für die entsprechenden Merkmale. Texte planen, schreiben und überarbeiten sind recht komplexe Arbeitsschritte, die angebahnt und oft erprobt werden müssen. Das Überarbeiten nimmt eine Sonderrolle ein, da es besonderer und vor allem auch gezielter Hilfestellung bedarf. Auf diesen Bereich konzentriert sich dieses Material.

Die Schreibkonferenz als ein äußerst wichtiges Instrument soll dazu dienen, über einen Text strukturiert ins Gespräch zu kommen, um dem Verfasser hilfreiche Tipps zur Verbesserung zu geben. Da die Überarbeitungstipps von den Kindern kommen, sind sie oft für das Gegenüber besser zu verstehen und werden bereitwilliger angenommen. Der vorliegende Band bietet z.B. Tipp-Karten an, die laminiert ausgelegt werden können, damit die Schülerinnen und Schüler selbstständig einen bestimmten Bereich gezielt prüfen (verschiedene Satzanfänge, Bindewörter, rechtschriftliche Überarbeitung etc.). Diese sollen sukzessiv eingeführt und entsprechend der Jahrgangsstufe erweitert werden.

Ein „Regelplakat“ bietet der Schreibkonferenz eine Orientierung, welche Schritte als Nächstes folgen und welche Gelingensfaktoren es außerdem noch einzuhalten gilt. Neu war für mich das Amt „Heißer Draht zum Lehrer“, der bei Fragen oder Unklarheiten sich an den Lehrer wenden darf. Passende Reflektionskarten können für die Einschätzung der Gruppenarbeit genutzt werden und sind eine Organisationshilfe für eine reibunglose Durchführung.

Von großem Wert sind außerdem die Aufgabenbeispiele zu den unterschiedlichen Textsorten (Personenbeschreibung, Gegenstandsbeschreibung, Tierrätsel, Vorgangsbeschreibung, Bildbeschreibung, Einladung, Postkarte, Persönlicher Brief, Offizieller Brief, E-Mail, Bericht, Nacherzählung, Erlebniserzählung, Bildergeschichte, Märchen). Zu jeder Textsorte findet sich eine Übersicht mit den entsprechenden Merkmalen bzw. Kriterien. Auf einem Überarbeitungsbogen können die Kinder ankreuzen, ob der Verfasser die Punkte eingehalten hat oder einige Punkte sich besser noch einmal anschauen sollte. Außerdem gibt es zu jeder Textsorte zwei Übungsformate als Aufgabenbeispiel, die zur Vertiefung genutzt werden können.

Für Klasse 2 kann die Materialzusammenstellung vielleicht zu anspruchsvoll sein. Obwohl die Textsorten „Persönliche Briefe“, „Einladung“ oder „Postkarte“ durchaus schon Anwendung finden könnten. Die Ämterkarten und die Reflektionskarten sind allerdings schon in der Jahrgangsstufe 2 und 3 gut zu gebrauchen, um den Ablauf einzuüben und das Vorgehen zu klären. Im 4. Schuljahr darf die Komplexität entsprechend dem eigentlichen Grundgedanken des Bandes steigen, sodass hier alle Überarbeitungsschritte durchlaufen werden können. Man merkt, dass die Autorin selbst Grundschullehrerin ist, denn ihre Hinweise sind sehr praxisnah und realistisch umzusetzen, wenn sie z.B. darauf hinweist, dass es unmöglich ist alle Schülertexte zu besprechen. Hier kann also der Lehrer einspringen oder man einigt sich darauf, dass im Laufe eines Schuljahres alle Kinder mindestens einmal in die Autorenrolle schlüpfen dürfen. Als Berater und Textkritiker lernt man schließlich auch viel.

 

Blick ins Buch

Fazit

Sehr alltaugtauglich – mit guten Aufgabenbeispielen und ausführlichen Kriterienlisten

 

(Amazon-Link)

Konstanze Aßmann – Texte schreiben mit kooperativen Methoden: Band 1

Rezension

Textproduktion ist ein aufwendiger Prozess und benötigt viele Umwälzungen und einen schrittweisen Aufbau von Techniken und dem stetigen Erwerb vom grundlegenden „Handwerkszeug“. Neben einer Fülle von inhaltlichen Aspekten, müssen immer sprachliche Mittel berücksichtigt werden.

Mit diesem Ordner vom Finken Verlag lassen sich drei Aufsatzgattungen aus der Kategorie „erzählende Aufsätze“ in den Klassenstufen 3 und 4 ausführlich abdecken. Die fundierten Unterrichtseinheiten zu Fortsetzungsgeschichten, Reizwortgeschichten und Fantasiegeschichten bauen sinnvoll aufeinander auf und haben das „kooperative Lernen“ stets im Fokus. Die heterogene Zusammensetzung in den Klassen bietet wertvolle Chancen, sodass Kindern nicht nur miteinander, sondern auch voneinander lernen können. Da ist es wichtig, dass Schülerinnen und Schülern auch Gelegenheit dafür bekommen.

