Anke Riedel und Marika Liebsch – Albert E erklärt: Tiere in unserem Garten & Schlaue Tiere

Albert E. ist ein Denkologe und teilt sein Wissen in diesen Audio-CDs für Kinder ab 5 Jahren zum Thema „Schlaue Tiere“. Im ersten Hörbuch geht es um Hunde und Hundeberufe. Andere Tiere, wie z.B. Ratten können sogar Ultraschallwellen wahrnehmen und leben am liebsten in Gruppen. Die nächsten Verwandten des Menschen werden im Zoo bei einem Ferienwochenprogramm begutachtet. Schimpansen sind besonders neugierig und lieben Herausforderungen. Wie Delfine schlafen und sich verständigen ist ebenfalls Thema.

Auf der zweiten CD schaut sich Albert E. im Garten um. Hier geht es um Igel, Eichhörnchen, Insekten, Katzen, Regenwürmer, Schnecken, Spinnen und Mäuse. Es werden schützende Futterhäuschen für Vögel gebaut, die Lebensräume unter die Lupe genommen und überlegt wie wir den Tieren in unserem Garten helfen können.

Begleitet werden die Geschichten von passenden Geräuschen, sei es eine Durchsage im Zoo, Kinderkreischen, Vogelgesang oder das Summen der Insekten. Daher sind die Erzählungen nie trocken, sondern werden von Unterhaltungen unterbrochen, sodass man gedanklich nicht so leicht zum Abschweifen kommt.

Die Informationen sind gut strukturiert und werden gut verständlich erklärt. Besonders schön ist die Einbindung der Bionik in Bezug auf die Delfinhaut. Auch noch nicht erforschte Verhaltensweisen werden benannt. Die Gesamtspielzeit beläuft sich auf ca. 1 1/2 Stunden.

Erstaunliche Fakten verständlich erkärt.

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Norman Messenger – Stell dir vor … Das Wunder-Bilder-Buch

Norman Messenger kreiert mit diesem überraschenden Wunder-Bilder-Buch eine magische und humorvolle Fantasiewelt. Hier ist nichts so wie es scheint. Die Bilderrätsel sind raffiniert und manchmal erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Hier muss sich der Verstand vom Auge und vor allem von der Fantasie leiten lassen. Dann ist alles möglich!

Tiere verwandeln sich in vermischte Lebewesen, mit Hühnerbeinen und Hörnern. Mit jeder Klappe wird der Kopf, der Mittelteil oder die Hinterbeine verändert. Eine Stadt steht Kopf und simuliert eine optische Täuschung. Auf einem Drehrad mit unterschiedlichen Kopfbedeckungen werden Menschen nach Lust und Laune neu bekleidet. Es finden sich auch bekannte Malereien wie der Gemüsekopf von Giuseppe Arcimboldo wieder. Motive, die stark an René Magritte erinnern, werden eingestreut, mit der Absicht herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit mit Traum zu vermischen. Ein niedliches Gesicht eines Mädchens wird beim Aufklappen zu einem unheimlichen Zwerg. In den Wolken werden tierische Gestalten versteckt.

Die Darstellungsweisen sind surrealistisch und hier und da sogar unheimlich und düster. „Stell dir vor …“, so wird der Betrachter zu jeder Seite eingeladen, was gleichzeitig eine Imagination impliziert und zum Verweilen in der Unwirklichkeit einlädt.

Im Kunstunterricht lassen sich nach dem gemeinsamen Betrachten ausgewählter Bilder eigene Klappbilder herstellen. Aus einem freundlichen Fisch kann nach dem Aufklappen ein gefährlicher Piranha werden.

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(source: Pinterest)

Willkommen in der fantastischen Unwirklichkeit!

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Lorenz Pauli und Claudia de Weck – Geld zu verkaufen!

Es ist Sommer. Im Garten arbeitet die Mutter von Milan am Laptop, während er Alma aus der Nachbarschaft beim Baumhausbau beobachtet. Kurzerhand besorgt die Mutter für ihn einen „Woodpecker-XXL-Bausatz“. Eifrig studiert er die Bauanleitung und sammelt das nötige Werkzeug. In der Zwischenzeit hat Alma ihm jedoch die Bretter gemopst und bereits ihr Baumhaus damit verschönert.

