Kinderbuchblogger-Adventskalender 2018

Die Adventszeit steht schon wieder vor der Tür. Auch dieses Jahr haben sich sämtliche KinderbuchbloggerInnen zusammen getan, um 24 Kinderherzen und ihre Familien zu erfreuen. Jeden Tag öffnet sich bei einem anderen Kinderbuchblogger ein Türchen. Die Kinderbücher werden nicht nur vorgestellt, sondern anschließend auch verlost. Ich freue mich sehr wieder dabei sein zu dürfen und zwar am *3.Dezember* und am *8.Dezember*.

Schaut vorbei und natürlich auch bei den anderen wunderbaren Blogs! Die vollständige Liste mit allen teilnehmenden Blogs findet ihr hier.

Welches Buch sich hinter den einzelnen Türchen versteckt, bleibt bis jeweils um 0:00 Uhr streng geheim. Gerne darf auf die Aktion auf jeglichen social-media-Kanälen hingewiesen werden. Wir freuen uns, wenn ihr die Kunde vom #kinderbuchadvent mit uns in die Welt hinaustragt.

Auf eine besinnliche Adventszeit mit glänzenden Kinderaugen und viel Zeit zum gemütlichen Vor- und Selberlesen!

Advertisements

Otfried Preußler – Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete

Rezension

Anlässlich Preußlers 95. Geburtstag, den er im Oktober begangen hätte, veröffentlicht der Thienemann Verlag einen neuen Band vom Hotzenplotz.

Die Aufregung in diesem Abenteuerbuch für Kinder ab 6 Jahren ist groß. Wachtmeister Dimpfelmoser stellt erschrocken fest, dass der berüchtigte Räuber Hotzenplotz dem Spitzenhaus entwischt ist und das ausgerechnet als Seppel und Kasperl Pilze für Großmutters Schwammerlsuppe suchen wollen. Statt also Pilze zu suchen, beschließen die beiden sich auf die Suche nach Hotzenplotz zu begeben. Eine selbstgebaute Mondrakete soll letztendlich Hotzenplotz im Wald anlocken und ihn ein für allemal auf den Mond schießen. So weit der Plan zumindest…

Der Kultfigur „Hotzenplotz“ wurde in diesem Band eine Generalüberholung verpasst. Nicht zuletzt wegen der Illustrationen wirkt der Klassiker jünger, frischer und insgesamt frecher und lebendiger. Jede Doppelseite wird mit farbigen Illustrationen gestützt. Diese Fassung ist textlich reduzierter als das Original und soll eigentlich Kinder, die Otfried Preußler bisher nicht kennen, auf den Geschmack seiner tollen Bücher bringen. Zugegeben leidet der sprachliche Stil und die Erzählkunst, die Preußlers Bücher ausmachen, aufgrund der Knappheit der Texte. Das werden Leser, die mit Otfried Preußlers Originalbüchern aufgewachsen sind und den ganz eigenen Witz in den Formulierungen lieben, zu bemängeln wissen. Nichtsdestotrotz lässt es vielleicht auch die ältere Generation dazu bewegen ihre Schätze aus den Regalen hervorzukramen und ihren Enkeln, die nun auf den Geschmack gekommen sind, daraus vorzulesen. Das wäre allemal wünschenswert!

Die Quintessenz ist glücklicherweise immer gleich. Auch hier gewinnen die Guten mit Mut, cleveren Schachzügen und vielleicht auch einer kleinen Prise Glück. Die Bösewichte scheitern dagegen an unklugen Handlungen und törichten Gedankenmustern.

 

Blick ins Buch

Fazit

Der Klasssiker im neuen Gewand.

(Amazon-Link)

Amy Krouse Rosenthal – Für mein Mädchen: Eine Liebeserklärung an dich

Rezension

Falls du jemals vergessen solltest, wie einzigartig du bist,
schlage irgendeine Seite in diesem Buch auf, und du wirst wieder wissen,
dass du etwas ganz Besonderes bist und aus tiefstem Herzen geliebt wirst.

Dieses Bilderbuch ist ein „Seelenstärker“ für alle kleinen und großen Mädchen dieser Welt. Es schenkt Selbstvertrauen, bestärkt das neugierige Denken, macht Mut, regt zur Akzeptanz und Selbstliebe an. Jede Doppelseite steht für sich und beginnt mit der Anrede „Mein Mädchen,“. Dabei ist es ganz universell gemeint, sodass jedes Mädchen und jede Frau gleichermaßen sich angesprochen fühlen kann.