Die Kapitel folgen sechs Erarbeitungsstufen zum jeweiligen Lerngegenstand. Zunächst geht es darum in Partner- oder Gruppenarbeit Kriterien für die entsprechende Aufsatzform zu sammeln. Darufhin bekommen Kinder Mustertexte an die Hand, um sich darüber auszutauschen. Nach der Erstellung eigener Schreibprodukte, folgen Bewertungen seitens der Mitschüler, um das Gelernte zu reflektieren und die wesentlichen Kriterien erneut in Erinnerung zu rufen. Bei der darauf folgenden vertiefenden Übung leisten Lerntagebücher (siehe Foto unten) in Lerntempo-Duetts oder im Interview eine große Hilfe. Den Abschluss bildet ein Transfer in Form von Klassenarbeiten oder Gruppenpräsentationen. Ein Bewertungsbogen soll Transparenz bei der Benotung schaffen und dem Kind eine individuelle Rückmeldung geben.

Die hier vorgestellten Materialvorschläge haben einfach „Hand und Fuß“. Sie sind pädagogisch sinnvoll aufgebaut und bieten methodisch abwechslungsreiche Übungsmöglichkeiten. Es wird ausreichend Raum für Austausch und Reflexion geboten und die vielfältigen Umwälzungen mithilfe der sehr gelungen Mustertexte sind mehr als überzeugend. Dem Finken Verlag gelingt es außerdem immer das Arbeitsmaterial nicht überfrachtet darzustellen. Es ist alles übersichtlich und für visuelle Lerntypen sehr ansprechend gestaltet. Die Typografie ist gelungen und die Illustrationen von Stefanie Scharnberg runden es synoptisch vollends ab.

Editierbare Arbeitsblätter, wie z.B. Bewertungsbögen und weitere 11 Lösungsblätter lassen sich in einer zip-Datei herunterladen. Sämtliche motivierende Ämterkarten in Form von „Aufsatz-Experten“ oder „Rechtschreib-Experten“ warten darauf eingesetzt zu werden. Als Lehrkraft empfand ich die farblich gestalteten Bilddokumentationen als sehr hilfreich. Mit Fotografien gestützte Darstellungen der Umsetzung im Klassenraum bieten Ideen und Anregungen für die eigene Praxis. Da bleibt es einem nur auf die weiteren Bände zu vielen anderen Aufsatzformen zu warten!

Blick ins Buch

Fazit

Überzeugend auf ganzer Linie!

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Anja Boretzki – 6 A1-Poster für den Sachunterricht

Rezension

In diesem Poster-Set sind sechs kindgerechte A1-Poster zu den wichtigsten sachunterrichtlichen Themen der Grundschule enthalten:

  • Deutschland
  • Europa
  • Wasserkreislauf
  • Bäume
  • Sonnensystem
  • Ernährungspyramide

Der Clou ist, dass sie übersichtlich und nicht überfrachtet sind. Meist sind die Landkarten so voller Details, dass Grundschulkinder beim ersten Anschauen schlichtweg überfordert sind. Diese Plakate zu „Deutschland“ und „Europa“ sind vergleichsweise reduzierter und anschaulicher. Die Abgrenzungen der Länder sind farblich eindeutig markiert. Die Hauptstädte heben sich durch eine unterschiedliche Schriftfarbe und -größe ab. Hier und da werden bedeutende Sehenswürdigkeiten eingestreut, aber so dass es anschaulich bleibt. Auch die wichtigsten Flüsse sind gut erkennbar. Nach dieser Vorbereitung haben auch die „echten“ Landkarten aus dem Schularchiv eine gute Chance so eingeführt zu werden, dass Grundschulkinder sich darauf orientieren können.

Doch auch die anderen Schaubilder beeindrucken. Beim Sonnensystem ist der Merkspruch integriert, der den Kindern als Eselsbrücke dient, sich die Reihenfolge der Planeten zu merken. Besonders erfreut bin ich über den Wasserkreislauf und vor allem die Ernährungspyramide. Nach dem letzteren Schaubild suche ich schon seit Jahren und mir fehlte schlichtweg die Zeit und die zündende Idee selbst eine zu basteln.

Die Merkposter können auch ganz unabhängig von der Schule gut an wissbegierige Enkelkinder verschenkt werden. Durch die netten Illustrationen machen sie sich wunderbar an der Kinderzimmerwand und animieren immer wieder zum Schauen, Entdecken und Lernen. Das ist sogar oft sinnvoller und hilfreicher, denn die Synapsen des Gehirns werden so beständig aktiviert.

Blick ins Buch

Fazit

Anschaulich – ansprechend – vereinfacht!

(Amazon-Link)

Silvia Segmüller-Schwaiger – Demokratiewerkstatt für die Grundschule

Rezension

Das Thema „Demokratisches Lernen“ taucht im Sachunterricht der Grundschule immer wieder auf, mit dem Ziel die fächerübergreifenden Erziehungsziele stetig zu erweitern. Die demokratischen Grundsätze spielen bei der Wahl des Klassenspechers eine wichtige Rolle. Doch auch im Schulalltag und im familiären Zusammenleben sind die demokratischen Prozesse in Bezug auf „Kinderrechte“ schon sehr früh von Bedeutung.

