Anja Boretzki – 6 A1-Poster für den Sachunterricht

Rezension

In diesem Poster-Set sind sechs kindgerechte A1-Poster zu den wichtigsten sachunterrichtlichen Themen der Grundschule enthalten:

  • Deutschland
  • Europa
  • Wasserkreislauf
  • Bäume
  • Sonnensystem
  • Ernährungspyramide

Der Clou ist, dass sie übersichtlich und nicht überfrachtet sind. Meist sind die Landkarten so voller Details, dass Grundschulkinder beim ersten Anschauen schlichtweg überfordert sind. Diese Plakate zu „Deutschland“ und „Europa“ sind vergleichsweise reduzierter und anschaulicher. Die Abgrenzungen der Länder sind farblich eindeutig markiert. Die Hauptstädte heben sich durch eine unterschiedliche Schriftfarbe und -größe ab. Hier und da werden bedeutende Sehenswürdigkeiten eingestreut, aber so dass es anschaulich bleibt. Auch die wichtigsten Flüsse sind gut erkennbar. Nach dieser Vorbereitung haben auch die „echten“ Landkarten aus dem Schularchiv eine gute Chance so eingeführt zu werden, dass Grundschulkinder sich darauf orientieren können.

Doch auch die anderen Schaubilder beeindrucken. Beim Sonnensystem ist der Merkspruch integriert, der den Kindern als Eselsbrücke dient, sich die Reihenfolge der Planeten zu merken. Besonders erfreut bin ich über den Wasserkreislauf und vor allem die Ernährungspyramide. Nach dem letzteren Schaubild suche ich schon seit Jahren und mir fehlte schlichtweg die Zeit und die zündende Idee selbst eine zu basteln.

Die Merkposter können auch ganz unabhängig von der Schule gut an wissbegierige Enkelkinder verschenkt werden. Durch die netten Illustrationen machen sie sich wunderbar an der Kinderzimmerwand und animieren immer wieder zum Schauen, Entdecken und Lernen. Das ist sogar oft sinnvoller und hilfreicher, denn die Synapsen des Gehirns werden so beständig aktiviert.

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Fazit

Anschaulich – ansprechend – vereinfacht!

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Silvia Segmüller-Schwaiger – Demokratiewerkstatt für die Grundschule

Rezension

Das Thema „Demokratisches Lernen“ taucht im Sachunterricht der Grundschule immer wieder auf, mit dem Ziel die fächerübergreifenden Erziehungsziele stetig zu erweitern. Die demokratischen Grundsätze spielen bei der Wahl des Klassenspechers eine wichtige Rolle. Doch auch im Schulalltag und im familiären Zusammenleben sind die demokratischen Prozesse in Bezug auf „Kinderrechte“ schon sehr früh von Bedeutung.

Diese Werkstatt leitet zum Erlernen der Demokratie und der aktiven Mitbestimmung in den Klassen 2.-4. an. Aufgrund der Fülle und der recht kompakten Darstellung, würde ich sie jedoch zum Einsatz ab der dritten Klasse empfehlen. Die Aufgabenkarten und manche Texte sind zudem recht umfangreich, sodass manches vorab von der Lehrkraft für die jeweilige Lerngruppe entsprechend differenziert und vielleicht sogar abgespeckt werden müssten.

Der Aufbau nach den Themen „Grund- und Kinderrechte“, „Zusammenleben in meiner Familie, Klasse und Schule“, „Zusammenleben in meiner Gemeinde“ und „Zusammenleben in Deutschland“ ist sinnvoll und vergrößert den Kreis des Mitbestimmungsrechts ausgehend vom Individuum. Die Aufgabenformate sind vielfältig, sodass neben dem Legekreis zu den Kinderrechten, die Schülerinnen und Schüler ein Guckloch zur eigenen Familie und den dort vorherrschenden Regeln gestalten können. Das Kapitel „Klassensprecherwahl“ und „Klassenrat“ ist sehr gelungen und fasst die wichtigsten Punkte übersichtlich und gut verständlich zusammen. Thematisch passende Lieder sorgen für Abwechslung, Auflockerung und gleichzeitig zur Festigung der demokratischen Prinzipien.

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Fazit

Ein bedeutendes Thema vielfältig aufbereitet.

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Victoria Turnbull – Pandora

Pandora lebt alleine inmitten von zerbrochenen Dingen. Sie verbringt ihre Zeit damit das Verlorene und Vergessene zu flicken. Eines Tages landet ein „gebrochener“ Vogel bei ihr. Pandora wacht behutsam über ihn und päppelt ihn schließlich auf. Als er wieder zu fliegen beginnt, kehrt er täglich mit Dingen aus der ganzen Welt zurück, die Pandora in einer Kiste aufbewahrt.

