Sarah Neumann und Renate Habinger – Ich male mir ein seltsames Tier

Die kleine Protagonistin langweilt sich zu Hause. Draußen regnet es und sie ist im Alltagstrott gefangen. Der Tag kommt ihr unglaublich lang vor, bis sie sich entschließt ein „seltsames Tier“ zu erfinden. Sie schnappt sich schnell einen Stift und beginnt mit zwei Augen und einem Mund.

Schon bald ist das Tier geboren! Mit ein paar Pinselstrichen verleiht sie dem Tier noch einige zusätzliche Farbtupfer und klebt aus einer Landkarte ausgeschnittene Beine hinzu. Stolz stellt sie letztendlich fest:

Ich sage danke zu ihm,
und sage danke zu mir,
denn ohne mich
wäre das Tier ja nicht hier.

Dieses Bilderbuch lässt die kindliche, unbefangene Kreativität hoch leben. Langeweile ist die perfekte Voraussetzung selbst kreativ werden zu können. Und so kombiniert das Mädchen jegliche Techniken und gestaltet mit Buntstiften, Jaxonkreide und Wasserfarben. Sie ergänzt Collageelemente und man könnte gar meinen, dass das Gesicht mit einem Schwämmchen getupft ist.

Der Text ist reduziert und besteht aus Reimen, was die fantasievolle Stimmung noch weiter trägt. Die Reime hüpfen vor sich hin genauso wie ihre Malutensilien. Und mit jeder Ergänzung vervollständigt sich das Gesamtkunstwerk.

weiterarbeit

Die Doppelseiten haben das „seltsame Tier“ stets im Vordergrund und doch sind die Seiten mit vielen Einzelheiten umgeben. Zur Betrachtung im häuslichen Rahmen ist es toll. Im Klassenverband könnte das Drumherum evtl. vom Wesentlichen ablenken. Hier könnte die Geschichte mit einer vergrößerten Figur des Mädchens erzählt werden.

Je nach Aufgabenstellung wäre es denkbar das fertige Tier erst nach der eigentlichen Arbeitsphase zu präsentieren. Zu Differenzierungszwecken und um einigen Kindern die Ideenfindung zu vereinfachen, könnte man nur mit vereinzelten Kindern das „seltsame Tier“ betrachten und die Herangehensweise oder auch die möglichen Techniken erarbeiten.

Dem Bilderbuch liegt eine Malvorlage bei, sodass diese auf hochwertigem Papier kopiert den Kindern zur Verfügung gestellt werden kann, um das eigene seltsame Tier zu verewigen. Der Einsatz wäre bereits im 1. Schuljahr, nach der Einführung in die Arbeit mit den Wasserfarben, denkbar.

Kreatives Bilderbuch für den Einsatz im Kunstunterricht!

(Amazon-Link)

Merken

Merken

Advertisements

Claudia Scholl – Inselwelt und Ritterburg

Claudia Scholl präsentiert in diesem Buch ansprechende Beispiele für Spielwelten aus Pappe auf einem Quadratmeter. Die Vorschläge sind gut umsetzbar und alles was man dafür braucht ist Pappe und Alltagsgegenstände, die nicht viel Geld kosten. Manche Spielwelten lassen sich ein- und wieder ausklappen, mit Farbe ausmalen, beschriften oder zurecht schneiden. Die Kunstobjekte wurden sehr kreativ und inspirierend von Anita Back fotografisch eingefangen.

Das Schöne daran ist, dass es keine „perfekten“ Beispiele sind, sondern von Kindern angefertigte Exemplare mit Macken und Fehlern. Sie scheinen vor Kreativität und Einfallsreichtum zu strotzen. Die Ergebnisse sind oft auf einer Doppelseite großformatig dargestellt. Darauffolgend erscheint die Angabe zum benötigten Werkzeug, zur Vorgehensweise, wobei hier auch noch einzelne Zeichnungen die jeweiligen Schritte unterstützen.