Diese Werkstatt leitet zum Erlernen der Demokratie und der aktiven Mitbestimmung in den Klassen 2.-4. an. Aufgrund der Fülle und der recht kompakten Darstellung, würde ich sie jedoch zum Einsatz ab der dritten Klasse empfehlen. Die Aufgabenkarten und manche Texte sind zudem recht umfangreich, sodass manches vorab von der Lehrkraft für die jeweilige Lerngruppe entsprechend differenziert und vielleicht sogar abgespeckt werden müssten.

Der Aufbau nach den Themen „Grund- und Kinderrechte“, „Zusammenleben in meiner Familie, Klasse und Schule“, „Zusammenleben in meiner Gemeinde“ und „Zusammenleben in Deutschland“ ist sinnvoll und vergrößert den Kreis des Mitbestimmungsrechts ausgehend vom Individuum. Die Aufgabenformate sind vielfältig, sodass neben dem Legekreis zu den Kinderrechten, die Schülerinnen und Schüler ein Guckloch zur eigenen Familie und den dort vorherrschenden Regeln gestalten können. Das Kapitel „Klassensprecherwahl“ und „Klassenrat“ ist sehr gelungen und fasst die wichtigsten Punkte übersichtlich und gut verständlich zusammen. Thematisch passende Lieder sorgen für Abwechslung, Auflockerung und gleichzeitig zur Festigung der demokratischen Prinzipien.

Blick ins Buch

Fazit

Ein bedeutendes Thema vielfältig aufbereitet.

(Amazon-Link)

Christina Salem – FinkenTrainer Grammatik

Rezension

Der FinkenTrainer bietet 185 doppelseitig bedruckte Aufgabenkarten zu unterschiedlichen Grammatik-Themen, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Folgende sprachliche Phänomene werden angerissen:

  • Nomen (Plural)
  • Nomen (Genus)
  • Nomen (Kasus)
  • Personalpronomen und Possessivpronomen
  • Verben im Präsens
  • Verben im Perfekt und Präteritum
  • Adjektive
  • Präpositionen

Für die Bearbeitung der Aufgabenkarten werden Einstecktaschen benötigt. Im Lieferumfang befinden sich insgesamt 9 Taschen, wobei die Karten ausschließlich mit  der entsprechenden Farbe des Täschchens bearbeitet werden können. Damit geht einher, dass für eine Klasse mindestens zwei Sets an zusätzlichen Einstecktaschen bestellt werden müssen. Diese verdecken vorerst die richtige Antwort und erst nach dem Hochschieben, wird das richtige Ergebnis gelüftet. Nach der Erprobung im Deutschförderunterricht meldeten die Kinder zurück, dass sie es als sinnvoll erachten, dass man nicht gleich geneigt ist herüber zu linsen, sondern tatsächlich erst für sich überlegen muss. Da die Rückmeldung unmittelbar erfolgt und nicht erst nach dem Bearbeiten der ganzen Seite, bleibt es besser „im Kopf hängen“, so die Einschätzung der Kinder.

Während die Bereiche „Nomen“ und „Präpositionen“ sehr gut auch im DAZ-Unterricht bearbeitet werden können, unterliegt das Themengebiet „Verben“ wiederkehrenden, automatisierenden Übungen. Immer wieder erlebe ich, dass Verben im Präteritum schon fast wie „Vokabeln“ gelernt werden müssen, weil sie im häuslichen Rahmen augenscheinlich selten gebraucht werden.

Die Aufgabenkarten sind nach drei Schwierigkeitsstufen differenziert. So können Kinder sich selbst gut einschätzen und nach basalen Übungen sich auch an metasprachliche Aufgaben heran wagen, um sich als Grammatikprofi zu beweisen. In der Praxis erwies sich das Einordnen der benutzten Karten als recht schwierig. Die Beschriftung der Karten in „A“ (=Vorderseite) und „B“ (=Rückseite) war für viele Kinder verwirrend, sodass letztendlich die Karten einfach hinter die entsprechende Abtrennung gelegt wurden. Auch in einer Kleingruppe reichte ein Set an Einsteckkarten nicht aus, sodass Wartezeiten aufkamen oder „Tausch-Diskussionen“, die wertvolle Übungszeit raubten. Nach der Einführung werden die Karten von den Kindern vor allem in der Freiarbeit gern genutzt, da es ein etwas anderes Übungsformat darstellt und mit Handlung verbunden ist.

Positiv ist die Möglichkeit als Lehrkraft für die eigene Lerngruppe individualisierte Karten zu erstellen. Dafür bietet der Finken Verlag Vorlagen zum Download an. Auch ein Dokumentationsbogen findet sich auf der Website.

Blick ins Buch

Fazit

Abwechslungsreiches Übungsformat

 

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)