Andrea Schomburg und Stefanie Reich – Otto & der kleine Herr Knorff: Auf Monsterjagd

Mutig sein, wenn man keine Angst hat, das kann jeder. Aber mutig sein, wenn man Angst hat – da kann eben nur jemand mit Pups-Piraten-Panther-Mut.

Der kleine Herr Knorff ist ein äußerst freundlicher, ehrlicher, ordentlicher, regelbewusster und pünktlicher Geselle. Er stammt aus Knorffien, wo seine Artgenossen eher für Ungepflegtheit und Kloppereien bekannt sind. So hat er sich entschieden lieber bei den Menschen zu leben. Wer einmal bei den Menschen lebt, ist allerdings für immer ein Verstoßener und darf unter keinen Umständen zurückkehren.

In der Künstlerfamilie von Otto fühlt sich Herr Knorff pudelwohl und begleitet den Jungen gerne zu seinen Fußballspielen. Eines Tages bekommt Herr Knorff allerdings furchtbare grün-leuchtende Punkte am ganzen Körper: die Klaubauterkrätze! Das einzige Gegengift, das ihn retten kann, ist die abscheuliche Knorffsuppe aus Schneckenschleim, Popeln, Knorffspucke und Pupsbeeren. Dafür muss er jedoch zurück nach Knorffien!

Rezension

Dieses Erstlesebuch für Kinder ab 6 Jahren ist das zweite Band der vielversprechenden Reihe von Andrea Schomburg. Der Leser taucht gleich ins Geschehen ein und wird in die Abenteuerreise der beiden Protagonisten mitgenommen. Der Kontrast der beiden Figuren ist erzieherisch wertvoll. Während Herr Knorff für das gute Benehmen steht, versorgen seine Artgenossen den Leser mit witzigen Wortspielereien und garantieren einige Lacher zwischendurch. Otto hingegen ist ein gewöhnlicher Junge, der Ängste hat, aber auch den Mut sich diesen zu stellen und merkt, dass man viel schaffen kann, wenn man sich nur traut.

Die 13 Kapitel werden mit vielen farbenfrohen Illustrationen unterlegt und unterstützen das Hineindenken in diese besondere Fantasiewelt der Knorffe. Die integrierten Reime sind eine gelungene Abwechslung und trainieren das Sprachgefühl für Gedichte oder gereimte Verse. Die Schrift ist für fortgeschrittene Leseanfänger gut lesbar und wird nicht nur inhaltlich auch Zweit- und Drittklässler noch begeistern.

Blick ins Buch

Fazit

Eine gelungene Reihe für Jungen zwischen 6 und 9 Jahren, die fantasievolle Welten lieben.

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Rusalka Reh – Der Igel Nepomuk

Seinen Winterschlaf hält Nepomuk unter der alten Hecke im trockenen Laub. Als ihn die Feldmaus weckt, muss er voller Schrecken feststellen, dass er zu lange geschalfen hat. Er ist dünn wie ein Regenwurm geworden! Jetzt heißt es schnell auf Nahrungssuche gehen. Unterwegs trifft er das Eichhörnchen und verrät ihr wo sie im Herbst die schmackhafte Walnuss vergraben hat.

Auf dem Bauernhof begrüßt er alte Freunde und macht neue Bekanntschaften. Das Igeljahr ist ganz schön aufregend und kaum hat man sich versehen ist schon der nächste Winterschalf vor der Tür.

Der Protagonist ist ein liebenswerter und herzensguter Igel. Rusalka Reh hat wissenswerte Informationen rund um die Bauernhoftiere und insbesondere den Igel einfließen lassen. Natürlich werden die jungen Zuhörer mit einem Happy End beglückt. Echte Freunde helfen schließlich in allen Notsituationen.

Das Vorlesebuch eignet sich bereits für Kinder ab 4 Jahren. Es ist eine prima Gutenacht-Geschichte, die mit kleinen Aufregungen zurecht kommt, ohne die Gefühlswelt groß aufzuwühlen. Die Doppelseiten werden von einigen schwarz-weiß Illustrationen begleitet. Der hochwertige Leineneinband macht es zu einem wertigen Geschenkbuch. Weitere Abenteuer von Nepomuk in einem Folgeband wären wünschenswert.

