Benas Bėrantas und Vilija Kvieskaitė – Nüsse haben kurze Beine

Rezension

Das litauische Duo hat sich der Redewendung „Lügen haben kurze Beine“ bedient und thematisiert die Werte „Ehrlichkeit“ und „Aufrichtigkeit“ auf sehr kindgerechte Art und Weise. Wer kennt es nicht? Es beginnt mit einer kleinen, kaum zu erwähnenden Nichtigkeit und schwupps ist die Nuss aus dem Korb schon in Kinderhände geraten, während Mama Eichhorn aus dem Haus ist. Rabe Knips schlägt noch vor zu warten, um Erlaubnis erbitten zu können, doch Eichhörnchen Ekki kann es nicht abwarten und so landet eine Nuss nach der anderen im Mund.

Als Frau Eichhorn zurück kommt, ziehen die beiden ihre Bäuche ein und behaupten, dass Frau Fuchs die Nüsse gestohlen hat. Zwischen den Freunden beginnt daraufhin die Diskussion rund um Ehrlichkeit und die Möglichkeit den Fehler auch zugeben zu können. Mit Bauchschmerzen gehen sie schlafen. Am nächsten Tag hat das Eichhörnchen Geburtstag und kann sich kaum freuen und mitfeiern. Die Lüge bzw. Nuss liegt ihm schwer im Magen.

Es ist wahr. Durch das Lügen bürgt man sich selbst nur eine Last auf. Das zeigt diese Geschichte deutlich. Es belastet einen. So leiden die beiden Tiere, wenn auch teils unbewusst. Das Aufdecken, wenn leider auch nur durch Zufall und nicht Selbsteingeständnis, ist mit einer großen Erleichterung verbunden, sodass die Tiere beschließen in Zukunft dann doch lieber die Wahrheit zu sagen.

Lügen ist ein höchst komplexes Thema und mit Unsicherheit, aber auch dem Austesten von Grenzen verbunden. Den Fokus auf die psychische Last, die sich schließlich auf den Körper auswirkt, zu legen ist sinnvoll und auch aus medizinischer Sicht richtig. Umso schöner, dass dieses Thema auf heruntergebrochener, kindlicher Ebene Erwähnung und Beachtung findet.

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Fazit

Vermittlung wichtiger Werte, mit Bezug zu körperlichen Auswirkungen.

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Hans Baltzer und Christa Holtei – Die Wiese: Ein Zoom-Bilderbuch

Rezension

Von oben betrachtet sieht die Wiese wie ein Flickenteppich aus. Der Storch breitet seine Flügel aus und nimmt uns mit auf Weiden und Felder. Der Lebensraum „Wiese“ wird als Vogelparadies vorgestellt, mitsamt all seiner gefiederten Bewohner. In Steckbriefen werden einige Vogelarten kurz und prägnant präsentiert.

Wir nähern unseren wachen Blick Richtung Bäume, Sträucher und Gräser und dürfen entdecken wie wichtig Windstöße für viele Pflanzen und deren Samen sind. Im Schutz der Gräser verstecken sich viele andere Tiere, wie z.B. Igel, Eichhörnchen und Feldhasen. Anschließend taucht der Leser gänzlich ein und fokussiert die Aufmerksamkeit auf Insekten und Spinnen, lernt Zikaden kennen, Tagfalter und Blattläuse. Dann geht es sogar unter die Erde, da wo Ameisen und Regenwürmer leben und wertvolle Arbeit Tag für Tag verrichten.

Das Zoom-Bilderbuch nimmt die Betrachter von ganz weit weg bis mittendrin mit und verdeutlicht somit, dass alles zusammen hängt. Es ist ein großes Ganzes. Unsere Umwelt geht Hand in Hand mit Tieren, Pflanzen und dem Wetter. Das eine bedingt das andere. Das Leben in unserem Kosmos ist ein Phänomen.

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Fazit

Vernetzung des Wissens zum Thema Tier- und Pflanzenwelt aus einer Zoom-Perspektive.

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Markus Bennemann und Janine Czichy – Tierisch tödlich

Rezension

Selten trifft man auf ein informatives Sachbilderbuch, das ein so überaus herausragend gelungenes Layout vorweist. Die Seitengestaltung ist übersichtlich und ansprechend. Die Platzierung der Illustrationen und der Details, fessselt die Blicke beim Umblättern. Die Wahl der Typografie ist modern und die Gesamtgestaltung wahnsinnig ausdrucksstark. Hinzu kommen Klappseiten, die das Interesse wecken und augenscheinlich ein Tier darstellen, das man in allen Lexika finden würde. Beim Aufklappen jedoch gefriert einem das Blut. Schließlich ist das Thema der hier versammelten zehn raffinierten Jäger ihre ausgeklügelten Jagdtricks.

