Aline Kurt – Lebensraum Wiese und Hecke: Klasse 1./2.

In diesem Band sind zwei Unterrichtseinheiten vereint: Ab durch die Hecke – und auf die Wiese! Neben Stundenverläufen mit Impulsfragen und formulierten Lernzielen, sind hier fertige Arbeitsblätter und Bildvorlagen zu finden. Der größte Pluspunkt ist wohl die beigelegte CD-ROM, die alle Arbeitsmaterialien als PDF- und bearbeitete Word-Dateien enthält. So kann ich als Lehrkraft die Schwierigkeitsstufen in Bezug auf Aufgabenformulierung oder Lesetext an meine Lerngruppe anpassen oder die Bilder zu den Wiesenpflanzen entsprechend in selbst gestaltetes Material integrieren.

Besonders gelungen ist hier das Layout. Es ist ansprechend gestaltet, nicht überladen und hat eine sinnvolle Anordnung der verschiedenen Elemente. Die Stundenverläufe sind vor allem für Referendare oder Fachfremde hilfreich. Die Impulse bezüglich „Einstieg“ und „Abschluss“ bieten einen guten Rahmen für eine runde Unterrichtseinheit. Hier finden sich auch Vorlesegeschichten zum Thema „Verhalten auf der Wiese“, Vorlesetexte zu „Hummeln“, „Marienkäfern“, „Ameisen“ und „Feldmäusen“ oder eine Rückengeschichte „Komm mit in die Hecke“, um die Einstiege abwechslungsreicher und motivierender zu gestalten.

Die meisten Bausteine sind eher ab der 2. Klasse zu gebrauchen, auch wenn für Nicht-Leser und leseschwache SchülerInnen Alternativen erwähnt werden, wie z.B. das Vorlesen der Aufgabenstellung. Die Einbindung der kooperativen Lernformen wie z.B. die Placemat-Vorlage ist positiv zu erwähnen. Auch die differenzierten Lesetexte zu den unterschiedlichen Wiesenbewohnern für die jeweiligen Gruppen sind ebenfalls sehr gelungen. In abgeänderter Form führe ich es als Lesekonferenz durch.

Sehr gelungene Unterrichtseinheiten mit der Möglichkeit das Unterrichtsmaterial anzupassen.

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Astrid Grabe und Elke Dosch – 20 Mini-Aufführungen für Weihnachtsfeiern in der Grundschule

20 Mini-Aufführungen für Weihnachtfeiern in der Grundschule

Die gedanklichen Vorbereitungen der Weihnachtszeit laufen schon jetzt auf Hochtouren. Jedes Jahr aufs Neue muss die Weihnachtsfeier geplant werden. Das Highlight ist dabei stets das Theaterstück im Klassenverband. Letztes Jahr erwarb ich diese Ideensammlung und habe damals erfolgreich „Das Weihnachtswunder“ umgesetzt. Inhaltlich erinnert es mich an „Es klopft bei Wanja in der Nacht“, denn auch hier geht es um Solidarität, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe. Ein weiterer Bonuspunkt ist der in Reimen gestaltete Text. Das hilft vor allem den Schülerinnen und Schülern in der Schuleingangsphase beim Auswendiglernen. Außerdem lässt sich das Stück erweitern, indem mehr Tiere eingebaut werden können, die sich zur Maus dazugesellen.

In dieser Arbeitsmappe finden sich nicht nur Theaterstücke, sondern auch 4 Gedichte, 3 Lieder- bzw. Sprechgesänge nach bekannten Melodien, Tiermasken als Requisiten, 3 Gruppenaufführungen und 1o Theaterstücke für Klassen 1-4. Aufgrund des breiten Spektrums an Ideen ist eine facettenreiche Weihnachtsfeier garantiert.

Die Darstellung ist übersichtlich und die Längen der Stücke unterschiedlich, sodass für jede Klassenstufe etwas Passendes gefunden werden kann. Die Tipps zur Bühnengestaltung sind genauso hilfreich wie bereits fertig formulierte Regienanweisungen, was ich persönlich als unerfahrene Theaterpädagogin sehr schätze.