Wenn dort viel ist und hier wenig, dann teilt man. Das ist Gerechtigkeit.

Es beginnt eine Diskussion rund um Arbeit und Entlohnung. Es wird gehandelt und getauscht. Dabei ist Geld nicht die einzige Währung. Die beiden Kinder stiften Pläne, wie sie an Geld kommen und entwickeln eine charmante, kindgerechte Lösung. Letztlich stellen sie fest, dass die stärkste Währung die wahre Freundschaft bleibt!

Diese Thematik ist bei Bilderbüchern recht selten zu finden, dabei ist die Korrelation zur Erfahrungswelt der Kinder evident. Geld umgibt sie täglich. Die großen Bilder sind voller Trubel, sei es im Garten, im Werkzeugkeller oder im Supermarkt. Die Illustrationen vermitteln eine unruhige Atmosphäre, ein schwankendes Gefühl. Es ist die heutige Welt des Materialismus.

Damit verbunden ist für manche auch Unsicherheit oder Abhängigkeit. So scheut Claudia de Weck auch nicht Obdachlose zu integrieren. Eine passende Gegenüberstellung von einem Bettler auf der einen Seite und die beiden Kinder, die mit ihrer Geschäftsidee Geld ans Land holen, auf der anderen Seite. Dieses Wimmelbild hütet viele Entdeckungen. Ein junger Mann läuft mit Versandpäckchen umher, während auf seinem T-Shirt der Leitspruch „Just do it“ prangt. Ein Langfinger nutzt die Ablenkung einer Frau und bedient sich an ihrem Geld. Das ist unsere Welt. Das ist Kapitalismus.

Besonders gelungen ist die freche Diskussion der Kinder über Gerechtigkeit. Hier könnten ältere Klassen, sogar auch in der weiterführenden Schule, bezüglich des politischen Begriffs des „Kommunismus“ sich austauschen. Auch der Gedanke, dass für Geld etwas getan werden muss, ist spannend. Hier könnte ein Bogen zu „Taschengeld“ geschlagen werden und daran anknüpfend „Mithilfe im Haushalt“. Der Ausgang mit dem Fazit „Die stärkste Währung bleibt die Freundschaft“ ist lehrreich und zeigt, dass reich sein nicht gleich zu setzen mit glücklich ist.

Das Geld regiert die Welt, aber zum Glück nicht immer!

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Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh – Henrietta spürt den Wind

Henriettas Lieblingsbeschäftigung in ihrer Freizeit ist das Computerspielen. Ihre Eltern kommen erst spätabends nach Hause. Sie ist viel alleine. Eines Tages landet ein Ball auf Henriettas feuriger Haarpracht. Die drei verantwortlichen Kinder starren auf den Bildschirm und erkundigen sich, was sie da tagein tagaus am Computer macht. Begeistert erklärt sie ihnen, dass sie Spinnen, Käfer und Frösche fängt.

Sie freundet sich mit den drei Kindern an und verabredet sich mit ihnen zum Spielen – DRAUßEN! Die Sonne schneit warm auf ihre Haut. Sie steckt sich Löwenzahn ins Haar, klettert auf Bäumen und johlt wie Indianer. Im kleinen Tümpel zeigen die Freunde Henrietta Kaulquappen und sie beobachten gemeinsam Frösche. Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen und spürt den Wind leise durch die Bäume streichen.

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an die Wunder der Natur. Gleichzeitig verdeutlicht es die Entwicklung der heutigen Zeit viel zu viel Zeit am Computer oder Smartphone zu verbringen. Das leuchtend rote Haar der Protagonistin bildet einen auf­fälligen Kontrast zur blassen Welt des Digitalen. Die Kinder zeigen Henrietta wie wunderbar es ist die Umwelt selbst zu entdecken. Hier werden alle Sinne angesprochen und gemeinsam macht die Erkundung viel mehr Spaß. Es ist eine Waage zwischen „drinnen“ und „draußen, zwischen „digital“ und „in echt“.