Irgendwann wartet sie vergeblich auf den Vogel. Sie denkt ihr Herz würde vor lauter Einsamkeit zerspringen. Doch mit jedem Tag kehrt Licht in ihr Leben ein, denn aus der Kiste erwächst eine Pflanze, die ihre Seele wärmt. Das Leben kehrt zurück.

Rezension

Ich muss gestehen, dass mir die Tränen über die Wangen flossen. Dieses Bilderbuch, das ich eher Erwachsenen empfehlen würde, trifft ins Herz und zwar gnadenlos. Es handelt von Trauer, Schmerz, Einsamkeit und zwar so ehrlich und unbeschönigt, dass sich einem das Herz zusammen zieht. Die zarten und gedämpften Illustrationen verstärken den Effekt und spätestens wenn man sich die Bilderfolge von Pandora ansieht, die tagelang im Bett liegt und die Lebensfreude erloschen sieht, findet man sich in der Gnadenlosigkeit des Lebens wieder.

Doch aus jedem Dunkeln erwächst auch Licht. Pandora öffnet die Tür und lässt wieder Sonnenwärme in ihr Seelenleben. Aus der Kiste mit all den mitgebrachten Gegenständen, die sicherlich auch mit ihren Erfahrungen gleichgesetzt werden können, blüht neuer Lebensmut und zwar so stark und ergiebig, dass einem ein Schauer über den Rücken läuft. Man kommt nicht umhin es Pandora sehnlichst zu wünschen.

Doch nie kam jemand zu Besuch.

Es gibt viele Menschen, die sich einsam fühlen und vor allem in der Weihnachtszeit sei jedem Licht, Glück und Lebensfreude zu wünschen. Schätzt eure Liebsten und seid dankbar eure Lebenszeit mit ihnen verbringen zu dürfen. Das ist nicht selbstverständlich.

Frohe Weihnachten, liebe Leserinnen und Leser!

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Fazit

Das ist Leben: Tiefen und Höhen gehören dazu.

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Christopher Corr – Tief im Wald

Rezension

Erst auf den zweiten Blick entfaltet sich die Magie dieses Bilderbuchs. Auch wenn es anfangs recht grell, laut und allgemein mit überbordender Farbigkeit und einem gewagten Eklektizismus in Kombination mit folkloristischen Elementen daher kommt, stellt man schnell fest, dass es einen guten Kontrast zur ruhigen Geschichten darstellt, die von ihrer Botschaft durchaus simpel erscheint.

Im tiefen Wald befindet sich ein kleines, leeres Holzhäuschen. Zuerst entdeckt eine Maus die Behausung und macht es sich hier bequem. Schon bald gesellt sich ein Frosch dazu und so wächst die Wohngemeinschaft immer weiter an bis eines Tages ein Braunbär kommt. So sehr er auch versucht hinein zu kommen, egal ob durch das Fenster oder die Türen, es ist nicht genug Platz für alle. Bald gerät das Haus ins Wanken und bricht zusammen. Kennen die Tiere doch noch einen Ausweg, um alle unter ein Dach zu bringen?

Das Bilderbuch verhandelt geschickt-unauffällig das ganz große Thema unseres  Zusammenlebens in der modernen Gesellschaft. Es geht darum althergebrachte Strukturen zu überdenken und basierend auf den Visionen neue Konzepte zu entwerfen. Ein Ende birgt auch einen Anfang. Als die Tiere vor den Trümmern ihres Hauses stehen, wird ihnen klar, dass wenn sie in all ihrer Unterschiedlichkeit zusammenarbeiten, können sie etwas Großes schaffen, das noch viel schöner ist als das alte.

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Fazit

Eine farbenfrohe Feier des Reichtums des Lebens und der wunderbaren menschlichen Fähigkeit, über alle Hindernisse hinweg etwas Neues zu erschaffen und weiter zu machen.

 

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Hans Christian Andersen und Larisa Lauber – Die beliebtesten Märchen von Hans Christian Andersen

Rezension

Märchenbücher wecken meine Sammelleidenschaft. Es gibt so viele wunderbare Exemplare, dass man sie einfach nicht mehr hergeben möchte. Das Schöne daran ist, dass man sie immer und immer wieder sehr gut lesen bzw. vorlesen kann. Märchen versprühen ihren ganz eigenen Zauber, auch wenn man sich über bestimmte Lehren in der heutigen Zeit durchaus streiten kann.