Wissenswertes rund um das Igeljahr.

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Merken

Julia Boehme – Tafiti und die Affenbande

Tafiti und die Affenbande

Im 6. Band der erfolgreichen Tafiti-Reihe rund um das sympathische Erdmännchen und seinen Freund, dem fliegenden Pinselohrschwein, dreht sich alles um Tafitis Geburtstag. Seine Freude auf den berühmten Kuchen von Omama ist riesig, als die Kuchenform kurz vor der Feier geklaut wird. Der Verdacht steht nahe, dass die fiese Affenbande ihre Finger im Spiel hat. Schließlich sind sie für gemeine Streiche, Trubel und Chaos bekannt. Als jedoch Oma selbst verschwindet, zeigt die Affenbande Solidarität und unterstützt Tafiti und Pinsel dabei das geheimnisvolle Verschwinden aufzuklären. Wahre Freunde helfen immer in der Not!

Das niedliche Erdmännchen lässt so manche Kinderherzen schmelzen. In diesem 40-minütigen Hörbuch, unterteilt in neun Kapitel, legt sich Christoph Maria Herbst so richtig ins Zeug um die kleinen Zuhörer mitzureißen. Es wird gegrunzt, geseufzt, gequickt, geflüstert und geschnarcht. Die Sprecherrolle ist gut besetzt und trägt erheblich zum Zuhör-Spaß bei. Dank der kurzen Kapitel können sich auch junge Zuhörer in dieser kurzen Zeitspanne gut auf den Inhalt konzentrieren.

Im Klassenverband würde ich das Hörbuch jedoch erst ab Klasse 2 empfehlen. Für Erstklässler sind verschiedene und abwechslungsreichere Stimmen motivierender, untermalt mit eingebundenen Liedern, die zum  Mitsummen animieren. Für den häuslichen Rahmen, ohne ablenkende Nebengeräusche, eignet sich das Hörbuch bereits ab 4/ 5 Jahren.

Tafitis Abenteuer rund um Verdachtsfälle und wahre Freundschaften.

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Jennifer Gray und Amanda Swift – Fuzzi, Coco & co

Fuzzi, Coco & co

Fuzzi und Coco sind Meerschweinchen mit ganz unterschiedlichen Charakteren. Während Fuzzi abenteuerlustig und sehr dynamisch ist, beruht sich Coco auf ihre königliche Herkunft und handelt stets vornehm wie eine richtige Dame. Ihre Vergangenheit im Königshaus möchte Fuzzi ihr jedoch nicht so ganz abnehmen, zumindest nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt …Fuzzi ist nämlich Hobbykoch und möchte seine Künste in einem Spitzenrestaurant verbessern. Als er eine Anzeige in der Zeitung sieht, ist für ihn klar, dass er sich dort schnellstmöglich anmelden muss. Auf Cocos Bedenken hört er nicht und witzelt lieber über ihre übervorsichtige Art.

„Fuzzi, Coco & co.“ ist ein Buch für Kinder ab 8 Jahren. Es hat mich vom Inhalt ein bischen an ein Walt Disney Film erinnert. Es ist eine leichte, rasante Unterhaltung, ohne viel lehrreiches Material. Schwerpunktmäßig wäre es sicherlich bei der Thematik „Abenteuer“ einzuordnen.
Positiv hervorzuheben ist der angemahnte Umgang mit den neuen Medien. Coco gerät beim Recherchieren nach dem Standort des Restaurants auf einen Internetbetrüger, der sich mit ihr treffen möchte. Beim Treffen muss Coco die Erfahrung machen, dass man den Menschen im Internet nicht blindlings vertrauen sollte.
Ansonsten sind die vielen Wendungen für den Leser schwer nachzuvollziehen und der Handlungsverlauf öfter doch fragwürdig. Allerdings könnten Meerschweinchen-Fans und Liebhaber von Walt Disney-Filmen mit diesem Buch doch ihre Freude haben. Die anderen können dieses Buch getrost ignorieren.
Fuzzi, Coco & co
Kurzweilige und leichte Unterhaltung.