Henrietta gelingt es ihrer Routine zu entfliehen, Hindernisse zu überwinden, indem sie sich dem Neuen gegenüber offen und mutig zeigt. Und genau dafür wird sie belohnt. Diese Szene von Henrietta im Wald mit einem Frosch in der Hand, mit geschlossenen Augen und dem wehenden Haar ist sehr rührend und zaubert Gänsehaut zugleich. Diese Illustrationen agieren als wirkungsvolle graphische Inszenierungen, die auch komplexe, oft kaum bewusste Zustände und Erfahrungen in anschauliche Bilder zu fassen wissen.

Eine wunderbare Geschichte über das Fühlen und Entdecken der Natur und die Schönheit der Freundschaft.

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Werner Holzwarth und Stefanie Jeschke – Guck mal, wie die gucken!

Eine Familie mit zwei Kindern macht einen Tagesausflug in den Zoo. Besonders die Affen werden voller Neugierde bestaunt. Manche Verhaltensweisen sind auf den Menschen schnell zu übertragen. Es wird gepopelt und gekratzt. Dem Mädchen fällt auf, dass ein älterer Affe graue Haare bekommt, so wie ihr Vater auch. Der Bauch sieht nach einem Trommelbauch aus, so wie beim eigenen Papa auch. Und als der Zoo schließt, sind nicht nur die Menschen traurig. Auch die Affen haben hinter Gittern ganz viel an den Zoobesuchern zu bestaunen.

Dieses Bilderbuch mit den  farbenfrohen Illustrationen von Stefanie Jeschke hat einen humorvollen Twist zum Ende der Geschichte. Hier findet ein Perspektivwechsel statt, der Kindern erklärt werden muss. Nachdem die Familie die Affen  genau beobachtet hat, kommen die Affen als Beobachter zu Wort und müssen feststellen „Wie gut, dass die hinter Gittern sind.“ Dabei sieht der Leser die beiden Kinder vor den Gittern Grimassen schneiden und brüllen, während die Affenfamilie seelenruhig die Zoobesucher bestaunt.

Die Thematik lässt sich wunderbar im Sachunterricht aufgreifen. Zum Schwerpunkt „Evolution“ können Vergleiche zur Entwicklung vom Affen zum Menschen gezogen werden. Dieses Bilderbuch ist ein motivierender und lustiger Aufhänger dafür, auch in den Klassen 3-4.

Angesichts der fundamentalen Bedeutung des Evolutionsverständnisses für die Entwicklung eines zeitgemäßen Weltbildes ist es befremdlich, dass Kinder in der Grundschule so wenig über dieses Thema erfahren – zumal im Unterricht oftmals Schöpfungsmythen behandelt werden, die ohne Vorwissen zur Evolution leicht fehlgedeutet werden können. Pädagogisch ist dies nicht zu rechtfertigen. Schließlich sollen öffentliche Schulen ihre Schülerinnen und Schüler nicht einseitig im Sinne einer bestimmten Religion oder Weltanschauung beeinflussen, sondern ihnen Zugang zu den zentralen Erkenntnissen der Wissenschaft ermöglichen! Aus bildungspolitischer Sicht ist es daher zwingend geboten, die „Tatsache Evolution“ im Unterricht sehr viel früher und umfassender zu behandeln, als dies in aktuellen Lehrplänen vorgesehen ist. (https://evokids.de/content/resolution-evolution-grundschule)

Humorvolles Bilderbuch mit spannenden Anhaltspunkten zur Vertiefung!

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Aline Kurt – Lebensraum Wiese und Hecke: Klasse 1./2.

In diesem Band sind zwei Unterrichtseinheiten vereint: Ab durch die Hecke – und auf die Wiese! Neben Stundenverläufen mit Impulsfragen und formulierten Lernzielen, sind hier fertige Arbeitsblätter und Bildvorlagen zu finden. Der größte Pluspunkt ist wohl die beigelegte CD-ROM, die alle Arbeitsmaterialien als PDF- und bearbeitete Word-Dateien enthält. So kann ich als Lehrkraft die Schwierigkeitsstufen in Bezug auf Aufgabenformulierung oder Lesetext an meine Lerngruppe anpassen oder die Bilder zu den Wiesenpflanzen entsprechend in selbst gestaltetes Material integrieren.

