Jochen Weeber und Fariba Gholizadeh – Henrietta spürt den Wind

Henriettas Lieblingsbeschäftigung in ihrer Freizeit ist das Computerspielen. Ihre Eltern kommen erst spätabends nach Hause. Sie ist viel alleine. Eines Tages landet ein Ball auf Henriettas feuriger Haarpracht. Die drei verantwortlichen Kinder starren auf den Bildschirm und erkundigen sich, was sie da tagein tagaus am Computer macht. Begeistert erklärt sie ihnen, dass sie Spinnen, Käfer und Frösche fängt.

Sie freundet sich mit den drei Kindern an und verabredet sich mit ihnen zum Spielen – DRAUßEN! Die Sonne schneit warm auf ihre Haut. Sie steckt sich Löwenzahn ins Haar, klettert auf Bäumen und johlt wie Indianer. Im kleinen Tümpel zeigen die Freunde Henrietta Kaulquappen und sie beobachten gemeinsam Frösche. Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen und spürt den Wind leise durch die Bäume streichen.

Dieses Bilderbuch ist eine Liebeserklärung an die Wunder der Natur. Gleichzeitig verdeutlicht es die Entwicklung der heutigen Zeit viel zu viel Zeit am Computer oder Smartphone zu verbringen. Das leuchtend rote Haar der Protagonistin bildet einen auf­fälligen Kontrast zur blassen Welt des Digitalen. Die Kinder zeigen Henrietta wie wunderbar es ist die Umwelt selbst zu entdecken. Hier werden alle Sinne angesprochen und gemeinsam macht die Erkundung viel mehr Spaß. Es ist eine Waage zwischen „drinnen“ und „draußen, zwischen „digital“ und „in echt“.

Henrietta gelingt es ihrer Routine zu entfliehen, Hindernisse zu überwinden, indem sie sich dem Neuen gegenüber offen und mutig zeigt. Und genau dafür wird sie belohnt. Diese Szene von Henrietta im Wald mit einem Frosch in der Hand, mit geschlossenen Augen und dem wehenden Haar ist sehr rührend und zaubert Gänsehaut zugleich. Diese Illustrationen agieren als wirkungsvolle graphische Inszenierungen, die auch komplexe, oft kaum bewusste Zustände und Erfahrungen in anschauliche Bilder zu fassen wissen.

Eine wunderbare Geschichte über das Fühlen und Entdecken der Natur und die Schönheit der Freundschaft.

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Al MacCuish und Rebecca Gibbon – Die Biene, die sprechen konnte

Die Biene, die sprechen konnte

Belle wohnt in Paris und ist ein richtiges Stadtkind. Dennoch freut sie sich jeden Sommer ihre Großeltern auf dem Land besuchen zu dürfen. Jedes Jahr bekommt sie von ihrem Opa ein Geschenk – mal ist es ein Steckenpferd, mal ein Baumhaus oder auch schon einmal eine wunderschöne Staffelei. Dieses Jahr erwartet Belle ein umlackiertes Fahrrad ihrer Mutter auf sie.

Da darf gleich auf die Pedale getreten und die Natur erkundet werden. Auf ihrer Radtour verirrt sie Belle im Wald und macht eine erfreuliche Bekanntschaft mit einer sprechenden Biene, die sie in die Geheimnisse der Wirkung von Heilpflanzen einweiht und die Aufgabe der Bienen erklärt.

Es beginnt ein spannender Sommer mit allerlei Wunder rund um die Natur …

Dieses charmant französische Bilderbuch ist eine wahre Liebeserklärung an die Bienen. Der Autor zog selbst im Alter von 25 Jahren hinaus in die Natur und fing dort als „Bienenhirt“ ein neues Leben im Einklang mit der Natur an. Diese Leidenschaft und Liebe ist auf jeder Seite spürbar.

Diese Geschichte öffnet das Herz. Belle liebt die Großstadt, dennoch genießt sie es im Sommer zu ihren Großeltern entfliehen zu können. Diese Idylle, die auf den Illustrationen von Rebecca Gibbon so sehnsüchtig eingefangen ist, lässt die Vorfreude auf die Sommerferien erwachen. Auf dem Land scheint die Zeit stehen zu bleiben. Es ist keine Spur von Hektik in den Bildern wahrzunehmen. Hier kann man beinahe die  frische Landluft wahrnehmen und das Drumherum einfach auf sich wirken lassen, mit all den Düften und Geräuschen der Natur. Diese Szenerie belebt die Sinne. Als Landkind, das auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, lässt es mich ganz wehmütig werden.