Das scheinbar friedliche Fingertier sitzt in einem Augenblick an einen Baum geklammert, nur um nach dem Umklappen mit aufgerissenen Augen und seinem dünnen Mittelfinger eine Käferlarve zu verspeisen. Mir der Illustratorin Janine Czichy hat Markus Bennemann ins Schwarze getroffen. Sie hat ein feinsinniges Gespür für atmosphärische Darstellungen und weiß es detailtreue Zeichungen aus der Tierwelt mit Stimmungen zu kombinieren. In einem gut verständlichen Infotext wird auf die Sachlage eingegangen, während auf der gegenüberliegenden Seite Besonderheiten der Tiere und steckbriefähnliche Angaben zusammen gefasst wurden.

Ferner ist die Auswahl der Tiere gelungen, denn hier finden sich meist eher unbekannte Jäger, wie z.B. die „Spinnenschwanzviper“, der „Ameisenlöwe“ oder die „Bolaspinne“. Das einzig Tückische ist, dass man die Klappseiten wieder gut falten muss, damit Kinder an dem wertvollen Kunststück noch lange ihre Freude haben.

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Fazit

Absoluter Hingucker  – informative und spannende Fakten

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Hannah Dale – Tierleben: Auf der Wiese, im Wald und am Wasser

Rezension

Neugierig schauen die Protagonisten dieses Sachbuchs den Leser an. Es sind die zarten und lebhaften Zeichnungen von Hannah Dale, die den Tieren Lebendigkeit und Vitalität einhauchen. Jede Illustration steht ohne ein Wort auf der Doppelseite, dafür mit einer Fülle detaillierter und exakt platzierter Pinselstriche. Man würde am liebsten die Bilder als Postkarten in der Hand halten und am besten gleich einrahmen.

Auf der gegenüberliegenden Seite fasst die britische Zoologin die wichtigsten Fakten über die 50 dargestellten heimischen Tiere zusammen. Nach dem wissenschaftlichen Namen der Wiesen-, Wald- und Wasserbewohner folgen aufschlussreiche Informationen. Die kurzen Texte überfrachten nicht, sondern konzentrieren sich eher auf die Beschreibung des Lebensraums, des Aussehens und bauen hier und da spannende „Fun Facts“ ein. So erfahren die jungen Leser, dass der wissenschaftliche Name des Eichhörnchens sciurus vulgaris aus dem Griechischen kommt und abgeleitet so viel bedeutet wie „mit Schatten spendender Schwanz“. Die Evolution ist ein Genie. So kommt es, dass die schlaue Elster zählen kann und Rothühner sich das Brüten mit dem pflichtbewussten Vater teilen. Die Eigenschaften und Fähigkeiten der einzelnen Arten und ihre Anpassung sind beeindruckend.

Dieses Sachbuch hat nicht den Anspruch vollständige und umfangreiche Fakten zu liefern, sondern möchte lediglich den Blick auf das artenreiche Leben in unserer Umgebung lenken. Es inspiriert genauer hinzuschauen und der Faszination frei lebender Tiere um uns herum zu verfallen.

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Fazit

Liebevolle Zeichnungen der heimischen Lebewesen in ihrer Einzigartigkeit

 

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Charlotte Guillan und Yuval Zommer – Unter meinen Füssen

Rezension

Der Protagonist schaut an zwei unterschiedlichen Schauplätzen unter seine Füße. Zunächst blickt er unter die Erde einer belebten Straße und entdeckt Wasserleitungen, Kabel für die Internetnutzung, Stromleitungen und die Kanalisation. Dazwischen tummeln sich auch viele Lebewesen wie Tausendfüßler oder auch Regenwürmer, die die Erde auflockern. Nach dem Abwasserkanal, wird ein Blick auf die Überreste der geschichtlichen Überbleibsel geworfen, nach denen Archäologen graben. Und es geht noch tiefer! Unterwegs trifft man auf die Untergrundbahn, Tropfsteine, Gesteinschichten wie Torf oder Kohle und schließlich Magma. Ab hier ist die Erdkruste auch nicht mehr weit, bis der Leser schließlich den inneren Erdkern und damit das Zentrum erreicht.