Es geht darum seine Äußerlichkeiten lieben zu lernen, aber auch den Mut zu haben Fragen zu stellen. Mädchen sollen sich zu Wort melden, denn auch sie haben kluge Sachen zu sagen. Auch Verrücktheiten sind akzeptiert, genauso wie die Tatsache „einzigartig“ zu sein.

Die hier gesammelten Botschaften haben einen wahren Kern. Menschen zweifeln viel zu oft an sich. Diese Situationen geben einem Mut und strahlen Zuversicht aus. Es lässt sich wunderbar an Menschen verschenken, die einem am Herzen liegen.

Mein Mädchen, verliere nie die Fähigkeit zu staunen.

Blick ins Buch

Fazit

Ein Geschenkbuch, das noch mehr im Gepäck hat: Lebensweisheiten

(Amazon-Link)

Johanna Lindemann und Astrid Henn – Die Prinzessin von Bestimm

Die Prinzessin von Bestimm hat ihren eigenen Kopf und entscheidet selbst wann sie ins Bett geht, ob sie Zähne putzt, was es zu essen gibt. Wenn sie ihren Willen nicht bekommt, hält sie solange die Luft an bis sie rot anläuft und brüllt anschließend darauf los. So kommt es, dass alle nach ihrer Pfeife tanzen. Den Pferden werden von Dienern Hörner angebunden, weil die Prinzessin eben Einhörner mag. Am Geburtstag mussten alle Kinder ins Königreich kommen und das tun, was der Prinzessin einfiel. So lief es tagein und tagaus.

Irgendwann stellt die Prinzessin fest, dass Langeweile einkehrt. Schließlich lässt sich alles vorhersagen. Es fehlt die Überraschung und so zieht sie sich in die Natur zurück. Beim Überqueren eines Flusses, trifft sie auf einem Baumstamm Polly, die ihr partout nicht den Weg frei machen will. Dies ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Schließlich haben andere auch gute Ideen, sofern man ihnen den Raum zur Entfaltung gibt.

Rezension

Alle Kinder durchleben eine Phase, die ihnen erlaubt zu entdecken, dass jeder einen eigenen Willen hat. Die egozentrische Sichtweise weicht irgendwann der Erkenntnis, dass sie nicht im Zentrum der Welt stehen und jeder Mensch Bedürfnisse hat. Den Blickwinkel des anderen einzunehmen und die Fähigkeit die eigene, aktuelle Sichtweise als eine von mehreren Möglichkeiten zu begreifen, stellt sich als Lernprozess heraus.

Kinder, die gerne bestimmen wird jeder Pädagoge kennen. Vor allem die daraus resultierenden Streitigkeiten sind uns gut bekannt. Dieses Bilderbuch hält genau diesen Kindern, aber auch die unter solchen Leiden einen Spiegel vor. Einige Eltern sollten dieses Bilderbuch ebenfalls sorgfältig lesen, natürlich mit einem Augenzwinkern versehen.

Auf sehr amüsante Weise zeigt uns Johanna Lindemann, dass dieses Verhalten keinen Beteiligen auf Dauer glücklich macht. Die Autorin gesteht der Protagonisten den Raum zu als Dickkopf selbst zu der Erkenntnis zu kommen, dass das Bestimmen auch Nachteile mit sich bringt. Außerdem bleiben einem Türen verschlossen, die einen davon abhalten aus dem Ideenreichtum der anderen zu schöpfen.

Blick ins Buch

Fazit

Ein Bilderbuch für Bestimmer, Dickköpfe und Egozentriker.

(Amazon-Link)

Christina Salem – FinkenTrainer Grammatik

Rezension

Der FinkenTrainer bietet 185 doppelseitig bedruckte Aufgabenkarten zu unterschiedlichen Grammatik-Themen, die von den Schülerinnen und Schülern selbstständig bearbeitet werden können. Folgende sprachliche Phänomene werden angerissen:

  • Nomen (Plural)
  • Nomen (Genus)
  • Nomen (Kasus)
  • Personalpronomen und Possessivpronomen
  • Verben im Präsens
  • Verben im Perfekt und Präteritum
  • Adjektive
  • Präpositionen

Für die Bearbeitung der Aufgabenkarten werden Einstecktaschen benötigt. Im Lieferumfang befinden sich insgesamt 9 Taschen, wobei die Karten ausschließlich mit  der entsprechenden Farbe des Täschchens bearbeitet werden können. Damit geht einher, dass für eine Klasse mindestens zwei Sets an zusätzlichen Einstecktaschen bestellt werden müssen. Diese verdecken vorerst die richtige Antwort und erst nach dem Hochschieben, wird das richtige Ergebnis gelüftet. Nach der Erprobung im Deutschförderunterricht meldeten die Kinder zurück, dass sie es als sinnvoll erachten, dass man nicht gleich geneigt ist herüber zu linsen, sondern tatsächlich erst für sich überlegen muss. Da die Rückmeldung unmittelbar erfolgt und nicht erst nach dem Bearbeiten der ganzen Seite, bleibt es besser „im Kopf hängen“, so die Einschätzung der Kinder.