Nach einem kleinen Unfall auf dem Rad, hilft die sprechende Biene Belle ihre Wunde zu versorgen und reibt das Knie mit einer Arnika-Blüte ein. Sie erklärt ihr, dass es ohne Bienen keine Erdbeeren und keine Orangen gäbe, woraufhin Belle der Biene stolz zustimmen muss: „La nature est bien faite“.

Alles hat seinen Platz und Zweck – das ist die Schönheit der Natur

In der Danksagung hebt der Autor in einer langen Liste all die Köstlichkeiten hervor, die wir ohne Bienen nicht genießen könnten. Dieses Bilderbuch erklärt das Phänomen der Bestäubung ganz kindgerecht und verständlich. Nach der Behandlung des Themas „Apfel“ im Sachunterricht nahm ich dieses Bilderbuch hinzu, um den Kindern die besondere Bedeutung der Bienen aufzuzeigen. Alle Kinder sahen die Bienen danach ganz anders. Wir bedankten uns für all die Köstlichkeiten und entschieden, dass Bienen zwar manchmal, eigentlich ganz selten stechen, aber grundsätzlich tolle Insekten sind, die eigentlich auch putzig aussehen und Großes leisten.

Die Biene, die sprechen konnte

Eine sehr charmante und französisch angehauchte Liebeserklärung an die Bienen!

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Ute & Tilmann Michalski – Entdecke die Jahreszeiten

Entdecke die Jahreszeiten

Jahreszeitenfamilienbücher versprühen für mich einen Hauch Nostalgie, aber auch Naturverbundenheit und tragen zurEntschleunigung im Alltag bei. Damit verbunden ist ein Gewinn an Lebensqualität und positiverLebensenergie. Die Aufmachung diesesJahreszeitenbuchs strahlt Ruhe, Zufriedenheit undTatdrang aus. Die hellen Farben und die Fotografien, so unverblümt natürlich und wenig inszeniert, laden zum Mitmachen und zum Erleben der Wunder der Natur ein.

Ute und Tilman Michalski haben in diesem Jahreszeitenbuch Bastelideen, saisonale Rezepte und viele Informationen rund um Flora und Fauna zusammengefasst. Sortiert nach den Jahreszeiten präsentieren sich hier Anregungen, die ich bereits aus meiner Kindheit kenne und dich mich in tollen Erinnerungen schwelgen lassen. Das sind Erlebnisse und Erfahrungen, die geteilt werden müssen. Das Anlegen eines Versuchsgartens aus gebrauchten Milchtüten und das damit verbundene Betrachten der Pflanzen beim Wachsen ist ein wertvoller Zugewinn an Wissen und Erfahrung. Ich erlebe das täglich, dass Kinder kaum wissen wie Samen aussehen oder ganz erstaunt darüber sind, dass Gurken, Tomaten und  Zucchini aus einer Blüte wachsen.Aus Löwenzahn einen Kranz basteln, eine Futterstelle für Vögel anfertigen oder aus Herbstblättern einen Windlicht mit Kleister gestalten, es finden sich hier viele einfache, jedoch effektvolle Ideen. Die wenigen Rezepten werden mit einfachen Schritt-für-Schritt-Illustrationen unterstützt, die bereits die Kleinen nachvollziehen können.

 
Entdecke die Jahreszeiten
Ein traditionelles Jahreszeitenfamilienbuch, das die ganze Familie die Wunder der Natur entdecken lässt.
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Anne Möller – Vom Leben in der Erde

Vom Leben in der Erde

 