Nun darf das Buch gedreht werden, um die lange Reise zum Erdkern an dem Schauplatz eines Waldes erneut zu erleben. Verständlicherweise stehen hier Tiere und ihre Bauten im Fokus. Dachse und Füchse teilen sich hier ihre Behausungen mit Wurzeln und Fossilien. Nach einigen Gesteinschichten wie Marmor und Diamanten, gelangen wir hier schließlich auch zum heißesten Ort des Planeten.

Dieses Sachbuch für Kinder gewährt einen ungewöhnlichen Blick auf etwas, was wir sonst kaum zu Gesicht bekommen. Dieser Streifzug durch die Wunder der Unterwelt ist allemal lohnenswert. Das Mega-Leporello-Wendebilderbuch lässt sich blättern oder noch viel besser einfach ausklappen und erreicht dabei eine Länge von stolzen 2,5m. So beeindruckt nicht nur der Inhalt, sondern die Vorstellung der Kinder wird zusätzlich angeregt und heraus gekitzelt, was zur Steigerung der Faszination beiträgt. Hier sind wissenswerte Fakten pointiert dargestellt und Fachbegriffe gekonnt eingestreut und erklärt.

Sollte die fesselnde Wirkung anhalten, bieten die Städte Berlin und Köln sehr empfehlenswerte und informative Stadtführungen für Kinder mit unterirdischen Touren an.

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Fazit

Fesselnde Wirkung und spannende Fakten in ungewöhnlicher Erscheinungsform

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Tereza Vostradovská – Komm mit raus, Entdeckermaus!

Rezension

„Komm mit raus, Entdeckermaus!“ ist ein Sachbilderbuch mit einem Rundumschlag zum Thema „Wunder der Natur“, insbesondere des Lebens im Wald. Die kleine Maus sitzt eines Tages in ihrer Höhle und liest über spannende Entdeckungen, als dann Wurzeln in ihren Bau wachsen. Dem geht sie auf die Spur und beginnt die Natur rund um ihren Mausbau zu erkunden. Sie lernt die Pflanzen und die Tiere des Waldes, am Teich und im Garten kennen, erforscht und schreibt schließlich selbst ein Buch.

Das Sachbilderbuch greift viele Naturphänomene auf und veranschaulicht kindgerecht die Nahrungskette in der Natur, erläutert das Anlegen eines Herbariums, nimmt die wertvolle Arbeit der Ameisen unter die Lupe. Die Leser werden somit auf eine aufregende und lehrreiche Reise genommen. Die Mischung aus Bilderbuch und Sachinformationen ist gut gelungen. Die dargestellten Tiere und Pflanzen sind teils beschriftet und nummeriert und Kinder bekommen hier und da Einblicke, um sich letztendlich ein komplettes Bild über die gesamten Vorgänge zu machen.

Die Altersangabe für Kinder ab 4 Jahren ist passend, da viele Bereiche zwar angeschnitten aber nicht überfrachtend ins Detail vertieft aufgezeigt werden. So werden nur die wichtigsten Vögel und Baumarten erwähnt, damit Kinder bestimmte Namen zumindest schon einmal gehört haben. Integrierte Mitmach-Tipps regen Kinder dazu an, selbst genauer hinzuschauen und beispielsweise Wasserlebewesen aus dem Teich zu untersuchen. Auch das Anpflanzen wird genau beschrieben und macht Lust in der nun wärmeren Jahreszeit Kräuter anzupflanzen. Ein mehr als überzeugendes Sachbilderbuch für alle Naturliebhaber. Der zum Buch passenden App einen Besuch abzustatten lohnt sich auch auf jeden Fall!

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Fazit

Lehrreich – spannend – interaktiv

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Florian Bayer und Alicia Klepeis – Auf Safari!: Was Afrikas wilde Tiere alles können

Rezension

In diesem Sachbuch über außergewöhnliche Tiere Afrikas befinden sich wertvolle Informationen in Form eines Einführungstextes und einem Steckbrief zu den Oberbegriffen „Gewicht“, „Lebensraum“, „Ernährung“, „Verhalten“, „Merkmale“ und „Tierschutz“. Die Illustrationen sind detailverliebt und ziemlich ausdrucksstark.