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Michael Römling – Schattenspieler

Vor ca. zwei Wochen ist dieses toll eingepackte Päckchen bei mir ins Haus geflattert. Diese mysteriöse Verpackung weckt natürlich die Neugierde … also ran an den Inhalt …

Berlin (1945): Die deutsche Hauptstadt ist zerbombt und steht kurz vor der Eroberung durch die russische Armee. Dem jüdischen Jungen Leo ist es bisher gelungen als „U-Boot“ in Verstecken zu leben und somit den deutschen „Spürhunden“ nicht in die Hände zu fallen. Doch nachdem sein Freund Wilhelm spurlos verschwunden ist, sieht er sich gezwungen sein Versteck zu verlassen. Auf seiner Flucht als „Schatten“ begegnet er Friedrich und hier entsteht eine wahre Freundschaft, die noch einige Abenteuer erwartet. Auf der Suche nach Wilhelm, führt eine Information zur anderen und als Spurenleser erweisen sie sich mehr als erfolgreich …

„Schattenspieler“ vereinigt eine spannende Story mit vielen geschichtlichen Fakten. Michael Röming gelingt es sehr gut den Leser in die damalige Zeit des Zweiten Weltkriegs eintauchen zu lassen, sodass man die Verzweiflung auf den Strassen und die Angst der „U-Boote“ hautnah spürt. Dabei ist die Beschreibung keinesfalls belehrend, anklagend oder zutiefst rührend. Es ist brutal ehrlich und verschweigt keineswegs, dass deutsche Frauen von der russischen Armee nach dem langen Krieg auch vergewaltigt wurden. Jedoch werden die Russen nicht schlichtweg grausam dargestellt, denn schließlich waren sie es gewesen, die die „U-Boote“ auch befreit haben und oft ihre Landsleute wegen Vergewaltigungen bestraft haben. Das zerstörte und gebrochene Berlin hatte man stets vor Augen:

Schutthaufen und Menschenketten, die sie abtrugen, Ziegelstapel, Trümmerbahnen und das vielstimmige Ping-Pong der Hämmer, die Steine von Mörtel befreiten (S. 268).

Der junge Leo, dessen Inneres übrigens auch dem Leser größtenfalls als ein undurchsichtiger Schatten im Verlauf des Buches bleibt, steht für jeden jüdischen Jungen der damaligen Zeit. Wir erfahren nicht viel von ihm. Wir wissen nicht wie er aussieht. Und doch fühlte ich mit ihm und konnte seine Handlungen sehr gut nachvollziehen. Die Gestaltung eines solchen Charakters ist eine Kunst. Die Parallelgeschichte um die beiden Jungen, mündete auch schon bald in einer gemeinsamen und äußerst spannenden Abenteuergeschichte. Zur Erhaltung des Spannungsbogens, rückte ein verborgener Schatz in den Vordergrund des Geschehens.

Während des Lesens habe ich auf ein Nachwort gehofft, welches die jungen Leser darüber aufklärt, was in diesem Buch Fiktion und was Realität ist. Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Auf fünf Seiten werden die realen Begebenheiten genau erläutert. Und doch bin ich unschlüssig geblieben, ob während der Luftangriffe die Viktoria auf der Siegessäule tatsächlich schwarz angemalt wurde, um den Angreifern keinen Orientierungspunkt zu geben.

Eine verkohlte Siegesgöttin, die nichts  mehr zu verkünden hatte (S. 258)

Die bildhafte Sprache hat mich ebenfalls begeistern können. Das Buch liest sich stolperfrei und punktet mit einigen tollen Bildnissen wie z.B. bei der Beschreibung des Wahns und der Wirklichkeit in der damaligen Bewölkerung (siehe unten).