Die Lust am Selbermachen wird schon beim Betrachten geweckt. Die Bandbreite der Objekte ist groß. Hier finden sich Tischkicker, Städte, Kaktus-Garderoben, Zukunftshäuser, Trauminseln, Kiosk-Stände, Zoo-Boxen, Berglandschaften, Geschäfte und vieles mehr. Viele Vorschläge können in der Schule oder Aula als Ausstellungsstücke zur Verschönerung des Schulgebäudes umgesetzt werden. Auch auf Kindergeburtstagen wird die eine oder andere Aktivität sicherlich viele Kinder begeistern.

Anregende und praktikable Vorschläge im modernen Gewand fotografisch eingefangen.

Amazon-Link

Merken

Merken

Antje Damm – Der Besuch

Elise ist ängstlich und menschenscheu. Sie bleibt daher am liebsten alleine in ihren vier Wänden. Eines Tages fliegt jedoch ein bunter Papierflieger durch das Fenster in ihre Wohnung. Schnell verbrennt sie das „seltsame Ding“ im Ofen. In der Nacht bekommt sie vor lauter Aufregung Alpträume.

Am nächsten Tag wird sie von einem Klopfen aufgeschreckt. Ein kleiner, neugieriger Junge erkundigt sich nach seinem Flieger und während er da so offen und unbekümmert spricht, muss er auch gleich aufs stille Örtchen. Ganz erstaunt und ein wenig überwältigt zeigt Elise ihm den Weg. Mit diesem überraschenden Besuch verändert sich Elises Leben.

Diese besondere Aufmachung in dem durchkomponierten Bilderbuch von Antje Damm entblättert sich langsam und gefühlvoll. Der Inhalt ist anfangs geprägt von einer umfassenden Melancholie und einer großen Schwermütigkeit. Die Farben sind trist und drückend und spiegeln die kaum vorhandene Lebensfreude der Protagonistin wider. Einsam sitzt sie in ihrer grauen Wohnung und trinkt Tee. Ihre Körperhaltung deutet an, dass sie der misslichen Lage in dem einsamen Tal nicht entkommen kann.

Mit dem unerwarteten Besuch des blauen Papierfliegers, kommt langsam wieder Farbe und Licht in ihr Leben. Antje Damm baut die Räume aus Kartonelementen nach, stellt die ausgeschnittenen Figuren hinein und fotografiert sie ab. Die Szenerien werden der Gefühlslage nach passend ausgeleuchtet und die Geschichte bekommt dadurch erstaunlich viele Tiefe. So können die Leser Seite für Seite erleben wie Elise auftaut und ihre Wohnung nun mehr Farbe und Vitalität gewinnt. Als Emil da so die Treppe hoch schlendert, zieht er einen roten Strahl hinter sich. Diese Liebe breitet sich schnell aus und verleiht Elise beim gemeinsamen Vorlesen rote Bäckchen. Letztlich erstrahlt Luises Wohnung in Regenbogenfarben!

weiterarbeit

Dieses Bilderbuch bietet vielfältige Beschäftigunsangebote. Im Kunstunterricht lässt sich der Farbwechsel in Bezug auf die Gefühlswelt interpretieren und anschließend im Schuhkarton die eigene Lieblingsszene aus einem gelesenen Buch in der Collagentechnik nachstellen. Denkbar wäre auch eigene Szenen zu einer ausgedachten Geschichte abzufotografieren und daraus ein Bilderbuch zu erstellen.

Papierflieger bieten ebenfalls eine tolle Grundlage, um das Falten in den Vordergrund zu rücken. Damit die Handlung auch sinnvoll ist, lassen sich die Papierflieger sicherlich dafür nutzen, um älteren Menschen eine Freude zu bereiten. Warum nicht einmal den Nachbarn eine kleine Botschaft in den Papierflieger schreiben und somit Lebensfreude verschenken?!