Das vorliegende Märchenbuch aus dem Magellan Verlag richtet sich an junge LeserInnen ab 4 Jahren. Die Illustrationen sind entsprechend vereinfacht, reduziert und doch ausdrucksstark. Sie überfrachten nicht und lenken vor allem nicht von dem Inhalt ab. Sie wirken verständnisunterstützend und fungieren lediglich als „Zufütterung“ der eigenen Fantasie. In diesem Band werden acht Märchen vorgestellt:

  • Das hässliche Entlein
  • Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
  • Däumelinchen
  • Der Schweinehirt
  • Der standhafte Zinnsoldat
  • Des Kaisers neue Kleider
  • Die kleine Meerjungfrau
  • Die Prinzessin auf der Erbse

Die Kenntnis der Märchen ist allgemeines Bildungsgut. Mein Lieblingsmärchenbuch in der Kindheit war tatsächlich eine Sammlung des bekanntesten Dichters und Schriftstellers Dänemarks. Auch wenn die Hausmärchen der Brüder Grimm natürlich auch hoch und runter gelesen wurden.

Besonders gut gefallen mir hier die einleitenden Deckblätter zu den Märchen. Diese sind eine wundervolle Einstimmung auf die kommenden Leseminuten und das kognitive Abtauchen in die Geschichte. Diese können zum Zweck der Zusammenfassung genutzt werden oder aufgrund des hohen Aufforderungscharakters einfach als spontaner Erzählanlass zum Einsatz kommen.

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Fazit

Reduzierte und ausdrucksstarke Illustrationen für junge Kinder

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Axel Scheffler und Ian Whybrow – Schöne Bescherung, kleiner Bär

Rezension

Die Tiere im Winterwald bereiten sich auf die Bescherung vor. Dabei geht es beim Weihnachtsmann hoch her. Schließlich hat er viel zu tun beim Beladen seiner Schlitten mit der Unmenge an Geschenken. Letztendlich werden aber dann doch alle Geschenke bei den Kindern unter dem Weihnachtsbaum abgeliefert und warten darauf geöffnet zu werden, während der Weihnachtsmann sich nach dieser langen Nacht zurück lehnen darf.

Dieses Pappbilderbuch für die Allerkleinsten bietet auf fünf Doppelseiten durch die integrierten Klappen eine große Handlungsanregung. Dabei sind die Illustrationen des Erschaffers von Grüffelo schon eine große Entdeckungsreise, die Zeit braucht. So darf das Buch auch mit vielen Erzählanlässen genüsslich geblättert werden. Die Einzelheiten sind zu liebevoll gestaltet, dass man hier durchhasten sollte.

Die Verse sind aus dem Englischen übersetzt. Hier und da stolpert man beim Vorlesen bei den Reimen. Unter der  literarischen Freiheit leidet allerdings die richtige Verwendung der deutschen Grammatik. Da muss man eventuell ein Auge zudrücken.

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Fazit

So steigt die Vorfreude auf die Bescherung auch bei den Allerkleinsten!

 

Kinderbuchblog, Kinderbuchblogger, Kinderbuchblogger-AdventskalenderTeilnahmebedingungen

  • Beantwortet die Frage: Wer bringt bei euch die Geschenke? Das Christkind oder der Weihnachtsmann?
  • Das Gewinnspiel beginnt am 8.12.18 und endet am 9.12.18 um 23.59 Uhr.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18  Jahre.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Der Gewinner wird am 10.12. in diesem Beitrag verkündet. Wenn sich der Gewinner nicht innerhalb von 48 Stunden meldet, wird für diesen erneut ausgelost.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch damit einverstanden, im Falle eines Gewinns eure Adresse an die Email im Impressum zu versenden. Diese wird ausschließlich für den Versand verwendet.

Ein zusätzliches Los könnt ihr euch bei Instagram und/oder Facebook mit einem Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag sichern. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Morgen geht es bei der wundervollen Lütte Lotte mit der nächsten Verlosung weiter. Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich allen LeserInnen, ob Groß oder Klein!

 

Der Gewinner ist: Stetja97
Herzlichen Glückwunsch!

Bitte melde dich bei mir bezüglich der Versandadresse.

Anna Lott – Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel

Otibuk ist ein kleiner, netter Teufel, der an Halloween erwacht und aus dem Fenster vom Himmel rieselnde, weiße Staubkörnchen voller Staunen entdeckt. Von diesem Zauber geblendet, lugt er weiter hinaus und erblickt ein wunderschönes Wesen im silbernen Kleid, lockigem Haar und goldenen Flügeln.