Der Ballon steigt immer höher, weil sie immer mehr heiße Luft reinpusten. Und je höher der Ballon steigt, desto stärker spannt er sich, weil die Luft außen immer dünner wird. Und desto lauter wird der Knall, wenn der Ballon platzt. Sie wissen, dass das passieren wird. Und trotzdem pusten sie immer weiter heiße Luft rein (S. 6).

Ein sehr gelungenes Verweben von nüchternen, geschichtlichen Fakten und einer spannenden Abenteuergeschichte.

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Tobias Krejtschi – Wipfelwärts und Wurzelwärts

Weit im Norden bewohnen zwei Wichte einen Baum, der eine staatliche Größe erreicht hat. Doch eines Tages beschließt der Wurzelwicht die schwindelerregende Höhe zu testen und macht sich auf den mühseligen Weg hoch hinaus in die Lüfte. Der Wipelwicht dagegen möchte den Grund des Baumes mit all seinen Wurzeln und der Dunkelheit erleben und klettert den weiten Weg hinunter. Beide begegnen auf ihrem Kletterweg einer diebischen Elster, einem fleißigen Specht, einer schläfrigen Eule, dem Bauzeichner Meister Biber und einigen weiteren Tieren des Nordens. An ihrem jeweiligen Ziel angekommen, hocken sie sich hin und sind zufrieden.

Tobias Krejtschi verwandelt mit diesem Leporello ein Buch in einen fast lebensechten Baum, zumindest was die Größe von 2,5o m betrifft. In ausgefaltetem Zustand macht diese Kletterpartie der beiden Wichte optisch ganz schön viel her.  Die Farben sind ausdrucksstark und doch in natürlichen Erdtönen gehalten. Kleine Details, wie das Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch oder das Album „Girl in Oslo“ von Bigbang, welche in den Sammlungen der Tiere auftauchen, fesseln vor allem die elterliche  Aufmerksamkeit zusätzlich. Die typischen Eigenheiten der Tiere, wie z.B. eine schlafende Eule oder der klopfende Specht wurden schön herausgearbeitet.
Leider wurde das Potenzial, das in die äußere Erscheinung des Buches investiert wurde, beim Inhalt vernachlässigt. Hier fehlt die nötige Würze. Nicht nur der Ausgang „sie hocken sich hin und sind zufrieden“, sondern auch die jeweiligen Begegnungen mit den Tieren sind eher enttäuschend. Ich hätte mir mehr außergewöhnliche Interaktionen gewünscht und einen weiteren Überraschungseffekt auf der inhaltlichen Ebene.

Die äußere Gestaltung zeigt sich sehr gelungen und innovativ. Leider kann da der Inhalt nur begrenzt mithalten.

 

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Mark Sperring und Günther Jakobs – Das Sonnenblumenschwert

Der kleine Ritter würde nur allzu gerne ein richtiger Ritter sein und gegen Drachen kämpfen. Dafür braucht er natürlich ein richtiges Schwert. Aber seine Mutter erlaubt es nicht. Statt einem richtigen Schwert schenkt sie ihm eine Sonnenblume. Mit dieser Blume, die er so schwingt wie ein richtiges Schwert, macht er sich auf den Weg zum Drachenberg. Oben angekommen trifft er tatsächlich einen gefährlichen und kampfbereiten Drachen. Von der Sonnenblume ganz überrascht und gerührt, nimmt die Geschichte eine erfreuliche Wendung …

Das herzerwärmende Bilderbuch richtet den Blick auf einen zunächst kampfverherrlichenden jungen Ritter, der jedoch bald erkennt, dass Freundschaft viel mehr zählt als Feindschaft. Dabei spielt die besorgte und fürsorgliche Mutter eine wichtige Rolle in seiner Wandlung. Sie erkennt die Nachteile der Kampfeslust und hat einen genialen Einfall, der den Jungen in die Arme eines Drachen treibt. Manchmal ist es wichtig einen ersten Schritt gegenüber seinen vermeintlichen Feinden zu machen. Oft entpuppen sie sich  als wertvolle Entwicklungshelfer.