Während die Bereiche „Nomen“ und „Präpositionen“ sehr gut auch im DAZ-Unterricht bearbeitet werden können, unterliegt das Themengebiet „Verben“ wiederkehrenden, automatisierenden Übungen. Immer wieder erlebe ich, dass Verben im Präteritum schon fast wie „Vokabeln“ gelernt werden müssen, weil sie im häuslichen Rahmen augenscheinlich selten gebraucht werden.

Die Aufgabenkarten sind nach drei Schwierigkeitsstufen differenziert. So können Kinder sich selbst gut einschätzen und nach basalen Übungen sich auch an metasprachliche Aufgaben heran wagen, um sich als Grammatikprofi zu beweisen. In der Praxis erwies sich das Einordnen der benutzten Karten als recht schwierig. Die Beschriftung der Karten in „A“ (=Vorderseite) und „B“ (=Rückseite) war für viele Kinder verwirrend, sodass letztendlich die Karten einfach hinter die entsprechende Abtrennung gelegt wurden. Auch in einer Kleingruppe reichte ein Set an Einsteckkarten nicht aus, sodass Wartezeiten aufkamen oder „Tausch-Diskussionen“, die wertvolle Übungszeit raubten. Nach der Einführung werden die Karten von den Kindern vor allem in der Freiarbeit gern genutzt, da es ein etwas anderes Übungsformat darstellt und mit Handlung verbunden ist.

Positiv ist die Möglichkeit als Lehrkraft für die eigene Lerngruppe individualisierte Karten zu erstellen. Dafür bietet der Finken Verlag Vorlagen zum Download an. Auch ein Dokumentationsbogen findet sich auf der Website.

Blick ins Buch

Fazit

Abwechslungsreiches Übungsformat

 

(Bitte beachten: Die Finken-Materialien sind nicht im Handel, sondern nur direkt beim Verlag erhältlich.)

Edelgard Moers – Sachunterricht mit Erstklässlern

Rezension

Der Sachunterricht mit Erstklässlern ist aufgrund der kaum vorhandenen Schreiberfahrungen oft handlungsorientiert ausgelegt. Auch wenn es in den nächsten Schuljahren ein ganzheitlich beanspruchender, schüleraktiver Unterricht bleibt, so sieht man sich vor einigen Herausforderungen gestellt.

Mit diesem Band erhält man keinesfalls überfrachtete Kopiervorlagen, die nur so vor Handlungsanweisungen strotzen, sondern Schritt-für-Schritt sinnvoll aufgebaute Formate und Themenbereiche. Die Arbeitsblätter sind ansprechend und glücklicherweise reduziert gestaltet. Trotzdem ist genug Raum für „natürliche Differenzierung“ gegeben.

Besonders gelungen ist die Zusammenstellung der Themen, die sich zunächst am  neuen System „Schule“ orientieren. Es geht mit dem neuen Lernort und allen Beteiligten los. Neben der Erkundung des Schulgebäudes, dreht es sich um den Schulweg, die richtige Kleidung in dunklen Jahreszeiten, die Schulregeln und das freundliche und hilfsbereite Miteinander. Sofern die Basis gegeben ist, werden Themenbereiche aus dem kultur- und naturbezogenen Lernen betrachtet: der Apfel, Advent und Weihnachten, Tageszeiten, Wochentage, Monate, Jahreszeiten, die Tulpe, Körperpflege und Hygiene.

Wimmelbilder stehen für vielfältige Einsätze bereit, sei es als Erzählanlass oder zum Ausmalen als Festigungsmöglichkeit. Des Weiteren finden sich hier Mini-Büchlein, Stabpuppen, Brettspiele oder Leporellos wieder. Hilfreich ist die Empfehlung zum Einsatz von Piktogrammen als Arbeitsanweisung. Hier fehlt mir lediglich eine Illustration zum „Einheften“, eine für Kinder oft nicht zu unterschätzende Aufgabe, der reichlich Zeit eingeräumt werden muss. Insgesamt ist eine äußerst hilfreiche Zusammenstellung, die einen hohen Einsatz in der Unterrichtspraxis verspricht, da sie so breit aufgestellt ist.