Besonders gelungen ist hier das Layout. Es ist ansprechend gestaltet, nicht überladen und hat eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Elemente. Die Stundenverläufe sind vor allem für Referendare oder Fachfremde hilfreich. Die Impulse bezüglich „Einstieg“ und „Abschluss“ bieten einen guten Rahmen für eine runde Unterrichtseinheit. Hier finden sich auch Vorlesegeschichten zum Thema „Verhalten auf der Wiese“, Vorlesetexte zu „Hummeln“, „Marienkäfern“, „Ameisen“ und „Feldmäusen“ oder eine Rückengeschichte „Komm mit in die Hecke“, um die Einstiege abwechslungsreicher und motivierender zu gestalten.

Die meisten Bausteine sind eher ab der 2. Klasse zu gebrauchen, auch wenn für Nicht-Leser und leseschwache SchülerInnen Alternativen erwähnt werden, wie z.B. das Vorlesen der Aufgabenstellung. Die Einbindung der kooperativen Lernformen wie z.B. die Placemat-Vorlage ist positiv zu erwähnen. Auch die differenzierten Lesetexte zu den unterschiedlichen Wiesenbewohnern für die jeweiligen Gruppen sind ebenfalls sehr gelungen. In abgeänderter Form führe ich es als Lesekonferenz durch.

Sehr gelungene Unterrichtseinheiten mit der Möglichkeit das Unterrichtsmaterial anzupassen.

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Gabriele Schickel – Themenheft Wiese 1./2. Klasse

Die Wiese als bedrohter Lebensraum ist für uns an einer Grundschule mitten in der Stadt thematisch allgegenwärtig. Trotzdem oder vielleicht auch deswegen ist unser Anliegen den Kindern die „Mitgeschöpfe“ ihres Daseins am Beispiel des Lebensraums Wiese verstärkt ins Bewusstsein zu rücken. Eine Wiesenblume ist schließlich nicht einfach nur eine Blume, sondern sie ist Teil eines komplexen Gebildes. Sie führt zur Biene und zum Schmetterling, zur Sonne und zum Regen, zu den Jahreszeiten, zu Tieren, die sie verspeisen. Die Samen verteilen sich und führen zur Verbreitung oder werden durch andere Umwelteingriffe davon abgehalten. Und da wir keine Möglichkeit haben die Wiese fußläufig zu erreichen, haben wir Wiesenblumen zu uns in den Klassenraum geholt und sie gemeinsam in Töpfe gepflanzt.

Dieses Themenheft behandelt verschiedene Wiesenarten und ihre Veränderung im Laufe des Jahres. Verschiedene Wiesenblumen wie z.B. Margerite, Klee, Löwenzahn oder die Glockenblumen werden genauer betrachtet. Die Verwandlung des Löwenzahns findet besondere Erwähnung. Aber auch Tiere auf der Wiese sind ein weiterer Schwerpunkt und ihr Vorkommen in den jeweiligen Stockwerken der Wiese. Auch mit dem Umwelt- und  Naturschutz wird sich auseinandergesetzt.

Die Kopiervorlagen eignen sich vordergründig für eine 2. Klasse, da viele Aufgabenformate erlesen werden müssen. Grundsätzlich könnte das Layout eine ruhigere und übersichtlichere Note vertragen. Einzelne Aufgaben können aber auch schon von Erstklässlern bewältigt werden, wenn es z.B. darum geht Puzzleteile auszuschneiden und richtig zusammenzusetzen oder Wiesenblumen originalgetreu auszumalen. Hier finden sich genügend Aufgaben für eine Werkstatt, auch für jahrgangsübergreifende Lerngruppen. Die beiden Lernzielkontrollen „Was hast du behalten?“ für die Klassenstufen 1. und 2. können als Selbsteinschätzung bezüglich des Lernzuwachses dienen.

Vielfältige Angebote für eine Werkstatt oder ein Projekt zum Lebensraum „Wiese“.

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