Die Thematik und die sehr farbenfrohen Illustrationen sind ein Magnet für kleine Jungen. Dieses Buch war  in der freien Lesezeit im Dauerbetrieb 🙂

Ein Bilderbuch für kämpferische Jungen und friedliebende Mütter.

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Ingrid & Dieter Schubert – Der rote Regenschirm

Die beiden Freunde, die kleine Katze und der schwarze Hund, werden durch einen Sturm voneinander getrennt. Der neugierige Hund tastet sich an den roten Regenschirm heran und wird glatt mit dem sturmigen Wind hoch in die Luft gerissen. Nun beginnt für ihn eine abenteuerliche Reise. Er wandert gemütlich auf weichen Wolken, erfährt die Hitze in der Savannah, kämpft mit seinem Schirm gegen gefährliche Krokodile, reitet auf hohen Wellen und schwingt sich durch die Lianen im tropischen Regenwald. Doch irgendwann sind diese Abenteuer so erschöpfend, dass der Hund nur den Wunsch hat wieder zu seinem Freund zurück zu kommen…

Ein Bilderbuch ganz ohne Worte. Jede Doppelseite erzählt von den zahlreichen Abenteuern des kleinen Protagonisten. Das Buch lebt von den Bildern und die Handlung ist unkompliziert und schnell zu erfassen. Die fantastische Reise führt den neugierigen Hund durch viele wunderschöne Orte auf dieser Welt, die jedoch auch Gefahren bergen können. Die Bilder bieten durch einige Einzelheiten eine differenzierende Bandbreite an Sprachmaterial, sodass die Sprachkompetenz der kleinen Erzähler nicht nur gefördert, sondern auch gefordert werden kann. Es bietet sich ebenfalls an, die jeweiligen Abenteuer gemeinsam mit den Kindern nachzuspielen. Da wäre das Hüpfen auf den Wolken, das Wellenreiten, der Tauchgang in die Tiefen des Meeres, das Schwingen auf den Lianen und das Frieren am Nordpol. Die Kinder werden sich wunderbar in die jeweilige Situation hineinversetzten und somit ihre Fähigkeiten im gestischen und mimischen Spielen ausbauen können. Denn auch die Gefühlswelt wird angesprochen: die Trauer über den Verlust des Freundes, die Aufregung all die unbekannten Tiere zu sehen, die Furcht vor den Krokodilen, die Erschöpfung am Ende der Reise und die Wiedersehensfreude zum Schluss. Die Bandbreite ist beachtlich.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Titelbildgestaltung, die ganz irreführend eine Giraffe abbildet. Man könnte vermuten, dass die Giraffe eine besondere Rolle in dem Buch spielt, was jedoch nicht der Fall ist und sich somit eher als störend erweist und eventuell zu Missverständnissen führen könnte.

Ein Bilderbuch, das ganz ohne Worte auskommt, die sprachlichen Kompetenzen fördert und wunderbar für das Nachspielen eingesetzt werden kann.

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Caroline Lahusen und Jens Schröder – Bob und das Geheimnis der Goldgräber

„Langsam öffnet Bob die Tür  des alten Schuppens. Es ist ganz still in der verlassenen Goldgräberstadt mitten in der australischen Wüste. Sogar spuken soll es hier. Plötzlich fällt krachend die Tür ins Schloss. Bob sitzt in der Falle!“

Die Familie Blume begibt sich mit ihrem Schiff und dem Wohnmobil nach Australien, um ihren langährigen Freund Hank in einer Geisterstadt zu besuchen. Doch dieser steckt in ganz schönen Schwierigkeiten, er wird von einer unheimlichen Gang bedroht. Bob und seine Schwester Lucy durchleben so einige Abenteuer: sie werden von einem Aborigine gerettet, entdecken ein Grab, welches gar keines ist und begeben sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Schlucht im Schuppen.