Im Fokus stehen eher unbekannte und ungewöhnliche Tiere, die mit überraschenden Fähigkeiten glänzen. Zu den andersartigen Wesen gehören u.a. ein Teppichchamäleon, Speispinne, Zebramanguste, Matabele-Ameise oder auch ein Gelbstreifentenrek. Spannend und unterhaltsam sind außerdem Sagen oder Mythen zu den jeweiligen wilden Tieren.

Der Bombardierkäfer hat Superkräfte und beschießt seine Feinde mit einem 100 Grad Celsius heißen giftigen Strahl. Die Mähdreschermaultermiten kommunizieren miteinander durch den Austausch von  Pheromonen. Sie signalisieren ihren Artgenossen, in welcher Richtung Nahrung zu finden ist. Der Gelbstreifentenrek erzeugt durch seine Stacheln ein geräuschvolles Rascheln, um seine Feinde zu vertreiben.

Die Texte und Steckbriefe sind recht umfangreich und eher für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Kinder mit besonderen Begabungen und einem ausgeprägten Interesse an Außergewöhnlichem werden hier bezüglich der Vielfalt unserer Welt angeregt. Neugierige Entdecker finden hier sicherlich viele spannende Fakten.

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Fazit

Eher unbekannte Tiere Afrikas und ihre spannenden Geheimnisse.

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Thierry Dedieu – Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann – Kinderbuchadvent Türchen No. 4

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Heute habe ich die Ehre das vierte Blog-Adventskalendertürchen zu öffnen. Vom 01. bis zum 24. Dezember findet sich jeden Tag auf einem anderen Kinderbuch-Blog ein Beitrag mit einer Kinderbuchempfehlung und einer anschließenden Verlosung. Ich vertrete den „aracari Verlag“ mit dem Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ von Thierry Dedieu.

Der kleine Schneemann stapft durch den frischen Schnee auf dem Weg zur Heimat des Weihnachtsmannes. Im Gepäck hat er ein kleines Geschenk dabei. Der Weg nach Lappland ist jedoch weit und so kommt es, dass er Tiere um Hilfe bitten muss. Der Rabe, der Hirsch, der Fuchs, der Hase, der Wolf und auch der Bär helfen ihm zwar, wollen aber alle stets eine Gegenleistung.

Der Schneemann gibt sein letztes Hemd ab und schafft es schließlich zum Haus des Weihnachtsmannes. Sein eigentliches Geschenk für den Weihnachtsmann hat er jedoch im Laufe der langen Reise an die Tiere abgeben müssen.

Kleiner Schneemann, du musst wissen, dass ich für ein Geschenk nichts zurückerwarte.

Der Weihnachtsmann reicht ihm ein kleines, rotes Päckchen und da fällt dem Schneemann ein, wie er sich für diese freundliche Geste bedanken kann … mit einer Gegenleistung aus dem Herzen!

Rezension

Diese einsame Reise des Schneemannes lässt sich schon fast auf den Verlauf eines Lebens übertragen. Wenn man sich ein Ziel setzt, kann man es trotz all der Widrigkeiten, die einem den Weg kreuzen, auch erreichen. Hier ist keine klare und klassische Einteilung in „Gut und Böse“ zu finden. Die Grenze verschwimmt. Die Tiere helfen zwar, verlangen jedoch ihren Teil als Gegenleistung ab.

Eine melancholische Note umgibt das Bilderbuch. Die Illustrationen sind in eher gedeckten, schon fast düsteren Farben gehalten. Es überwiegen die braunen Farbtöne. Besonders effektvoll ist die porträtierte Darstellung der Tiere, die mit ihrer neu erworbenen Habseligkeit dargestellt werden. Sie blicken zufrieden und selbstsicher den Leser an und man bekommt manchmal den Eindruck eine Fotografie anzuschauen.

Umso leichter wird es einem ums Herz als der Weihnachtsmann dem Schneemann ein Geschenk überreicht, ohne etwas dafür haben zu wollen. Das letzte Bild lässt einen schon fast vor Erleichterung erstarren und man wünscht sich, dass diese Freude andere mit guten Taten und Nächstenliebe zu begegnen auf möglichst viele Mitmenschen überschwappt. Pädagogisch wertvoll ist, dass der Inhalt des Geschenkes nie aufgedeckt wird, da es weniger um das Materielle, sondern viel mehr um die Geste geht.

