Silvia Segmüller-Schwaiger – Demokratiewerkstatt für die Grundschule

Rezension

Das Thema „Demokratisches Lernen“ taucht im Sachunterricht der Grundschule immer wieder auf, mit dem Ziel die fächerübergreifenden Erziehungsziele stetig zu erweitern. Die demokratischen Grundsätze spielen bei der Wahl des Klassenspechers eine wichtige Rolle. Doch auch im Schulalltag und im familiären Zusammenleben sind die demokratischen Prozesse in Bezug auf „Kinderrechte“ schon sehr früh von Bedeutung.

Diese Werkstatt leitet zum Erlernen der Demokratie und der aktiven Mitbestimmung in den Klassen 2.-4. an. Aufgrund der Fülle und der recht kompakten Darstellung, würde ich sie jedoch zum Einsatz ab der dritten Klasse empfehlen. Die Aufgabenkarten und manche Texte sind zudem recht umfangreich, sodass manches vorab von der Lehrkraft für die jeweilige Lerngruppe entsprechend differenziert und vielleicht sogar abgespeckt werden müssten.

Der Aufbau nach den Themen „Grund- und Kinderrechte“, „Zusammenleben in meiner Familie, Klasse und Schule“, „Zusammenleben in meiner Gemeinde“ und „Zusammenleben in Deutschland“ ist sinnvoll und vergrößert den Kreis des Mitbestimmungsrechts ausgehend vom Individuum. Die Aufgabenformate sind vielfältig, sodass neben dem Legekreis zu den Kinderrechten, die Schülerinnen und Schüler ein Guckloch zur eigenen Familie und den dort vorherrschenden Regeln gestalten können. Das Kapitel „Klassensprecherwahl“ und „Klassenrat“ ist sehr gelungen und fasst die wichtigsten Punkte übersichtlich und gut verständlich zusammen. Thematisch passende Lieder sorgen für Abwechslung, Auflockerung und gleichzeitig zur Festigung der demokratischen Prinzipien.

Blick ins Buch

Fazit

Ein bedeutendes Thema vielfältig aufbereitet.

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Ingrid Schumacher – Klassensprecher, Klassenrat und Schülerparlament

Klassenrat, KLassensprecher und Schülerparlament

Dieses Praxisbuch liefert vielfältige Unterrichtsmaterialien zur Anbahnung demokratischen Handelns in der Grundschule. Hier finden sich Anregungen zum Training von Eigenverantwortlichkeit, Demokratiefähigkeit und Mitbestimmung sowie zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

Regeln bieten Kindern vom ersten Schultag an Halt, Schutz und Sicherheit. So konzentriert sich das erste Kapitel auf selbst erarbeitete Klassenregeln und Rituale. Hierzu werden bebilderte Kopiervorlagen angeboten und Tipps für die gemeinsame Erarbeitung gegeben.

Jedes Jahr steht die Wahl des Klassensprechers an. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler eine wichtige demokratische Gruppenerfahrung, die das Verantwortungsgefühl stärkt. Die Aufgaben und Pflichten finden sich hier als Kopiervorlagen, aber auch wertvolle Tipps für die Umsetzungen wurden zusammen getragen.

Klassensprecher Aufgaben und Pflichten

Der Klassenrat, als feste Institution um sich mit Anliegen der Klassengemeinschaft rund um Projekte, Organisationsfragen, Probleme oder Konflikte zu beschäftigen, ist ebenfalls Thema. Gründe für die Etablierung eines Klassenrats,  aber auch Ziele, Regeln und der konkrete Ablauf werden sehr ausführlich und kleinschrittig dargelegt. Die Ämterkarten sollen die Durchführung erleichtern und können sofort eingesetzt werden.

Sehr spannend war für mich das letzte Kapitel zum Thema Schülerrat und Schülerparlament. Immer mehr Grundschulen machen sich auf den Weg dieses Gremium einzuführen. Hier treffen sich die Klassensprecher aus allen Klassen, um sich um Belange, die über eine Klassengemeinschaft hinausgehen, zu befassen. Die Begrifflichkeiten Schülerparlament und Schülerkonferenz werden geklärt. Erfreulicherweise findet man auch Beispiele für ein mögliches Vorhaben, eine Auflistung der Aufgaben eines Schülersprechers und sämtliche Schreiben in Form von Einladungen für Sitzungen oder Stimmzettel für Wahlen.

Demokratieerziehung in der Grundschule

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