Dieses Jahr nehmen wir uns etwas Klassisches vor und inszenieren das Stück „Der Weg zum Stall“.  Auch dieser Text basiert auf Reimen und handelt von vier Tieren, die sich auf den Weg zu Josef, Maria und dem Jesuskind machen. Die Textvorlage kann kopiert und gleich an die beteiligten Kinder ausgehändigt werden. Einige Beiträge wiederholen sich, sodass auch prima differenziert oder bei der Vergabe der Rollen das Lernniveau berücksichtigt werden kann. Mit einer Länge von ca. 10 Minuten kann man das wunderbar auch im 2. Schuljahr umsetzen. Die Schlussszene ist herzerwärmend und eine wunderbare Überleitung zum anschließenden besinnlichen Beisammensein.

20 Mini-Aufführungen für Weihnachtsfeiern in der Grundschule

Viele tolle Theaterstücke, die zur Umsetzung einladen: schnell und unkompliziert.

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Joey Mandel – Warum machst du das? Sozial-emotionale Auffälligkeiten von Grundschülern hinterfragen und angemessen reagieren

Warum machst du das - Sozial-emotionale Auffälligkeiten

Die wenigsten Kinder verhalten sich auffällig, weil sie „einfach schlecht erzogen sind“ oder „sich nicht genug Mühe geben“. Sie können es nicht besser – noch nicht.

In vielen Klassenräumen sind Kinder vorzufinden, die mit an sie gestellten altersangemessenen Erwartungen überfordert sind. Dazu zählen selbstständige Impulskontrolle und Verhaltenssteuerung, soziale Interaktionsfähigkeit sowie Lernkompetenzen. Diese Kinder reagieren entsprechend auffällig und zeigen ein „Problemverhalten“, das sich von Kind zu Kind anders auswirkt. Einige ziehen sich zurück im Sinne des niederschwelligen Problemverhaltens und sind oft gar nicht greifbar oder verweigern jegliche Mitarbeit. Andere reagieren mit Wutausbrüchen oder verbalen Ausfälligkeiten. So oder so ist es Ausdruck eines Förderbedarfs im Bereich sozial-emotionaler Fähigkeiten.

In diesem Praxisbuch basierend auf dem Moment-to-moment-Ansatz aus der Feder einer Lehrerin werden Lehrkräfte zunächst dazu angeleitet nach dem „Warum?“ zu fragen und das auffällige Verhalten genau zu beobachten. Dieses Buch ist ehrlich und realitätsnah. Wenn es heißt:

In Wahrheit gibt es keine schnellen Lösungen (…) Gleichgültig mit wie viel Wohlwollen, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz ein Lehrer dem Kind auch begegnet, dieser Schüler wird in seinem Verhalten ständig an seine Grenzen stoßen (S. 19).

Auch wenn man keine Wunder zu erwarten hat, so gibt es dennoch einen Leitfaden, mit dem wir auffälligen Kindern in Kooperation mit den Eltern eine Hilfestellung bieten können. Hier werden konkrete Spiele im Klassenverband vorgeschlagen und entsprechende Übungen für den häuslichen Rahmen zusammengefasst. Die Förderungsmaßnahmen sind in folgende Bereiche eingeteilt: motorisch, kommunikativ, sozial, emotional und kognitiv.

Für die Praxis finde ich persönlich den Ratgeber auf den ersten Blick etwas unübersichtlich. Hier ist viel Text und man muss sich erst durchwurschteln. Inhaltlich ist es jedoch herausragend und ich konnte bereits einige Tipps beherzigen. Vor allem die Gedankenanstöße empfand ich als sehr fruchtend. Einige Spielangebote, die hier als „Übungen für zu Hause“ betitelt werden, habe ich abgetippt, den entsprechenden Eltern bereits an die Hand gegeben und zuvor im ausführlichen Gespräch erläutert. Glücklicherweise wurden eine ausführliche Anleitung und entsprechende Kärtchen bereits beigefügt, sodass man aus der Bandbreite das für das Kind passende Paket zusammenstellen kann.

Verlieren Sie nicht den Mut und bleiben Sie dabei, Kinder in ihrem Lern- und Entwicklungsprozess anzuregen, zu fördern, zu begleiten, zu bestärken und zu ermutigen (S. 270).