Es besteht kein Zweifel mehr. Statt Menschen an Halloween zu erschrecken, möchte Otibuk lieber Menschen beschenken. Er folgt den Engeln zur geheimen Wunschzetrale, wird jedoch dort abgelehnt. Schließlich haben Teufel in der Weihnachtszeit keinen Platz. Das Weihnachtsabenteuer hört für Otibuk mit dieser Enttäuschung allerdings nicht auf. Es gibt doch sooo unendlich viele Wunschzettel!

Rezension

Diese Weihnachtsgeschichte ist rasant und hat eine ordentliche Portion Tatendrang verinnerlicht. Ein Abenteuer jagt das nächste und Otibuk entdeckt das Wunder der Weihnachtszeit neu für sich. Die farbigen und leicht comicartig angehauchten Illustrationen tragen zur Spannungserhaltung bei und agieren durchaus als „Page Turner“. So will der junge Leser stets wissen, wie es mit dem freundlichen Wesen auf seinem Flugsurfbrett weiter geht.

Positiv ist, dass der Teufel sich nicht durch Enttäschungen und Ablehnungen entmutigen lässt und stattdessen neue Wege geht. Hier werden Hindernisse als Herausforderungen gesehen. Mit dem sich zankenden Geschwisterpaar Jannike und Philli werden sich einige Leser sicherlich identifizieren können. Die dargestellten Szenen sind äußerst amüsant.

Pädagogisch wertvoll ist die Schlussszene, bei der alle recht unaufgeregt beisammen sitzen, Kekse essen oder einfach dicke Bohnen aus der Dose löffeln. Darum geht es beim Weihnachtsfest schließlich: Das Kostbarste zu teilen, was wir haben: Lebenszeit!

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Fazit

Ein rasantes Weihnachtsabenteuer zum Vor- oder Selberlesen!

Kinderbuchblog, Kinderbuchblogger, Kinderbuchblogger-AdventskalenderTeilnahmebedingungen

  • Beantwortet die Frage: Was steht dieses Jahr auf eurem Wunschzettel?
  • Das Gewinnspiel beginnt am 3.12.18 und endet am 4.12.18 um 23.59 Uhr.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Personen über 18  Jahre.
  • Der Versand erfolgt ausschließlich innerhalb Deutschlands.
  • Der Gewinner wird am 5.12. in diesem Beitrag verkündet. Wenn sich der Gewinner nicht innerhalb von 48 Stunden meldet, wird für diesen erneut ausgelost.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch damit einverstanden, im Falle eines Gewinns eure Adresse an die Email im Impressum zu versenden. Diese wird ausschließlich für den Versand verwendet.

Ein zusätzliches Los könnt ihr euch bei Instagram und/oder Facebook mit einem Kommentar unter dem entsprechenden Beitrag sichern. Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück!

Morgen geht es bei Kids&Cats mit der nächsten Verlosung weiter. Eine schöne Weihnachtszeit wünsche ich allen LeserInnen, ob Groß oder Klein!

Der Gewinner ist: rena_pu_ (Instagram) (5.12.)

Erneute Auslosung, da sich rena_pu_ nicht innerhalb von 48 Stunden nicht zurück gemeldet hat. Es darf sich freuen: Aileen (Ziehung am 8.12. um 06:30 Uhr)

Bitte melde dich bei mir bezüglich der Versandadresse.

David Litchfield – Der gute Riese

Billy und sein Opa verschönern mit all den anderen Dorfbewohnern die Stadtmauer von Ziegelhausen. Lediglich das obere Stück bleibt unbemalt, weil keiner so groß ist und bis nach ganz oben reicht. Da erzählt Opa Billy die Geschichten vom guten Riesen. Er berichtet von all den guten Taten des Gutherzigen und wie er ihnen stets helfend zur Seite stand. Billy jedoch zweifelt an seiner Existenz, schließlich hat er ihn noch nie gesehen.

Dabei gibt Opa zu bedenken, dass der gute Riese sich nur ungerne zeigen würde, weil dann alle schreiend davon laufen. Eines Tages darf sich Billy selbst davon überzeugen und erkennt, dass man vor dem Unbekannten oder der Andersartigkeit keine Angst zu haben braucht.

Rezension

Dieses Bilderbuch strahlt eine wahnsinnige Wärme aus. Es ist natürlich in erster Linie den leuchtenden Illustrationen geschuldet, die eine heimelige Atmosphäre schaffen. Der Zauber spiegelt sich in der Farbgebung, der Komposition und dem außergewöhnlichen Lichtspiel wieder.