Blick ins Buch

Im Rahmen des Kinderbuchblogger-Adventskalenders habt ihr jetzt die Möglichkeit das Bilderbuch „Auf der Suche nach dem Weihnachtsmann“ zu gewinnen. Das Buch wird vom „aracari Verlag“ zur Verfügung gestellt. Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Teilnahmebedingungen

  • Die Verlosung beginnt am 04.12.2017 um 0.00 Uhr und endet am 04.12.2017 um 23.59 Uhr.
  • Jeder, der unter diesem Beitrag einen Kommentar hinterlässt, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen.
  • Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren.
  • Über den Gewinner entscheidet das Los.
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt.
  • Der Versand des Gewinns erfolgt ausschließlich nach Deutschland.

Morgen öffnet sich das nächste Adventskalendertürchen bei kinderbuch-detektive – schaut unbedingt vorbei! Am 17. Dezember bin ich wieder an der Reihe.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Glück und strahlende Kinderaugen beim gemeinsamen Lesen in der Winterzeit!

Herzlichen Glückwunsch Bettina Schiks!

Rusalka Reh – Der Igel Nepomuk

Seinen Winterschlaf hält Nepomuk unter der alten Hecke im trockenen Laub. Als ihn die Feldmaus weckt, muss er voller Schrecken feststellen, dass er zu lange geschalfen hat. Er ist dünn wie ein Regenwurm geworden! Jetzt heißt es schnell auf Nahrungssuche gehen. Unterwegs trifft er das Eichhörnchen und verrät ihr wo sie im Herbst die schmackhafte Walnuss vergraben hat.

Auf dem Bauernhof begrüßt er alte Freunde und macht neue Bekanntschaften. Das Igeljahr ist ganz schön aufregend und kaum hat man sich versehen ist schon der nächste Winterschalf vor der Tür.

Der Protagonist ist ein liebenswerter und herzensguter Igel. Rusalka Reh hat wissenswerte Informationen rund um die Bauernhoftiere und insbesondere den Igel einfließen lassen. Natürlich werden die jungen Zuhörer mit einem Happy End beglückt. Echte Freunde helfen schließlich in allen Notsituationen.

Das Vorlesebuch eignet sich bereits für Kinder ab 4 Jahren. Es ist eine prima Gutenacht-Geschichte, die mit kleinen Aufregungen zurecht kommt, ohne die Gefühlswelt groß aufzuwühlen. Die Doppelseiten werden von einigen schwarz-weiß Illustrationen begleitet. Der hochwertige Leineneinband macht es zu einem wertigen Geschenkbuch. Weitere Abenteuer von Nepomuk in einem Folgeband wären wünschenswert.

Wissenswertes rund um das Igeljahr.

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Anke Riedel und Marika Liebsch – Albert E erklärt: Tiere in unserem Garten & Schlaue Tiere

Albert E. ist ein Denkologe und teilt sein Wissen in diesen Audio-CDs für Kinder ab 5 Jahren zum Thema „Schlaue Tiere“. Im ersten Hörbuch geht es um Hunde und Hundeberufe. Andere Tiere, wie z.B. Ratten können sogar Ultraschallwellen wahrnehmen und leben am liebsten in Gruppen. Die nächsten Verwandten des Menschen werden im Zoo bei einem Ferienwochenprogramm begutachtet. Schimpansen sind besonders neugierig und lieben Herausforderungen. Wie Delfine schlafen und sich verständigen ist ebenfalls Thema.

Auf der zweiten CD schaut sich Albert E. im Garten um. Hier geht es um Igel, Eichhörnchen, Insekten, Katzen, Regenwürmer, Schnecken, Spinnen und Mäuse. Es werden schützende Futterhäuschen für Vögel gebaut, die Lebensräume unter die Lupe genommen und überlegt wie wir den Tieren in unserem Garten helfen können.

Begleitet werden die Geschichten von passenden Geräuschen, sei es eine Durchsage im Zoo, Kinderkreischen, Vogelgesang oder das Summen der Insekten. Daher sind die Erzählungen nie trocken, sondern werden von Unterhaltungen unterbrochen, sodass man gedanklich nicht so leicht zum Abschweifen kommt.

Die Informationen sind gut strukturiert und werden gut verständlich erklärt. Besonders schön ist die Einbindung der Bionik in Bezug auf die Delfinhaut. Auch noch nicht erforschte Verhaltensweisen werden benannt. Die Gesamtspielzeit beläuft sich auf ca. 1 1/2 Stunden.

Erstaunliche Fakten verständlich erkärt.

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