TOP 5 – Angst im Dunkeln

angst

Die Erfahrung von Angst gehört zum natürlichen menschlichen Dasein. Sie ist eine Vorbereitung auf reelle oder scheinbar gefährliche Situationen. In der Evolutionsgeschichte kommt ihr eine sichernde Funktion zu und somit gehört sie zu den Strategien, die das Überleben gewährleisten. Die Thematik „Angst im Dunkeln“ wurde in mehreren Bilderbüchern ganz unterschiedlich aufgegriffen. Die folgende Liste verschafft einen kurzen Überblick über die verschiedenen Anknüpfungspunkte bei der Bewältigung der Angstproblematik.

TOP 1:

„Ich brauche mein Monster“ begegnet dem Thema Angst im Dunkeln mit viel Humor. Amanda Noll versucht das Ungeheuerliche als etwas Notwendiges und Positives darzustellen und so verliert sich das Dunkle und Angsteinflößende. Der kleine Junge benötigt unbedingt ein gruseliges Monster, um einschlafen zu können. Da sein Monster verreist ist, wird ihm Ersatz geschickt. Doch keiner ist so gruselig wie sein Monster Nick. Kinder lieben dieses Bilderbuch und versuchen stets zu erraten wie Nick wohl aussehen mag. Es ist ein wunderbarer Schreib- oder Malanlass bereits für Kinder ab 4.

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TOP 2:

„Dunkel“ von Lemony Snicket nutzt eine reflektierende und schon fast abgeklärte Herangehensweise an die Angst-Thematik. Das Dunkel wird als etwas Notwendiges und vor allem Natürliches gesehen, vor dem man keine Angst zu haben braucht. Die Dunkelheit umgibt uns immer, wenn wir blinzeln oder schlafen.

Ein mit vielen düsteren Bildern gespicktes, beinahe sachliches Bilderbuch für Kinder, die nach nachvollziehbaren Erklärungen dürsten.

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TOP 3:

Im Bilderbuch „Lukas, das Eckenmonster“ wird eine authentische Bettsituation geschildert. Immer wenn die Mutter das Zimmer verlässt und das Licht ausmacht, taucht ein Eckenmonster in seinem Zimmer auf. Kinder tun sich dann oft schwer, zwischen Realität und Einbildung zu unterscheiden. So geht es auch Lukas. Seine Angstgefühle werden so groß, dass er kaum in seinem Zimmer einschlafen kann.

Michaela Holzinger hat sinnvollerweise Lukas selbst nach einer  unkonventionellen Lösung suchen lassen, die ihm Sicherheit und Vertrauen schenkt. Dabei spielt auch das Mutter-Kind-Verhältnis eine bedeutende Rolle.

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TOP 4:

Im dunklen Zimmer hören Felipe und Max sonderbare und äußerst unheimliche Geräusche. Wenn die Augen nichts sehen können, können die Ohren umso besser hören. Auf der Suche nach der Quelle der gruseligen Geräusche, gesellen sich immer mehr Wesen dazu und die Fantasie malt blühende Schreckensszenarien. Hmm… wer hätte gedacht, dass schlussendlich so ein winziges und ungefährliches Tier solche Geräusche machen kann?

Die wichtige Botschaft in diesem hervorragend illustrierten Bilderbuch ist: Angst zu haben ist ganz normal. Denn auch große Wesen, wie ein Riese oder Vampir haben Angst. Die überraschende Auflösung zum Schluss zeigt, dass Angst oft auch unbegründet sein kann, da uns unsere eigene Fantasie einen Streich spielt.

TOP 5:

„Die Hexe, die sich im Dunkeln fürchtete“ offenbart die Ängste einer kleinen Hexe, die beschließt etwas gegen ihre Angst zu tun. Sie mischt einen Trank zusammen aus Zutaten, die sie erst mühevoll organisieren muss. Die Beschaffung jeder einzelnen Zutat an sich verlangt allerdings enorm viel Mut und lässt die Hexe wachsen. Sie gewinnt Freunde und die Erkenntnis, dass jeder vor irgendetwas im Leben Angst hat.