Welche Schätze verstecken sich unter unseren Füßen? Wenn wir auf den Boden schauen, sehen wir Gras, Laub oder einfach nur Erde. Doch was befindet sich darunter?
Zahlreiche altersgerechte Sachinformationen werden hier in Bildern voller Details verpackt. Dank der Klappfenster, wird den Kindern nach und nach spannendes Wissen rund um unseren Nährboden und damit einhergehend einige geschichtliche Entwicklungen vermittelt.
In einem Querschnitt bestaunen wir einen Mäusebau mit all den gesammelten Vorräten für den Winter. Ein genauer Blick in die tieferen Schichten der Erde offenbart uns Schätze aus einer früheren Zeit, als die Dinosaurier noch lebten und die Steinzeitmenschen ihre Spuren hinterließen. Wir erfahren die wichtige Funktion eines Regenwurms zur Entstehung eines fruchtbaren Bodens, aus dem auch etwas wachsen kann. Einige Gemüsesorten werden unter die Lupe genommen und der Zauber der Natur somit bestaunt. Ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen auch die Steine. Welche wurden von Wasser geschliffen? Stammen einige auch aus einem Vulkanausbruch oder ist das einfach nur ein versteinerter Seeigel?
Dieses Sachbuch gibt einen kleinen Einstieg in die Entwicklung unserer Erde. Es spornt an genauer auf unsere Umwelt zu schauen. Die Klappen tragen zur Eigenaktivität der Kinder bei und steigern die Neugierde. Sie zwingen zum Mitdenken und Vorhersagen. Da dieses Sachbuch sicherlich viele Detailinformationen enthält, sollte es nicht in einem Schub gelesen werden. Es braucht Zeit, um die gewonnenen Erkenntnisse zu verarbeiten.
Anne Möller konzentriert sich gerne auf Tiermotive. Zahlreiche Bildbände sind bereits von ihr erschienen. Die Illustrationen bestechen durch Anschaulichkeit und bildhafte Klarheit. Als Betrachter haben wir das Gefühl mitten in der Natur zu sein und die beschriebenen Beobachtungen selbst wahrzunehmen. Dieses Sachbilderbuch weckt das Bedürfnis den Dingen in der Natur auf den Grund zu gehen und als kleiner Forscher die unsichtbaren Schätze zu ergründen.
Vom Leben in der Erde
Anschaulich, informativ, den Blick erweiternd.

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Nicola Davies und Mark Hearld – Mein erstes großes Buch von der Natur

Mein erstes großes Buch von der Natur

Im Frühjahr streckt sich der Löwenzahn der Sonne entgegen und die Vögel bauen eifrig ihre Nester. Im Sommer sammeln die fleißigen Bienen Blütenstaub und der wolkenlose, blaue Himmel lädt zum Staunen und Träumen ein. Während im Herbst nach dem ersten Frost die Spinnennetze glitzern, bereiten sich die Tiere schon bald auf den schläfrigen und trägen Winter vor. Nur um im Frühjahr die Wunder der Natur erneut zum Leben zu erwecken.

Das recht großformatige Sachbuch „Mein erstes großes Buch von der Natur“ gliedert sich nach den vier Jahreszeiten und behandelt die unterschiedlichsten, die für diese Jahreszeit typischen Phänomene in der Natur. Jede Doppelseite wird von einem literarisch anmutenden Text mit vielen sachkundigen Informationen begleitet, der die Wunder der Natur schon fast poetisch darstellt. Es wird auf das „Geräusch des Honigs“, den von Heu verströmten „Duft des Sommers“ oder die „im Wind schwankenden Weizenhalme“ hingewiesen. Praktiker dürfen sich an Tipps zur Aufbewahrung von Samen und der Herstellung vom schmackhaften Vogelfutter erfreuen.

Diesem Sachbuch wohnt ein besonderer Zauber inne. Vorrangig versprüht durch die von Mark Hearld stammenden Illustrationen. Dem schottischen Grafiker ist es gelungen die überwältigende Schönheit der Natur in bahnbrechende Bilder zu bannen. Dieses Buch fesselt. Nach dem allerersten Blick, fällt es schwer dieses Buch wieder aus der Hand zu legen. Es spinnt einen Kokon um den Betrachter und man ist mehr als gewillt in diese bezaubernde Welt einzutauchen. Dabei liegen diese Wunder direkt vor unserer Haustür. Ein wachsamer Blick wird belohnt. Es gibt viel zu entdecken und das beweist uns dieser Schatz eines Sachbuchs.

Diese gedruckten Muscheln und die collagierten Fische in ihrer vollen Farbpracht rauben mir den Atem. In all diesen Tieren und Pflanzen steckt Bewegung, Verwandlung, LEBEN.  Auf dieses Sachbuch warten noch einige Preise, ganz bestimmt!

Mein erstes großes Buch von der Natur

Ein außergewöhnliches Sachbuch, das wie ein Sog wirkt.

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Virginie Aladjidi – Birke, Buche, Baobab

Birke, Buche, Baobab

Dieses Buch ist ein Spaziergang unter dem Blätterdach der Welt.

Wälder spielen in der Ökologie eine zentrale Rolle. Sie bieten Tieren Nahrung und Unterschlupf, ermöglichen Pflanzen Ansiedlung und für uns Menschen sind Bäume Lieferanten von Werk- und Baustoffen und Brennmaterial.

Die Liebe zu Bäumen entdeckt man gleich in diesem unvergleichlich schön illustrierten Liebhabersachbuch. Mit schwarzer Tusche und einem Rotring-Zeichenstift verleiht Emmanuelle Tchoukriel den 57 Baum- und Straucharten ihre Konturen, während die  Bäume mit Aquarellfarben mit Leben gefüllt werden.

