Doreen Blumhagen – Mein „Das bin ich!“-Lapbook

Lapbooks  kommen aus der amerikanischen Homeschool-Bewegung und gewinnen nun auch in Deutschland immer mehr an Popularität. Es sind individuelle Portfolios, die von den Kindern selbstständig bearbeitet, gestaltet und präsentiert werden. Die aufklappbare DIN A3 – Mappe, die bequem auf dem Schoß (engl. „lap“) Platz hat, verbirgt im Inneren eine Vielzahl an Minibüchern, die aufgeklappt, gedreht und gefaltet werden können und auf kreative Weise Informationen zu einem Thema vermitteln.

In diesem Heft finden sich 26 Vorlagen zum Thema „Das bin ich!“. Auf jeder Kopierseite befindet sich eine Anleitung. Blankovorlagen sind nicht vorhanden, somit ist dieses Buch ausschließlich für  dieses eine Thema einsetzbar. Das ist etwas schade, denn mit leeren Feldern hätte man prima differenzieren können. Die Variation in Bezug auf Formate ist sehr breitgefächert. Hier finden sich Familienstammbäume, Herzen, die mit Musterklammern aufgefächert oder kleine Minibücher, in denen besondere Ereignisse festgehalten werden können. Etwas störend empfinde ich, dass sehr viel Verschnitt entsteht, da die Erklärungen vergleichsweise viel Platz auf dem Papier einnehmen. Sehr hilfreich ist der „Selbstreflexionsbogen“ zum eigenen Produkt. Positiv hervorzuheben ist der ausführliche Bewertungsbogen zum Lapbook. Hier wurden „items“ zu den Bereichen „Arbeitsverhalten“, „Gestaltung“, „Inhalt“, „Präsentation“ und „Selbstreflexion“ integriert. Als Orientierung für die Lehrkraft wurde auch eine beispielhafte Bepunktung eingefügt. Um die Transparenz der Bewertungskriterien zu gewährleisten, ist es ratsam den Bogen den Kindern vorab mitzugeben.

Nach dem nun mehrmaligen Einsatz der Lapbooks, bin ich weiterhin gespaltener Meinung in Bezug auf „Lernzuwachs“ im Vergleich zum „Zeitaufwand“. Ich sehe aber auch Vorteile und übe mich darin Geduld aufzubringen. Jede Lerngruppe genoss bisher die Arbeit am individuellen Lapbook. Die Kinder erweiterten ihre Fertigkeiten bezüglich des sorgfältigen, ausdauernden und selbstständigen Arbeitens, schulten ihre Kompetenzen in den Bereichen „Feinmotorik“, „Sammeln von Informationen“ und „mündliche Präsentationsfähigkeit“. Diese Lapbooks können im 4. Schuljahr zur Vorstellung bei den Patenkindern genutzt werden oder auch für das Kennenlernen im 5. Schuljahr nach dem Übergang.

Abwechslungsreiche Formate, praktikabel in der Umsetzung.

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Daniela Nase und Clara Suetens – Frag doch mal … die Maus: Mein Körper

Inhaltlich orientiert sich dieses Sachbuch für Kinder ab 6 Jahren an den Fragen aus ihrer Lebenswelt. So werden Themen wie Atmung, Knochenaufbau, Verdauung, Nerven, Milchzähne usw. behandelt. Hinten im Buch findet sich in einer Lasche ein Poster mit der Abbildung des Herzkreislaufs und des Skeletts.

Die Aufbereitung dieser Themen ist sehr spannend. Verlockende Fragen wie „Warum sind Finger und Zehen nach dem Baden schrumpelig?“ oder „Wieso haben wir Ohrenschmalz?“ oder „Was passiert, wenn ich Fieber habe?“ animieren zum Lesen. Hier wird die Lesebegeisterung durch Aufdeckfolien, Klappen und tollen Abbildungen aufrecht erhalten. Info-Boxen mit erstaunlichen Fakten und Zahlen wissen die jungen Leser prima zu beeindrucken. Die Sachtexte sind durchaus herausfordernd. Kinder, die nicht viel Vorwissen mitbringen, können trotzdem gut folgen, da viele Vergleiche gezogen und bildliche Beispiele gegeben werden. So kann das Buch im 2. Schuljahr wunderbar eingesetzt werden.

Über die Nervenleitungen werden Informationen als elektrische Signale verschickt. Elektrische Signale kann man sich vorstellen, als würde man eine Lampe ganz schnell und oft hintereinander an- und ausschalten.

Unser Körper als Wunderwerk. Viele spannende Fakten verständlich erklärt.

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