Eine Geschichte voller Spannung, gelungenen Charakteren, tollen Bildern und einer wichtigen Botschaft.

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Steve Cox – Bist du das, Monster?

Steve Cox - Bist du das, Monster

Ben und seine kleine Schwester freuen sich gemeinsam mit ihren Freunden ein nächtliches Zeltlager im eigenen Garten aufbauen zu dürfen. Doch was, wenn sich hinter den dunklen Büschen ein Monster versteckt? Die Kinder beschließen ihre nähere Umgebung vor dem Einschlafen erst einmal zu erkunden. Sie begeben sich in die Garage und glauben im Autohänger die Spucke vom Monster entdeckt zu haben, als sich herausstellt, dass es bloß Papas Malerfarbe ist.  Auch das angebliche Fell des Monsters entpuppt sich lediglich als ein kuscheliges Kaninchen. Spielt die Fantasie der Kinder ihnen einen Streich oder werden sie tatsächlich ein Monster antreffen?

Das Bilderbuch ist ein privilegiertes Medium für wirkungsvolle Inszenierungen psychischer Phänomene und Prozesse. Es spricht eine doppelte Sprache – die grafische und die literarische.

In diesem Bilderbuch wird die Erfahrung von Angst, die zu unserem natürlichen menschlichen Dasein gehört, thematisiert. Die kleinen Protagonisten werden angehalten, nicht ängstlich zu sein, sondern vielmehr forsch und mutig das Leben und somit ihre Unsicherheiten anzupacken. Dem Tastsinn wird in diesem Buch eine große Bedeutung zugeschrieben. Hinter fünf hervorstehenden Klappen verbergen sich mit Noppen versehenes Plastik, Klebepapier, Moosgummi etc. Durch das Befühlen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das verborgene Material anfühlt. Gleichzeitig stellen sie Vermutungen auf, welcher Teil des Monsters es womöglich sein mag.

Glücklicherweise schaut das Pop-up Monster auf der letzten Seite nicht so gruselig drein, wie sein Vorgänger, der Wolf. Die rosafarbene Latzhose und der Lidschatten haben beinahe etwas Niedliches an sich, weshalb der Junge rechts eher neugierig auf das Monster zu blicken scheint.

Dieses Bilderbuch bietet einen tollen Gesprächsanlass für jüngere Kinder. Ich habe dieses Bilderbuch im ersten Schuljahr, in einer Förderstunde mit 5-Jährigen, zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eingesetzt. Durch die nicht einsehbaren Klappen sind die Kinder gezwungen zu beschreiben, wie sich das Befühlte anfühlt. Gleichzeitig werden sie angehalten nach den passenden Adjektiven zu suchen, weiterzudenken und Vermutungen anzustellen. Somit haben wir zusätzlich den Wortschatz in Bezug auf „Adjektive“ ganz spielerisch und am Kind orientiert erweitert.

Steve Cox - Bist du das, Monster?

Spannendes Bilderbuch, das sich hervorragend zur Förderung der mündlichen Sprachhandlung eignet.

 

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Michaela Holzinger und Stefanie Reich – Lukas und das Eckenmonster

Lukas und das Eckenmonster

Jede Nacht lauert das dicke und freche Eckenmonster im Kinderzimmer von Lukas. Kaum löscht Mama das Licht, bekommt Lukas schreckliche Angst und zieht sich die Bettdecke über das Kinn. Erst wenn Mama wieder hereinkommt, ist das Eckenmonster verschwunden.  Solange das Problem nicht gelöst ist, darf Lukas im Elternschlafzimmer nächtigen. Das gefällt ihm richtig gut, denn hier gibt es keine dunklen Ecken.

Trotzdem kann es so nicht weiter gehen und Lukas überlegt sich wie man das Eckenmonster los werden könnte… mit einem bissigen Hund oder einem feuerspuckenden Drachen? Oder vielleicht doch mit einem Trick und einer Portion vertrauensvoller Sicherheit?