Warum machst du das - Unterrichtsstörungen

Endlich ein Wegweiser für emotional-sozial auffällige Schülerinnen und Schüler.

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Ingrid Schumacher – Klassensprecher, Klassenrat und Schülerparlament

Klassenrat, KLassensprecher und Schülerparlament

Dieses Praxisbuch liefert vielfältige Unterrichtsmaterialien zur Anbahnung demokratischen Handelns in der Grundschule. Hier finden sich Anregungen zum Training von Eigenverantwortlichkeit, Demokratiefähigkeit und Mitbestimmung sowie zur Stärkung der Klassengemeinschaft.

Regeln bieten Kindern vom ersten Schultag an Halt, Schutz und Sicherheit. So konzentriert sich das erste Kapitel auf selbst erarbeitete Klassenregeln und Rituale. Hierzu werden bebilderte Kopiervorlagen angeboten und Tipps für die gemeinsame Erarbeitung gegeben.

Jedes Jahr steht die Wahl des Klassensprechers an. Hier erleben die Schülerinnen und Schüler eine wichtige demokratische Gruppenerfahrung, die das Verantwortungsgefühl stärkt. Die Aufgaben und Pflichten finden sich hier als Kopiervorlagen, aber auch wertvolle Tipps für die Umsetzungen wurden zusammen getragen.

Klassensprecher Aufgaben und Pflichten

Der Klassenrat, als feste Institution um sich mit Anliegen der Klassengemeinschaft rund um Projekte, Organisationsfragen, Probleme oder Konflikte zu beschäftigen, ist ebenfalls Thema. Gründe für die Etablierung eines Klassenrats,  aber auch Ziele, Regeln und der konkrete Ablauf werden sehr ausführlich und kleinschrittig dargelegt. Die Ämterkarten sollen die Durchführung erleichtern und können sofort eingesetzt werden.

Sehr spannend war für mich das letzte Kapitel zum Thema Schülerrat und Schülerparlament. Immer mehr Grundschulen machen sich auf den Weg dieses Gremium einzuführen. Hier treffen sich die Klassensprecher aus allen Klassen, um sich um Belange, die über eine Klassengemeinschaft hinausgehen, zu befassen. Die Begrifflichkeiten Schülerparlament und Schülerkonferenz werden geklärt. Erfreulicherweise findet man auch Beispiele für ein mögliches Vorhaben, eine Auflistung der Aufgaben eines Schülersprechers und sämtliche Schreiben in Form von Einladungen für Sitzungen oder Stimmzettel für Wahlen.

Demokratieerziehung in der Grundschule

Demokratisches Handeln von Anfang an – sofort einsetzbar

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Ricarda Dransmann und Svenja Sölter – Die besten Methoden für den Englischunterricht

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Dieser Ratgeber für die Grundschule enthält 100 praxiserprobte und ohne große Vorbereitung einsetzbare Methoden aus den folgenden sieben Fertigkeitsbereichen:

  • Aufbau und Festigung des Wortschatzes
  • Listening and speaking
  • Reading and writing
  • Rituale
  • Classroom Language
  • Songs
  • Co-operative learning

Jeder Methodenvorschlag enthält Hinweise zur Vorbereitung, Durchführung und beinhaltet hin und wieder Tipps, die auf eine Variante als Abwandlungsmöglichkeit verweisen. Alle nötigen Kopiervorlagen oder Materialgrundlagen werden gleich hinter dem Vorschlag angehängt, sodass man nicht lange danach zu suchen braucht.

Der Englischunterricht in der Grundschule ist lebendig und abwechslungsreich. Es gibt viele Phasenübergänge, feste Rituale zum Stundeneinstieg und zur Abschluss einer Englischstunde. Es ist geprägt von Sprachspielen, vielen Liedern, die auch Körpereinsatz erfordern und dem großen Baustein „Einsprachigkeit“.

Dieser Ideenratgeber gibt eine wunderbare Übersicht über bewährte Methoden, die schnell und nachhaltig in der Praxis integriert werden können. Vieles setze ich bereits seit Jahren erfolgreich in der Unterrichtspraxis ein, wie z.B. TPR, Snapping, Echo, What’s missing?, Question time mit den finger puppets, Circle game usw. Viele Spiele sind lediglich unter einem anderen Namen bekannt. Die Autorinnen betonen, dass dies eine persönliche Sammlung der interessantesten und von ihnen als wertvoll erachteten Methoden aus unzähligen Zeitschriften und Büchern ist.

Lehrkräfte, die das Fach nicht studiert haben oder auch Referendare werden diese Fundgrube schätzen. Ich konnte ebenfalls spannende Vorschläge finden, die ich bisher nicht kannte und unbedingt im Unterricht erproben möchte. So hat beispielsweise das „Buzz reading“ schnell mein Interesse geweckt. Hierbei geht es darum zu Beginn einer Unterrichtsstunde den Kindern 5 Min. Zeit zu geben im Lese-Gemurmel einen Text auf Englisch halblaut vor sich hin zu lesen. Es hat den Vorteil, dass alle Kinder aktiv sind und zudem ihre Sprachhemmungen abbauen können, die sonst das Lesen vor der ganzen Klasse mit sich bringt. Der  alternative“homework check“ lädt ebenfalls zum Ausprobieren ein. Anhand einer Feedback-list überprüfen die Schüler gegenseitig ihre Hausaufgaben und sprechen ausschließlich Englisch. Die beigefügten „language support phrases“ sollen die Kinder bei den nötigen Satzstrukturen unterstützen.

Die besten Methoden für den Englischunterricht

Bewährte und leicht umsetzbare Sammlung an schüleraktivierenden Methoden für den Englischunterricht.

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Bernadette Kowolik – Macht doch mal Theater!

Macht doch mal Theater

Im Verlauf des Schuljahres gibt es mehrere Anlässe für Theaterstücke, sei es die Einschulungs- oder Weihnachtsfeier, die Gestaltung der monatlichen Darbietungen in der Aula oder einfach als Theaterprojekt in einem Unterrichtsfach. Die Inszenierung eines Theaterstücks erfordert viel Organisation, Geduld und ein vertrauensvolles Miteinander. Der Mittelpunkt des Theaterspielens ist die Sprache, die natürlich die verbale Sprache beinhaltet aber vor allem auch die Körpersprache. Das Bühnenbild, die Kostüme und Requisiten sind weitere unterstützende Elemente für ein unvergessliches Erlebnis.

Theaterprojekte erfordern nicht nur seitens der Schüler viel Mut, Ideen und Tatkraft. Kinder müssen an das Theaterspielen herangeführt werden. Das Stimmtraining, die Spiele rund um Gestik und Mimik, das Schlüpfen in andere Rolle braucht die nötige Vorbereitung. Wie geht man an ein größeres Theaterprojekt heran? Wie hält man die Motivation über einen längeren Zeitraum aufrecht? Wie sollen alle Kinder beteiligt werden? Das Organisationsspektrum und die Vorbereitung ist groß.

Dieses Buch „Macht doch mal Theater!“ möchte Lehrkräften Mut machen und bietet ausgearbeitete Texte zu insgesamt 11 Theaterstücken, unterteilt in Rollen-, Puppen- und Schattentheater. Die Regienanweisungen wurden ebenfalls integriert. Das Stück „Stromausfall in der Märchenschule“ ist gut für die Einschulungsfeier geeignet, da es von einem Drachen handelt, der eingeschult wird und an seinen Fähigkeiten zweifelt. Mit neun Seiten Text ist das Stück ziemlich umfangreich. Je nach Klassenstufe müsste der Umfang entsprechend angepasst werden. Die anderen Stücke orientieren sich thematisch an Indianern, Rittern, Futtervorräte für den Winter, Tiere des Bauernhofes, Hexen, Tiere im Watt, Märchen, Dinosaurierland und Streit.