Ein Meisterstück! Danke Antje Damm!

bei amazon.de

Norman Messenger – Stell dir vor … Das Wunder-Bilder-Buch

Norman Messenger kreiert mit diesem überraschenden Wunder-Bilder-Buch eine magische und humorvolle Fantasiewelt. Hier ist nichts so wie es scheint. Die Bilderrätsel sind raffiniert und manchmal erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Hier muss sich der Verstand vom Auge und vor allem von der Fantasie leiten lassen. Dann ist alles möglich!

Tiere verwandeln sich in vermischte Lebewesen, mit Hühnerbeinen und Hörnern. Mit jeder Klappe wird der Kopf, der Mittelteil oder die Hinterbeine verändert. Eine Stadt steht Kopf und simuliert eine optische Täuschung. Auf einem Drehrad mit unterschiedlichen Kopfbedeckungen werden Menschen nach Lust und Laune neu bekleidet. Es finden sich auch bekannte Malereien wie der Gemüsekopf von Giuseppe Arcimboldo wieder. Motive, die stark an René Magritte erinnern, werden eingestreut, mit der Absicht herkömmliche Erfahrungs-, Denk- und Sehgewohnheiten zu erschüttern und Wirklichkeit mit Traum zu vermischen. Ein niedliches Gesicht eines Mädchens wird beim Aufklappen zu einem unheimlichen Zwerg. In den Wolken werden tierische Gestalten versteckt.

Die Darstellungsweisen sind surrealistisch und hier und da sogar unheimlich und düster. „Stell dir vor …“, so wird der Betrachter zu jeder Seite eingeladen, was gleichzeitig eine Imagination impliziert und zum Verweilen in der Unwirklichkeit einlädt.

Im Kunstunterricht lassen sich nach dem gemeinsamen Betrachten ausgewählter Bilder eigene Klappbilder herstellen. Aus einem freundlichen Fisch kann nach dem Aufklappen ein gefährlicher Piranha werden.

 :

(source: Pinterest)

Willkommen in der fantastischen Unwirklichkeit!

Merken

bei amazon.de

Merken

Merken

Merken

Merken

Samantha Friedman und Cristina Amodeo – Matisse und sein Garten

Auf dem Büchermarkt ist vor nicht allzu langer Zeit ein weiteres Bilderbuch rund um den Künstler „Henri Matisse“ erschienen und macht damit dem Bilderbuch „Monsieur Matisse und seine fliegende Schere“ Konkurrenz. Hier konzentrieren sich die Autoren jedoch stärker auf seine Technik und Kunstwerke als auf die Person an sich.

Das Bilderbuch ist als Scherenschnitt gestaltet. Jegliche Abbildungen wurden von Cristina Amodeo ausgeschnitten und entsprechend aufgeklebt. Das Interesse des Künstlers an der „Kunst mit der Schere“ wird von einem weißen Vogel geweckt. Damit überklebt er einen Fleck an der Wand und entscheidet sich weitere Formen auszuschneiden. Das Ergebnis erinnert ihn an seine vielen Reisen und so gesellen sich mehr Fische und Algen dazu. Das Gleiten der Schere erinnert ihn an einen Vogel beim Fliegen. Schon bald sind seine Wände bedeckt: mal ist es das strahlende Blau des Himmels und mal die dunkelblaue Tiefe des Meeres. Und während sich seine Kreationen in allen Ecken des Ateliers ausbreiten, ergänzt er seinen einzigartigen „Garten“ mit einem kleinen blauen Vogel, der alles komplettiert.

Mit viel Fingerspitzengefühl kreieren die Autoren dieses Gefühl der Leichtigkeit, das der Künstler mit der Scherenkunst verband. So gelingt auch der Bogen vom weißen evtl. leeren Vogel zu Beginn der Geschichte zum blauen, schon fast lebendigen Vogel voller Liebe zur Kunst. Im Bilderbuch wurden insgesamt 8 Original-Scherenschnitte des Künstlers abgebildet. Diese wurden sinnvoll in die Handlung eingebaut und lassen sich teilweise durch aufklappbare Seiten vergrößert darstellen. So war ich sehr erfreut „Polynesien. Der Himmel“ und „Polynesien. Die See“ auf A2 zu entdecken. Diese stehen sich gegenüber und so kann die Bildbetrachtung noch viel besser vorgenommen werden.