Das Buch ist unterteilt in 10 Kapitel. Am Ende jedes Kapitels befindet sich eine kleine Info-Box, in der einige sehr spannende und wichtige Informationen über Australien an die Leser weitergegeben werden. Außerdem sorgt ein Rätsel am Ende jedes Kapitels für weitere Unterhaltung: Fehlersuche, Puzzle oder Rückwärtslesen. Die Lösungen dazu befinden sich am Ende des Buches, genauso wie eine Reflexion: „Was hast du schon alles über Australien gelernt?“. Hierbei sollen sich die Kinder ihres Wissenszuwachses bewusst werden. Hilfreich erscheinen hierbei auch die konkreten Fragen, die in einem Quiz zusammen gestellt sind: Wie heißt die bekannteste Stadt Australiens? Wozu benutzen Kängurus ihren Beutel? etc.

Dieses Buch knüpft an die Interessen der Kinder an: Rätsel, Abenteuer, Labyrithe, unheimliche Gestalten. Sowohl Mädchen, als auch Jungen finden in dem Buch Identifikationsfiguren und begleiten zwei Geschwister auf eine Reise in ein unbekanntes Land und erfahren viele neuen Dinge. Das interkulturelle Wissen wird erweitert und der Spaß am Lesen ausgebaut.

Ein Buch woller Wissen, Rätsel, Spaß und Abenteuer!

Angelika Glitz und Carola Holland – Am liebsten bin ich Gustav

Buchrückentext:

„Bisher war sich Gustav ganz sicher: Er ist ein kleiner Hund! Aber dann kommt der Morgen, als Berta, die kurzsichtige Kuh, ihn mit einem Kälbchen verwechselt. Und Gustav sich fragt: „Bin ich jetzt eine Kuh, oder was?“ „Kann schon sein“, sagt sein Freund Quaker, der Großmaulfrosch. Denn schließlich hat Gustav auf seinem weißen Fell tolle schwarze Flecken. Kuhflecken sozusagen. Von da an trabt Gustav jeden Morgen zur Weide hinüber und frisst Gräser und Dotterblumen. Doch dann taucht eines Tages der Wolf auf und behauptet, dass Gustav ein Wolf sei. Ein Wolf wie er, der die Kühe zum Fressen gern hat.“

Inhalt:

Gustav erlebt das ein oder andere Abenteuer, auf der Suche nach dem eigenen Ich. Er beginnt an seinem Hundedasein zu zweifeln, als eine Kuh behauptet, er wäre ebenfalls eine Kuh aufgrund seiner Flecken, die der Kühe  sehr ähneln. Auch sein bester Freund, der Großmaulfrosch, bestätigt diese Vermutung. Er sagt er kennt keinen Hund, der so aussieht wie Gustav. Ab diesem Zeitpunkt lebt Gustav wie eine Kuh, weidet auf einer Wiese, frisst Gras und verscheucht die Fliegen mit seinem Schwanz. Doch dann trifft er auf einen Wolf und dieser schlägt ihm vor, gemeinsam eine Jagd auf die Kühe zu machen.

Meinung:

Bei diesem Buch trifft der Leser auf sehr schöne farbenprächtige Illustrationen, die die Stimmung des Buches eindrucksvoll widerspiegeln. Die Geschichte wirkt dadurch sehr lebendig und auf keinen Fall langweilig. Diese ist durchaus amüsant und mit einigem Witz gewürzt, sodass mein Cousin sich an einigen Stellen vor Lachen den Bauch halten musste. Ganz nebenbei erfahren die Kinder mehr über die Eigenheiten von Kühen und Wölfen (z.B. Euter, Reißzähne, feuchte Nase etc.). Diese Tatsache hat beim Lesen zu einem sehr interessanten Gespräch geführt, bei dem das Kind durchaus einiges lernen kann. Auch das Thema Freundschaft kommt nicht zu kurz, sowohl die mit dem Frosch, als auch die mit den Kühen. Daran anschließend könnte man sich darüber unterhalten, was das Kind am liebsten wäre oder ist und somit auf das Thema Identität näher eingehen.

Fazit:

Abenteuerlust und Witz stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte mit ihren wunderbaren Illustrationen.

Bewertung: