Anja Boretzki – 6 A1-Poster für den Sachunterricht

Rezension

In diesem Poster-Set sind sechs kindgerechte A1-Poster zu den wichtigsten sachunterrichtlichen Themen der Grundschule enthalten:

  • Deutschland
  • Europa
  • Wasserkreislauf
  • Bäume
  • Sonnensystem
  • Ernährungspyramide

Der Clou ist, dass sie übersichtlich und nicht überfrachtet sind. Meist sind die Landkarten so voller Details, dass Grundschulkinder beim ersten Anschauen schlichtweg überfordert sind. Diese Plakate zu „Deutschland“ und „Europa“ sind vergleichsweise reduzierter und anschaulicher. Die Abgrenzungen der Länder sind farblich eindeutig markiert. Die Hauptstädte heben sich durch eine unterschiedliche Schriftfarbe und -größe ab. Hier und da werden bedeutende Sehenswürdigkeiten eingestreut, aber so dass es anschaulich bleibt. Auch die wichtigsten Flüsse sind gut erkennbar. Nach dieser Vorbereitung haben auch die „echten“ Landkarten aus dem Schularchiv eine gute Chance so eingeführt zu werden, dass Grundschulkinder sich darauf orientieren können.

Doch auch die anderen Schaubilder beeindrucken. Beim Sonnensystem ist der Merkspruch integriert, der den Kindern als Eselsbrücke dient, sich die Reihenfolge der Planeten zu merken. Besonders erfreut bin ich über den Wasserkreislauf und vor allem die Ernährungspyramide. Nach dem letzteren Schaubild suche ich schon seit Jahren und mir fehlte schlichtweg die Zeit und die zündende Idee selbst eine zu basteln.

Die Merkposter können auch ganz unabhängig von der Schule gut an wissbegierige Enkelkinder verschenkt werden. Durch die netten Illustrationen machen sie sich wunderbar an der Kinderzimmerwand und animieren immer wieder zum Schauen, Entdecken und Lernen. Das ist sogar oft sinnvoller und hilfreicher, denn die Synapsen des Gehirns werden so beständig aktiviert.

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Fazit

Anschaulich – ansprechend – vereinfacht!

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Creative Teaching Press Inc. – 80 Bild-Impulse zu 11 Lebenszyklen

Rezension

Kinder werden ständig mit spannenden Lebens- und Entwicklungszyklen konfrontiert, sei es in der Tier- oder Pflanzenwelt. So erleben sie nicht nur in der Natur ständigen Wandel, sondern entwickeln auch sich selbst und nehmen hier Veränderungen wahr. Zur Verdeutlichung dieses Kreislaufs, der sich vor allen bei Tieren nur sehr schwer beobachten lässt, dienen diese farbigen 80 Bild-Impulse zu den folgenden 11 Lebenszyklen:

  • Marienkäfer
  • Schmetterling
  • Frosch
  • Huhn
  • Bohne
  • Sonnenblume
  • Pferd
  • Ahornbaum
  • Schlange
  • Fisch
  • Kolibri

Die meisten Themen orientieren sich an der kindlichen Lebens- und Interessenswelt und lassen sich sehr gut im Kindergarten oder in der Grundschule aufgreifen. Allen Themen vorangestellt ist eine Übersichtskarte, die die richtige Zuordnung mit Pfeilelementen verdeutlicht. Auf der Rückseite der jeweiligen Abbildungen findet sich eine kurze Beschreibung  der Entwicklungsphase. Zudem gibt es einen grauen Kasten, der die Schlüsselwörter enthält und besonders für DAZ-Kinder hilfreich ist, um den Inhalt in eigenen Worten zu wiederholen oder das Wichtigste auf einen Blick vor Augen zu haben.

Der Einsatz ist fächerübergreifend denkbar und wird wohl die meiste Verwendung im Sachunterricht finden. Auch wenn die Sonnenblume prima im Kunstinterricht bei der Themeneinheit zu Vincent van Goghs „Zwölf Sonnenblumen“ eingebunden werden kann. Denkbar ist es die Karten als Erzähl- oder Schreibimpulse zu nutzen, sie von den Kindern sortieren zu lassen oder als Hilfe für Forscheraufträge freizugeben. Die Fotografien sind klar, detailgetreu, lassen sich eindeutig sortieren und zeigen die wichtigsten Phasen. Der Sachtext ist nicht überfrachtet, gibt die wichtigsten Informationen wieder und bindet sinnvolle Fachbegriffe ein.

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Fazit

Lohnenswerte Investition für visuelle Lerntypen!

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Doreen Blumhagen – So übe ich meine Lernwörter

Das regelmäßige Training von Rechtschreibwörtern gehört zum festen Bestandteil des Rechtschreibunterrichts. In dieser Kartei finden sich 58 Übungsangebote, um die Lernwörter möglichst vielfältig und doch effektiv zu üben. Die meisten Angebote lassen sich ohne zusätzliches Material bewerkstelligen. Ratsam wäre allerdings Würfel, Kreisel, Dose für ein Dosendiktat oder Muggelsteine beizulegen.

Zur besseren Orientierung sind die Karten farblich gekennzeichnet: grüne Karten (Abschreibübungen), blaue Karten (Wortschatzübungen), gelbe Karten (Grammatikübungen), rote Karten (Speicherungsübungen). Die Sternsymbole zeigen die Schwierigkeitsstufe an, sodass Kinder sich entsprechend ihren Fähigkeiten selbst einschätzen können. Auch die Sozialform kann je nach Übungsangebot variieren, dies ist durch die Anzahl der Köpfe zu erkennen.

Die einzelnen DIN-A5 Karten sind nicht überladen. Die Aufgabenstellungen sind klar und verständlich formuliert. Eine kleine Zeichnung macht es optisch ansprechend. Sehr wertvoll ist vor allem die beispielhafte Darstellung der Aufgabe, dies ist in erster Linie für meine DAZ-Kinder von großer Hilfe.

Die Schülerinnen und Schüler aus meiner Klasse lieben Karteien. Hierbei ist oft Differenzierung gegeben, sie lernen sich selbst einzuschätzen und genießen die Bewegung zwischen den Schreibvorgängen. Dabei lege ich nie alle Übungskarten aus, sondern suche je nach Leistungsstand passende Karten heraus. Manchmal integriere ich es in den Wochenplan, manchmal auch in die Freiarbeit. In den Deutsch-Förderstunden kommt es manchmal vor, dass daraus ein Stationenlernen gestaltet wird. Dann wandern die Kinder von Tisch zu Tisch und erledigen die dort ausgebreiteten Angebote. Die Auswahl der Übungen ist sehr gelungen, auch die Unterteilung überzeugt. Besonders der Wortschatz- (Reizwort-Geschichte, Wörter erklären etc.) und Speicherungsteil (Rückenschreiben, Lippenlesen etc.) hat mich auf neue Ideen gebracht und macht den Schülerinnen und Schülern großen Spaß.

Abwechslungsreiche Angebote in einem übersichtlichen und ansprechenden Format.

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Doreen Blumhagen – Mein „Das bin ich!“-Lapbook

Lapbooks  kommen aus der amerikanischen Homeschool-Bewegung und gewinnen nun auch in Deutschland immer mehr an Popularität. Es sind individuelle Portfolios, die von den Kindern selbstständig bearbeitet, gestaltet und präsentiert werden. Die aufklappbare DIN A3 – Mappe, die bequem auf dem Schoß (engl. „lap“) Platz hat, verbirgt im Inneren eine Vielzahl an Minibüchern, die aufgeklappt, gedreht und gefaltet werden können und auf kreative Weise Informationen zu einem Thema vermitteln.

In diesem Heft finden sich 26 Vorlagen zum Thema „Das bin ich!“. Auf jeder Kopierseite befindet sich eine Anleitung. Blankovorlagen sind nicht vorhanden, somit ist dieses Buch ausschließlich für  dieses eine Thema einsetzbar. Das ist etwas schade, denn mit leeren Feldern hätte man prima differenzieren können. Die Variation in Bezug auf Formate ist sehr breitgefächert. Hier finden sich Familienstammbäume, Herzen, die mit Musterklammern aufgefächert oder kleine Minibücher, in denen besondere Ereignisse festgehalten werden können. Etwas störend empfinde ich, dass sehr viel Verschnitt entsteht, da die Erklärungen vergleichsweise viel Platz auf dem Papier einnehmen. Sehr hilfreich ist der „Selbstreflexionsbogen“ zum eigenen Produkt. Positiv hervorzuheben ist der ausführliche Bewertungsbogen zum Lapbook. Hier wurden „items“ zu den Bereichen „Arbeitsverhalten“, „Gestaltung“, „Inhalt“, „Präsentation“ und „Selbstreflexion“ integriert. Als Orientierung für die Lehrkraft wurde auch eine beispielhafte Bepunktung eingefügt. Um die Transparenz der Bewertungskriterien zu gewährleisten, ist es ratsam den Bogen den Kindern vorab mitzugeben.

Nach dem nun mehrmaligen Einsatz der Lapbooks, bin ich weiterhin gespaltener Meinung in Bezug auf „Lernzuwachs“ im Vergleich zum „Zeitaufwand“. Ich sehe aber auch Vorteile und übe mich darin Geduld aufzubringen. Jede Lerngruppe genoss bisher die Arbeit am individuellen Lapbook. Die Kinder erweiterten ihre Fertigkeiten bezüglich des sorgfältigen, ausdauernden und selbstständigen Arbeitens, schulten ihre Kompetenzen in den Bereichen „Feinmotorik“, „Sammeln von Informationen“ und „mündliche Präsentationsfähigkeit“. Diese Lapbooks können im 4. Schuljahr zur Vorstellung bei den Patenkindern genutzt werden oder auch für das Kennenlernen im 5. Schuljahr nach dem Übergang.

Abwechslungsreiche Formate, praktikabel in der Umsetzung.

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Aline Kurt – Lebensraum Wiese und Hecke: Klasse 1./2.

In diesem Band sind zwei Unterrichtseinheiten vereint: Ab durch die Hecke – und auf die Wiese! Neben Stundenverläufen mit Impulsfragen und formulierten Lernzielen, sind hier fertige Arbeitsblätter und Bildvorlagen zu finden. Der größte Pluspunkt ist wohl die beigelegte CD-ROM, die alle Arbeitsmaterialien als PDF- und bearbeitete Word-Dateien enthält. So kann ich als Lehrkraft die Schwierigkeitsstufen in Bezug auf Aufgabenformulierung oder Lesetext an meine Lerngruppe anpassen oder die Bilder zu den Wiesenpflanzen entsprechend in selbst gestaltetes Material integrieren.

Besonders gelungen ist hier das Layout. Es ist ansprechend gestaltet, nicht überladen und hat eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Elemente. Die Stundenverläufe sind vor allem für Referendare oder Fachfremde hilfreich. Die Impulse bezüglich „Einstieg“ und „Abschluss“ bieten einen guten Rahmen für eine runde Unterrichtseinheit. Hier finden sich auch Vorlesegeschichten zum Thema „Verhalten auf der Wiese“, Vorlesetexte zu „Hummeln“, „Marienkäfern“, „Ameisen“ und „Feldmäusen“ oder eine Rückengeschichte „Komm mit in die Hecke“, um die Einstiege abwechslungsreicher und motivierender zu gestalten.

Die meisten Bausteine sind eher ab der 2. Klasse zu gebrauchen, auch wenn für Nicht-Leser und leseschwache SchülerInnen Alternativen erwähnt werden, wie z.B. das Vorlesen der Aufgabenstellung. Die Einbindung der kooperativen Lernformen wie z.B. die Placemat-Vorlage ist positiv zu erwähnen. Auch die differenzierten Lesetexte zu den unterschiedlichen Wiesenbewohnern für die jeweiligen Gruppen sind ebenfalls sehr gelungen. In abgeänderter Form führe ich es als Lesekonferenz durch.

Sehr gelungene Unterrichtseinheiten mit der Möglichkeit das Unterrichtsmaterial anzupassen.

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Astrid Grabe und Elke Dosch – 20 Mini-Aufführungen für Weihnachtsfeiern in der Grundschule

20 Mini-Aufführungen für Weihnachtfeiern in der Grundschule

Die gedanklichen Vorbereitungen der Weihnachtszeit laufen schon jetzt auf Hochtouren. Jedes Jahr aufs Neue muss die Weihnachtsfeier geplant werden. Das Highlight ist dabei stets das Theaterstück im Klassenverband. Letztes Jahr erwarb ich diese Ideensammlung und habe damals erfolgreich „Das Weihnachtswunder“ umgesetzt. Inhaltlich erinnert es mich an „Es klopft bei Wanja in der Nacht“, denn auch hier geht es um Solidarität, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Ein weiterer Bonuspunkt ist der in Reimen gestaltete Text. Das hilft vor allem den Schülerinnen und Schülern in der Schuleingangsphase beim Auswendiglernen. Außerdem lässt sich das Stück erweitern, indem mehr Tiere eingebaut werden können, die sich zur Maus dazugesellen.

In dieser Arbeitsmappe finden sich nicht nur Theaterstücke, sondern auch 4 Gedichte, 3 Lieder- bzw. Sprechgesänge nach bekannten Melodien, Tiermasken als Requisiten, 3 Gruppenaufführungen und 1o Theaterstücke für Klassen 1-4. Aufgrund des breiten Spektrums an Ideen ist eine facettenreiche Weihnachtsfeier garantiert.

Die Darstellung ist übersichtlich und die Längen der Stücke unterschiedlich, sodass für jede Klassenstufe etwas Passendes gefunden werden kann. Die Tipps zur Bühnengestaltung sind genauso hilfreich wie bereits fertig formulierte Regienanweisungen, was ich persönlich als unerfahrene Theaterpädagogin sehr schätze.

Dieses Jahr nehmen wir uns etwas Klassisches vor und inszenieren das Stück „Der Weg zum Stall“.  Auch dieser Text basiert auf Reimen und handelt von vier Tieren, die sich auf den Weg zu Josef, Maria und dem Jesuskind machen. Die Textvorlage kann kopiert und gleich an die beteiligten Kinder ausgehändigt werden. Einige Beiträge wiederholen sich, sodass auch prima differenziert oder bei der Vergabe der Rollen das Lernniveau berücksichtigt werden kann. Mit einer Länge von ca. 10 Minuten kann man das wunderbar auch im 2. Schuljahr umsetzen. Die Schlussszene ist herzerwärmend und eine wunderbare Überleitung zum anschließenden besinnlichen Beisammensein.

20 Mini-Aufführungen für Weihnachtsfeiern in der Grundschule

Viele tolle Theaterstücke, die zur Umsetzung einladen: schnell und unkompliziert.

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Joey Mandel – Warum machst du das? Sozial-emotionale Auffälligkeiten von Grundschülern hinterfragen und angemessen reagieren

Warum machst du das - Sozial-emotionale Auffälligkeiten

Die wenigsten Kinder verhalten sich auffällig, weil sie „einfach schlecht erzogen sind“ oder „sich nicht genug Mühe geben“. Sie können es nicht besser – noch nicht.

In vielen Klassenräumen sind Kinder vorzufinden, die mit an sie gestellten altersangemessenen Erwartungen überfordert sind. Dazu zählen selbstständige Impulskontrolle und Verhaltenssteuerung, soziale Interaktionsfähigkeit sowie Lernkompetenzen. Diese Kinder reagieren entsprechend auffällig und zeigen ein „Problemverhalten“, das sich von Kind zu Kind anders auswirkt. Einige ziehen sich zurück im Sinne des niederschwelligen Problemverhaltens und sind oft gar nicht greifbar oder verweigern jegliche Mitarbeit. Andere reagieren mit Wutausbrüchen oder verbalen Ausfälligkeiten. So oder so ist es Ausdruck eines Förderbedarfs im Bereich sozial-emotionaler Fähigkeiten.

In diesem Praxisbuch basierend auf dem Moment-to-moment-Ansatz aus der Feder einer Lehrerin werden Lehrkräfte zunächst dazu angeleitet nach dem „Warum?“ zu fragen und das auffällige Verhalten genau zu beobachten. Dieses Buch ist ehrlich und realitätsnah. Wenn es heißt:

In Wahrheit gibt es keine schnellen Lösungen (…) Gleichgültig mit wie viel Wohlwollen, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz ein Lehrer dem Kind auch begegnet, dieser Schüler wird in seinem Verhalten ständig an seine Grenzen stoßen (S. 19).

Auch wenn man keine Wunder zu erwarten hat, so gibt es dennoch einen Leitfaden, mit dem wir auffälligen Kindern in Kooperation mit den Eltern eine Hilfestellung bieten können. Hier werden konkrete Spiele im Klassenverband vorgeschlagen und entsprechende Übungen für den häuslichen Rahmen zusammengefasst. Die Förderungsmaßnahmen sind in folgende Bereiche eingeteilt: motorisch, kommunikativ, sozial, emotional und kognitiv.

Für die Praxis finde ich persönlich den Ratgeber auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Hier ist viel Text und man muss sich erst durchwurschteln. Inhaltlich ist es jedoch herausragend und ich konnte bereits einige Tipps beherzigen. Vor allem die Gedankenanstöße empfand ich als sehr fruchtend. Einige Spielangebote, die hier als „Übungen für zu Hause“ betitelt werden, habe ich abgetippt, den entsprechenden Eltern bereits an die Hand gegeben und zuvor im ausführlichen Gespräch erläutert. Glücklicherweise wurden eine ausführliche Anleitung und entsprechende Kärtchen bereits beigefügt, sodass man aus der Bandbreite das für das Kind passende Paket zusammenstellen kann.

Verlieren Sie nicht den Mut und bleiben Sie dabei, Kinder in ihrem Lern- und Entwicklungsprozess anzuregen, zu fördern, zu begleiten, zu bestärken und zu ermutigen (S. 270).

Warum machst du das - Unterrichtsstörungen

Endlich ein Wegweiser für emotional-sozial auffällige Schülerinnen und Schüler.

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