Blick ins Buch

Fazit

Nützliches und praxisorientiertes Material zu kindgerechten Themen

(Amazon-Link)

Alex Rühle und Axel Scheffler – Zippel das wirklich wahre Schlossgespenst

Zippel ist ein junges und heiteres Schlossgespenst. Dabei lebt er gar nicht in einer Burg oder einem Schloss, sondern in einem Türschloss bei Paul. Paul ist nämlich ein Schlüsselkind, was so viel bedeutet, dass er tagsüber nach der Schule weitgehend sich selbst überlassen ist, da seine Eltern berufstätig sind.

Und da Paul ganz viel Zeit alleine verbringt, leistet der gesellige Freund ihm nun Gesellschaft. Da Zippel allerdings auch viel Blödsinn im Kopf hat, sind Abenteuer garantiert. Als das Türschloss aufgrund von ungenügenden Sicherheitsstandards ausgetauscht werden soll, droht Zippel sein Zuhause zu verlieren. Auch andere Begebenheiten aus dem familiären Kreis verlangen kreative Lösungsstrategien. Wie gut, dass die beiden sich haben und auch glückliche Zufälle leisten ihren Beitrag…

Rezension

Alex Rühles Debüt ist ein wahrer Glücksgriff  für Vorleser und somit ein großes Leseglück für die ganze Familie. Zippel ist einfach herzerwärmend und lässt sich wunderbar mit verstellter Stimme imitieren. Die Reime tun ihr übrigens und schon kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Schule ist jetzt nicht mehr weit,
heut wird Zippel sehr gescheit.
Lern ich rechnen, schreiben, malen,
kann ich alle hundert Zahlen.
Zippel wird ein Schlaugespenst,
wie du noch kein zweites kennst. (S.75)

Dabei ist es sowohl für Mädchen als auch für Jungen gleichermaßen ansprechend. Auf der Klassenfahrt hingen die Kinder an meinen Lippen, sodass mein Ziel sie möglichst schnell ins Träumeland zu schicken, mit diesem Vorlesebuch verfehlt war. Sehr positiv ist, dass viele Kinder sich mit den Darstellungen zum Thema Eltern, Schule und Freundschaften sicherlich identifizieren werden. Der Rahmen ist zwar sehr alltagsnah, doch Zippel und seine Verrücktheiten erheitern so sehr, dass man dauerschmunzeln muss. In Verbindung mit den fabelhaften Illustrationen von Axel Scheffler, ist es definitiv ein „Gewinnerbuch“ und zwar so sehr, dass ich innigst hoffe, dass weitere Bände folgen werden. Es hat das Zeug zum Klassiker!

Blick ins Buch

Fazit

Erheiternd und ein Garant für Leseglück!

 

(Amazon-Link)

Anna Linstadt – Blüten und Blätter entdecken und sammeln

Rezension

Das Herbarium-Ringbuch animiert Naturforscher Blätter und Blüten zu entdecken, zu pressen und sie anschließend richtig einzuordnen. Eine kurze Pflanzenkunde führt die Naturforscher in die Pflanzenkunde ein und thematisiert Pflanzengattungen und wissenschaftliche Bezeichnungen. Das richtige Pressen wird ausführlich erklärt und Stolperfallen aufgezeigt.

In dieser Vorlage in Herbarium-Form wird nicht nur Bäumen Platz eingeräumt, sondern auch Gräsern und Wiesenblumen. Pädagogisch wertvoll sind die kurzen Steckbriefe, die die Höhe der Bäume, die Beschreibung der Blattform (gelappt, kurz gestielt, eiförmig, lanzettlich etc.) oder das Aussehen der Rinde darstellen. Neben Fotografien der Bäume sind hier auch  Früchte und Blätter abgebildet. Abgerundet wird die Infoseite mit zusätzlichen spannenden Informationen rund um Sagen oder anderen wissenswerten Belehrungen. Welche Verbindung besteht zwischen der Buche und der Wortherkunft „Buchstabe“? Wie entstand die Redewendung „Vor Eichen sollst du weichen, doch die Buchen musst du suchen“? Bei welchen Beschwerden ist Lindenblütentee hilfreich?

Neben den gewöhnlichen Bäumen und Pflanzenarten, wie z.B. Eiche, Linde, Buche, Ahorn, Birke, Gänseblümchen, Hahnenfuß oder Veilchen, finden sich hier auch Pflanzen wieder, die man in anderen Bestimmungsbüchern für Kinder durchaus suchen muss. So taucht hier erfreulicherweise die Silberweide oder auch die Robinie auf. Auch um die Buschwindröschen zu finden, muss man sich wirklich auf die Suche machen.