Weitere abgebildete Original-Werke sind: „Komposition (Der Samt)“, „Komposition: Schwarz und Rot“, „Die Bienen“, „Zulma“, „Chinesische Fische“ und „Der Papagei und die Meerjungfrau“. Dieses Bilderbuch ist ein Geschenk für alle Pädagogen im künstlerischen Bereich! Unterrichtspraktische Ideen zur Umsetzung der Scherenschnitte in einer Gruppenarbeit finden sich in dem Lehrwerk „Pusteblume. Das Sachbuch. Klasse 1″. Dort ist die genaue schrittweise Vorgehensweise bildhaft dargestellt.

 

Eine sehr gelungene Heranführung an die Scherenkunst nach Henri Matisse! Äußerst zu empfehlen!

bei amazon.de

Merken

Antony Penrose – Als Miró die Tiere neu erfand

Als Miró die Tiere neu erfand - Kunst Grundschule

Die Eltern des Autors waren mit dem Künstler Joan Miró befreundet. Oft verbrachte er einige Tage auf dem Hof seiner Freunde, wo ihn der kleine Tony kennen lernte. Der bekannte Künstler wird in diesem Sachbuch „Als Miró die Tiere neu erfand“ aus der Sicht des kleinen Jungen beschrieben. So ist ein ungewöhnliches Porträt entstanden, mit privaten Einblicken von intimen Momenten. Fotografien aus dem Familienalbum zeigen den bekannten Künstler in entspannten Momenten unter Freunden. Der Eintrag im Gästebuch ist unverkennbar Mirós Handschrift.

Dem Jungen fiel schon bald auf, dass Miró seine Umwelt ganz genau beobachtete, vor allem die Tiere auf dem Hof. Auch Zoobesuche unternahmen die befreundeten Familien, wo Miró sich ebenfalls inspirieren ließ. Hier und da finden sich miró-ähnliche Tiere, gemalt von Kindern, im Buch wider. Mal ist eine Bleistiftskizze, mal ein doppelseitiges Gemälde. Die Kinderkunst wird mit den Werken des großen Künstlers gleich gestellt. Gleichzeitig betont Tony, dass Miró stets die Augen offen hielt und mit der Neugierde und Unverfänglichkeit eines Kindes malte.

Joan Miró Surrealismus

Intime Einblicke in das Privatleben eines Künstlers.

bei amazon.de*

Merken

Merken

Norbert Pautner – Lustige Kastanienfiguren für kleine Künstler

Lustige Kastanienfiguren

Der erste Advent steht schon vor der Tür und so nutzten wir noch schnell unsere gesammelten Herbstfrüchte und gestalteten daraus witzige Kastanienmännchen. Inspiriert wurden wir von den im Buch dargestellten Figuren – vom Drachen zum Einhorn , vom Elch bis zum tapferen Ritter oder fleißigen Bauarbeiter.

Dank der Schritt-für-Schritt-Anleitungen konnten die Kinder aus einfachen Materialien beeindruckende Figuren herstellen. Da fast überall ein Handbohrer im Einsatz ist, ist die Mithilfe von Erwachsenen besonders bei jüngeren Kindern erforderlich. In Kleingruppen lässt es sich wunderbar umsetzen. Das meiste Bastelmaterial stammt aus der Natur: Eichelhütchen, Bucheckern, Federn, Walnussschalen und Korken kamen häufig zum Einsatz. Des Weiteren benötigte man Chenilledraht, Pappe, Schaschlikspieße, Pompons und Wackelaugen. Mit diesen Materialien lassen sich die meisten Vorschläge bereits gut umsetzen. Das Endergebnis wurde stets im Großformat prima in Szene gesetzt. Auch die skizzierten, sehr detaillierten Anleitungen erleichtern die Herstellung des Endprodukts ungemein. Bei dem Kaufpreis ist es eine wunderbare Investition.