Das Einschlafen in einem dunklen  Zimmer ist für einige Kinder eine Herausforderung. Es geht oft mit einem unheimlichen Gefühl einher, da man nicht alle Ecken des Zimmers überschauen kann und schon fängt die Fantasie ihre Spielchen an. Kinder tun sich dann oft schwer, zwischen Realität und Einbildung zu unterscheiden. So geht es auch Lukas. Seine Angstgefühle werden so groß, dass er kaum in seinem Zimmer einschlafen kann.

Die sehr dynamischen und comicartigen Bilder von Stefanie Reich, die mich bereits in „Ein Kiste für den Bären“ mit ihren Illustrationen begeistern konnte, spiegeln die Emotionen der übermüdeten Eltern und dem verängstigten Lukas sehr gut wider.

Die Lösung des Problems zeigt, dass Kinder mit ihren Ängsten und Sorgen ernst genommen werden müssen. Nur die wenigsten denken sich die Monster aus, um nicht in ihrem Zimmer schlafen zu müssen. Monster entstehen aufgrund entwicklungsbedingter Ängste und den besten Schutz, den Eltern ihren Kindern geben können, ist Vertrauen und Sicherheit. Michaela Holzinger hat sinnvollerweise Lukas selbst nach einer Vertreibungsmöglichkeit suchen lassen. Die unkonventionelle Lösung der Monsterbekämpfung ist für Lukas  effektiv, weil sie von ihm aus kam und ihm nicht aufgezwängt wurde.

Lukas und das Eckenmonster

Lebendige Bilder und eine unkonventionelle Monsterbekämpfung, die sich als sehr effektiv zeigt.

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Elizabeth Mills – Horns, Tails, Spikes and Claws

Horns, Tails, Spikes and Claws

Mit diesem „mix-and-match book“ können mehr als 30 unterschiedliche Monster kreiert werden. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Auf jeder der fünf Doppelseiten werden rechts die Monsterteile präsentiert und links die jeweiligen Bezeichnungen. Die Auswahl der Eigenschaften ist äußerst kreativ und bezieht auch englische Bezeichnungen für tierische Körperteile mit ein (claws, paws, tails, wings etc.). Dabei werden keineswegs die lustigen und fantastischen Elemente ausgelassen, so finden sich Merkmale wie „tentacles, bumps, slime“ wieder. Mit diesem Buch findet jedes Kind  seine idealle, monströse Kreatur.

Dieses Buch ist einfach liebenswürdig. Die Illustrationen sind äußerst ansprechend, nicht allzu überladen und doch motivierend. Es bleibt immer spannend, wie sich das Monster je nachdem wie die Seitenteile umgeblättert werden, ausfällt. Ganz nebenbei lernt das Kind die englischen Bezeichnungen für tierische bzw. monströse Körperteile  und Eigenschaften kennen. Ich hätte mir gewünscht die jeweiligen Wörter kleingeschrieben vorzufinden, um den Unterschied zur deutschen Großschreibung von Nomen hervorzuheben. Hier werden leider auch beide Wörter der Bezeichnung „Three Feet“ groß geschrieben.

Die Monsterbeschreibung ist im Klassenzimmer meist sehr beliebt. Die Kinder erfinden gerne eigene, höchst ausgefallene Monster. Ich würde dieses Buch für die Lerntheke empfehlen. Eine mögliche Aufgabe könnte es sein, sich ein Monster auszusuchen und auf einem Blatt mit dem Satzanfang „My monster has got…“ aufzumalen, um es anschließend einem Partner auf englisch zu beschreiben. Als Differenzierung dürfen auch sehr gerne unterschiedliche Farben hinzugenommen werden („My monster has got blue wings.“).

Horns, Tails, Spikes and Claws

Material

Nach dem Prinzip von diesem Buch habe ich drei Würfel entwickelt, mit denen man ein Monster von Kopf bis Fuß erwürfeln kann. Es wäre wünschenswert, die drei Würfel auf unterschiedlich farbigem Papier auszudrucken, damit die Kinder nicht durcheinander kommen. Nach dem Würfeln darf auch schon gemalt werden. Wie viele unterschiedliche Monster können erwürfelt werden? Die kleinen Mathematiker dürfen knobeln oder auch ausprobieren! 🙂

Würfel Monster

zum Download bitte auf das Bild klicken

Mit diesem Buch findet jedes Kind seine ganz eigene monströse Lieblingskreatur.