Es gibt Vorschläge seitens der Autorin für die Erstellung eines Bühnenbildes und der Requisiten, passend zum Stück. Erfreulicherweise sind diese schnell aufzutreiben und somit sehr realistisch in der Umsetzung. Als Pädagogin ohne große Vorerfahrungen in der Organisation von Theaterstücken fehlen mir in diesem Buch definitiv die Fotos für eine beispielhafte Inszenierung. Auch die Vorbereitungsschritte vermisse ich. Hier erhält man gute Texte mit sinnvollen Regienanweisungen, jedoch eher für Lehrkräfte, die über Vorerfahrungen verfügen und das nötige Wissen für eine erfolgreiche Aufführung einfließen lassen können. Für mich persönlich ist es nicht kleinschrittig genug. Ich hätte mir mehr Tipps für Übungsphasen, sinnvolle Einteilung der Rollen und andere Organisationshinweise gewünscht, um tatsächlich mehr Mut aufzubringen. Mit den Texten alleine ist es für Neulinge schwer umsetzbar.

Macht doch mal Theater

Für Pädagogen mit Vorerfahrungen gut umsetzbar, mit vielen Theaterstücken zu unterschiedlichen Themen.

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Maike Enders – Individuell lernen-gemeinsam arbeiten

individuell lernen - gemeinsam arbeiten

Dieses Buch liest sich wie ein lehrreicher Hospitationsbesuch an einer Grundschule. Hier bekommt der Leser wertvolle Einblicke in offenes Lernen und Arbeiten im eigenen Lerntempo. Die Autorin stellt ein Unterrichtsmodell vor, das individualisiertes Lernen und gemeinschaftliches Arbeiten ermöglicht. Das erprobte Konzept wird zahlreich bebildert und sehr detailliert dargestellt.

Lernen im Gleichschritt wird aufgebrochen und die Autorin zeigt wie sie mit ihrer „Pilotklasse“ das Lernen umstrukturiert hat. In diesem Buch stellt sie ihre Struktur, die Organisation und den Ablauf des Unterrichts ins Zentrum. Auch wenn nicht das vollständige Konzept an jeder Grundschule genauso umgesetzt werden kann, so lassen sich hier viele Bausteine, die offenes Lernen erleichtern, gleich in die Praxis oder regen zumindest zum Umdenken an. Sehr anregend war für mich das Unterkapitel „Lernumgebung“, wo neben der Entspannungsecke auch die Arbeitsecke  bzw. das Schülerbüro und der Hilfetisch vorgestellt wurde. Sehr hilfreich sind die praxisnahen Verweise in Bezug auf die Unterrichtsorganisation und die damit verbundenen Regeln. Eine feste Sitzordnung im Kreis erspart viel Zeit und garantiert eine produktivere Mitarbeit. Der Wert eines Belohnungssystem wird beschrieben und die Verantwortung der Kinder für das eigene Lernen aufgezeigt.

Individualisierung bedeutet auch jedem Kind passende Förder- und Forderangebote zur Verfügung zu stellen. Die Autorin macht keinen Hehl daraus, dass dafür einiges an Material vorbereitet werden muss. Hier wird neben der Wochenplanarbeit auch die Arbeit an Themenheften, Werkstätten und Übungskisten angeschnitten. Durch bunte Fotografien erhält man einen Einblick in solche Übungskisten, bei denen der „Spielcharakter“ eine große Rolle spielt.

Leistungsfeststellungen sind genauso Thema wie Elternrückmeldungen. Neu und spannend war für mich der „Hausaufgabendienst“, der von Kindern übernommen wurde und Rückmeldungen mit Verbesserungswünschen enthielt.  Ich konnte aber auch einige Strukturen wiederfinden, die auch bei uns an der Grundschule erfolgreich umgesetzt werden, in Bezug auf Tagesstruktur, Reflexionsphasen und individuelle Rückmeldungen zu Tests.

Insgesamt ist es ein sprachlich sehr verständlicher Ratgeber mit vielen tollen anregenden Hinweisen aus der Grundschulpraxis. Lediglich die CD hätte man sich sparen können, es ist wenig ansprechend gestaltet und inhaltlich nicht wirklich gehaltvoll. Trotzdem bin ich von dem Buch begeistert und habe es schon einigen Kollegen empfohlen.

individuell lernen - gemeinsam arbeiten

Ein anregender Hospitationsbesuch in Buchform!

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