Lustige Kastanienfiguren

Ansprechende Figuren –  ohne aufwändiges Material.

bei amazon.de*

Drew Daywalt und Oliver Jeffers – Der Streik der Farben

Der Streik der Farben

Duncan findet in seiner Schublade einen Stapel Briefe. Seine Farbstifte wenden sich an den Jungen und schildern in Briefform ihren Einsatz. Der rote Stift erkundigt sich nach einer Pause und fühlt sich regelrecht überarbeitet, denn er muss sogar an Feiertagen arbeiten und all die Nokoläuse und Valentinsherzchen ausmalen.  Der ordnungsliebende Lieblingsfarbstift für Trauben und Zauberhüte beklagt sich darüber, dass zu viel Farbe für die Flächen außerhalb der eigentlichen Zeichnung verschwendet werden. Er bittet Duncan doch bitte innerhalb der Linien zu malen.

Die Beschwerdebriefe nehmen ihren Lauf. Und in jedem steckt eine große Prise Humor. Lediglich die Farbe grün tanzt aus der Reihe und schreibt einen glücklichen Brief und bedankt sich höflich für den fleißigen Einsatz. Natürlich möchte Duncan, dass alle seine Farbstifte glücklich sind und überlegt sich eine Lösung, für die ihm seine Lehrerin einen goldenen Stern für Kreativität verleiht.

Bei diesem Bilderbuch lacht das Lehrerherz doppelt. Zum einen wird die Briefform mit unterschiedlichen Anrede- und Schlussformen thematisiert. Hier könnten die Kinder im Deutschunterricht auf Entdeckungsreise gehen und in den insgesamt 12 Briefen stöbern und die verschiedenen Elemente heraussuchen. Daran anschließend wäre es denkbar den Perspektivwechsel im Briefeschreiben zu üben, indem Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen sich in eine Farbe hineinzuversetzen und ebenfalls einen (Beschwerde-) Brief zu schreiben. Hierbei sollte das Bilderbuch nicht zu Ende gelesen werden, damit eigene Ideen integriert werden können.

Zum anderen steht der Einsatz der Farbenlehre und einige  Anwendungstechniken der Farbstifte im Vordergrund, was wunderbar im Kunstunterrricht integriert werden kann. Dem fächerübergreifenden Einsatz steht somit nichts mehr im Wege. Jüngere Kinder könnten der Geschichte entnehmen welche Gegenstände mit welcher Farbe angemalt werden. Ein witziger Diskussionspunkt ist das Streitthema von Gelb und Orange: Welche Farbe hat nun die Sonne? Ältere Kinder orientieren sich an den Techniken des flächendeckenden Ausmalens (Lila), dem sorgsamen Umgang (Rosa) oder der Anwendung der Umrandungslinien (Schwarz). Dieses Bilderbuch bietet sehr viel!

Die äußerliche Gestaltung darf auch nicht unerwähnt bleiben. Oliver Jeffers ist ein Meister und zeigt auch hier sein Können. Die Illustrationen sind zum Verlieben und sehr kindgerecht gestaltet. Die letzte Seite wird den Kindern sicherlich ein „Oh, wie schön!“ entlocken. Auch die Texte sind mit einem Schmunzeln zu betrachten und decken viel Wahres auf. Mein Lieblingsbrief ist der von der Farbe Beige und die Zeichnung dazu einfach genial.

Der Streik der Farben

Ein neues Herzensbuch für den Kunstunterricht.

bei amazon.de*

Christel Dhom – Mit Kindern filzen

Mit Kindern filzen

Dieses Buch, das merkt man an den Fotografien, hatte Zeit zum Reifen. Es gibt liebevolle Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die mit vielen Fotos unterlegt sind. Die theoretische, sehr ausführliche Einführung dreht sich um die therapeutischen Wirkungsweisen des Filzens. Es geht um „Kontexteffekte“ bzw. den wohltuenden Einfluss auf Kinder, wie z.B. die Schulung der Auge-Hand-Koordination, die Willensschulung und die stimmungsaufhellende Wirkung.