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Ed Emberley – Go away, big green monster!

Passend zu Halloween präsentiere ich euch heute ein Bilderbuch über ein sich Seite-für-Seite enthüllendes gruseliges Monster. Jede Seite wurde sehr clever ausgestanzt und deckt etappenweise unterschiedliche Eigenschaften des Monsters auf. Auf der ersten Seite sieht man auf einem schwarzen Hintergrund zwei runde, glänzende Augen: „Big Green Monster has two big yellow eyes.“ Jede Seite addiert ein adjektiv-geladenes Element hinzu … a long blue nosea big red mouth with sharp teeth …  scraggy purple hair – solange bis die Kulmination der Eigenschaften in dem Ausruf „YOU DON’T SCARE ME! SO GO AWAY … “ endet. Ab hier werden die angsteinflößenden Eigenschaften nun in rückläufiger Reihenfolge wieder subtrahiert, bis das Monster mit der augenzwinkernden Bemerkung des Erzählers „and DON’T COME BACK! Until I say so.“ gänzlich verschwunden ist.

Dieses phantasievolle Werk nähert bereits sehr junge Leser behutsam an das Thema Monster und Angst heran. Schritt-für-Schritt werden beängstigende Elemente dazu addiert und lassen dem Betrachter Zeit sich an das verändernde Bild zu gewöhnen. Sie selber können kontrollieren, ab wann es eine Stufe höher gehen kann.

Durch die Ausstanzung hat es eine große Anziehungskraft auf Kinder, die zum weiteren Entdecken nur so einlädt. Hier lassen sich auch wunderbar Vorhersagungen treffen.

Das freche Wechselspiel zwischen Form und Farbe ermöglicht die eigene Nachgestaltung eines solchen Monsters im Kunstunterricht. Mit einem kleinen Buch kann das Monster sich schon fast wie beim Daumenkino stetig und immer weiter offenbaren. Im Englischunterricht kann der Wortschatz rund um Körperteile, Farben und Adjektive wiederholt und auch erweitert werden.

 

Ein phantasievolles Werk umwoben von viel Spannung und Entdeckerlust.

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Mies van Hout – Freunde

Mies van Hout thematisiert in ihrem neuen Bilderbuch viele Situationen einer Freundschaft und daran gekoppelt Emotionen. In Szenen von jeweils zwei Monstern wird aufgezeigt, was Freunde alles miteinander machen können. Neben spielen, rumhängen und lachen, wird auch gestritten, geheult und geschmollt. Der Umgang mit Konfliktsituationen ist ebenso Thema, wie ihre Lösung.

Wie bereits beim Bestseller „Heute bin ich“ sind es diese konsequent durchgehaltenen leuchtenden Farb-Kontraste, die den Blick des Betrachters an die Illustrationen fesseln. Auf dem schwarzen Hintergrund scheinen die großformatigen Bilder schon fast zu brennen. Diese werden von einem einzigen Verb unterstrichen und verleihen den wachsmalstiftähnlichen-Zeichnungen noch mehr an Gewicht und Bedeutsamkeit.

Die Kinder können durch das Cover und eine Impulsfrage dazu angeregt werden zu erzählen, was für sie persönlich Freundschaft ausmacht. Gewöhnlich wird jedes Kind zu diesem Thema etwas beitragen können und so kann schon auf das Buch übergeleitet werden. Hierbei können die Verben vorerst verdeckt werden, sodass die Kinder die Möglichkeit bekommen Mutmaßungen anzustellen und die Szene genauer zu betrachten. Das Bilderbuch verwirklicht den Anspruch der Sehschule durch die doch ziemlich eindeutige Darstellung der Mimik und Körpersprache der Figuren.

Neben der Wortschatzerweiterung zum Thema „Freundschaft“, bietet das Buch einen gelungenen Schreibanlass bereits für Erstklässler. Im Kunstunterricht können hierzu auf schwarzem Papier mit Wachsmalstiften Lieblingsaktivität mit dem besten Freund festgehalten werden. Im Deutschunterricht können mithilfe der Anlauttabelle bereits die ersten Wörter verschriftlicht werden. Das Bilderbuch ist für den unterrichtlichen Einsatz prädestiniert!