Das Sachbuch bildet Bäume und Stäucher aus aller Welt ab. Australischer Eukalyptus ist genauso vertreten, wie die europäische Eiche oder der südamerikanische Maniok. Den meisten Platz im Buch nehmen, neben den Nadelbäumen und Palmen, die Laubbäume ein, die nach vier Kategorien präsentiert werden:

  • Bäume mit einfachen ganzrandigen Blättern
  • Bäume mit einfachen am Rand gesägten oder gezähnten Rändern
  • Bäume mit gebuchteten oder gelappten Blättern
  • Bäume mit zusammengesetzten Blättern

Eine kleine Blattkunde leitet somit sinnvollerweise in die Thematik ein. Hier werden die wichtigsten Merkmale kleinschrittig erläutert und die Unterschiede bildlich untermalt. Und so entdeckt man bei jeder Abbildung den Baum in voller Größe, das einzelne Blatt und die jeweilige Frucht. Oft werden die Illustrationen mit Tieren, die den Baum zu ihrem Lebensraum zählen, ergänzt. Zusätzlich wird zu jedem Baum die lateinische Bezeichnung, die max. Höhe und die Lebensdauer festgehalten.

Besonders wertvoll finde ich die kurzen Informationen, die oft auf Wissenswertes, die eventuelle Mythologie oder Aussergewöhnliches eingehen. Wer hätte gedacht, dass es unter den Bäumen auch Kidnapper gibt, die den ursprünglichen Baum erwürgen? Tja, und wie kommt so etwas zustande? Wenn ein Vogel auf einem Baum Kot absetzt, der den Samen dieser bestimmten Baumart enthält. Um welche Baumart handelt es sich? 🙂

Der Spaziergang unter dem Blätterdach unserer Welt ist mit diesem Buch ein wahrer Genuss. Sehr lohnenswert!

Birke, Buche, Baobab

Aufwändige Gestaltung, die die Liebe und Bewunderung zur Natur noch weiter anwachsen lässt!

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Anne Möller – Im Ameisenbau

Im Ameisenbau

Die roten Waldameisen wohnen am Waldrand in ihren großen Ameisenhaufen. Hier herrscht stets ein geschäftiges Treiben. Schließlich muss der Ameisenbau intakt gehalten, repariert und umgeschichtet werden. Auch die Ameisenkönigin und die Larven benötigen besondere Pflege. Es muss Futter herbei geschafft  und die Feinde vertrieben werden. Und wenn es Frühjahr wird, dürfen die Flügel ausgebreitet werden!

Hinter den stabilen Klappen verbergen sich viele Informationen, die einen spannenden Rundumeinblick in das Leben von roten Ameisen bieten. Die Sachinformationen sind altersgerecht und eignen sich vor allem zum Vorlesen. Die naturgetreuen Illustrationen stützen das Verständnis und regen zu mehr Vorstellungskraft an.

Die Natur birgt so manche staunende Wunder, die uns faszinierende Einblicke in ihre Funktionsweise gewährt. Auch hier im Leben von Ameisen gibt es eine klare Rollenverteilung, ausgeklügelte Abwehrmechanismen und erstaunliche Verwandlungskünste, die das Überleben sichern.

Wie und warum „melken“ Ameisen Blattläuse? Wie vertreiben Ameisen ihre Feinde? Warum werden nur bestimmte Ameisen zu Königinnen? Warum heben Ameisen zu einem Flug durch die Lüfte ab?

Wer von den  Ameisen nicht genug hat, kann sich auf der letzten Seite zusätzliche Informationen über andere Arten, wie z.B. die gemeinen Amazonenameisen, die gerne Sklaven halten, aneignen. Man kommt einfach nicht aus dem Staunen heraus. Versprochen!

Im Ameisenbau

Material

Zur Reflexion des Lernzuwachses nach dem Lesen des Bilderbuchs „Im Ameisenbau“:

Rote Waldameisen_Bild

Allumfassende, altersgerechte Informationen über das Leben von roten Waldameisen.

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Holger Haag und Manfred Rohrbeck – Hör mal, das Meer lebt!

Hör mal, das Meer lebt!

Das Meer wird oft mit Dunkelheit und Unheimlichkeit assoziiert und doch fasziniert es viele Menschen. Was verbirgt sich tatsächlich in der endlosen Tiefe? Diese Sound-Sachbuchreihe aus dem Coppenrath Verlag versucht etwas Licht ins Dunkle zu bringen.

