Thierry Dedieu – Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann – Kinderbuchadvent Türchen No. 4

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Heute habe ich die Ehre das vierte Blog-Adventskalendertürchen zu öffnen. Vom 01. bis zum 24. Dezember findet sich jeden Tag auf einem anderen Kinderbuch-Blog ein Beitrag mit einer Kinderbuchempfehlung und einer anschließenden Verlosung. Ich vertrete den „aracari Verlag“ mit dem Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ von Thierry Dedieu.

Der kleine Schneemann stapft durch den frischen Schnee auf dem Weg zur Heimat des Weihnachtsmannes. Im Gepäck hat er ein kleines Geschenk dabei. Der Weg nach Lappland ist jedoch weit und so kommt es, dass er Tiere um Hilfe bitten muss. Der Rabe, der Hirsch, der Fuchs, der Hase, der Wolf und auch der Bär helfen ihm zwar, wollen aber alle stets eine Gegenleistung.

Der Schneemann gibt sein letztes Hemd ab und schafft es schließlich zum Haus des Weihnachtsmannes. Sein eigentliches Geschenk für den Weihnachtsmann hat er jedoch im Laufe der langen Reise an die Tiere abgeben müssen.

Kleiner Schneemann, du musst wissen, dass ich für ein Geschenk nichts zurückerwarte.

Der Weihnachtsmann reicht ihm ein kleines, rotes Päckchen und da fällt dem Schneemann ein, wie er sich für diese freundliche Geste bedanken kann … mit einer Gegenleistung aus dem Herzen!

Rezension

Diese einsame Reise des Schneemannes lässt sich schon fast auf den Verlauf eines Lebens übertragen. Wenn man sich ein Ziel setzt, kann man es trotz all der Widrigkeiten, die einem den Weg kreuzen, auch erreichen. Hier ist keine klare und klassische Einteilung in „Gut und Böse“ zu finden. Die Grenze verschwimmt. Die Tiere helfen zwar, verlangen jedoch ihren Teil als Gegenleistung ab.

Eine melancholische Note umgibt das Bilderbuch. Die Illustrationen sind in eher gedeckten, schon fast düsteren Farben gehalten. Es überwiegen die braunen Farbtöne. Besonders effektvoll ist die porträtierte Darstellung der Tiere, die mit ihrer neu erworbenen Habseligkeit dargestellt werden. Sie blicken zufrieden und selbstsicher den Leser an und man bekommt manchmal den Eindruck eine Fotografie anzuschauen.

Umso leichter wird es einem ums Herz als der Weihnachtsmann dem Schneemann ein Geschenk überreicht, ohne etwas dafür haben zu wollen. Das letzte Bild lässt einen schon fast vor Erleichterung erstarren und man wünscht sich, dass diese Freude andere mit guten Taten und Nächstenliebe zu begegnen auf möglichst viele Mitmenschen überschwappt. Pädagogisch wertvoll ist, dass der Inhalt des Geschenkes nie aufgedeckt wird, da es weniger um das Materielle, sondern viel mehr um die Geste geht.

Blick ins Buch

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit das Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ zu gewinnen. Das Buch wird vom „aracari Verlag“ zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 04.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 04.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei kinderbuch-detektive – schaut unbedingt vorbei! Am 17. Dezember bin ich wieder an der Reihe.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und strahlende Kinderaugen beim gemeinsamen Lesen in der Winterzeit!

Herzlichen Glückwunsch Bettina Schiks!

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Bo-hyeon Seo und Jeong-hyeon Sohn – Das Geheimnis des Mondes

Das Geheimnis des Mondes

Eines späten Abends besingt die kleine Eule den tellerrunden Mond. Als der Fuchs das Ständchen hört, kommt er aus seinem Bau gekrochen und bekundet, dass der Mond doch wie ein etwas ausgelassener Ball aussieht. Diese Erkenntnis unterstützt er mit einer wichtigtuerischen Geste. Das Wildschwein meint jedoch es noch besser zu wissen und verrät, dass der Mond die Form einer geviertelten Melone hat. Der Bär aus dem Dickicht glaubt seinen Ohren nicht und trommelt rechthaberisch, während er behauptet, dass der Mond wie ein gebogenes schmales Blatt aussieht. Das habe er unlängst gesehen!

Die kleine Eule ist verwirrt. Alle Tiere bleiben bei ihrer Meinung und so entfacht ein Wortgefecht. Da kommt der Storch angeflogen und erzählt, dass er den Mond in all den geschilderten Formen schon einmal gesehen hat. Und so beschließen sie die Nacht über wach zu bleiben, um sich selbst ein Bild davon zu machen.

Die Wandlungsfähigkeit des Mondes steht im Fokus dieses Sachbilderbuchs. Aber auch das Thema Rechthaberei und „Richtig-oder-falsch“ sind amüsante Ergänzungen, die die Geschichte lesenswert machen. Als Auflösung hätte ich mir jedoch aus pädagogischer Sicht eine andere Aufklärung gewünscht. Statt den Mond als allwissendes Wesen auftreten zu lassen, das die Tiere trichterförmig belehrt, hätte ich mir persönlich gewünscht, dass die Tiere durch ihre Beobachtungsgabe und eine evtl. Aufteilung der Nachtdienste mithilfe einer Liste auf die Lösung kommen. Hier wäre der Fokus auf entdeckendes Lernen sehr spannend gewesen und würde die Natur des kindlichen Lernens unterstützen.

Im hinteren Teil des Buches wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zu den verschiedenen Gestalten des Mondes zusammengefasst: „Vollmond“, „Neumond“ und „zunehmendem bzw. abnehmendem Halbmond“. Mithilfe von Abbildungen wird versucht diese Verwandlung kindgerecht zu verdeutlichen. Ferner wurden vier Kinderfragen inkludiert und ausführlich beantwortet. Hier geht es unter anderem um die Frage warum der Mond tagsüber nicht sichtbar ist oder so gefleckt aussieht.

Das Geheimnis des Mondes

Der Mond in seinen verschiedenen Gestalten.

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