Ein weiteres qualitätvolles Werk Mies van Houts, das ich als sehr wertvoll erachte!

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Bine & Benjamin Brändle – Glucksi zieht nach Monsterstadt

Das fröhliche Monster „Glucksi“ zieht in eine neue Monsterstadt und benötigt für den Aufbau seines Fertighauses einen Hammer. Die Bewohner der witzigen Stadt erweisen sich als sehr hilfsbereit und wollen Glucksi auf seiner Suche, die sich als schwierig erweist, helfen. Er triftt auf seiner Suche viele andere Bewohner, die  durch einige  Eigenheiten geprägt sind. Da wäre z.B.  Dösi, das faule Monster, Grumpel, das motzige Monster oder auch Mucki, das starke Monster.

Als Glucksi endlich den Professor Hirni trifft, scheint der Bau seines Hauses in greifbarer Nähe … wenn da nicht eine besondere Überraschung auf Glucksi warten würde …

Bei diesem Bilderbuch können sich Kinder ab 4 Jahren auf eine tolle Unterhaltung freuen. Die Bandbreite an unterschiedlichen Charakteren ist groß und jede Begegnung mit Witz und Vergnügen verknüpft. Die auf jeder Doppelseite vorhandenen Klappen erhalten den Überraschungseffekt in dem Zusammentreffen mit den anderen Monstern und unterstützen die Entdeckungsfreude der Kinder.

Thematisch ist das Bilderbuch von Freundschaft, Kontaktknüpfung, Umzug und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet. Die Geschichte kommt sehr leicht und spielerisch daher und wird von außerordentlich farbenfrohen Illustrationen gestützt. Hier dominieren Bilder voller Trubel und sich jagenden Ereignissen. Ein Pop-up Bild am Ende des Buches bietet einen großen Überraschungseffekt und ist ein passender Abschluss der schnellen Ereignisabfolge.

unterhaltsam, leicht und spielerisch


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Amanda Noll und Howard McWilliam – Ich brauche mein Monster

Toms Monster ist für eine Woche verreist, denn schließlich brauchen auch Monster mal Abwechslung und so geht es für Nick zum Fischen. Doch weil der kleine Tom ja so ganz ohne Monster nicht einschlafen kann, benötigt er Ersatz, also quasi eine Art Vertretung. Ein geeignetes Monster zu finden, welches Nicks Job übernehmen könnte, ist gar nicht so einfach. Paul hat keine Krallen, Ralf lackiert sich seine Krallen, Lucy ist ein Mädchen-Monster und so gar nicht gruselig und Anton ist einfach nur zum Lachen. Nick braucht seinen Monster!

Mache deinen Feind zum Freund! Nach dieser Devise versucht Amanda Noll das Ungeheuerliche als etwas Notwendiges und Positives darzustellen und so verliert sich das Dunkle und Angsteinflößende. Das Cover ist definitiv ein eye-catcher. Die Zeichnungen sind grandios, die Lichtvershältnisse fabelhaft hervorgehoben, die Betrachtung der Monster ein Genuss! Man ist jedes Mal gespannt, welches Monster sich denn nun als nächstes unter dem Bett versteckt und damit steigt die Spannung natürlich auf Nick! Das schrecklichste Monster zum Gruseln! Viele Kinder haben Angst im Dunkeln, dieses Buch kann ihnen diese Angst nehmen. Es hängt natürlich vom Kind ab, ich könnte mir auch vorstellen, dass manche Kinder erst recht ihrer Vorstellung freien Lauf lassen und sich dann abends ausmalen, welches Monster sich denn nun heute unter ihrem Bett verstecken könnte und so keinen Schlaf finden. Howard McWilliam hat wunderbare Arbeit geleistet und schon alleine wegen der Zeichnungen ist das Buch es wert gekauft zu werden.

Monsterfreunde werden sich freuen! – Ein witziges Buch mit fantastischen Illustrationen!

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