Auf einer Weltkarte werden zunächst die Meeresbewohner, nach ihrem Lebensort sortiert, dargestellt. Wer lebt in der Nordsee, im Mittelmeer, Atlantik oder auch im Nordpolarmeer? Besonders gelungen ist die Begründung für den strukturierten Aufbau des Sachbuchs. Denn welche Tiere  und Pflanzen wo leben, hängt davon ab, wie tief und wie warm das Wasser ist. Und so erfahren die jungen Lesen auf den darauffolgenden Seiten mehr über die Meeresbewohner und ihre besonderen Lebensumstände. Die abgebildeten Tiere sind stets mit einer Bezeichnung versehen, sodass zahlreiche Namen für die unterschiedlichsten Tiere zusätzlich erlernt werden können.

Neben der  ansprechenden, farbenfrohen und nicht allzu überladenen Seitengestaltung, ist der besondere Clou dieser Sachbuchreihe der Einbau des „Sound-Buttons“. Mit insgesamt sieben Geräuschen können die Kinder einzelne Tiere auf Knopfdruck hören. Mal ruft eine Silbermöwe, mal heult ein Seehund, mal stimmt ein Orca mit seinem Gesang ein. Das Wellenrauschen rundet schließlich das wundervolle Sinnerlebnis ab. Die entsprechenden Symbole sind im ganzen Buch verteilt und reagieren auf Druck, wobei man hier als Elternteil eventuell nachhelfen müsste. Die Geräusche sind echt und von der Lautstärke für Kleinkinder angemessen.

Vielleicht werden schon bald manche junge Zuhörer zur Geräuschimitation angeregt und so ihr Stimmorgan weiter ausprägen…

Hör mal, das Meer lebt!

Material

Zur Förderung des genauen Lesens und des entdeckenden Lernens:

Quiz Hör mal das Meer lebt

Eine spannende und gelungene Einbindung des zusätzlichen Sinns „Hören“ in Verbindung mit vielen wertvollen Informationen über unsere Meeresbewohner.

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Heike Schütz – Prinzessin Kartoffelinchen

Prinzessin Kartoffelinchen ist eine ganz besondere Kartoffel, die mit ihren roten Punkten alle anderen Kartoffeln überstrahlt. Sie ist nämlich etwas ganz Besonderes und gehört zu der Sorte „Rotauge“. Als die anderen, gewöhnlichen Kartoffeln anfangen sie aufgrund ihrer Andersartigkeit zu hänseln, wird Kartoffelinchen ganz traurig. Die Traurigkeit  verfliegt jedoch schnell, als sie durch einen unvorhergesehenen Zufall auf eine interessante Reise gehen darf. Sie trifft auf Geschöpfe, die ihr mit Neid und Missgunst begegnen und ihr somit das Leben schwer machen. Allerdings hält ihr das Schicksal auch positive Begegnungen bereit, durch die der Jahreskreislauf seinen neuen Anfang nimmt.

Das Buch ist in vier Kapitel eingeteilt, für die jeweils eine Jahreszeit steht. Die Geschichte beginnt im Herbst mit der Ernte von Kartoffelinchen und endet im Sommer mit dem Heranwachsen der Karoffelkindern. Das Thema „Kartoffeln“ wird an vielen Grundschulen behandelt und lässt sich wunderbar fächerübergreifend in den Unterricht einbinden. Durch dieses Buch habe ich mir eine kindgerechte Herangehensweise an das Wachstum der Kartoffelplanze erhofft. Allerdings sind die Wachstumsphasen im Verlauf der Anbauzeit in diesem Buch nur nebensächlich behandelt worden. Die Austriebe wurden nur am Rande kurz erwähnt. Das Schrumpelig-werden kurz vor der Aussaat wurde leider völlig ignoriert. Hauptsächlich geht es um die Themen Ausgrenzung, Neid, Missgunst, Eifersucht und aber auch Freundschaft, Hoffnung und Liebe.

Die Bilder wirken so herrlich sympathisch in ihrer unprofessionell scheinenden Ausführung und unterstützen durch erdige Bleistiftfarben das Bild des Naturprodukts. Ich hätte mir allerdings großflächigere Zeichnungen und weniger Text gewünscht, da das Buch für Kinder ab 3 Jahren empfohlen wird. Allerdings wäre ich eher dafür die Altersempfehlung auf 5 Jahre anzuheben, denn die Geschichte ist durchaus lang und von der Wortwahl zum Teil zumindest für Dreijährige anspruchsvoll.

Eine nette Geschichte über die Reise einer ganz besonderen Kartoffel.


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