Diese Behaglichkeit wird auch inhaltlich aufgegriffen. Menschen reagieren auf Andersartigkeit mit Unsicherheit und Distanz. Sie bauen eine innerliche Mauer und schauen oder laufen eben weg. Dieses Bilderbuch zeigt, dass andere zu sehen, mit dem Herzen wahrzunehmen, eine Kunst ist. Als Dank erwartet einen Großes. Hier ist es Freundschaft oder eben Unterstützung innerhalb einer Gemeinschaft. Es ist ein Geschenk anders zu sein. Und wenn man den Mut hat genau hinzuschauen und das Herz zu öffnen, eröffnen sich für alle ganz viele Chancen, aus denen nur profitiert werden kann.

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Fazit

Für mehr Achtsamkeit, Nächstenliebe und Offenheit für Andersartigkeit!

 

Kinderbuchblogger-Adventskalender 2018

Die Adventszeit steht schon wieder vor der Tür. Auch dieses Jahr haben sich sämtliche KinderbuchbloggerInnen zusammen getan, um 24 Kinderherzen und ihre Familien zu erfreuen. Jeden Tag öffnet sich bei einem anderen Kinderbuchblogger ein Türchen. Die Kinderbücher werden nicht nur vorgestellt, sondern anschließend auch verlost. Ich freue mich sehr wieder dabei sein zu dürfen und zwar am *3.Dezember* und am *8.Dezember*.

Schaut vorbei und natürlich auch bei den anderen wunderbaren Blogs! Die vollständige Liste mit allen teilnehmenden Blogs findet ihr hier.

Welches Buch sich hinter den einzelnen Türchen versteckt, bleibt bis jeweils um 0:00 Uhr streng geheim. Gerne darf auf die Aktion auf jeglichen social-media-Kanälen hingewiesen werden. Wir freuen uns, wenn ihr die Kunde vom #kinderbuchadvent mit uns in die Welt hinaustragt.

Auf eine besinnliche Adventszeit mit glänzenden Kinderaugen und viel Zeit zum gemütlichen Vor- und Selberlesen!

Otfried Preußler – Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete

Rezension

Anlässlich Preußlers 95. Geburtstag, den er im Oktober begangen hätte, veröffentlicht der Thienemann Verlag einen neuen Band vom Hotzenplotz.

Die Aufregung in diesem Abenteuerbuch für Kinder ab 6 Jahren ist groß. Wachtmeister Dimpfelmoser stellt erschrocken fest, dass der berüchtigte Räuber Hotzenplotz dem Spitzenhaus entwischt ist und das ausgerechnet als Seppel und Kasperl Pilze für Großmutters Schwammerlsuppe suchen wollen. Statt also Pilze zu suchen, beschließen die beiden sich auf die Suche nach Hotzenplotz zu begeben. Eine selbstgebaute Mondrakete soll letztendlich Hotzenplotz im Wald anlocken und ihn ein für allemal auf den Mond schießen. So weit der Plan zumindest…

Der Kultfigur „Hotzenplotz“ wurde in diesem Band eine Generalüberholung verpasst. Nicht zuletzt wegen der Illustrationen wirkt der Klassiker jünger, frischer und insgesamt frecher und lebendiger. Jede Doppelseite wird mit farbigen Illustrationen gestützt. Diese Fassung ist textlich reduzierter als das Original und soll eigentlich Kinder, die Otfried Preußler bisher nicht kennen, auf den Geschmack seiner tollen Bücher bringen. Zugegeben leidet der sprachliche Stil und die Erzählkunst, die Preußlers Bücher ausmachen, aufgrund der Knappheit der Texte. Das werden Leser, die mit Otfried Preußlers Originalbüchern aufgewachsen sind und den ganz eigenen Witz in den Formulierungen lieben, zu bemängeln wissen. Nichtsdestotrotz lässt es vielleicht auch die ältere Generation dazu bewegen ihre Schätze aus den Regalen hervorzukramen und ihren Enkeln, die nun auf den Geschmack gekommen sind, daraus vorzulesen. Das wäre allemal wünschenswert!

Die Quintessenz ist glücklicherweise immer gleich. Auch hier gewinnen die Guten mit Mut, cleveren Schachzügen und vielleicht auch einer kleinen Prise Glück. Die Bösewichte scheitern dagegen an unklugen Handlungen und törichten Gedankenmustern.

 

Blick ins Buch

Fazit

Der Klasssiker im neuen Gewand.

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