Im Glossar wird der Aufbau einer Blüte aufgezeigt, inkl. der Beschriftung der Einzelteile. Auch die Bestandteile von Bäumen werden in einer einfachen Zeichnung verdeutlicht. Vier weitere unbeschriftete Seiten bieten Platz für individuelle Funde. Aufgrund der Ringform passen hier viele Entdeckungen hinein, ohne dass das Buch sich wölbt. Mit einem Gummi wird die Öffnung sicher zusammen gehalten, damit die empfindlichen Blätter nicht beschädigt werden.

Blick ins Buch

Fazit

Animiert Naturforscher auf Entdeckungsreise zu gehen – beinhaltet wertvolle Informationen

(Amazon-Link)

Gewinnspiel – „Unsere kleine Höhle“

 

Diese gewichtige Botschaft von „Unsere kleine Höhle“ muss in die Welt hinaus, deswegen verlose ich das Buch an die Leser des Blogs „Papillionis liest“!

Wer teilnehmen möchte, schickt mir bitte eine Mail an papillionis(at)hotmail.com
Für die Abwicklung werden vom Teilnehmer folgende Daten benötigt: Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse. Der Teilnehmer ist für die Richtigkeit seiner Angaben verantwortlich.

Am 28. Oktober wird ausgelost. Der Gewinner wird auf FACEBOOK und INSTAGRAM verkündet.

Teilnahmeschluss ist der 27. Oktober 2018 (24:00).

Bitte beachten: Teilnahmeberechtigt sind nur User mit Versandadresse in Deutschland, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die GewinnerInnen werden nach dem Zufallsprinzip ermittelt und via Facebook und Instagram verkündet. Die Daten werden nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Instagram und wird in keiner Weise gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wird der Gewinn nicht innerhalb von sieben (7) Tagen nach der Benkanntgabe angenommen, wird das Recht vorbehalten, den Gewinn anderen Teilnehmern zur Verfügung zu stellen.

Céline Claire und Qin Leng – Unsere kleine Höhle

Die Waldbewohner bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Sie sammeln emsig Holz und  sehen nach den Vorräten. Als ein Sturm aufzieht und der Wind zu heulen beginnt, tauchen in der Ferne zwei dunkle Gestalten auf. Zwei Eisbären suchen notdürftig eine Unterkunft. Sie bieten Tee zum Teilen an und erhoffen sich am Feuer etwas die Hände zu wärmen.

Misstrauisch schicken die Wildschweine die sonderbaren Neuankömmlinge weiter, denn ihr Feuer ist fast aus. Die Fuchsfamilie mag ihr Essen mit den Unbekannten auch nicht teilen und auch die anderen Tiere drehen ihnen den Rücken zu. Allerdings findet sich mit dem ersten Schnee die Fuchsfamilie als Hilfesuchender wieder und folgt einem hellen Licht. Wird die Eisbärenfamilie ihnen Unterschlupf gewähren?

Rezension

Céline Claire spricht eine immer wiederkehrende Thematik an, die schon fast biblisch angehaucht ist und doch, wie es scheint, immer aktuell bleibt. In diesem Bilderbuch geht es um Nächstenliebe, Großzügigkeit und Güte. In kurzen Sätzen und einer einfachen Sprache wird hier gezeigt, dass auch kleine Gesten eine große Wirkung haben können. Auch wenn die Fuchsfamilie nicht viel Essen hatte, so gab der kleine Fuchs den Eisbären eine kleine Öllampe mit auf den Weg. Wie es der Zufall so will, war genau dieses Licht der Wegweiser ihrer eigenen Rettung, gleich der Redewendung „Was man sät, das wird man ernten.“

Die Illustratorin Qin Leng setzt zarte Pinselstriche und arbeitet mit ineinander fließenden Wasserfarben. Die Farbtöne sind zurückhaltend und stilsicher reduziert. Das Spiel mit Licht und Schatten ist eine kluge und einfühlsame Weise die Botschaft der Geschichte zu unterstreichen. Es lässt sich ein Bezug zu Flüchtlingen ziehen und Menschen, die neu in eine bereits bestehende Gemeinschaft dazustoßen. Auch im Kindergarten oder Grundschule wird es „Neuankömmlinge“ geben. Hier können auch schon junge Kinder lernen, dass auch kleine Gesten, Blicke und Schritte eine große Wirkung haben können.

Blick ins Buch

Fazit

Einfühlsam geschrieben – mit einer großen Botschaft zum Thema „Miteinander“

(Amazon-Link)