Es gibt für Einsteiger aber auch Fortgeschrittene wertvolle Tipps in Bezug auf das Material, die Vorbereitung des Arbeitsplatzes und didaktisch-methodische Hinführungshinweise. Die Anleitungen sind in folgende Bereiche eingeteilt: Fläche/Platte, Hohlform, Kordel/Seil, Dünne Fläche/Schal. Zu jedem Projekt gibt die Autorin den dreischrittigen Schwierigkeitsgrad an und fügt stets beispielhafte Bilder vom Ergebnis bei.

Ein Herz als Geschenkanhänger, Nadelkissen, Bälle, bunte Haargummis, Marienkäfer oder eine Kette lassen sich auch gut von Grundschulkindern umsetzen. Für die Initiierung einer AG-Filzen ist es ein überaus hilfreicher Leitfaden. Einige Projekte brauchen jedoch Zeit und Muße und sind daher auch für den häuslichen Rahmen oder vielleicht als Aktion für den Kindergeburtstag mit nicht allzu vielen Kindern empfehlenswert.

Mit Kindern filzen

Liebevoll gestaltetes, fundiertes Buch von einer ehemaligen Waldorfkindergärtnerin.

bei amazon.de*

365 Tage Kunstgenuss

365 Tage Kunstgenuss

Dieser immerwährende, jahreszahlunabhängige Kalender im quadratischen Format erheitert jeden Tag den Kunstliebhaber mit einem anderen Kunstwerk und einem zum Bild passenden Zitat. Auf jeder Doppelseite ist ein anderes Meisterwerk der Malerei abgebildet, darunter finden sich bekannte Künstler wie Paul Cézanne, Marc Chagall, Gustav Klimt, Joan Miró, Wassily Kandinsky etc. Besonders erfreut war ich das Mädchenbildnis von Paula Modersohn-Becker hier vorzufinden, dabei habe ich erst kürzlich eine Ausstellung zu ihren Kunstwerken besucht und mich anschließend mit sämtlichen Kunstpostkarten eingedeckt. Die Entwicklung ihrer Portrait-Malerei lässt sich wunderbar auch im Kunstunterricht aufgreifen.

Neben der Vielzahl an Kunstwerken, haben es mir auch die Zitate angetan, die wirklich zum Nachdenken bringen. Die Hinführung zu einem neuen Kunst-Thema setze ich gerne in Form einer Museumsausstellung mit anregenden Fragen zu bestimmten Kunstwerken oder auch gerne Zitaten um. Die Schülerinnen und Schüler durchlaufen dabei in Keingruppen die entsprechenden Stationen und tauschen sich zu den Anregungen aus. Dieser Kalender bietet eine Fülle an tollen Gedankenanstößen zur Kunst und Kunstbetrachtung.

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können (Jean Paul)
zum Kunstwerk „Die Beständigkeit der Erinnerung“ von Salvador Dalí

Aufgrund des Umfangs der Seiten und der Bindung lässt sich das Buch jedoch schlecht aufschlagen. Vor allem die ersten und die letzten Seiten wollen so gar nicht liegen bleiben. Da muss man das Buch anderweitig beschweren. Vielleicht wäre eine Spiralbindung etwas handlicher. Im Künstlerverzeichnis finden sich alle Meisterwerke in alphabetischer Anordnung wieder, sodass man schnell nachschlagen kann. Auch die entsprechende Jahresspanne wurde vermerkt, um sich besser in den Epochen orientieren zu können. Bei den einzelnen Kunstwerken wurde neben dem Künstler, dem Namen des Kunstwerkes und der Jahreszahl auch das entsprechende Kunstmuseum vermerkt.

365 Tage Kunstgenuss

Beschwingt durch den Tag mit täglich neuen Kunstinspirationen

bei amazon.de*